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PdF zur Familie

Aus dem Programm „Fortschritt für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 155 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Elternzeit für Selbstständige gesetzlich verankern

Die PdF fordert ein Elternzeitmodell für Selbstständige mit gesetzlichem Anspruch. Bisher seien sie gegenüber Angestellten benachteiligt, weil sie sich eine berufliche Auszeit oft nicht leisten könnten.

Selbstständige haben bisher kein Recht auf Eltern-Zeit. Die PdF will das ändern. Auch sie sollen einen Anspruch im Gesetz bekommen. So sollen sie Familie und Beruf besser verbinden können.

Das Programm begründet die Forderung mit Chancengleichheit zwischen Selbstständigen und Beschäftigten. Das Modell soll flexibel sein und die persönliche sowie finanzielle Lage der Betroffenen berücksichtigen. Selbstständige sollen ihre Elternzeit selbst planen können, ohne ihre wirtschaftliche Existenz zu riskieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„sollte ein gesetzlicher Anspruch auf Elternzeit auch für Selbständige verankert werden.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer gesetzlicher Anspruch soll die soziale Absicherung auf Selbstständige ausweiten.

Kita-Plätze ausbauen und Betreuung flexibler machen

Die PdF will in Kitas und Tagespflege investieren und mehr Plätze schaffen. Betreuung soll flexibler werden, damit Familie und Beruf besser zusammenpassen, besonders für Menschen in Schichtarbeit und Alleinerziehende.

Die PdF will mehr Plätze in Kitas schaffen. Es soll mehr Fachkräfte pro Kind geben. Kitas sollen länger und flexibler offen sein. Das hilft Eltern mit Schicht-Arbeit. Es hilft auch Eltern, die allein erziehen.

Laut Programm fehlten 2022 rund 270.000 Plätze für Kinder unter drei Jahren. Im Bundesschnitt betreue eine Fachkraft 3,9 Kleinkinder, angestrebt seien drei. Förderprogramme sollen dieses Verhältnis verbessern. Kommunen und Träger sollen Anreize für neue Betreuungsmodelle erhalten. Digitale Reservierungssysteme sollen freie Plätze sichtbarer machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Der Ausbau von Betreuungsplätzen muss oberste Priorität haben.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Investitionen und Förderprogramme für Kinderbetreuung bauen staatliche Leistungen aus.

Elterngeld reformieren, Kindergeld automatisch auszahlen

Die PdF will das Elterngeld laufend an die Preisentwicklung anpassen und Eltern mehr Spielraum beim gemeinsamen Bezug geben. Das Kindergeld soll ohne Antrag automatisch fließen, um Familien Bürokratie zu ersparen.

Die PdF will das Eltern-Geld ändern. Es soll steigen, wenn die Preise steigen. Beide Eltern sollen es länger gleichzeitig bekommen können. Das Kinder-Geld soll von selbst kommen. Eltern müssen dann keinen Antrag mehr stellen.

Die Regel, dass beide Eltern nur einen Monat lang zugleich Basiselterngeld beziehen dürfen, soll wegfallen. Eine neue Berechnungsgrundlage soll vor allem junge Familien entlasten. Beim Kindergeld soll ein automatisches Verfahren auf der Steuer-ID aufbauen. Krankenhäuser würden Geburten an die Behörden melden, die dann die Zahlung veranlassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Das Elterngeld muss dynamisch an die Inflation angepasst werden, um die finanzielle Kaufkraft der Familien zu sichern.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein an die Inflation gekoppeltes Elterngeld und ein längerer gemeinsamer Bezug bauen eine bestehende Sozialleistung aus.

Flexible Arbeitszeiten für Eltern fördern

Die PdF will flexible Arbeitszeitmodelle einführen, damit beide Elternteile Beruf und Familie gleichberechtigt verbinden können. Erwerbsarbeit und Sorgearbeit sollen gerechter verteilt und herkömmliche Rollenbilder aufgebrochen werden.

Die PdF will flexible Arbeits-Zeiten für Eltern. Beide Eltern sollen arbeiten und sich um die Kinder kümmern können. Firmen mit guten Angeboten für Familien sollen Hilfe bekommen. Eltern sollen leichter zurück in den Beruf finden. Dafür soll es mehr Ausbildungen in Teilzeit geben.

Als Beispiel nennt das Programm Teilzeitregelungen, die sich Paare partnerschaftlich aufteilen. Arbeitgeber, die familienfreundliche Zeiten und Homeoffice anbieten, sollen stärker unterstützt werden. Teilzeitausbildungen und passende Weiterbildungen sollen ausgebaut werden. Das soll vor allem den Wiedereinstieg nach der Elternzeit erleichtern, der laut Programm besonders für Frauen schwierig ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle, wie beispielsweise partnerschaftlicher Teilzeitregelungen, soll beiden Elternteilen eine gleichberechtigte Teilnahme am Berufs- und Familienleben ermöglichen.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Förderung einer gleichberechtigten Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit zielt auf das Aufbrechen herkömmlicher Rollenbilder.

Familienpolitik regelmäßig prüfen und koordinieren

Die PdF will familienpolitische Maßnahmen regelmäßig von unabhängigen Fachleuten überprüfen lassen und ein gemeinsames Gremium von Bund, Ländern und Kommunen schaffen. Das Programm begründet dies damit, dass unterschiedliche Standards und Prioritäten der staatlichen Ebenen eine stimmige Umsetzung erschweren.

Die PdF will die Familien-Politik regelmäßig prüfen lassen. Unabhängige Fachleute sollen das machen. Bund, Länder und Gemeinden sollen sich in einer festen Runde abstimmen. So sollen überall die gleichen Regeln gelten.

Unabhängige Expertinnen und Experten sollen die Instrumente der Familienpolitik systematisch auf ihre Wirkung untersuchen, damit sie an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden können. Ein Koordinationsgremium der drei staatlichen Ebenen soll für einheitliche Standards sorgen und rasche Reaktionen auf gesellschaftliche Veränderungen ermöglichen. Außerdem sieht das Programm flexible Förderprogramme vor, die auf verschiedene Lebenslagen von Familien eingehen. Neue Familienmodelle und neuartige Formen der Betreuung sollen eigene Programme erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Ein Koordinationsgremium zwischen Bund, Ländern und Kommunen soll eingerichtet werden, um einheitliche Standards sicherzustellen“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eigene Förderprogramme für neue Familienmodelle erweitern die heutige Förderung um weitere Lebensformen, was zum progressiven Pol passt.

Kinderschutz vor Gewalt und Missbrauch ausbauen

Die PdF hält die bestehenden Schutzstrukturen für Kinder für unzureichend. Sie will einheitliche Verfahren zum Erkennen von Gewalt, mehr Schutzeinrichtungen, eine bessere Vernetzung der Behörden und langfristige Therapieangebote.

Die PdF will Kinder besser vor Gewalt schützen. Schulen, Kitas und Ärzte sollen Gewalt früher erkennen. Es soll mehr Schutz-Häuser für Kinder geben. Ämter sollen besser zusammenarbeiten. Betroffene Kinder sollen lange Hilfe bekommen.

Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie medizinisches Personal sollen Anzeichen von Gewalt oder Vernachlässigung früh erkennen können. Spezialisierte Kinderschutzeinrichtungen und Notunterkünfte sollen ausgebaut, ausreichend finanziert und mit Fachpersonal besetzt werden. Ein digitales System soll Jugendämter, Schulen, Polizei und Gesundheitsdienste vernetzen und Maßnahmen dokumentieren, damit Risikofälle schneller bearbeitet werden. Für betroffene Kinder und ihre Familien sollen Beratungsangebote wachsen, und Fachkräfte sollen die Kinder über längere Zeit psychologisch begleiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Standardisierte Verfahren zur Erkennung von Gewalt und Missbrauch sollen flächendeckend in Schulen, Kindergärten und im Gesundheitswesen eingeführt werden.“
Seite 82 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentlich finanzierte Schutzeinrichtungen, Beratung und Therapieangebote sollen ausgebaut werden, also mehr staatliche Leistungen.

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nicht vorschnell einführen

Die PdF lehnt einen sofortigen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Grundschulalter ab. Sie verweist auf fehlendes Personal, die Kosten für Kommunen und Risiken für die Qualität. Zuerst sollen Finanzierung, Fachkräfte und Standards gesichert sein.

Die PdF will keinen schnellen Rechtsanspruch auf Ganztags-Betreuung. Ein Rechtsanspruch heißt: Eltern können einen Platz einfordern. Die PdF sagt: Es fehlen Personal und Geld. Erst sollen mehr Fachkräfte und gute Einrichtungen da sein.

Das Programm nennt vier Risiken: den Mangel an Betreuungspersonal, die finanzielle Belastung der Kommunen, die Bindung von Mitteln, die anderswo gebraucht würden, sowie Qualitätseinbußen und weniger Familienzeit. Nicht alle Familien bräuchten oder wollten eine ganztägige Betreuung. Langfristig setzt die PdF auf Investitionen in die Ausbildung von Fachkräften, hochwertige Einrichtungen und Angebote, die sich flexibel an die Lebenslage der Familien anpassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 88)
„Die PdF spricht sich gegen eine vorschnelle Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung aus“
Seite 88 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der bereits beschlossene, ab 2026 stufenweise geltende Rechtsanspruch soll gebremst werden, mit Verweis auf Kosten der Kommunen; das begrenzt eine öffentliche Leistung.

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