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parteiprogramm

SPD zur Familie

Aus dem Programm „Mehr für Dich. Besser für Deutschland.“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 68 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftdeutlich progressiv (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Elterngeld auf 18 Monate ausbauen, Familienstartzeit einführen

Die SPD will das Elterngeld von 14 auf 18 Monate verlängern, wobei jedem Elternteil sechs Monate fest zustehen. Neu kommen soll eine zweiwöchige bezahlte Freistellung für Väter oder Partner nach der Geburt. Ziel ist mehr Zeit für Familie und eine partnerschaftlichere Aufteilung.

Eltern sollen länger Eltern-Geld bekommen. Statt 14 soll es 18 Monate geben. Jeder Elternteil hat sechs Monate nur für sich. Nach der Geburt sollen Väter oder Partner zwei Wochen frei bekommen. Den Lohn bekommen sie in dieser Zeit weiter.

Sechs weitere Monate können die Eltern frei untereinander aufteilen; die festen Monate sollen Väter stärker einbinden und ihre Stellung gegenüber dem Arbeitgeber verbessern. Die Familienstartzeit sieht vollen Lohn vor, der über eine Umlage finanziert wird. Bei Fehlgeburten soll ein gestaffelter Mutterschutz gelten, und für Selbstständige soll die nächste Regierung ein Mutterschutzkonzept erarbeiten. Die Gestaltung der Arbeitszeit sieht die SPD bei den Tarifparteien und unterstützt Gewerkschaften beim Ziel flexiblerer und kürzerer Arbeitszeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Jeder Elternteil soll Anspruch auf sechs nicht übertragbare Monate Elterngeld erhalten.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Bezugsdauer des Elterngelds stiege von 14 auf 18 Monate, also um mehr als ein Viertel, und eine neue bezahlte Freistellung käme hinzu.

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Sechs statt bisher zwei nicht übertragbare Monate je Elternteil und eine neue Freistellung für Väter oder Partner sollen die Aufteilung der Sorgearbeit grundlegend in Richtung Gleichstellung verschieben.

Kostenfreie Bildung, Mittagessen und Alltagshilfen für Familien

Die SPD setzt sich für gebührenfreie Bildung ab der Kita und ein kostenloses, gesundes Mittagessen in Kitas und Schulen ein. Ein jährliches Familienbudget soll Hilfen im Haushalt bezuschussen. Eltern sollen sich so auf Betreuung verlassen können und im Alltag entlastet werden.

Kita und Schule sollen für Familien nichts kosten. Alle Kinder sollen dort ein gesundes Mittagessen bekommen, ohne zu bezahlen. Familien sollen jedes Jahr Geld für Hilfe im Haushalt erhalten. Familien in schwieriger Lage sollen länger Hilfe bekommen.

Das Mittagessen will die SPD zusammen mit den Ländern einführen und dabei die Empfehlungen des Bürgerrats zur Ernährung beachten. Das Familienbudget soll sozialversicherungspflichtige haushaltsnahe Dienste direkt fördern, digital abrufbar sein und nach Ansicht der Partei auch Schwarzarbeit zurückdrängen. Die Frühen Hilfen sollen schrittweise bis zum Ende der Grundschule reichen. Jugendhilfe, Schule und Gesundheitsangebote sollen in Familienzentren an Kitas und Schulen zusammengeführt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„dass alle Kita-Kinder und alle Schüler*innen in den Einrichtungen ein gesundes und kostenloses Mittagessen erhalten“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder, gebührenfreie Kitas und ein neues Familienbudget wären neue öffentliche Leistungen, die es bundesweit so nicht gibt.

Kinderarmut mit Leistungen und Infrastruktur bekämpfen

Familien mit niedrigem Lohn, besonders Alleinerziehende, sollen durch Kindergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld ohne aufstockendes Bürgergeld auskommen. Daneben will die SPD Angebote für Bildung und Teilhabe ausbauen und versteht dies als Schritte zu ihrer Kindergrundsicherung.

Manche Eltern arbeiten und haben trotzdem zu wenig Geld. Die SPD will ihnen mit Kinder-Geld, Kinder-Zuschlag und Wohn-Geld helfen. Dann brauchen sie kein Bürger-Geld mehr. Anträge sollen einfacher werden. Kitas und Schulen in armen Gegenden sollen mehr Hilfe bekommen.

Eine zentrale Ansprechstelle soll den Zugang erleichtern, Anträge sollen digital einfacher werden und Leistungen möglichst automatisch fließen. Geplant sind gute Kitas überall, ein Startchancenprogramm für Kitas in benachteiligten Lagen, mehr Familienzentren, ein größeres Startchancenprogramm an Schulen, Ganztagsangebote und Mobilität für junge Menschen. Außerdem will die SPD Einsamkeit erforschen und bekämpfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„mit einer Kombination aus Kindergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld nicht auf ergänzendes Bürgergeld angewiesen sind“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bestehende Familienleistungen und öffentliche Angebote für Bildung und Teilhabe sollen ausgebaut und leichter zugänglich werden.

Freiwilligendienste besser finanzieren

Die SPD will die Finanzierung der Freiwilligendienste über eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern neu aufstellen. Das Programm begründet das damit, dass es vielerorts mehr Interessierte als Plätze gibt.

Junge Menschen können einen Freiwilligen-Dienst machen. Oft gibt es zu wenige Plätze. Die SPD will dafür mehr Geld sichern. Bund und Länder sollen das zusammen regeln.

Bund und Länder sollen die Finanzierung der Freiwilligendienste gemeinsam vereinbaren. Das Taschengeld soll so bemessen sein, dass sich auch Jugendliche aus Haushalten mit wenig Einkommen einen solchen Dienst leisten können. Das Programm versteht zivilgesellschaftliches Engagement als Teil der Bildung junger Menschen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir wollen daher die Finanzierung der Freiwilligendienste auf Grundlage einer Bund-Länder-Vereinbarung weiterentwickeln.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Finanzierung der Freiwilligendienste soll ausgebaut werden, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme im Bund im Vergleich