Zum Inhalt springen
parteiprogramm

PdF zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Fortschritt für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 155 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Gesetze gegen Diskriminierung und Hasskriminalität verschärfen

Die PdF will die Gesetze gegen Diskriminierung und Hasskriminalität überarbeiten und verschärfen. Antidiskriminierungsstellen sollen ausgebaut werden, und Minderheiten sollen leichter Zugang zu Bildung und Arbeit bekommen. Ziel ist nach dem Programm ein besserer Schutz vor Rassismus und Antisemitismus.

Die PdF will strengere Gesetze gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Menschen werden schlechter behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Beratungs-Stellen sollen mehr Geld bekommen. Minderheiten sollen leichter lernen und arbeiten können.

Das Programm sieht vor, Antidiskriminierungsstellen bei Bund und Ländern auszubauen und finanziell besser auszustatten, damit Betroffene leichter Beratung finden. Spezialisierte Einheiten sollen Hasskriminalität und Diskriminierungsfälle verfolgen. Strukturelle Reformen in Bildung und Arbeitswelt sollen Benachteiligungen abbauen, ergänzt durch Förderprogramme für marginalisierte Gruppen. Außerdem will die PdF Minderheiten stärker in gesellschaftliche und politische Prozesse einbinden und besonders verletzliche Gruppen vor Ausgrenzung und Gewalt schützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Bestehende Gesetze zur Bekämpfung von Diskriminierung und Hasskriminalität sollen angepasst und verschärft werden“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Schärfere Gesetze gegen Hasskriminalität und eigene Verfolgungseinheiten erweitern die Strafverfolgung schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Schutz vor Diskriminierung und die Förderung von Minderheiten sollen gegenüber heute ausgebaut werden, was zum progressiven Pol passt.

Religionsfreiheit und neutralen Staat sichern

Die PdF will die freie Religionsausübung für alle schützen und die Trennung von Kirche und Staat strikt einhalten. Religiösen Extremismus lehnt sie ab und setzt dagegen auf Vorbeugung durch Bildung.

Jeder Mensch soll seinen Glauben frei leben können. Der Staat soll keine Religion bevorzugen. Kirche und Staat sollen getrennt bleiben. Gegen religiösen Extremismus soll Aufklärung helfen.

Das Programm versteht religiöse Vielfalt als Bereicherung und will das friedliche Nebeneinander der Glaubensgemeinschaften unterstützen. Religionsausübung gilt als privates Recht; der Staat soll alle Menschen unabhängig von ihrer Religion gleich behandeln. Gegen Radikalisierung setzt die PdF auf Prävention durch Bildung und Aufklärung. Vor allem junge Menschen sollen früh lernen, was Demokratie und Toleranz bedeuten und welche Risiken von extremistischem Denken ausgehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Die Trennung von Kirche und Staat wird konsequent eingehalten, um eine unparteiische Haltung zu gewährleisten.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Betonung eines strikt neutralen Staates und religiöser Vielfalt verschiebt den heutigen Stand leicht in Richtung des progressiven Pols.

Frauenhäuser ausbauen und bundesweit finanzieren

Die PdF will die Zahl der Schutzplätze für von Gewalt betroffene Frauen auf 21.000 erhöhen und Frauenhäuser sowie Beratungsstellen über ein Bundesgesetz einheitlich finanzieren. Das Programm hält die bestehenden Angebote für unzureichend, vor allem auf dem Land.

Viele Frauen erleben Gewalt. Frauenhäuser sind oft voll und haben zu wenig Geld. Die PdF will 21.000 Schutz-Plätze schaffen. Ein Gesetz für ganz Deutschland soll das Geld dafür regeln. Auch auf dem Land soll es genug Hilfe geben.

Das Programm verweist auf 938 versuchte Femizide im Jahr 2023, bei denen 360 Frauen und Mädchen starben, und auf den sehr hohen Anteil männlicher Tatverdächtiger bei sexualisierter Gewalt. Der Ausbau auf 21.000 Plätze soll die Vorgaben der Istanbul-Konvention erfüllen, eines Abkommens des Europarats zum Schutz von Frauen vor Gewalt. In ländlichen Gebieten sollen überall erreichbare Einrichtungen entstehen. Ein bundesweites Finanzierungsgesetz soll dafür sorgen, dass Betroffene unabhängig vom Wohnort gleich gute Hilfe bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Ein bundesweites Finanzierungsgesetz für Frauenhäuser und Beratungsstellen kann regionale Unterschiede beseitigen“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Schutzplätze und eine gesetzlich gesicherte Bundesfinanzierung bedeuten höhere öffentliche Ausgaben als heute.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau des Schutzes vor geschlechtsspezifischer Gewalt nach der Istanbul-Konvention stärkt Gleichstellung und Selbstbestimmung von Frauen.

Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Woche legalisieren

Die PdF will Schwangerschaftsabbrüche in den ersten zwölf Wochen legalisieren und außerhalb des Strafgesetzbuchs regeln. Die Pflichtberatung soll zu einem freiwilligen Angebot werden, und die gesetzlichen Krankenkassen sollen die Kosten tragen. Das Programm begründet dies mit der Selbstbestimmung der Frauen und gleichem Zugang unabhängig vom Einkommen.

Die PdF will Abtreibungen bis zur zwölften Woche erlauben. Die Regeln sollen nicht mehr im Strafrecht stehen. Die Beratung soll freiwillig sein. Die Krankenkasse soll die Kosten zahlen.

Die Vorschriften sollen in das Schwangerschaftskonfliktgesetz wandern. Frauen sollen einen Rechtsanspruch auf Beratung haben, aber nicht mehr dazu verpflichtet sein. Die Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Kassen soll finanzielle Hürden senken. Das Programm verweist auf eine Forsa-Umfrage, nach der 72 Prozent der Bevölkerung eine Legalisierung in den ersten zwölf Wochen befürworten. Die Reform soll von einer offenen Debatte begleitet werden, die Frauenrechte und den Schutz des ungeborenen Lebens abwägt.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Schwangerschaftsabbrüche sollen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche legalisiert und die Regelungen aus dem Strafgesetzbuch in das Schwangerschaftskonfliktgesetz verlagert werden.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die gesetzlichen Krankenkassen sollen die Kosten übernehmen, was eine öffentliche Leistung ausweitet.

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Der Schwangerschaftsabbruch soll aus dem Strafrecht genommen und die Beratungspflicht abgeschafft werden, was die heutige Rechtslage grundlegend in Richtung Selbstbestimmung ändert.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme im Bund im Vergleich