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parteiprogramm

SPD zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Mehr für Dich. Besser für Deutschland.“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 68 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wahlalter 16 und Kinderrechte im Grundgesetz

Die SPD will das aktive Wahlalter auf 16 Jahre senken und Kinderrechte in das Grundgesetz schreiben. Junge Menschen sollen nach dem Programm ein Recht auf wirkliche Mitbestimmung haben, in der Politik wie in der Schule.

Junge Menschen sollen schon mit 16 wählen dürfen. Die Rechte von Kindern sollen im Grundgesetz stehen. Das Grundgesetz ist das wichtigste Gesetz in Deutschland. Jugendliche sollen in der Politik und in der Schule mehr mitreden.

Die Grundgesetzänderung soll Schutz, Beteiligung und Förderung von Kindern absichern. Die Mitwirkung Jugendlicher in Jugendhilfeausschüssen soll gesetzlich festgeschrieben werden, und Jugendverbände sowie Jugendparlamente sollen weiter Unterstützung erhalten. An Schulen sollen Kinder und Jugendliche über Schulgemeinschaft, Lernprozesse und Inhalte aktiv mitbestimmen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Ab 16 Jahren sollen junge Menschen mitentscheiden können, deswegen senken wir das aktive Wahlalter.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein niedrigeres Wahlalter und eigene Kinderrechte in der Verfassung erweitern die Mitbestimmung und Selbstbestimmung junger Menschen gegenüber dem heutigen Stand.

Bürokratie abbauen und Genehmigungsfiktion einführen

Die SPD will Gesetze vor ihrer Verabschiedung auf Wirksamkeit und Praxistauglichkeit testen und Bürokratie gemeinsam mit Wirtschaft, Ländern und Kommunen abbauen. Anträge sollen als genehmigt gelten, wenn eine Behörde eine Frist verstreichen lässt. Das soll Bau- und Investitionsvorhaben planbarer machen.

Die SPD will weniger Bürokratie. Neue Gesetze sollen vorher getestet werden. Ämter sollen Anträge schnell bearbeiten. Antwortet ein Amt nicht rechtzeitig, gilt der Antrag als erlaubt. Das hilft bei Bau-Projekten.

Bürger-, Praxis- und Digitalcheck sollen miteinander verbunden und verpflichtend im Gesetzgebungsverfahren angewandt werden; geltende Gesetze werden nach und nach ebenso geprüft. Nach der Regierungsbildung ist ein Praxisgipfel mit Wirtschaft, Ländern und Kommunen geplant, der weitere Schritte vereinbart. Statt vieler Einzelstrategien der Ministerien soll es wenige ressortübergreifende geben. Geprüft wird zudem, welche Aufgaben und Zuständigkeiten der Ministerien sich bündeln lassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir führen eine Genehmigungsfiktion ein, bei der Anträge automatisch genehmigt sind, wenn die Behörde nicht innerhalb einer gesetzten Frist reagiert.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Bürokratieabbau und automatische Genehmigungen nach Fristablauf verringern staatliche Hürden für Unternehmen und Investitionen.

Öffentlichen Dienst als Arbeitgeber attraktiver machen

Die SPD will, dass der Staat als Arbeitgeber ein Vorbild ist und Fachkräfte gewinnt und hält. Dazu sollen flexible Arbeitsmodelle, Weiterbildung und weniger Befristungen beitragen.

Die SPD will den Staat als Arbeitgeber besser machen. Beschäftigte sollen öfter von zu Hause arbeiten können. Es soll mehr Teilzeit und Weiterbildung geben. Verträge sollen meist ohne Ende-Datum sein.

Homeoffice, Jobsharing und Teilzeit sollen im gesamten öffentlichen Dienst möglich sein, um Beruf und Privatleben besser zu vereinbaren. Gezielte Weiterbildung und Qualifizierung sollen lebenslanges Lernen zur Grundlage machen. Unbefristete Stellen sollen der Normalfall werden, damit Beschäftigte Sicherheit und Perspektiven haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Befristete Arbeitsverträge im öffentlichen Dienst wollen wir deutlich reduzieren.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Weniger Befristungen und bessere Arbeitsbedingungen im Staatsdienst stärken Arbeitnehmerschutz und öffentliche Beschäftigung.

Demokratie fördern und Bürgerräte etablieren

Die SPD will politische und historische Bildung fördern, zivilgesellschaftliche Initiativen dauerhaft unterstützen und geloste Bürgerräte fest einführen. Deren Empfehlungen sollen in die Beratungen des Parlaments einfließen, entscheiden sollen weiter die gewählten Institutionen.

Die SPD will die Demokratie stärken. Bürger-Räte sollen fest dazugehören. Dort beraten ausgeloste Menschen über schwierige Fragen. Das Parlament entscheidet weiter selbst. Vereine für Demokratie sollen dauerhaft Geld bekommen.

Ein Demokratiefördergesetz soll Initiativen absichern, die etwa über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Geld erhalten. Das Gemeinnützigkeitsrecht soll modernisiert werden. Schulen, außerschulische Träger, Universitäten, Museen und Gedenkstätten sollen Unterstützung und ausreichende Mittel bekommen; ihre Aufsichtsgremien will die SPD vor rechtsextremem Einfluss schützen. Der öffentliche Dienst soll die gesellschaftliche Vielfalt abbilden. Zudem will die Partei den Dialog der Religionen fördern und die Glaubensfreiheit schützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir wollen Bürgerräte als festen Bestandteil unserer Demokratie etablieren.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Dauerhafte Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen und mehr Vielfalt in staatlichen Institutionen stehen für gesellschaftliche Öffnung.

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