Übertragungsnetzentgelte auf 3 Cent deckeln
Die SPD will die Entgelte für das überregionale Stromnetz erst stabil halten und dann auf 3 Cent je Kilowattstunde begrenzen. Das soll die Belastung von Haushalten und Betrieben im Schnitt halbieren und Planungssicherheit schaffen.
Für das große Stromnetz zahlen alle eine Gebühr. Sie heißt Netz-Entgelt. Die SPD will diese Gebühr begrenzen. Sie soll höchstens 3 Cent pro Kilowatt-Stunde betragen. Dann wird Strom für Haushalte und Firmen billiger.
Das Programm begründet den Deckel mit den Milliardenkosten des Netzausbaus, die bisher auf den Strompreis umgelegt werden. Hohe Netzentgelte gelten laut Programm besonders im Norden und Osten als Problem, wo viel Windstrom entsteht. Die Begrenzung soll Investitionen der Industrie erleichtern und den Wechsel zu Elektroauto und Wärmepumpe günstiger machen. Insgesamt strebt die SPD international wettbewerbsfähige und stabile Energiepreise an.
Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir werden die Entgelte für das Übertragungsnetz, das die Regionen in Deutschland verbindet und massiv ausgebaut wird, zunächst stabilisieren, dann schnellstmöglich auf 3 Cent pro Kilowattstunde deckeln“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Ein staatlicher Preisdeckel für Netzentgelte ist ein Eingriff in die Preisbildung und setzt auf öffentliche Unterstützung des Netzausbaus.