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Volt zur Bildung

Aus dem Programm „Holen wir uns die Zukunft zurück“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,4), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zweisprachige Berufsausbildung anbieten

Volt will Berufsausbildungen auch auf Englisch oder in der Sprache des jeweiligen Nachbarlandes anbieten. So sollen internationale Talente leichter einen Ausbildungsplatz bekommen. Betriebe und Auszubildende sollen von mehr internationaler Vernetzung profitieren.

Volt will Ausbildungen auch auf Englisch anbieten. An der Grenze soll auch die Sprache des Nachbar-Landes möglich sein. So können mehr junge Menschen aus dem Ausland hier eine Ausbildung machen. Später sollen alle Auszubildenden Englisch lernen.

Die zweisprachigen Angebote sollen sich an englischsprachigen Studiengängen der Hochschulen orientieren. Auf lange Sicht soll Englisch fester Teil der Ausbildungspläne werden. Die Ausbildung soll zudem auf den internationalen Arbeitsmarkt vorbereiten und die Chancen bei weltweit tätigen Unternehmen verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Ausbildungsprogramme werden in Englisch oder in einer in der jeweiligen Grenzregion gesprochenen Sprache angeboten“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Ausbildungen in Fremdsprachen senken die Sprachhürde und erleichtern Menschen aus dem Ausland den Zugang zum Ausbildungsmarkt.

Kooperationsverbot in der Bildung aufheben

Volt will das Kooperationsverbot abschaffen, das dem Bund die Mitwirkung an der Bildungspolitik der Länder weitgehend untersagt. Der Bildungsföderalismus soll schrittweise aufgelöst werden, damit bundesweit einheitliche Standards und schnellere Entscheidungen möglich werden.

Heute entscheiden vor allem die Bundesländer über Schulen. Der Bund darf dabei kaum mitmachen. Volt will dieses Verbot abschaffen. Dann sollen überall in Deutschland die gleichen Regeln für Bildung gelten.

Eine nationale Bildungsstrategie soll Ziele und Standards in ganz Deutschland angleichen. Eine Bundesbildungskommission soll Reformen koordinieren, ein Bildungsrat aus Fachleuten und Lehrkräften praktische Lösungen entwickeln. Kompetenzzentren des Bundes sollen Themen wie Medienbildung, Künstliche Intelligenz und Finanzwissen voranbringen. Wer was bezahlt, sollen Bund, Länder und Kommunen in einem Staatsvertrag festlegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 104)
„Das Verbot der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich wird abgeschafft.“
Seite 104 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bildung von Kita bis Studium kostenfrei machen

Volt will Bildung für Kinder und Jugendliche kostenfrei gestalten, von der Betreuung ab der Geburt über Lernmittel bis zu Mahlzeiten. Das Programm versteht Bildung als Grundrecht, dessen Zugang nicht vom Einkommen der Eltern abhängen soll.

Volt will, dass Bildung nichts kostet. Kita-Plätze sollen für alle Familien gratis sein. Kinder bekommen in Kita und Schule gratis Frühstück und Mittagessen. Auch Schulbücher sollen nichts kosten.

Tagespflege, Krippe und Kita sollen bundesweit ohne Gebühren sein. Lernmittel für schulpflichtige Kinder will Volt aus Bundesmitteln bezahlen. Der Bund soll außerdem Exkursionen und Austauschprogramme finanzieren, auch internationale. Ein Investitionsbudget ist für Digitalisierung und Kooperationen mit außerschulischen Partnern vorgesehen. Für Lernende sollen Semestertickets bezahlt und Mieten vergünstigt werden; als Vorbild nennt das Programm Schweden.

Originalzitat anzeigen (Seite 105)
„In allen Kitas und Schulen erhalten Kinder kostenlos ein gesundes Frühstück und Mittagessen.“
Seite 105 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Bundesweit gebührenfreie Betreuung, kostenlose Mahlzeiten und Lernmittel wären neue öffentliche Leistungen für alle Kinder.

Inklusion im Bildungssystem ausbauen

Volt will, dass alle Menschen unabhängig von Bedarfen und Begabungen gemeinsam lernen können. Dafür sollen Bildungseinrichtungen mehr Geld und Personal für Inklusion erhalten.

Volt will, dass alle Kinder zusammen lernen können. Das gilt auch für Kinder mit Behinderung. Schulen und Kitas sollen dafür mehr Geld bekommen. Es soll auch mehr Helfer geben.

Bildungseinrichtungen sollen eigene Inklusionsbudgets für individuelle Lösungen bekommen. In jeder pädagogischen Ausbildung sollen sonderpädagogische Module und verpflichtende Praktika in diesem Bereich vorkommen. Inklusionshilfen und Fachleute für Inklusion sollen stärker gefördert werden. Volt begründet das mit mehr Chancengleichheit und sozialem Zusammenhalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„Eine stärkere Förderung von Inklusionshilfen und -fachleuten gewährleistet, dass alle Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse gefördert werden.“
Seite 106 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel und Personal für Inklusion erweitern staatliche Leistungen schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Gemeinsames Lernen aller Kinder soll gegenüber heute ausgebaut werden, was Gleichstellung und Teilhabe stärkt.

Arbeitsbedingungen von Lehrkräften verbessern

Volt will Lehrkräfte durch zusätzliches Personal entlasten und ihre Arbeitsverhältnisse flexibler und gerechter gestalten. Gute Arbeitsbedingungen gelten im Programm als Voraussetzung dafür, dass Lernende gut begleitet werden.

Volt will Lehrerinnen und Lehrern die Arbeit leichter machen. Andere Fachleute sollen ihnen Aufgaben abnehmen. Angestellte Lehrkräfte sollen so viel verdienen wie Beamte. Alle sollen Zeit und Geld für Fortbildung bekommen.

Verwaltungsfachkräfte und Teams aus verschiedenen Berufen sollen Lehrkräften Aufgaben abnehmen. Angestellte und verbeamtete Lehrkräfte sollen finanziell gleichgestellt werden und ihre Verträge flexibel anpassen können. Arbeitszeitkonten sollen Überstunden und Belastungsspitzen ausgleichen. Für Fortbildung sind garantierte und zugleich verpflichtende Geld- und Zeitbudgets vorgesehen. Lernmaterial soll über Budgets und einen zentralen digitalen Pool kostenlos bereitstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Lehrkräfte werden durch Verwaltungsfachkräfte und multiprofessionelle Teams unterstützt, um sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren.“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal, Budgets und gleiche Bezahlung im öffentlichen Bildungswesen erhöhen die staatlichen Ausgaben schrittweise.

Kita-Fachkräfte wie Lehrkräfte bezahlen

Volt will die Arbeitsbedingungen in Kitas verbessern und das Gehalt pädagogischer Fachkräfte auf das Niveau von Lehrkräften bringen. Das Programm begründet dies damit, dass gute frühkindliche Bildung motivierte und wertgeschätzte Fachkräfte brauche.

Volt will Fachkräfte in Kitas besser bezahlen. Sie sollen so viel verdienen wie Lehrerinnen und Lehrer. Auch in der Ausbildung sollen sie Geld bekommen. Volt sagt: So wird der Beruf beliebter.

Angehende pädagogische Fachkräfte sollen während der Ausbildung finanziell unterstützt werden. Zeit für Beobachtung und Dokumentation soll bezahlt werden, dazu kommen Programme zur Gesundheitsförderung. Die Bezahlung soll an die von Lehrkräften angeglichen werden. Außerdem will Volt Kooperationen zwischen Universitäten und Kitas fördern, sogenannte Forschungskitas, um neue Ansätze der frühkindlichen Bildung zu entwickeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Die Entlohnung von pädagogischen Fachkräften wird an die der Lehrkräfte angeglichen“
Seite 109 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Gehälter und Ausbildungshilfen für Kita-Personal bedeuten mehr öffentliche Ausgaben für eine staatliche Leistung.

Dreigliedriges Schulsystem abschaffen

Volt will die Aufteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium beenden und alle Kinder länger gemeinsam lernen lassen. Schulabschlüsse sollen bundesweit einheitlich sein. Das soll laut Programm Chancengleichheit und sozialen Zusammenhalt stärken.

Heute gibt es Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Volt will diese Trennung beenden. Alle Kinder sollen länger zusammen lernen. Die Abschlüsse sollen in ganz Deutschland gleich sein. Volt sagt: Das ist gerechter.

An die Stelle der drei Schulformen soll eine einzige Schule treten, die alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam besuchen. Einheitliche Abschlüsse im ganzen Bundesgebiet sollen Bildungserfolge vom Wohnort unabhängig machen. Bundeseinheitliche Vorgaben sollen Orientierung geben und Bürokratie abbauen. Die Schule soll sich konsequent nach den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen richten.

Originalzitat anzeigen (Seite 110)
„Die Trennung von Hauptschule, Realschule und Gymnasium wird zugunsten eines längeren gemeinsamen Lernens aufgehoben“
Seite 110 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Das gewachsene gegliederte Schulsystem würde abgeschafft und durch eine gemeinsame Schule ersetzt, was auf Gleichstellung zielt und das System grundlegend umbaut.

Schulnoten ersetzen, Lernwege individualisieren

Volt will Schulnoten durch eine individuelle Erfassung der Leistung ersetzen und Unterricht stärker auf einzelne Kinder zuschneiden. Projektarbeit und jahrgangsgemischtes Lernen sollen zentral werden, die Lehrpläne schlanker. Laut Programm fördert das Fähigkeiten und Selbstreflexion.

Volt will Noten in der Schule abschaffen. Statt Noten gibt es zum Beispiel Gespräche und Lern-Tagebücher. Kinder sollen mehr in Projekten lernen. Jedes Kind soll nach seinen Stärken lernen. Die Lehrpläne sollen kürzer werden.

Lernziele sollen Lehrende und Lernende zusammen festlegen. Als Bewertungsformen nennt das Programm Portfolios, Lerntagebücher, Präsentationen und Entwicklungsgespräche; Kinder und Jugendliche sollen bei der Bewertung gleichberechtigt mitwirken. Projektbasierter, fächer- und jahrgangsübergreifender Unterricht soll fester Teil des Lehrplans werden. Lehrpläne sollen auf wesentliche Inhalte gekürzt werden und eigenständiges Lernen, digitale und soziale Fähigkeiten sowie Gesundheitsbewusstsein betonen. Als Leitlinien dienen der OECD-Lernkompass und das UNESCO-Programm BNE 2030.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Die klassische Notenvergabe wird durch eine ganzheitliche und individuelle Leistungserfassung ersetzt.“
Seite 111 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Die überlieferte Notengebung würde abgeschafft und durch neue, mitbestimmte Bewertungsformen ersetzt, ein grundlegender Bruch mit der bisherigen Schulpraxis.

Multiprofessionelle Teams an Schulen verankern

Volt will Fachleute für Psychologie, Sozialarbeit, Gesundheit und Sonderpädagogik dauerhaft an Schulen einsetzen. Sie sollen mit Lehrkräften eng zusammenarbeiten, weil Gesundheit und Wohlbefinden aus Sicht des Programms Voraussetzung für erfolgreiches Lernen sind.

An Schulen sollen nicht nur Lehrkräfte arbeiten. Volt will dort auch Fachleute für Psychologie, Sozialarbeit und Gesundheit. Sie helfen Kindern bei Problemen. Volt sagt: Wer sich wohlfühlt, lernt besser.

Schulgesundheitsfachkräfte sollen Anlaufstelle für körperliche und psychische Anliegen sein. Regelmäßige Vorsorge- und Beratungsangebote richten sich an Lernende und Lehrende. Bei Bedarf sollen Migrationsbeauftragte, Übersetzende und außerschulische Partner hinzukommen. Neutrale Schlichtungsstellen sollen bei Konflikten im Schulsystem vermitteln.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Fachkräfte für Psychologie, Schulsozialarbeit, Schulgesundheit sowie Sonderpädagogik werden fester Bestandteil des Schulsystems.“
Seite 111 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliches Fachpersonal an Schulen baut eine öffentliche Leistung aus und erfordert mehr staatliche Ausgaben.

Inklusion an Schulen konsequent umsetzen

Volt will, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam in einer Schule lernen. Förderschulen sollen nur noch übergangsweise bestehen. Das Programm verweist auf Chancengleichheit und die UN-Behindertenrechtskonvention.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen lernen. Schulen sollen dafür barrierefrei werden. Das heißt: Alle können sie ohne Hindernisse nutzen. Förderschulen soll es nur noch für eine Übergangszeit geben.

Schulgebäude und Angebote sollen so gestaltet werden, dass alle Lernenden Zugang haben. Teams mit Inklusionsfachkräften sollen Kinder und Jugendliche mit Behinderungen nach ihrem Bedarf unterstützen. Förderschulen arbeiten bis zum Erreichen einer gemeinsamen Schule eng mit Regelschulen zusammen.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Förderschulen werden in enger Kooperation mit Regelschulen betrieben, bis das Ziel „Eine Schule für alle“ erreicht ist.“
Seite 112 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Das eigenständige Förderschulwesen soll langfristig in einer gemeinsamen Schule aufgehen, was die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung durch einen Systemumbau verfolgt.

Demokratie und Mitbestimmung im Schulalltag stärken

Volt will Demokratiebildung in allen Fächern verankern und Schülerinnen und Schülern mehr Mitsprache geben. Demokratie soll nach dem Programm aktiv erlebt werden, damit junge Menschen Verantwortung übernehmen.

Kinder sollen in der Schule Demokratie üben. Sie sollen mehr mitbestimmen dürfen. Dafür gibt es zum Beispiel Klassenräte. Auch Eltern sollen Anträge stellen dürfen.

Demokratiebildung soll als Querschnittsthema in jedem Fach vorkommen. Klassenräte und basisdemokratische Gremien sollen verbindlich eingerichtet werden. Juniorwahlen, also nachgestellte Wahlen an Schulen, sollen gefördert werden. Lernende und Eltern sollen in Schulausschüssen Anträge stellen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Klassenräte und basisdemokratische Gremien fördern die aktive Mitbestimmung der Lernenden.“
Seite 112 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Mitbestimmungsrechte für Schülerinnen und Schüler verschieben die Schule schrittweise in Richtung Selbstbestimmung.

Digitale Bildung und Schulinfrastruktur ausbauen

Volt will digitale Fähigkeiten von der Grundschule an unterrichten und Informatik durchgehend zum Schwerpunkt machen. Schulen sollen dafür moderne Technik und schnelles Internet erhalten. Das Programm sieht darin die Vorbereitung auf eine vernetzte Welt.

Kinder sollen schon in der Grundschule den Umgang mit Computern lernen. Informatik soll in jedem Schuljahr wichtig sein. Schulen sollen neue Geräte und schnelles Internet bekommen. Auch Eltern sollen Schulungen bekommen.

Der Lehrplan soll Technik, Gesellschaft und Anwendung gemeinsam behandeln, was das Programm als Dagstuhl-Dreieck bezeichnet. Eltern sollen in Schulungen Chancen und Risiken der Digitalisierung kennenlernen. Schulen sollen aktuelle Hard- und Software sowie stabile Internetanschlüsse bekommen. Open-Source-Technik und ein Konzept für Cybersicherheit sollen Sicherheit und Transparenz gewährleisten. Als Vorbild nennt das Programm Großbritannien.

Originalzitat anzeigen (Seite 113)
„Digitale Kompetenzen werden ab der Grundschule unterrichtet und Informatik wird in allen Schuljahren ein Schwerpunkt.“
Seite 113 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Ausstattung und Netze für Schulen bedeuten zusätzliche öffentliche Investitionen in Bildung.

Lehrkräfteausbildung praxisnäher gestalten

Volt will ein duales Lehramtsstudium einführen und Studium und Vorbereitungsdienst enger verbinden. Mehr Praxis soll angehende Lehrkräfte besser auf den Beruf vorbereiten und die Qualität der Schulen sichern.

Wer Lehrerin oder Lehrer wird, soll früher in Schulen üben. Volt will ein duales Studium. Das heißt: Studium und Arbeit an der Schule laufen zusammen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen dabei zählen.

Das duale Lehramtsstudium soll auch Abschlüsse aus dem Ausland und pädagogische Praxiserfahrung anerkennen. Dauer von Studium und Vorbereitungsdienst sollen bundesweit aufeinander abgestimmt werden. Ein höherer Praxisanteil soll Überforderung beim Berufsstart verringern. Geleistete Praxisstunden sollen den Vorbereitungsdienst verkürzen können. Als Beispiel nennt das Programm die Induktionsphase mit Mentoring in Österreich.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Ein duales System, das auch ausländische Abschlüsse und pädagogische Praxis anerkennt, wird eingeführt.“
Seite 115 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Dorfschulen erhalten und vernetzen

Volt will kleine Schulen auf dem Land erhalten. Jahrgangsgemischter Unterricht und digitale Vernetzung sollen den Betrieb auch bei wenigen Kindern möglich machen. Das Programm sieht Dorfschulen als wichtig für lebendige ländliche Regionen.

Volt will Schulen in Dörfern erhalten. Dort können Kinder aus mehreren Jahrgängen zusammen lernen. Kleine Schulen sollen sich über das Internet verbinden. So gibt es mehr Lern-Angebote.

Individuelles Lernen über Jahrgänge und Fächer hinweg soll Unterricht mit kleinen Schülerzahlen ermöglichen. Digitale Netzwerke zwischen kleinen Schulen sollen ein breiteres Lernangebot eröffnen. Die Naturnähe soll für erlebnisorientierten Unterricht und Umweltbildung genutzt werden. Dorfschulen sollen zudem als kulturelle Anlaufstellen dienen und ländliche Regionen attraktiver machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Individuelles, jahrgangs- und fächerübergreifendes Lernen ermöglicht Unterricht in Dorfschulen auch mit wenigen Lernenden.“
Seite 115 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufsausbildung stärken und modernisieren

Volt will Ausbildungsberufe mit bundesweiten Kampagnen aufwerten, Ausbildungspläne modernisieren und kleine Betriebe beim Ausbilden unterstützen. Das soll nach dem Programm Fachkräfte sichern und den Arbeitsmarkt stärken.

Volt will mehr junge Menschen für eine Ausbildung gewinnen. Dafür soll es Werbung in ganz Deutschland geben. Die Ausbildung soll moderner werden. Kleine Firmen sollen Hilfe beim Ausbilden bekommen.

Die Kampagnen sollen vor allem Mangelbereiche wie Care-Berufe, IT und Handwerk betreffen und Männer wie Frauen für Berufe gewinnen, die bisher überwiegend das andere Geschlecht ausübt. Ausbildungspläne sollen laufend aktualisiert und um digitale und berufsübergreifende Fähigkeiten ergänzt werden. Kleinbetriebe und Start-ups sollen über Verbundausbildungen und Förderung Plätze anbieten können. Der Wechsel zwischen Ausbildung und Studium soll einfacher werden. Bewerbungstrainings, Workshops und Praktika sollen gefördert, FSJ und FÖJ stärker beworben und Bildungsträger, Beratungsstellen und Firmen digital vernetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„Die Attraktivität von Ausbildungsberufen wird durch nationale Kampagnen gezielt erhöht.“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Kampagnen und Förderung für Ausbildungsbetriebe erweitern die öffentliche Rolle in der Berufsbildung schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gezielte Werbung für geschlechtsuntypische Berufe soll traditionelle Rollenverteilungen aufbrechen.

BAföG ausbauen, Ausbildung kostenfrei machen

Volt will Studium und Ausbildung finanziell stärker absichern. Die BAföG-Sätze sollen sich nach den Lebenshaltungskosten am Wohnort richten, und staatlich anerkannte Aus- und Weiterbildungen sollen für alle kostenlos sein. Das Programm begründet dies damit, dass Bildung nicht vom Geldbeutel abhängen soll.

Volt will mehr Geld für Menschen in Ausbildung und Studium. Das BAföG soll zum Wohnort passen. BAföG ist Geld vom Staat für Lernende. Wer in einer teuren Stadt lebt, soll mehr bekommen. Anerkannte Ausbildungen und Weiterbildungen sollen nichts kosten.

Die Ausbildungsvergütung soll zum Leben reichen; der Staat soll Lücken schließen, etwa mit einer Orientierung am Mindestlohn. BAföG soll es auch in Teilzeit geben und für jede Art von Ausbildung gelten. Die Voraussetzungen für den Anspruch sollen sinken, und die Berechtigung soll erst nach der Auszahlung geprüft werden, damit keine Finanzierungslücken entstehen. Lernende sollen günstigen Wohnraum und vergünstigte Mieten erhalten. Die Regelstudienzeit soll der tatsächlichen Dauer des Studiums entsprechen. Hinzu kommen Beratung zur Bildungsfinanzierung und eine ausgebaute lebenslange Berufsberatung.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„Die Sätze werden an ortsabhängige Lebenshaltungskosten angepasst und unabhängig von der Ausbildungsart gewährt.“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere, breiter zugängliche staatliche Ausbildungsförderung und kostenfreie Aus- und Weiterbildung bauen öffentliche Leistungen aus.

Auslandsaufenthalte in Ausbildung und Studium fördern

Volt will, dass alle Lernenden während Ausbildung oder Studium mindestens vier Wochen im Ausland verbringen können. Austauschprogramme wie Erasmus+ sollen wachsen, und Abschlüsse sollen europaweit einheitlich sein. Das Programm verspricht sich davon persönliche Entwicklung, europäischen Zusammenhalt und Wissenstransfer.

Volt will mehr Lernen im Ausland. Alle Azubis und Studierenden sollen mindestens vier Wochen ins Ausland gehen können. Programme wie Erasmus+ sollen größer werden. Abschlüsse sollen in ganz Europa gleich sein. Dann werden sie überall schneller anerkannt.

Betriebe und Ausbildungsstätten sollen Unterstützung erhalten, um die Auslandszeit zu ermöglichen. Hochschulen sollen Partnerhochschulen nennen müssen, an denen ein Auslandssemester ohne Verlust von Studienleistungen möglich ist. Bildungseinrichtungen sollen verpflichtet werden, über Mobilitätsangebote aktiv zu informieren. Erasmus+ und der DAAD sollen von der Schule bis zur Erwachsenenbildung mehr Angebote schaffen. Für Lernende und Lehrende von außerhalb Europas sollen Visa schneller erteilt werden, und sie sollen auch nach der Ausbildungszeit arbeiten dürfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 118)
„Ausbildungsstätten und Unternehmen werden dabei unterstützt, allen Lernenden während ihrer Ausbildung oder ihres Studiums mindestens vier Wochen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen.“
Seite 118 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Europaweit einheitliche Abschlüsse und der Ausbau von Erasmus+ vertiefen die gemeinsame europäische Bildungspolitik.

  • Migrationeher offen

    Schnellere Visa und Arbeitsgenehmigungen über die Ausbildungszeit hinaus erleichtern Zuwanderung von Lernenden und Lehrenden aus Drittstaaten.

Grundbudget für Forschende einführen

Volt will Forschenden ab der Post-Doc-Phase ein pauschales Grundbudget geben, das aufwendige Antragsverfahren ersetzt. Die Hälfte davon sollen sie an andere Forschende weitergeben müssen. Zudem soll der akademische Mittelbau klarere Karrierewege bekommen.

Volt will Forschenden ein festes Geld für ihre Arbeit geben. Das gilt ab der Zeit nach der Doktorarbeit. Sie müssen dann weniger Anträge schreiben. Die Hälfte des Geldes geben sie an andere Forschende weiter. So sollen Forschende mehr zusammenarbeiten.

Das Grundbudget für Forschung soll nach Darstellung des Programms Bürokratie verringern und Planungssicherheit geben. Die Pflicht, 50 Prozent weiterzuverteilen, soll neue Ideen und die Vernetzung der Forschungsgemeinschaft fördern. Austauschplattformen sollen Zusammenarbeit ermöglichen und Projekte sichtbar machen; der Wissenstransfer in Bevölkerung und Industrie soll unterstützt werden. Im Mittelbau soll die Bezahlung nach Leistung und Erfahrung gestaffelt sein. Nach der Promotion soll der Übergang in eine Post-Doc-Stelle automatisch erfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„Forschende ab der Post-Doc-Phase erhalten ein pauschales Grundbudget, um Bürokratie zu verringern und Planungssicherheit zu schaffen.“
Seite 119 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lebenslanges Lernen mit Bildungszeitgesetz stärken

Volt will ein Bildungszeitgesetz, das eine bezahlte Freistellung von der Arbeit für Weiterbildungen ermöglicht. Daneben sollen Volkshochschulen ausgebaut, Umschulungen gefördert und Lernmaterialien frei zugänglich werden. Lebenslanges Lernen gilt dem Programm als notwendig, um mit den Anforderungen der modernen Welt Schritt zu halten.

Volt will, dass Menschen ihr Leben lang lernen können. Ein neues Gesetz soll dabei helfen. Beschäftigte bekommen dann frei für eine Weiterbildung. Sie bekommen in dieser Zeit weiter Lohn. Auch die Volkshochschulen sollen mehr Angebote machen.

Volkshochschulen sollen digitale, mehrsprachige und hybride Kurse anbieten, um barrierefrei erreichbar zu sein. Pädagogische Fachkräfte sollen sich regelmäßig fortbilden müssen und dafür Zeit und Geld erhalten. Umschulungsprogramme sollen den Wechsel in Berufe mit Fachkräftemangel fördern. Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen sollen individuelle Bildungsangebote und Lohnkostenzuschüsse bekommen. Geförderte Plattformen für offene Bildungsmaterialien (OER) sowie Orte wie Repair-Cafés, Mehrgenerationenhäuser und Museen sollen das Lernen ergänzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„Ein neues Gesetz ermöglicht bezahlte Freistellungen für Weiterbildungen.“
Seite 119 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein gesetzlicher Anspruch auf bezahlte Freistellung und geförderte Bildungsangebote erweitern staatliche Vorgaben und öffentliche Leistungen.

Antirassistische Bildung und Demokratieprojekte ausbauen

Volt will antirassistische Bildung stärken, unter anderem durch Kolonialgeschichte in den Bildungsplänen, interkulturelle Programme und Fortbildungen. Nach Darstellung des Programms fördert das Respekt und hilft, diskriminierende Strukturen zu erkennen.

Volt will mehr Bildung gegen Rassismus. Schulen sollen über die Kolonial-Zeit und ihre Folgen sprechen. Kinder aus verschiedenen Kulturen sollen sich mehr austauschen. Volt will auch Projekte für Demokratie unterstützen.

Kolonialgeschichte und ihre Folgen für strukturellen Rassismus sollen im Unterricht vorkommen, ergänzt durch Besuche von Gedenkstätten. Initiativen wie „Demokratie leben“ und zivilgesellschaftliches Engagement sollen Unterstützung erhalten. Für Beschäftigte in Institutionen sind Fortbildungen und Programme zur Medienkompetenz geplant, dazu ein Qualitätslabel „Rassismusfreier Arbeitsplatz“. Interkulturelle Programme sollen den Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen fördern. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte mit vielfältigem Hintergrund sollen gezielt gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 142)
„Die deutsche Kolonialgeschichte und ihre Auswirkungen auf strukturellen Rassismus werden in den Bildungsplänen thematisiert.“
Seite 142 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr antirassistische und interkulturelle Bildungsinhalte bauen die Förderung von Vielfalt im bestehenden Bildungssystem aus.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme im Bund im Vergleich