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BSW zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Unser Land verdient mehr!“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 45 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (-0,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ostdeutsche in Staat und Wissenschaft gezielt fördern

Das BSW will Ostdeutsche gezielt fördern, mindestens im öffentlichen Dienst, in Wissenschaft und Kultur. Begründet wird das mit niedrigeren Löhnen im Osten und der geringen Vertretung Ostdeutscher in Führungspositionen.

Das BSW will Menschen aus Ostdeutschland besonders fördern. Das gilt für Ämter, Wissenschaft und Kultur. Im Osten sind die Löhne oft niedriger. Es gibt wenige Ostdeutsche in hohen Posten.

Nach Angaben des Programms liegen die Löhne im Osten teils 21 Prozent unter dem Westniveau. In Verwaltung, Gerichten, Hochschulen und Medien seien Ostdeutsche an der Spitze seltener vertreten, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspräche. Talente aus dem Osten sollen leichter an Stipendien kommen. Ein Konzept zur Personalentwicklung soll den Weg in Führungspositionen unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„braucht es eine Möglichkeit der Förderung Ostdeutscher zumindest im Öffentlichen Dienst und der Verwaltung, in Wissenschaft und Kultur“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eine gezielte Förderung einer bislang unterrepräsentierten Gruppe erweitert die Gleichstellungspolitik gegenüber heute.

Gewaltschutz und Frauenhäuser ausbauen

Das BSW will Schutz- und Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Frauen ausbauen und deutlich mehr Plätze in Frauenhäusern und Schutzwohnungen schaffen. Der Bund soll die Frauenhäuser dauerhaft finanzieren, der Aufenthalt soll für Frauen kostenlos sein.

Viele Frauen erleben Gewalt. Es gibt zu wenige Plätze in Frauenhäusern. Das BSW will viel mehr Plätze schaffen. Der Bund soll die Frauenhäuser bezahlen. Für die Frauen soll der Platz nichts kosten.

Das Programm nennt über 12.000 fehlende Frauenhausplätze und verweist auf steigende Gewalt gegen Frauen. Zur Vorbeugung soll es bundesweit vergleichbare Ansätze geben. Aufklärung über Gewaltschutz soll fest zum Lehrplan an Schulen und Hochschulen gehören. Außerdem sollen Täterarbeit und Anti-Aggressionstrainings ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Die Finanzierung der Frauenhäuser muss durch den Bund langfristig gesichert sein.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine dauerhafte Bundesfinanzierung und kostenlose Plätze bedeuten mehr öffentliche Leistungen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau des Gewaltschutzes stärkt Schutz und Gleichstellung von Frauen innerhalb des bestehenden Systems.

Schwangerschaftsabbruch straffrei, Verhütung kostenlos

Das BSW will Schwangerschaftsabbrüche in den ersten zwölf Wochen grundsätzlich straffrei stellen. Zudem sollen die gesetzlichen Kassen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel für Frauen und Mädchen bezahlen. Begründet wird das mit dem Recht, selbst über den eigenen Körper zu entscheiden.

Frauen sollen selbst über ihren Körper entscheiden. Ein Schwangerschafts-Abbruch soll bis zur 12. Woche nicht strafbar sein. Verhütungs-Mittel auf Rezept sollen für Frauen und Mädchen kostenlos sein. Die Krankenkasse soll sie bezahlen.

Das Programm will die freie Entscheidung für oder gegen ein Kind garantieren. Bei der Verhütung verweist das BSW darauf, dass meist Frauen die Kosten tragen. Deshalb sollen die gesetzlichen Krankenkassen rezeptpflichtige Mittel übernehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Das BSW fordert die grundsätzliche Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs bis zur 12. Woche.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Kostenübernahme für Verhütungsmittel erweitert die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Der Abbruch ist heute grundsätzlich strafbar und nur unter Bedingungen straflos; die grundsätzliche Straffreiheit ändert dies zugunsten der Selbstbestimmung.

Selbstbestimmungsgesetz ablehnen, Gutachten verlangen

Das BSW lehnt das Selbstbestimmungsgesetz ab, weil es aus Sicht des Programms Schutzrechte von Frauen aushöhlt. Eine Änderung des Geschlechts soll nur mit ärztlichem Gutachten möglich sein. Im Frauensport soll das biologische Geschlecht gelten.

Heute kann man sein Geschlecht beim Amt selbst ändern. Das BSW ist gegen dieses Gesetz. Es will, dass ein Arzt vorher ein Gutachten schreibt. Das BSW sagt: Das Gesetz gefährdet Schutz-Räume für Frauen.

Das Programm kritisiert, dass eine bloße Erklärung den Zugang zu Frauensport, Umkleiden, Toiletten, Frauengefängnissen und Schutzräumen eröffnen könne. Im Leistungssport sei die Teilnahme biologischer Männer in der Frauenkategorie unfair. Sexualstraftäter sollen keinen Anspruch auf Änderung ihres Geschlechtseintrags haben. Presse und Opfer sollen nicht bestraft werden, wenn sie einen solchen Täter als Mann bezeichnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Der Wechsel der Geschlechtsidentität sollte für die Wenigen, die ihn für ein zufriedenes Leben wirklich benötigen, diskriminierungsfrei mit einem ärztlichen Gutachten möglich sein.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Die seit 2024 geltende Selbstauskunft soll wieder durch eine Gutachtenpflicht ersetzt werden, was eine gesetzliche Gleichstellung zurücknimmt.

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