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parteiprogramm

Tierschutzpartei zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Wähle Mitgefühl“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 45 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst (-1,6), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 5 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Klimaschutz als eigenen Artikel ins Grundgesetz

Die Tierschutzpartei will den Klimaschutz in einem eigenen Grundgesetzartikel verankern. Bund und Länder sollen verpflichtet werden, alles Notwendige zu tun, damit die Erderwärmung möglichst bei 1,5 Grad bleibt.

Die Tierschutzpartei will Klimaschutz ins Grundgesetz schreiben. Der Staat soll dann alles tun, um die Erwärmung zu begrenzen. Das Ziel ist höchstens 1,5 Grad mehr.

Der vorgeschlagene Artikel verpflichtet Gesetzgebung und vollziehende Gewalt, mit Blick auf künftige Generationen, Natur und Tierwelt. Bezugspunkt für den Temperaturanstieg ist das Jahr 1850. Das Programm verweist zudem auf ein begrenztes CO₂-Budget für Deutschland, das nicht überschritten werden darf; die Emissionen sollen deshalb jedes Jahr deutlich sinken.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Klimaschutz soll mit einem eigenen Artikel in das Grundgesetz aufgenommen werden“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Ein eigener Verfassungsartikel mit Pflicht zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels gäbe dem Klimaschutz einen neuen, bindenden Vorrang.

CO₂-Preis von 180 Euro mit Klimadividende

Die Tierschutzpartei fordert einen CO₂-Einstiegspreis von 180 Euro je Tonne. Die Einnahmen sollen als Klimadividende zu gleichen Teilen an die Bevölkerung zurückfließen.

Die Tierschutzpartei will einen hohen Preis für CO₂. Eine Tonne soll zuerst 180 Euro kosten. Das Geld sollen alle Menschen zu gleichen Teilen zurückbekommen.

Die Auszahlung pro Kopf soll den Ausstoß nach Sicht der Partei sozial gerecht verteilen. Daneben will das Programm die Sanierung von Altbauten stärker voranbringen, statt Gebäude abzureißen. Begründet wird das mit dem hohen Wärmeverlust schlecht gedämmter Altbauten.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Um die Menge an ausgestoßenen CO₂ sozialgerecht zu verteilen, fordern wir eine Klimadividende.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die gleichmäßige Auszahlung der Einnahmen an alle wirkt umverteilend zugunsten von Haushalten mit geringem Verbrauch.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Ein Einstiegspreis von 180 Euro liegt um ein Vielfaches über dem heutigen nationalen CO₂-Preis und verteuert fossile Energie grundlegend.

Am Verbrenner-Aus 2035 festhalten, Fracking verbieten

Die Tierschutzpartei hält daran fest, dass spätestens ab 2035 keine neuen Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden. Auch fossile Energieträger sollen auslaufen, und Fracking soll ohne Ausnahme verboten werden.

Ab 2035 sollen keine neuen Autos mit Benzin oder Diesel mehr zugelassen werden. Das will die Tierschutzpartei beibehalten. Fracking soll ganz verboten sein. Fracking ist eine Methode, um Gas aus dem Boden zu holen.

Bis 2035 sollen das Schienennetz ausgebaut, Elektroautos bezahlbar und Ladepunkte geschaffen werden, damit der Übergang geordnet verläuft. Für fossile Energien gilt nach dem Programm dasselbe. Die Bevölkerung soll beim Wechsel zu Wärmepumpen oder erneuerbaren Energien Unterstützung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir stehen zur endgültigen Nichtzulassung von neuen Verbrennermotoren spätestens ab dem Jahr 2035.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Das bereits beschlossene Verbrenner-Aus wird gegen die diskutierte Rücknahme verteidigt und um ein lückenloses Frackingverbot ergänzt.

Flächen entsiegeln und Hochwasserschutz stärken

Die Tierschutzpartei will Städte an die Folgen der Klimakrise anpassen. Sie fordert große Programme zur Entsiegelung von Böden und mehr Hochwasserschutz.

Die Tierschutzpartei will in Städten Beton und Asphalt entfernen. Der Boden kann dann Wasser aufnehmen und kühlen. Außerdem soll es mehr Schutz vor Hochwasser geben.

Versiegelte Flächen speichern laut Programm Hitze und verhindern natürliche Abkühlung. Freigelegter Boden soll Kohlendioxid binden, Regen aufnehmen und Hitze ausgleichen. Für den Hochwasserschutz nennt die Partei mehr Zweckverbände, Dämme und Vorsorge sowie eine Stärkung der Feuerwehren; sie verweist auf die Fluten im Ahrtal 2021 und in Valencia.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir fordern großflächige Entsiegelungsprogramme, damit der entsiegelte Boden wieder mehr CO₂ bindet, Wasser aufnimmt“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Entsiegelungsprogramme und mehr Hochwasserschutz bauen die Klimaanpassung innerhalb bestehender Politik aus.

Solarpflicht einführen und Erneuerbare ausbauen

Die Tierschutzpartei will die Energiewende vor allem über Photovoltaik voranbringen und eine Solarpflicht für Neubauten und grundlegend sanierte Dächer einführen. Menschen mit geringem Einkommen sollen Geld für Balkonanlagen erhalten. Bei Wind- und Wasserkraft soll der Schutz von Tieren stärker berücksichtigt werden.

Die Tierschutzpartei will viel mehr Strom aus Sonne. Auf jedes neue Haus soll eine Solar-Anlage. Das gilt auch bei einem neuen Dach. Arme Menschen sollen Geld für eine Balkon-Anlage bekommen. Windräder und Wasser-Kraftwerke sollen Tieren nicht schaden.

Auf Freiflächen sollen nur Agri-PV-Anlagen zulässig sein, also Solaranlagen über landwirtschaftlich genutztem Boden, und diese sollen gefördert werden. Windräder sollen automatische Abschaltungen für Vögel und Fledermäuse erhalten und nicht nahe Vogelschutzgebieten oder Zugrouten stehen. Wasserkraftwerke sollen Fischwanderungen ermöglichen, etwa mit Fischtreppen. Die Partei will weiter in Geothermieforschung investieren, einen Mix aus Batterien, Power-to-Gas und Power-to-Heat als Speicher ausbauen und Wasserstoff mit Investitionen und Subventionen fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir wollen, dass auf jedem Neubau und nach jeder grundlegenden Dachsanierung Photovoltaik auf den Dächern verpflichtend installiert werden muss.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Baupflichten sowie Zuschüsse und Subventionen für Solaranlagen, Speicher und Wasserstoff erweitern Regulierung und staatliche Ausgaben.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Eine bundesweite Solarpflicht für Neubauten und Dachsanierungen wäre eine neue verbindliche Klimavorgabe mit Kosten für Bauherren.

Kohleausstieg auf 2030 vorziehen, Atomausstieg beibehalten

Die Tierschutzpartei hält den für 2038 beschlossenen Kohleausstieg für zu spät und will ihn auf spätestens 2030 vorziehen. Am Ausstieg aus der Kernenergie hält sie fest und lehnt eine Rückkehr zur Atomkraft ab.

Deutschland will bis 2038 aus der Kohle aussteigen. Die Tierschutzpartei findet das zu spät. Sie will den Ausstieg bis 2030. Atomkraft soll nicht zurückkommen. Die Partei hält Atomkraft für gefährlich.

Der frühere Kohleausstieg soll Klimaneutralität ermöglichen und durch einen flächendeckenden Ausbau erneuerbarer Energien in den kommenden Jahren vorbereitet werden. Die Kernenergie bezeichnet das Programm als großes Risiko für Mensch, Tier und Natur. Die Partei wendet sich auch dagegen, Atomkraft als nachhaltige Energiequelle einzustufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„fordern wir einen vorgezogenen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2030“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Der gesetzlich für 2038 festgelegte Kohleausstieg soll um acht Jahre vorgezogen werden, was ein Klimaziel deutlich verschärft.

Wärmewende beschleunigen und sozial abfedern

Die Tierschutzpartei will früher als 2035 aus Öl und Gas bei Gebäudewärme und Stromerzeugung aussteigen. Der Bund soll einkommensschwachen Haushalten den Großteil der Kosten einer Wärmepumpe abnehmen. Fernwärmenetze sollen modernisiert und großflächig ausgebaut werden.

Die Tierschutzpartei will schneller weg von Öl und Gas beim Heizen. Arme Menschen sollen Hilfe für eine Wärme-Pumpe bekommen. Der Staat soll den größten Teil bezahlen. Es soll mehr Fern-Wärme geben. Dabei kommt die Wärme über Leitungen ins Haus.

Als Gründe nennt das Programm die Abhängigkeit von anderen Ländern und steigende Kosten für die Bevölkerung. Für Fernwärme fordert die Partei Förderprogramme sowie die Erneuerung alter und den Bau neuer Netze. Abwärme aus der Industrie, Geothermie und große Solarthermieanlagen sollen stärker eingebunden werden. Großwärmepumpen sollen auch Quellen mit niedriger Temperatur wie Gewässer, Kläranlagen oder U-Bahn-Schächte nutzbar machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir wollen sozial schwächere Menschen bei einem Umstieg auf eine nachhaltige Wärmepumpe unterstützen und somit entlasten.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Bund soll einen Großteil der Wärmepumpenkosten für ärmere Haushalte tragen und den Netzausbau fördern, was öffentliche Ausgaben erhöht.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Abschied von Öl und Gas soll früher beginnen als bisher geplant, ohne dass ein neues Datum genannt wird.

Jährlich 50.000 Hektar Moor wiedervernässen

Die Tierschutzpartei will pro Jahr mindestens 50.000 Hektar entwässerte Moorböden wieder vernässen, statt der bisher erreichten 2.000 Hektar. Moore sollen als CO₂-Speicher und Lebensraum erhalten bleiben. Laufende Entwässerungen sollen gestoppt und langfristig zurückgebaut werden.

Moore speichern viel CO₂. Viele Moore sind heute trocken. Die Tierschutzpartei will sie wieder nass machen. Jedes Jahr sollen es mindestens 50.000 Hektar sein. Niemand soll Moore mehr trockenlegen.

Die Partei verlangt rechtsverbindliche Ziele für die Wiederherstellung von Mooren und schnellere Genehmigungsverfahren. Auf den nassen Flächen soll Paludikultur gefördert werden, also Landwirtschaft auf nassem Moorboden, die Nutzung und Klimaschutz verbinden soll. Außerdem will das Programm die Forschung und Herstellung von Ersatzstoffen für Torf fördern, etwa Substrate aus Kompost oder Holzfasern, um den Torfabbau zu verringern.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Deshalb fordern wir, dass jährlich mindestens 50.000 Hektar Moorböden in Deutschland wiedervernässt werden“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Die jährlich wiedervernässte Fläche soll von 2.000 auf mindestens 50.000 Hektar steigen und mit verbindlichen Zielen sowie einem Entwässerungsstopp verbunden werden.

Emissionen der Tierhaltung verpflichtend senken

Die Tierschutzpartei will den Ausstoß von Methan und Ammoniak aus der Tierhaltung durch Pflichtvorgaben verringern. Für Futtermittel sollen keine Wälder mehr gerodet werden, und Moore sollen wieder vernässt werden. Pflanzliche Ernährung soll als Klimaschutzmaßnahme stärker gefördert werden.

Tierhaltung erzeugt Gase, die dem Klima schaden. Die Tierschutzpartei will Pflichten, damit weniger Gase entstehen. Für Tierfutter soll niemand mehr Wald fällen. Moore sollen wieder nass werden.

Nach Darstellung des Programms trägt die Tierhaltung stark zum Klimawandel bei, vor allem über Methan und Ammoniak. Natürliche Lebensräume sollen nicht länger dem Anbau von Futter weichen. Wiedervernässte Moore sollen Kohlendioxid binden und die Artenvielfalt sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Daher sind verpflichtende Maßnahmen zur Reduktion dieser Emissionen unabdingbar.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Verpflichtende Emissionsminderung in der Tierhaltung und ein Rodungsstopp verschärfen die Klimavorgaben für die Landwirtschaft.

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