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parteiprogramm

Volt zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Holen wir uns die Zukunft zurück“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kolonialgeschichte aufarbeiten und Raubkunst zurückgeben

Volt will die deutsche Kolonialgeschichte umfassend aufarbeiten und geraubte oder enteignete Kulturgüter und Vermögenswerte zurückgeben. Denkmäler und Straßennamen mit belasteter Geschichte sollen überprüft werden.

Volt will die deutsche Kolonial-Zeit genau untersuchen. Deutschland soll geraubte Kunst zurückgeben. Manche Denkmäler und Straßennamen sollen geprüft werden. Vielleicht bekommen sie dann eine neue Bedeutung oder einen neuen Namen.

Die Aufarbeitung soll historisches Unrecht anerkennen und dessen Folgen für heutige gesellschaftliche Strukturen verständlich machen. Die Rückgabe von Kulturgütern und Vermögen soll im Dialog und in Zusammenarbeit mit den Betroffenen geschehen. Historisch belastete Denkmäler und Straßennamen sollen geprüft und bei Bedarf umgewidmet werden. Gedenkstätten sollen erhalten und erweitert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 141)
„Die deutsche Kolonialgeschichte wird umfassend aufgearbeitet, um historische Ungerechtigkeiten anzuerkennen“
Seite 141 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die kritische Aufarbeitung der Kolonialzeit samt Umwidmung von Denkmälern und Straßennamen verschiebt die Erinnerungskultur in eine progressive Richtung.

Kultur als Staatsziel ins Grundgesetz schreiben

Volt will Kultur als Staatsziel im Grundgesetz festschreiben. Das soll der Kulturpolitik mehr Gewicht geben. Zugleich sollen Minderheitenkulturen, Bräuche, Denkmäler und die freie Kulturszene geschützt werden.

Volt will die Kultur ins Grundgesetz schreiben. Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland. Der Staat soll die Kultur dann besonders beachten. Volt will auch die Kultur von Minderheiten schützen.

Das Programm sieht vor, Kultur als Staatsziel in die Verfassung aufzunehmen, damit Kulturpolitik einen höheren Stellenwert bekommt. Kulturen und Bräuche von Minderheiten sollen geschützt und in den Medien sichtbar sein. Auch der Denkmalschutz soll gesichert werden. Die freie Kulturszene soll Unterstützung erhalten, um Vielfalt und kulturelles Erbe zu bewahren.

Originalzitat anzeigen (Seite 157)
„Die Verankerung von Kultur als Staatsziel im Grundgesetz stellt die kulturelle Vielfalt und Bildung in den Mittelpunkt der Gesellschaft“
Seite 157 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Punkt betont den Schutz und die Sichtbarkeit von Minderheitenkulturen und kultureller Vielfalt, verbindet dies aber mit der Bewahrung von Bräuchen und Denkmälern.

Zugang zu Kultur für alle erleichtern

Volt will, dass mehr Menschen Kultur nutzen können, unabhängig von Einkommen, Alter und Wohnort. Dazu gehören bundesweite Kultur-Tickets für Menschen mit wenig Geld, die Verlängerung des Kulturpasses für junge Leute und mobile Angebote auf dem Land. Auch die kulturelle Bildung an Schulen soll gestärkt werden.

Volt will, dass alle Menschen Kultur erleben können. Menschen mit wenig Geld sollen Kultur-Tickets bekommen. Junge Menschen sollen den Kulturpass weiter nutzen können. Auf dem Land sollen Busse mit Büchern und Kultur fahren. Schulen sollen weiter Kunst und Musik unterrichten.

Geplant sind bundesweite Kultur-Tickets für Gruppen mit geringem Einkommen sowie mehr Zusammenarbeit von sozialen und kulturellen Einrichtungen und mehr Inklusion. Auf dem Land sollen Kultur- und Bücherbusse fahren, und Kommunen sollen über einen Fonds leerstehende Gebäude für Kulturprojekte zurückkaufen können. Clubs, Ateliers und Jugendtreffs sollen geschützt und gefördert werden, der Kulturpass soll über 2024 hinaus weiterlaufen. An Schulen soll der Unterricht in Kunst, Musik und darstellendem Spiel erhalten bleiben, Quereinstiege von Lehrkräften sollen leichter werden. Programme sollen die Kooperation von Schulen und Kultureinrichtungen ausbauen, etwa im Ganztag.

Originalzitat anzeigen (Seite 158)
„Der Kulturpass wird über 2024 hinaus verlängert, um jungen Menschen weiterhin Zugang zu kulturellen Angeboten zu ermöglichen.“
Seite 158 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vergünstigte Tickets, ein Fonds für Kommunen und weitere öffentliche Förderung bauen staatliche Leistungen im Kulturbereich aus.

Kulturschaffende sozial besser absichern

Volt will Künstlerinnen und Künstler besser bezahlen und absichern. Vorgesehen sind ein Basishonorar bei öffentlichen Aufträgen, ein höherer Bundeszuschuss zur Sozialversicherung für Kunstschaffende und ein leichterer Zugang zur Arbeitslosenversicherung. Das soll aus Sicht der Partei das Kulturangebot langfristig sichern.

Volt will Künstlerinnen und Künstler besser absichern. Bei Aufträgen vom Staat sollen sie ein Mindest-Honorar bekommen. Der Bund soll mehr Geld in ihre Sozial-Versicherung zahlen. Sie sollen leichter in die Arbeitslosen-Versicherung kommen.

Soloselbstständige in der Kultur sollen bei Aufträgen der öffentlichen Hand ein Basishonorar bekommen, was auch Scheinselbstständigkeit vorbeugen soll. In der Sozialversicherung für Kunstschaffende soll der Beitragssatz bei 5 Prozent bleiben und der Zuschuss des Bundes auf 25 Prozent steigen. Hürden für den freiwilligen Eintritt in die Arbeitslosenversicherung sollen sinken. Außerdem soll eine Fachkommission unter Beteiligung von Kulturschaffenden den Schutz der Urheberschaft im Digitalen regeln, besonders mit Blick auf KI. Bibliotheken, Museen und Archive sollen Hilfe erhalten, um digitales Kulturerbe zu sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 159)
„Der Beitragssatz bleibt bei 5 %, während der Bundeszuschuss auf 25 % erhöht wird, um eine nachhaltige Absicherung zu gewährleisten.“
Seite 159 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Mindesthonorar bei öffentlichen Aufträgen und ein höherer Bundeszuschuss bauen staatliche Absicherung innerhalb des bestehenden Systems aus.

Kulturetats sichern und langfristig erhöhen

Volt will, dass die Kulturhaushalte von Bund, Ländern und Kommunen nicht sinken und auf lange Sicht nach Bedarf steigen. Kürzungen bei der Kultur lehnt die Partei ab. Geld soll aus dem Bundeskulturfonds und aus Tourismustaxen kommen.

Volt will das Geld für Kultur nicht kürzen. Bund, Länder und Gemeinden sollen mindestens so viel zahlen wie jetzt. Später soll es mehr Geld geben, wenn es nötig ist. Auch Abgaben von Touristen sollen der Kultur helfen.

Die Ausgaben für Kultur auf allen staatlichen Ebenen sollen mindestens das heutige Niveau halten. Langfristig sollen sie dem Bedarf entsprechend wachsen. Zur Finanzierung will Volt den Bundeskulturfonds heranziehen. Einnahmen aus Tourismustaxen sollen zweckgebunden in den Erhalt von kultureller Vielfalt und Kulturerbe fließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 160)
„Die Kulturetats von Bund, Ländern und Kommunen bleiben mindestens auf dem aktuellen Stand und werden gegebenenfalls langfristig bedarfsgerecht erhöht.“
Seite 160 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt verteidigt die öffentlichen Kulturausgaben gegen Kürzungen und stellt Erhöhungen in Aussicht, was für mehr öffentliche Leistungen steht.

Journalismus schützen und fördern

Volt will eine vielfältige und unabhängige Medienlandschaft erhalten, die das Programm als Säule der Demokratie beschreibt. Medienschaffende sollen besser geschützt, Lokalzeitungen und gemeinnütziger Journalismus gefördert werden. Ein neues Kompetenzzentrum soll Medienbildung und Beratung bündeln.

Volt will Journalistinnen und Journalisten besser schützen. Ein neues Zentrum soll sie beraten und schulen. Das Zentrum soll auch den Menschen den Umgang mit Medien beibringen. Lokal-Zeitungen sollen Geld vom Staat bekommen.

Ein Kompetenzzentrum für Medienbildung und Journalismusberatung soll die Medienkompetenz der Bevölkerung stärken und Medienschaffenden Schulungen zu Cybersicherheit, Rechtsberatung und Schutz vor Überwachung und Bedrohung bieten; es soll auch Anlaufstelle für Medienschaffende im Exil sein. Gesetze und Sicherheitsprogramme sollen Medienschaffende und ihre Angehörigen besser schützen, die Polizei soll für den Schutz der Presse bei Demonstrationen geschult werden. Stipendien und Förderprogramme sollen breiter aufgestellt und auf strukturschwache Regionen ausgerichtet werden. Lokalzeitungen sollen gezielt gefördert werden. Eine Reform des Gemeinnützigkeitsrechts soll gemeinnützigen Journalismus finanziell absichern, und Medienangebote sollen inklusiv werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 160)
„Die rechtlichen Grundlagen und Sicherheitsprogramme werden verbessert, um Medienschaffende und ihre Familien vor Gefahren zu schützen.“
Seite 160 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderung für Lokalzeitungen, Stipendien und eine neue öffentliche Einrichtung erweitern die Rolle des Staates im Mediensektor.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Der Schutz von Medienschaffenden vor Überwachung und Bedrohung und die Schulung der Polizei stärken die Pressefreiheit als Freiheitsrecht.

Öffentlich-rechtliche Medien reformieren und europäisch ergänzen

Volt will die öffentlich-rechtlichen Medien unter Mitwirkung eines Bürgerschaftsrats reformieren. Zusätzlich soll ein unabhängiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk auf europäischer Ebene entstehen, der EU-Themen sichtbarer macht.

Volt will ARD, ZDF und ähnliche Sender verändern. Bürgerinnen und Bürger sollen in einem Rat dabei mitreden. Volt will auch einen neuen Sender für ganz Europa. Dieser Sender soll über Themen der EU berichten.

Ein Bürgerschaftsrat soll an der Reform der öffentlich-rechtlichen Medien mitwirken. Ziel ist, die Angebote an das heutige Nutzungsverhalten anzupassen und marginalisierte Gruppen mehr zu berücksichtigen. Daneben soll ein unabhängiger europäischer Rundfunk in öffentlich-rechtlicher Form die europäische Sicht in der Berichterstattung stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 161)
„Ein unabhängiger europäischer öffentlich-rechtlicher Rundfunk stärkt die europäische Perspektive in den Medien und macht EU-Themen sichtbar.“
Seite 161 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die stärkere Berücksichtigung marginalisierter Gruppen im Programm zielt auf mehr Vielfalt in den Medien.

  • Europaeher mehr EU

    Ein neuer gemeinsamer europäischer Rundfunk schafft eine zusätzliche europäische Einrichtung, ohne Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten zu verlagern.

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