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parteiprogramm

Volt zum Wohnen

Aus dem Programm „Holen wir uns die Zukunft zurück“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wohnraum durch Leerstand, Nachverdichtung und Kommunen schaffen

Volt will neuen Wohnraum vor allem im Bestand gewinnen: durch Umwandlung leerer Gewerbegebäude, Nachverdichtung und Aufstockung. Zudem sollen Kommunen mehr Wohnungen selbst besitzen. Das Programm begründet dies mit bezahlbarem und zugleich klimaschonendem Wohnen.

Volt will mehr Wohnungen schaffen. Leere Büros und Läden sollen zu Wohnungen werden. Auf bestehende Häuser soll man leichter Stockwerke bauen können. Städte und Gemeinden sollen selbst mehr Wohnungen besitzen.

Leere Gewerbebauten sollen ohne großen bürokratischen Aufwand zu Wohnungen werden. Ein Leerstandsmanagement, Anreize und Baugebote sollen ungenutzte Wohnungen wieder verfügbar machen. Verfahren für Umbau, Nachverdichtung und Aufstockung sollen einfacher und schneller ablaufen. Unterstützt werden Wohnformen, die weniger Fläche pro Person brauchen und das Zusammenleben fördern. Kommunen sollen Wohnungen zurückkaufen und neu bauen, was nach Darstellung des Programms die Preise langfristig stabil hält.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Leerstehende Gewerbegebäude werden unbürokratisch zu Wohnraum umgewandelt. Aktives Leerstandsmanagement sowie Anreize und Baugebote bringen leerstehende Wohnungen auf den Markt.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Baugebote sowie Rückkauf und Neubau durch Kommunen erweitern die Rolle der öffentlichen Hand am Wohnungsmarkt, auch wenn Verfahren zugleich vereinfacht werden.

Obdachlosigkeit mit Housing First beenden

Volt will Obdachlosigkeit mit dem Ansatz Housing First überwinden, bei dem Betroffene zuerst eine dauerhafte Wohnung erhalten. Außerdem soll ein Grundrecht auf angemessenen und bezahlbaren Wohnraum ins Grundgesetz kommen. Laut Programm hat sich der Ansatz international bewährt.

Volt will, dass niemand mehr auf der Straße leben muss. Obdachlose Menschen sollen zuerst eine feste Wohnung bekommen. Das nennt man Housing First. Dazu gibt es Hilfe, zum Beispiel bei Schulden und Arbeit. Das Recht auf eine bezahlbare Wohnung soll im Grundgesetz stehen.

Housing First soll den nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit leiten. Statt einzelner Projektförderungen soll es eine dauerhafte, im Sozialrecht verankerte Finanzierung geben. Vorhandene Gebäude sollen umgenutzt und dezentrale Einzelwohnungen neu gebaut werden; Mietrecht und Wohnungsbauförderung werden dafür geändert. Begleitend sind Betreuung, Hilfe bei Schulden und Unterstützung beim Einstieg in Arbeit vorgesehen. Ein bundesweites Monitoring soll die Wirkung prüfen und erfolgreiche Modelle verbreiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Das Housing-First-Konzept wird die zentrale Leitlinie des nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein neues Grundrecht auf Wohnraum und eine sozialrechtlich gesicherte Regelfinanzierung schaffen staatliche Leistungsansprüche, die es heute nicht gibt.

Bezahlbaren, klimafreundlichen Wohnbau gezielt fördern

Volt will günstigen und klimafreundlichen Wohnungsbau mit einem eigenen Fördersystem voranbringen. Genossenschaften und Baugemeinschaften sollen steuerlich begünstigt werden, und Sozialbindungen sollen länger gelten. Ziel ist laut Programm eine dauerhafte Grundversorgung mit bezahlbaren Wohnungen.

Volt will den Bau von günstigen Wohnungen fördern. Die Wohnungen sollen auch gut für das Klima sein. Genossenschaften sollen weniger Steuern zahlen. Sozial-Wohnungen sollen länger günstig bleiben.

Die Förderung richtet sich auf klimaschonenden Wohnbau im unteren Preisbereich. Genossenschaften und Baugemeinschaften sollen geringere Umsatz- und Grunderwerbsteuern zahlen, Sonderabschreibungen nutzen und verbilligte Kredite bekommen. Die Sozialbindung von Wohnbauprojekten soll länger laufen; sinkende Baukosten sollen das wirtschaftlich ausgleichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Ein Fördersystem unterstützt gezielt klimafreundlichen Wohnbau im bezahlbaren Preissegment.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr staatliche Förderung, Steuervorteile für gemeinwohlorientierte Träger und längere Sozialbindungen bauen die öffentliche Lenkung des Wohnungsmarkts aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung wird an klimafreundliches Bauen geknüpft und stärkt so den Klimaschutz im Gebäudebereich.

Baurecht vereinheitlichen und Genehmigungen digitalisieren

Volt will das Bauen durch einheitliche Vorschriften, digitale Verfahren und schlankere Genehmigungen beschleunigen. Die Bauordnungen der Länder sollen angeglichen werden. Das Programm sieht im Abbau rechtlicher Hürden einen Weg zu effizienten und klimafreundlichen Bauvorhaben.

Volt will, dass Bauen schneller geht. Die Bau-Regeln sollen in allen Bundesländern ähnlich sein. Anträge sollen digital laufen. Wer gute Angebote für Bus, Rad oder Carsharing macht, muss weniger Parkplätze bauen.

Planung und Genehmigung sollen digital ablaufen, damit Anträge rascher bearbeitet werden. Behörden sollen besser miteinander kommunizieren und Abläufe straffen. Die Stellplatzverordnungen werden reformiert: Bei nachhaltigen Mobilitätsangeboten sinkt die Zahl der nachzuweisenden Pkw-Stellplätze. Ein Digitalministerium soll digitale Bauprozesse entwickeln und bundesweit einführen.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Die Angleichung der Landesbauordnungen erleichtert Bauprozesse und beschleunigt Projekte durch klare und einheitliche Normen.“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Einheitliche Normen, weniger Stellplatzpflichten und schlankere Verfahren verringern die Regulierungslast beim Bauen.

Was sagen die anderen Parteien zum Wohnen?

Alle Programme im Bund im Vergleich