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parteiprogramm

Tierschutzpartei zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Wähle Mitgefühl“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 45 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Hundesteuer für Tierheimhunde streichen, Hundeführerschein einführen

Die Tierschutzpartei will Hunde aus Tierheimen oder zertifiziertem Tierschutz dauerhaft von der Hundesteuer befreien. Für alle Hunde sollen Registrierung, Chip und Haftpflichtversicherung Pflicht werden. Alle Halter sollen eine bundesweite Prüfung ablegen.

Für Hunde aus dem Tierheim soll keine Hunde-Steuer anfallen. Alle Hunde sollen einen Chip bekommen und angemeldet sein. Halter brauchen eine Versicherung. Alle Halter sollen eine Prüfung machen.

Die Steuerbefreiung soll ein Hundeleben lang gelten. Die Partei sieht keinen sinnvollen Grund für die Zucht von Hunden, vor allem nicht mit Gewinnabsicht, weil es bereits mehr Hunde gebe, als gut versorgt werden könnten. Behördliche Registrierung, eine gesetzliche Haftpflichtversicherung und die Kennzeichnung per Chip sollen Tierheime und Tierschutzvereine entlasten. Hinzu kommt ein bundesweiter Hundeführerschein für die Halter aller Hunde.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Die Hundesteuer für Hunde aus dem Tierheim oder zertifizierten Tierschutz muss lebenslang entfallen.“
Seite 14 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Meere schützen und Fischerei zurückfahren

Die Tierschutzpartei will Grundschleppnetze verbieten, zehn Prozent der Meeresfläche streng schützen und Öl- und Gasförderung auf See beenden. Langfristig strebt sie ein Ende der Fischerei an; bis dahin sollen Flotten schrumpfen und Kontrollen zunehmen.

Die Tierschutzpartei will die Meere besser schützen. Netze, die über den Meeres-Boden schleifen, sollen verboten werden. Im Meer soll niemand mehr Öl und Gas fördern. Es soll weniger Fischerei-Schiffe geben.

Bis 2030 sollen zehn Prozent der Meere als Wildnisgebiete ohne menschliche Eingriffe ausgewiesen sein, passend zur Biodiversitätsstrategie der EU. Zerstörte Lebensräume wie Seegraswiesen, Riffe und Sandbänke sollen wiederhergestellt werden. Fischereikontrollen sollen verschärft werden, etwa mit elektronischer Fernüberwachung und Kameras. Solange Fische gewerblich getötet werden, verlangt das Programm eine schnelle, schmerzfreie Betäubung statt des Erstickens.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Grundschleppnetzfischerei muss verboten werden, vor allem in Meeresschutzgebieten.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbote von Fangmethoden, kleinere Flotten und strengere Kontrollen bedeuten mehr staatliche Regulierung der Fischereiwirtschaft.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Das Ende der Öl- und Gasförderung auf See schränkt die heimische fossile Förderung zugunsten des Umweltschutzes ein.

Artenvielfalt und Lebensräume schützen

Die Tierschutzpartei will natürliche Lebensräume wie Wälder, Moore und Flusslandschaften schützen und wiederherstellen. Verdrängte heimische Arten sollen wieder angesiedelt, Wolf und Fuchs geschützt und artenschädliche Pestizide nach und nach aus dem Verkehr gezogen werden.

Die Tierschutzpartei will die Natur schützen. Wälder, Moore und Flüsse sollen wieder natürlicher werden. Verschwundene Tiere sollen zurückkommen. Wolf und Fuchs sollen geschützt sein. Gifte gegen Schädlinge sollen nach und nach verschwinden.

Das Programm nennt Wolf und Fuchs als Arten, die Ökosysteme regulieren, und setzt bei Konflikten mit der Landwirtschaft auf Herdenschutz. Chemische Stoffe, die der Artenvielfalt schaden, sollen schrittweise wegfallen; biologische Pflanzenschutzmittel sollen stärker erforscht und genutzt werden. Gegen Lichtverschmutzung schlägt die Partei LED-Lampen mit hohem Rotanteil, abgeschirmte Leuchten und das nächtliche Abschalten von Straßenlaternen in wenig genutzten Gegenden vor. Bildungsprojekte sollen den Wert der biologischen Vielfalt vermitteln.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Durch gezielte Schutzmaßnahmen und Renaturierung wollen wir diese Lebensräume wiederherstellen und die Artenvielfalt langfristig erhalten.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Pestizide sollen schrittweise aus der Nutzung genommen werden, was die Regulierung der Landwirtschaft gegenüber heute ausweitet.

Plastikmüllexport verbieten, Verpackungssteuer einführen

Die Tierschutzpartei will den Export von Plastikmüll verbieten und Plastikverpackungen im Handel verringern. Schwer recycelbare Verbundverpackungen und Plastikverpackungen ohne Recyclinganteil sollen sofort verboten werden. Zudem befürwortet sie eine bundesweite Verpackungssteuer.

Die Tierschutzpartei will weniger Plastik-Müll. Deutschland soll keinen Plastik-Müll mehr ins Ausland schicken. Manche Verpackungen sollen verboten sein. Es soll eine Steuer auf Verpackungen geben. Läden ohne Verpackung sollen Hilfe bekommen.

Das Verbot soll Verbundverpackungen treffen, die sich kaum oder gar nicht recyceln lassen, sowie Plastikverpackungen, die nicht wenigstens teilweise aus Recyclingmaterial bestehen. Hochschulen und staatliche Institute sollen Geld für die Entwicklung besser recycelbarer Verpackungen erhalten. Für die Verpackungssteuer verweist das Programm auf Tübingen, wo sie laut Partei zu weniger Müll geführt hat. Unverpackt-Läden sollen bundesweit gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Der Export von Plastikmüll soll konsequent verboten werden, um Umweltverschmutzung und Überproduktion vorzubeugen.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein Exportverbot, Verbote ganzer Verpackungsarten und eine neue bundesweite Steuer wären grundlegend neue Eingriffe in den Markt.

Großflächige Abholzung verbieten, Wälder naturnah bewirtschaften

Die Tierschutzpartei will großflächige Abholzung verbieten und alte Wälder sowie Urwälder schützen. Die Forstwirtschaft soll naturnah und ökologisch werden. Statt klassischer Aufforstung setzt das Programm darauf, dass sich Wälder selbst erneuern.

Die Tierschutzpartei will Wälder schützen. Große Flächen Wald darf man nicht mehr abholzen. Alte Wälder sollen bleiben. Der Wald soll von selbst nachwachsen. Im Wald soll es kein Gift und keinen Kunst-Dünger geben.

Das Programm beruft sich auf Studien, nach denen natürliche Regeneration oft wirksamer und ökologisch wertvoller ist als künstliche Aufforstung. Fremde Baumarten und Monokulturen machen Wälder aus Sicht der Partei anfälliger für Krankheiten und Klimafolgen. Der Mensch soll deshalb möglichst wenig eingreifen. Pestizide und chemische Dünger sollen im Wald nicht mehr eingesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir fordern ein Verbot der großflächigen Abholzung von Wäldern und den konsequenten Schutz von Alt- und Urwäldern.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Abholzungsverbot und ein Stopp für Pestizide und Dünger verschärfen die Auflagen für Forstbetriebe.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Wälder sollen als CO₂-Speicher stärker geschützt werden, auch durch Einschränkungen für die Forstwirtschaft.

Naturschutzgebiete ausweiten, Renaturierungsfonds schaffen

Die Tierschutzpartei will die Fläche der Naturschutzgebiete deutlich vergrößern und dort Bebauung, Rohstoffabbau und intensive Landwirtschaft untersagen. Ein staatlicher Fonds soll Projekte zur Wiederherstellung von Ökosystemen bezahlen und koordinieren.

Die Tierschutzpartei will mehr Naturschutz-Gebiete. Dort soll niemand bauen oder Rohstoffe abbauen. Auch intensive Landwirtschaft soll dort verboten sein. Der Staat soll einen Geld-Topf einrichten. Damit soll kaputte Natur wieder hergestellt werden.

Neue Schutzgebiete sollen vor allem in Regionen mit hoher Artenvielfalt entstehen. Besucherlenkung und Aufklärungskampagnen sollen Erholung und Bildung ermöglichen, ohne die Gebiete zu schädigen. Brachflächen, Flüsse und andere Ökosysteme sollen systematisch renaturiert werden, einschließlich natürlicher Wasserläufe und mehr Grün in Städten. Die Projekte sollen gefährdeten Arten gezielt Lebensraum bieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir fordern die Einrichtung eines staatlichen Fonds, der Projekte zur Wiederherstellung von Ökosystemen finanziert und koordiniert.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer staatlicher Fonds und strengere Nutzungsverbote in größeren Schutzgebieten erweitern öffentliche Ausgaben und Regulierung.

Tierschutzrecht verschärfen und besser durchsetzen

Die Tierschutzpartei hält das geltende Tierschutzgesetz für lückenhaft und schlecht durchgesetzt. Sie will mehr Personal für Veterinärämter, spezialisierte Staatsanwaltschaften, deutlich härtere Strafen und ein Klagerecht für Tierschutzorganisationen.

Die Tierschutzpartei will ein strengeres Tierschutz-Gesetz. Ämter sollen Betriebe öfter und ohne Ankündigung prüfen. Wer Tiere quält, soll härter bestraft werden. Tierschutz-Vereine sollen vor Gericht klagen dürfen. Prüf-Berichte sollen öffentlich sein.

Veterinärämter sollen Tierhaltungen, Zuchtbetriebe, Schlachthöfe und Transporte regelmäßig und unangekündigt prüfen, nach einheitlichen Verfahren und mit einem zentralen digitalen Kontrollsystem. Schwerpunktabteilungen bei Staatsanwaltschaften sollen Verfahren beschleunigen. Bußgelder sollen stark steigen, vor allem bei Wiederholung, und Betriebe mit wiederholten oder schweren Verstößen ihre Genehmigung verlieren. Unabhängige Stellen sollen die Kontrollen absichern, die Haltungsvorschriften für Nutz-, Haus- und Wildtiere strenger werden. Eine zentrale Datenbank soll Verstöße erfassen und Kontrollberichte veröffentlichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Schwere Verstöße wie Tierquälerei, illegale Massentierhaltung oder kommerzieller Tierhandel müssen mit Freiheitsstrafen geahndet werden.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal bei Behörden, häufigere Kontrollen und strengere Haltungsvorschriften bauen staatliche Aufsicht über Betriebe aus.

Privates Feuerwerk und Böller verbieten

Die Tierschutzpartei will Verkauf und Gebrauch von Feuerwerk für Privatleute vollständig verbieten. Sie begründet das mit dem Leid von Wild- und Haustieren, Umweltschäden und Gefahren für Menschen. Öffentliche, geräuscharme Feuerwerke sollen übergangsweise erlaubt bleiben.

Die Tierschutzpartei will privates Feuerwerk verbieten. Niemand soll mehr Böller kaufen oder zünden. Die Partei sagt: Feuerwerk macht Tieren Angst und schadet der Umwelt. Leise öffentliche Feuerwerke sollen noch erlaubt sein. Später sollen Drohnen- oder Laser-Shows sie ersetzen.

Die Ausnahme gilt für kontrollierte, umweltfreundliche und leise Feuerwerke der öffentlichen Hand, bis Drohnen- oder Lasershows sie ablösen. Zusätzlich verlangt das Programm mehr Informationskampagnen. Sie sollen über die Folgen von Feuerwerk für Tiere, Umwelt und Gesundheit aufklären.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Deshalb fordern wir ein generelles Verbot des Verkaufs und Einsatzes von Feuerwerkskörpern im privaten Bereich.“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Haustierhandel einschränken und Halter verpflichten

Die Tierschutzpartei will den Onlineverkauf von Tieren und den Handel mit Wildtieren verbieten. Alle Haustiere sollen registriert und gekennzeichnet werden, und vor der Anschaffung sollen Kurse Pflicht sein. Ziel ist es, Fehlhaltung, Aussetzungen und Vernachlässigung zu verhindern.

Niemand soll Tiere im Internet verkaufen dürfen. Jedes Haustier soll angemeldet sein und ein Kennzeichen tragen. Wer ein Tier will, soll vorher einen Kurs machen. So sollen weniger Tiere ausgesetzt werden.

Auch sogenannte Petfluencer, die mit dem Zeigen von Tieren Geld verdienen, sollen unter das Verbot fallen. Der Handel mit exotischen Wildtieren soll ganz enden, weil ihre Haltung laut Programm Tieren schadet und die öffentliche Sicherheit gefährdet. Für Misshandlung sind deutlich höhere Bußgelder vorgesehen, für Vernachlässigung strafrechtliche Folgen. Halter mit geringem Einkommen sollen Hilfe bei der medizinischen Grundversorgung ihrer Tiere bekommen. Kampagnen sollen für die Adoption aus dem Tierheim werben.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Der Verkauf von Tieren auf Online-Plattformen muss verboten werden, da er die unkontrollierte Vermehrung und den Handel mit Tieren fördert.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Handelsverbote, eine Registrierungspflicht und verpflichtende Kurse regulieren den Markt für Haustiere stärker.

Kastrationspflicht für Katzen und Hilfe für Stadttiere

Die Tierschutzpartei fordert eine bundesweite Pflicht, freilaufende Katzen zu kastrieren und zu kennzeichnen. Straßenkatzen, Stadttauben und andere heimatlose Tiere sollen mit staatlichem Geld versorgt werden.

Katzen, die frei herumlaufen, sollen kastriert sein. Das soll in ganz Deutschland Pflicht werden. So gibt es weniger Straßenkatzen. Der Staat soll auch für Stadttauben und Tiere ohne Zuhause zahlen.

Tierschutzvereine oder Kommunen sollen betreute Futterstellen für Straßenkatzen betreiben. Rettungsprogramme und Pflegestellen für heimatlose Tiere sollen öffentliche Mittel erhalten, Behörden und Tierheime enger zusammenarbeiten. Taubenschutzvereine sollen staatlich finanziert werden, unter anderem für betreute Taubenhäuser und Forschung. Für Notlagen wie Naturkatastrophen oder Epidemien ist ein Krisenfonds zur Rettung von Tieren vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Einführung einer flächendeckenden, bundesweiten Kastrations- und Kennzeichnungspflicht“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierheime und tierärztliche Versorgung dauerhaft finanzieren

Die Tierschutzpartei will Tierheime auf Dauer finanziell absichern und bundesweite Qualitätsstandards für sie einführen. Ein staatlicher Fonds soll die Behandlung von Tieren aus Heimen und aus Haushalten mit wenig Geld bezahlen. Auf dem Land sollen Anreize genügend Tierarztpraxen sichern.

Tierheime sollen dauerhaft Geld vom Staat bekommen. Für alle Tierheime sollen gleiche Regeln gelten. Ein Geldtopf soll den Tierarzt für arme Halter bezahlen. Auch auf dem Land soll es genug Tierärzte geben.

Verbindliche nationale Standards sollen eine artgerechte Unterbringung im Tierheim gewährleisten. Nationale Plattformen sollen die Vermittlung erleichtern, Kampagnen vom Kauf aus unkontrollierter Zucht abraten. Die Ausbildung tierärztlicher Fachkräfte soll besser werden, die Spezialisierung auf Tierschutzmedizin mehr Förderung erhalten. Praxen sollen moderne, schonende Verfahren verpflichtend einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Die finanzielle Unterstützung für Tierheime muss dauerhaft gesichert werden.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Dauerhafte staatliche Finanzierung und ein neuer Fonds weiten öffentliche Leistungen aus.

Hobbyjagd abschaffen, Jagd langfristig beenden

Die Tierschutzpartei will die Jagd als Freizeitbeschäftigung abschaffen und auf lange Sicht jede Jagd beenden. An ihre Stelle soll ein wissenschaftlich begründetes Wildtiermanagement ohne Töten treten. Das Programm hält die Jagd für ethisch und ökologisch nicht vertretbar.

Die Tierschutzpartei will die Jagd als Hobby verbieten. Später soll es gar keine Jagd mehr geben. Fachleute sollen die Zahl der Wildtiere anders regeln. Dabei soll kein Tier sterben.

Sofort verboten werden sollen Treib- und Drückjagden, Bau- und Fallenjagd, Fanggatter, Totschlagfallen und Schrotmunition. Auch Schliefenanlagen, in denen Jagdhunde an Füchsen trainiert werden, sollen verschwinden. Das Programm bemängelt, dass Jäger ihre Treffsicherheit nach dem Jagdschein nicht mehr nachweisen müssen. Es spricht jedem Tier ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit zu.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Langfristig streben wir die vollständige Abschaffung der Jagd an, unabhängig von der Methode.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Abschaffung der Jagd bricht mit einer überlieferten Praxis zugunsten eines neuen Verständnisses von Tierrechten.

Wildtiere und ihre Lebensräume strenger schützen

Die Tierschutzpartei will den Abschuss geschützter Arten wie Wolf und Biber ohne Ausnahme verbieten. Lebensräume sollen durch strengere Regeln für Bauvorhaben und Rodungen sowie durch Wildtierkorridore erhalten bleiben. Wilderei soll härter bestraft werden.

Niemand soll Wölfe, Biber oder Greifvögel jagen dürfen. Der Staat soll den Abschuss von Wölfen sofort stoppen. Wildtiere sollen sichere Wege zum Wandern bekommen. Wer illegal jagt, soll härter bestraft werden.

Ein zentrales Monitoring soll Bestände erfassen, Schutzprogramme sollen gefährdeten Arten helfen. Vorgesehen ist eine gesetzliche Pflicht, Wildtiere bei Verkehrsunfällen und bei der Ernte zu retten. Mähroboter sollen nachts nicht fahren dürfen. Zäune und Herdenschutzhunde sollen mehr Förderung erhalten; ohne wirksamen Herdenschutz soll es für gerissene Nutztiere keine Entschädigung mehr geben. Gegen den illegalen Wildtierhandel soll Deutschland international enger zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Die Jagd auf bedrohte und geschützte Tierarten wie Wildkatzen, Greifvögel, Wölfe und Biber muss ausnahmslos verboten werden.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierversuche vollständig verbieten

Die Tierschutzpartei fordert ein vollständiges Verbot von Tierversuchen in allen Bereichen und will es im Grundgesetz festschreiben. Auch Einfuhr und Verkauf von an Tieren getesteten Produkten sollen untersagt werden. Das Programm hält Tierversuche für ethisch nicht vertretbar und wissenschaftlich fragwürdig.

Die Tierschutzpartei will alle Versuche an Tieren verbieten. Das Verbot soll im Grundgesetz stehen. Auch Produkte aus Tierversuchen sollen nicht mehr verkauft werden. Die Partei sagt: Es gibt bessere Methoden ohne Tiere.

Das Verbot soll von der Grundlagenforschung über Medizin, Pharmazie und Kosmetik bis zur Rüstungs- und Weltraumforschung reichen. Ausnahmen im deutschen und europäischen Recht sollen wegfallen. Das Einfuhr- und Verkaufsverbot soll für Waren aus der EU ebenso gelten wie für Waren von außerhalb. Nach Darstellung des Programms lassen sich Ergebnisse aus Tierversuchen nur begrenzt auf Menschen übertragen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Die Abschaffung von Tierversuchen ist eine zentrale Forderung.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein umfassendes Verbot samt Einfuhr- und Verkaufsverbot legt Forschung und Unternehmen neue weitreichende Auflagen auf.

Tierversuchsfreie Forschung fördern und kontrollieren

Die Tierschutzpartei will deutlich mehr Geld in Forschungsmethoden ohne Tiere stecken und der Forschung an Tieren alle staatlichen Mittel entziehen. Eine neutrale Behörde soll die Umstellung überwachen. In den Kommissionen, die über Versuchsanträge entscheiden, sollen Tierschutz und Wissenschaft gleich stark vertreten sein.

Forschung ohne Tiere soll viel mehr Geld bekommen. Versuche an Tieren sollen kein Geld vom Staat mehr bekommen. Eine neue Behörde soll alles kontrollieren. Tierschützer sollen bei Anträgen gleich viel mitreden wie Forscher.

Neue Forschungszentren sollen tierfreie Testverfahren entwickeln und prüfen, Innovationswettbewerbe sollen die Entwicklung beschleunigen. Vorhandene Alternativen sollen Pflicht werden, und die EU soll deren Zulassung einheitlich regeln, ohne zusätzliche Prüfung im Tierversuch. Berichte über Tierversuche mit Belastungen und Ergebnissen sollen veröffentlicht, Labore unangekündigt kontrolliert werden. Kommissionsmitglieder dürfen nicht beruflich mit Tierversuchen zu tun haben. OECD und WHO sollen bei weltweiten Standards stärker mitwirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Die finanzielle Unterstützung für die Forschung an Alternativen wie Organ-on-Chip-Technologien, Computermodellen und In-vitro-Methoden muss drastisch erhöht werden.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr staatliche Forschungsförderung, eine neue Aufsichtsbehörde und Umstellungspflichten stärken die Rolle des Staates.

  • Europaeher mehr EU

    Die Zulassung alternativer Testmethoden soll EU-weit einheitlich geregelt werden.

Tiertransporte auf zwei Stunden begrenzen

Die Tierschutzpartei will Transporte lebender Tiere sofort auf höchstens zwei Stunden beschränken und Exporte in Drittstaaten ohne ausreichenden Tierschutz verbieten. Langfristig sollen Langstreckenexporte ganz enden. Das Programm begründet dies mit dem Leid der Tiere durch Hitze, Kälte, Enge, Hunger und Durst.

Tiere sollen höchstens zwei Stunden transportiert werden. Deutschland soll keine lebenden Tiere in Länder ohne Tierschutz schicken. Kameras sollen die Transporte überwachen. Später soll es keine langen Transporte mehr geben.

GPS-Ortung und Videoaufzeichnung sollen jeden Transport lückenlos überwachen, mehr Personal soll kontrollieren. Bei vorhergesagten Temperaturen über 25 °C oder unter 5 °C sollen keine Transporte stattfinden. Hochträchtige Tiere, Kälber unter 12 Wochen und Schweine unter 30 Tagen sollen nicht transportiert werden. Öffentliche Gelder aus Deutschland und der EU für Lebendtiertransporte sollen entfallen. Bei Verstößen sind höhere Geldstrafen und bei Wiederholung der Entzug der Betriebserlaubnis vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Lebendtierexporte in Drittstaaten, in denen tierschutzgerechte Standards nicht eingehalten werden können, sind vollständig zu verbieten.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine enge Zeitgrenze, Exportverbote und Überwachungspflichten regulieren Tierhandel und Transportgewerbe deutlich stärker.

Tiere in Zirkus und Shows verbieten

Die Tierschutzpartei will Tiere in Zirkussen und Shows ganz verbieten, weil dort nach ihrer Auffassung keine artgerechte Unterbringung möglich ist. Zoos und Aquarien ohne wesentliche Bedeutung für den Artenschutz sollen langfristig schließen.

Im Zirkus und in Shows soll es keine Tiere mehr geben. Die Partei sagt: Dort können Tiere nicht gut leben. Viele Zoos sollen später schließen. Nur Zoos, die bedrohte Arten schützen, sollen bleiben.

Übergangsregeln, nach denen Tiere bis zum Lebensende gezeigt werden dürfen, sollen ersatzlos entfallen. Kameras sollen in Zirkussen und ähnlichen Betrieben den Umgang mit Tieren dokumentieren. Geschlossene Zoos sollen durch virtuelle Angebote, Bildungsplattformen und Ausstellungen ersetzt werden. Stierkämpfe, Rodeos und Stopfleberproduktion sollen weltweit geächtet werden. In Film und Werbung sollen Tiere nicht in leidvollen oder unnatürlichen Situationen gezeigt werden dürfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Die Haltung und Nutzung von Tieren in Zirkussen und Shows muss vollständig verboten werden“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Das Verbot beendet überlieferte Formen der Unterhaltung mit Tieren zugunsten eines neuen Verständnisses von Tierrechten.

Qualzucht und Hybridzucht verbieten

Die Tierschutzpartei will die Tierzucht streng regeln und Qualzuchten ausnahmslos verbieten. Gemeint sind Züchtungen auf äußere Merkmale, die den Tieren gesundheitlich schaden. Auch Kreuzungen aus Wild- und Haustieren sowie die Einfuhr gezüchteter Tiere sollen unterbunden werden.

Manche Tiere werden so gezüchtet, dass sie krank werden. Das nennt man Qualzucht. Die Tierschutzpartei will das ganz verbieten. Auch Mischungen aus Wolf und Hund soll niemand züchten dürfen.

Tiere mit Qualzuchtmerkmalen sollen weder ausgestellt noch in der Werbung eingesetzt werden. Bestehende Zuchtbetriebe sollen deutlich stärker überwacht werden. Hybridzuchten wie Wolf-Hund-Kreuzungen gelten dem Programm als Risiko für Tier und Mensch; natürlich entstandene Hybriden sollen dagegen geschützt sein. Import und Handel gezüchteter Tiere sollen enden, vor allem aus Ländern mit niedrigen Tierschutzstandards.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Qualzuchten, bei denen Tiere aufgrund äußerlicher Merkmale gezüchtet werden und dadurch gesundheitliche Schäden erleiden, müssen ausnahmslos untersagt werden.“
Seite 42 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Pelzfarmen schließen und Pelzhandel verbieten

Die Tierschutzpartei will Pelzfarmen in Deutschland dauerhaft schließen und die Zucht von Tieren für Pelz generell verbieten. Pelze aus Ländern mit Pelzfarmen sollen weder eingeführt noch gehandelt werden. Als Gründe nennt das Programm Tierleid, Umweltschäden durch Chemikalien und vorhandene tierfreie Alternativen.

Die Tierschutzpartei will alle Pelzfarmen schließen. Niemand soll Tiere für Pelz züchten dürfen. Pelz aus Ländern mit Pelzfarmen soll nicht mehr verkauft werden. Die Partei sagt: Die Tiere leiden sehr.

Das Einfuhr- und Handelsverbot soll die Nachfrage nach Pelz senken. Echtpelz darf nicht als Kunstpelz ausgegeben werden, und Bezeichnungen wie tierfreundlich oder nachhaltig sollen für Pelzwaren unzulässig sein. Informationskampagnen sollen über Tötungsmethoden und die ökologischen Folgen des Pelzkonsums aufklären.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Die Tierschutzpartei fordert die dauerhafte Schließung aller Pelzfarmen in Deutschland und ein generelles Verbot der Haltung und Zucht von Tieren zur Pelzgewinnung.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Einfuhr- und Handelsverbot sowie Kennzeichnungsregeln beschränken den Markt für Pelzwaren.

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