Psychisch und suchtkranke Menschen gesetzlich gleichstellen
Die ÖDP will Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen bundesweit per Gesetz in allen Lebensbereichen gleichstellen. Hilfsangebote sollen flächendeckend ausgebaut und Selbsthilfegruppen staatlich gefördert werden. Das Programm sieht Betroffene bei Versicherungen und Bewerbungen benachteiligt.
Die ÖDP will Menschen mit seelischen Krankheiten besser schützen. Das gilt auch für Menschen mit einer Sucht. Ein Gesetz soll sie überall gleich behandeln. Es soll mehr Hilfe geben. Der Staat soll Selbsthilfe-Gruppen mit Geld unterstützen.
Nach Darstellung des Programms können sich Betroffene oft nur mit hohen Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen versichern und haben Schwierigkeiten beim Wechsel der Kasse. Bei ehrlichen Angaben in Bewerbungen müssten sie in Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst mit einer Absage rechnen. Viele verschwiegen ihre Erkrankung deshalb und suchten zu spät Hilfe; akut Hilfesuchende warteten meist monatelang. Die Gleichbehandlung soll sich am Vorbild der Gleichstellung der Geschlechter orientieren.
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„Die ÖDP fordert für diesen Personenkreis eine bundesweit gesetzlich festgeschriebene vollwertige Gleichbehandlung in allen Bereichen und auf allen Ebenen“Einordnung
- Gesellschafteher progressiv
Der gesetzliche Schutz vor Benachteiligung soll auf eine weitere Gruppe ausgedehnt werden, was die Gleichstellung erweitert.