Kooperationsverbot aufheben, bundesweite Bildungsstandards schaffen
Das BSW will das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern in der Bildung beenden und ein bundesweites Bildungsrahmengesetz einführen. Ganztagsschulen und Hortbetreuung sollen ausgebaut werden, Kinder länger gemeinsam lernen. Bildungschancen sollen nicht vom Elternhaus abhängen.
Das BSW will, dass Bund und Länder bei Schulen zusammenarbeiten dürfen. Ein Gesetz soll gleiche Regeln für alle Bundesländer schaffen. Es soll mehr Ganztags-Schulen geben. Kinder sollen länger zusammen lernen.
Das Rahmengesetz soll vergleichbare Bedingungen, Rechtsansprüche und hohe Qualitätsstandards in allen Ländern sichern. Verschiedene Schultypen hält das Programm für sinnvoll, die frühe Aufteilung nach Klasse 4 aber für eine Ursache sozialer Auslese; das Schulsystem soll durchlässig sein. Mehr Ganztags-, Hort- und Hausaufgabenbetreuung soll Kinder unabhängiger von der Hilfe ihrer Eltern machen. Die Grundschule soll sich auf Lesen, Schreiben und Rechnen konzentrieren, „Schreiben nach Gehör“ soll verschwinden. Noten sollen der allgemeine Maßstab für Leistung sein.
Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Das Kooperationsverbot im Bildungsbereich zwischen Bund und Ländern muss mit dem Ziel der Bildungsgerechtigkeit in den Ländern aufgehoben werden.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Der Ausbau von Ganztagsschulen und Betreuung sowie eine stärkere Rolle des Bundes erweitern öffentliche Bildungsleistungen.