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Grüne zum Verkehr

Aus dem Programm „Zusammen wachsen“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 160 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 7 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Am Verbrenner-Aus 2035 festhalten, E-Mobilität fördern

Die Grünen wollen dabei bleiben, dass ab 2035 nur noch Neuwagen mit klimaneutralem Antrieb zugelassen werden. Sie begründen das mit Planungssicherheit für die Autoindustrie und wollen den Umstieg auf Elektroautos mit Förderung beschleunigen.

Ab 2035 sollen neue Autos kein CO₂ mehr ausstoßen. Die Grünen wollen bei dieser Regel bleiben. Sie sagen: Die Auto-Firmen brauchen klare Regeln. Der Staat soll beim Kauf von E-Autos und bei Ladesäulen helfen.

Die Partei unterstützt die EU-Flottengrenzwerte mit ihren Stufen für 2025, 2030 und 2035. Mögliche Strafzahlungen der Hersteller sollen innerhalb der geltenden Regeln zeitlich gestreckt und über europäische Programme in die E-Mobilität fließen. Geplant sind Geld für Ladeinfrastruktur sowie sozial gestaffelte Kauf- und Leasinganreize für sparsame E-Autos, jedoch nur für in Europa gefertigte Fahrzeuge. Forschungsprogramme und regionale Transformationsnetzwerke sollen Weiterbildung und neue Geschäftsmodelle voranbringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Wir bleiben dabei, ab 2035 nur noch klimaneutrale Antriebe neu zuzulassen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue staatliche Kauf- und Leasinganreize sowie Geld für Ladeinfrastruktur bedeuten mehr öffentliche Förderung.

  • Europaeher mehr EU

    Die Partei stützt die EU-Vorgaben und will Strafzahlungen über europäische Programme einsetzen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die geltende EU-Regel für 2035 wird ausdrücklich gegen eine diskutierte Lockerung verteidigt und durch Förderung der E-Mobilität ergänzt.

E-Autos für kleine und mittlere Einkommen fördern

Die Grünen wollen Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen den Umstieg auf ein Elektroauto erleichtern, besonders auf dem Land. Vorgesehen sind staatliche Hilfen beim Erwerb sparsamer E-Autos und niedrigere Preise an Ladesäulen.

Die Grünen wollen beim Kauf von E-Autos helfen. Die Hilfe ist für Menschen mit wenig oder mittlerem Geld. Das gilt besonders für Menschen auf dem Land. Auch das Laden an der Lade-Säule soll billiger werden.

Zur Förderung gehören eine Ladekarte für öffentliche Ladesäulen und ein günstiges Leasing-Angebot, das Programm nennt es Social Leasing. Hinzu kommt eine steuerliche Förderung, die auf kleinere und mittlere Einkommen zielt. Die Hilfe soll zugleich der europäischen Autoindustrie nützen. An Ladesäulen sollen mehr Wettbewerb und stärkerer Verbraucherschutz aus Sicht der Partei überhöhte Preise beenden. Dabei setzt das Programm auf verschiedene Preismodelle, auch auf flexible Tarife nach dem Börsenstrompreis.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Dazu schlagen wir eine staatliche Unterstützung beim Erwerb eines verbrauchsarmen E-Autos vor“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue staatliche Kaufhilfen und ein gefördertes Leasing für bestimmte Einkommensgruppen bauen die öffentliche Förderung aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung soll den Umstieg auf Elektroautos beschleunigen und stärkt damit den Klimaschutz im Verkehr schrittweise.

Verkehrswege sanieren, Schiene ausbauen

Die Grünen wollen die Verkehrsinfrastruktur grundlegend sanieren und über einen Deutschlandfonds langfristig finanzieren. Das Schienennetz soll wachsen, während Straßen aus Sicht der Partei saniert statt neu gebaut werden sollen.

Viele Straßen, Brücken und Schienen sind kaputt. Die Grünen wollen sie reparieren. Ein neuer Fonds soll das Geld dafür liefern. Es soll mehr Bahn-Strecken geben. Neue Straßen braucht es laut den Grünen kaum.

Der Deutschlandfonds soll über mehrere Jahre Geld für Straßen und Brücken, die Schiene und den öffentlichen Nahverkehr sichern. Ein integrierter Bundesmobilitätsplan soll die Grundlage für klimaneutrale, flächensparende und sozial gerechte Mobilität bis 2045 bilden; bis dahin wird der Bundesverkehrswegeplan anhand der Klimaziele überprüft. Stillgelegte Bahnstrecken sollen vor allem auf dem Land wieder in Betrieb gehen, das Radwegenetz soll bundesweit dauerhaft finanziert werden. Investitionen in Barrierefreiheit und sichere Haltestellen sollen klimafreundliche Mobilität für alle zugänglich machen. Langfristig strebt die Partei Finanzierungsmodelle an, die Verkehr verlagern und ökologisch wirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Verkehrswege wollen wir erhalten und sanieren, das Schienennetz spürbar ausbauen und stärker elektrifizieren“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Fonds soll mehrjährig höhere öffentliche Investitionen in Verkehrsinfrastruktur sichern.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Straßenneubau soll hinter Sanierung zurückstehen und die Verkehrsplanung an den Klimazielen ausgerichtet werden.

Luft-, Schiffs- und Lkw-Verkehr klimaneutral machen

Die Grünen wollen Flug- und Schiffsverkehr mit nachhaltigen Kraftstoffen und klimaneutraler Energie in Häfen modernisieren. Vergünstigungen für Privatjets sollen entfallen, und Kurzstreckenflüge sollen durch eine bessere Bahn überflüssig werden.

Flugzeuge und Schiffe sollen dem Klima weniger schaden. Dafür soll es neue, saubere Treibstoffe geben. Privat-Jets sollen keine Vorteile mehr haben. Eine bessere Bahn soll kurze Flüge ersetzen. Rund um Flughäfen soll es leiser werden.

Gefördert werden sollen Kraftstoffe aus erneuerbarer Energie wie E-Kerosin, spritsparende Technik und Landstrom in Häfen; der Staat kann dabei als Ankerkunde auftreten. Für die Häfen ist ein langfristiges Finanzierungskonzept vorgesehen. Neue Start- und Landekapazitäten hält die Partei aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen für unnötig. Der Lärmschutz an Flughäfen soll vor allem nachts stärker werden, für Ultrafeinstaub soll ein Grenzwert kommen. Bei Lastwagen verweist das Programm auf die reformierte Lkw-Maut als Anreiz für klimaneutrale Antriebe.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Die Privilegien für Privatjets wollen wir abschaffen und diese enorm klimaschädliche Fortbewegungsart reduzieren.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Vergünstigungen für Privatjets sollen entfallen und klimaneutrale Kraftstoffe gefördert werden, was den Klimaschutz im Verkehr schrittweise verschärft.

Tempolimit 130 auf Autobahnen einführen

Die Grünen wollen auf Autobahnen eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h einführen. Kommunen sollen innerorts leichter Tempo 30 anordnen können, auch flächendeckend. Das Programm begründet das mit Verkehrssicherheit und Umweltschutz.

Die Grünen wollen ein Tempo-Limit auf Autobahnen. Dort soll höchstens 130 km/h erlaubt sein. Städte und Gemeinden sollen leichter Tempo 30 einführen können. So soll es weniger Unfälle geben.

Neben dem Limit von 130 km/h auf Autobahnen sollen Kommunen mehr Freiheit bekommen, innerorts überall Tempo 30 festzulegen. Auf Landstraßen soll Tempo 80 aus örtlichen Gründen häufiger möglich werden. Bußgelder für schwere Verstöße im Verkehr sollen auf das in Europa übliche Niveau steigen. Schulwege sollen sicherer und öffentliche Räume barrierefreier werden. Leitbild ist die Vision Zero, also ein Verkehr ohne Todesopfer.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Ein Sicherheitstempo von 130 km/h auf Autobahnen als generelles Tempolimit ist deshalb überfällig.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen gibt es heute nicht; es wäre eine neue Einschränkung, die auch mit Umweltschutz begründet wird.

Deutschland-Ticket für 49 Euro sichern

Die Grünen wollen das Deutschland-Ticket dauerhaft günstig anbieten und zusammen mit den Ländern einen Preis von 49 Euro erreichen. Zusätzlich soll es vergünstigte Angebote für bestimmte Gruppen geben.

Das Deutschland-Ticket soll bleiben. Es soll 49 Euro im Monat kosten. Für Menschen mit wenig Geld soll es ein billigeres Ticket geben. Auch Azubis sollen ein günstiges Angebot bekommen.

Der Preis von 49 Euro soll gemeinsam mit den Ländern gesichert werden. Bei Jobtickets sieht das Programm noch ungenutzte Möglichkeiten. Neben dem Semesterticket sollen Lösungen für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende entstehen. Für Menschen mit niedrigem Einkommen ist ein bundesweit verbilligtes Angebot geplant. Die Partei begrüßt es, wenn Länder und Verbünde junge Menschen kostenlos oder stark verbilligt fahren lassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Unser Ziel ist, gemeinsam mit den Ländern einen Ticketpreis von 49 Euro sicherzustellen.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ticketpreis soll mit öffentlichem Geld unter dem zuletzt geltenden Preis gehalten und um Sozialtarife ergänzt werden, was eine öffentliche Leistung ausbaut.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Günstiger Nahverkehr soll den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn fördern.

Nahverkehr ausbauen und Mobilitätsgarantie schaffen

Die Grünen wollen den öffentlichen Nahverkehr so ausbauen, dass er auch auf dem Land eine Alternative zum Auto ist. Mittelfristig soll jedes Dorf von früh bis abends stündlich angebunden sein. Ein Mobilitätsgesetz soll den Vorrang von ÖPNV, Schiene, Fuß- und Radverkehr festschreiben.

Die Grünen wollen mehr Busse und Bahnen. Auch auf dem Land soll man ohne Auto gut ankommen. Jedes Dorf soll jede Stunde einen Bus oder Zug haben. Ein neues Gesetz soll das regeln.

Bis 2040 sollen doppelt so viele Fahrgäste klimaneutrale Busse und Bahnen nutzen. Dafür sollen die Mittel des Bundes zusammen mit höheren Ausgaben der Länder steigen, darunter die Regionalisierungsmittel. Rufbusse, vernetzte Kleinbusse und Carsharing sollen als Modellprojekte den Taktverkehr ergänzen, Bahnhöfe auf dem Land zu Mobilitätsstationen werden. Tickets sollen sich über Verbundgrenzen hinweg einfach kaufen lassen. Länder und Kommunen sollen Hilfe bekommen, wenn sie fahrscheinlosen Nahverkehr anbieten oder neue Geldquellen wie Beiträge nutzen wollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Unser mittelfristiges Ziel ist eine Mobilitätsgarantie, die alle Dörfer vom frühen Morgen bis in die späten Abendstunden mindestens einmal pro Stunde anbindet.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel und ein garantiertes Mindestangebot bauen die staatliche Daseinsvorsorge im Verkehr aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der gesetzliche Vorrang für Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr soll Verkehr vom Auto auf klimafreundliche Mittel verlagern.

Schienennetz sanieren und Bahnangebot ausbauen

Die Grünen wollen das Schienennetz weiter sanieren und ausbauen und den Deutschlandtakt schneller umsetzen. Der Anteil der Schiene am Güterverkehr soll binnen zehn Jahren auf 30 Prozent steigen.

Die Grünen wollen die Bahn besser machen. Sie wollen Gleise reparieren und neue bauen. Züge sollen regelmäßig und pünktlich fahren. Mehr Waren sollen mit dem Zug statt mit dem Lkw fahren.

Der Deutschlandtakt, ein abgestimmter Fahrplan mit regelmäßigen Verbindungen zwischen Stadt und Land, soll rascher kommen. Nachtzüge in Europa sollen deutlich zunehmen. Die Trassenpreise, also die Gebühren für die Nutzung der Gleise, sollen niedrig und planbar sein. Im Güterverkehr sollen Kapazitäten wachsen, etwa im Kombiverkehr, und Transporte von der Straße auf die Schiene wechseln. Für Beschäftigte im Nah- und Fernverkehr will die Partei bessere Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung, auch für Nachtarbeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Das Schienennetz, das wir marode vorgefunden haben, werden wir weiter mit Hochdruck sanieren und im erforderlichen Maß ausbauen.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Sanierung und Ausbau des Netzes bedeuten mehr öffentliche Investitionen in Infrastruktur.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Verlagerung von Personen- und Güterverkehr auf die Schiene soll gegenüber heute beschleunigt werden.

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