Elterngeld auf 18 Monate ausbauen, Familienstartzeit einführen
Die SPD will das Elterngeld von 14 auf 18 Monate verlängern, wobei jedem Elternteil sechs Monate fest zustehen. Neu kommen soll eine zweiwöchige bezahlte Freistellung für Väter oder Partner nach der Geburt. Ziel ist mehr Zeit für Familie und eine partnerschaftlichere Aufteilung.
Eltern sollen länger Eltern-Geld bekommen. Statt 14 soll es 18 Monate geben. Jeder Elternteil hat sechs Monate nur für sich. Nach der Geburt sollen Väter oder Partner zwei Wochen frei bekommen. Den Lohn bekommen sie in dieser Zeit weiter.
Sechs weitere Monate können die Eltern frei untereinander aufteilen; die festen Monate sollen Väter stärker einbinden und ihre Stellung gegenüber dem Arbeitgeber verbessern. Die Familienstartzeit sieht vollen Lohn vor, der über eine Umlage finanziert wird. Bei Fehlgeburten soll ein gestaffelter Mutterschutz gelten, und für Selbstständige soll die nächste Regierung ein Mutterschutzkonzept erarbeiten. Die Gestaltung der Arbeitszeit sieht die SPD bei den Tarifparteien und unterstützt Gewerkschaften beim Ziel flexiblerer und kürzerer Arbeitszeiten.
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„Jeder Elternteil soll Anspruch auf sechs nicht übertragbare Monate Elterngeld erhalten.“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Die Bezugsdauer des Elterngelds stiege von 14 auf 18 Monate, also um mehr als ein Viertel, und eine neue bezahlte Freistellung käme hinzu.
- Gesellschaftdeutlich progressiv
Sechs statt bisher zwei nicht übertragbare Monate je Elternteil und eine neue Freistellung für Väter oder Partner sollen die Aufteilung der Sorgearbeit grundlegend in Richtung Gleichstellung verschieben.