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ÖDP zur Bildung

Aus dem Programm „Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 42 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Elternverantwortung stärken, Kindergarten gebührenfrei machen

Die ÖDP sieht die Hauptverantwortung für die Erziehung bei den Erziehungsberechtigten. Sie lehnt Bildungspläne für Krippen und verpflichtende Ganztagsschulen gegen den Willen der Betroffenen ab und will den Kindergarten gebührenfrei machen.

Die ÖDP sagt: Eltern sind zuerst für die Erziehung zuständig. Sie will keinen Bildungs-Plan für Krippen. Niemand soll gegen seinen Willen in eine Ganztags-Schule müssen. Der Kindergarten soll nichts kosten.

Als wichtigstes Bildungsziel nennt das Programm die ganzheitliche, altersgerechte Entwicklung der Persönlichkeit, einschließlich Verantwortung für Mitmenschen und Schöpfung. Künstlerische, handwerkliche, hauswirtschaftliche und lebenspraktische Fächer sowie Sport sollen aufgewertet werden. Wirtschaftliche Interessen sollen in der Bildung nicht im Vordergrund stehen. Hochschulen sollen auch Menschen offenstehen, die ohne festes Berufsziel aus fachlichem Interesse studieren wollen. Stark verschulte Bachelor- und Masterstudiengänge hält die ÖDP für ungeeignet.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Einen Bildungsplan für die Krippen lehnen wir ab, ebenso die Einführung einer gebundenen Ganztagsschule gegen den Willen der betroffenen Eltern, Schülerinnen und Schüler.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein überall gebührenfreier Kindergarten weitet eine öffentlich finanzierte Leistung gegenüber heute aus.

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Vorrang der elterlichen Erziehung vor staatlichen Bildungsplänen in Krippen und vor verpflichtendem Ganztag betont ein traditionelles Familienverständnis.

Sechs Jahre gemeinsam lernen, Förderschulen erhalten

Die ÖDP will, dass alle Kinder in den ersten sechs Schuljahren gemeinsam unterrichtet werden, wobei innerhalb der Klasse nach Leistung differenziert wird. Förderschulen sollen bestehen bleiben. Dazu kommen Praktika in allen Schulformen und mehr Gewicht für Sprachen.

Die ÖDP will: Alle Kinder lernen sechs Jahre lang zusammen. Erst danach gehen sie auf verschiedene Schulen. Förder-Schulen soll es weiter geben. Schüler sollen mehr Praktika machen. Sie sollen auch mehr Sprachen lernen.

Das Programm sieht Sozial-, Umwelt- und Betriebspraktika in sämtlichen Schulstufen und Schularten vor. Kurze, pädagogisch geplante Phasen von Distanzunterricht sollen selbstständiges Lernen fördern und die Umwelt entlasten. Sprachunterricht soll gestärkt werden, vor allem für Sprachen der Nachbar- und Herkunftsländer; auch Minderheitensprachen wie Dänisch, Friesisch, Sorbisch und Romani sowie Regionalsprachen und Dialekte sollen gefördert werden. Kinder mit Förderbedarf sollen, soweit möglich, am Regelunterricht teilnehmen, mit zusätzlichem pädagogischem Personal. Lehrkräfte sollen alle drei bis fünf Jahre ein Praktikum außerhalb der Schule absolvieren, um den Bezug zur Arbeitswelt zu behalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Gemeinsamer Unterricht während der ersten sechs Schuljahre mit innerer Differenzierung.“
Seite 20 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulen unabhängig und gebührenfrei halten

Die ÖDP will Lehre und Forschung von Einzelinteressen aus Wirtschaft und Politik unabhängig machen. Das erste Studium soll ohne Studiengebühren bleiben. Studium und Lernen sollen nach dem Programm nicht von wirtschaftlicher Verwertbarkeit abhängen.

Die ÖDP will unabhängige Hochschulen. Firmen und Politik sollen dort weniger Einfluss haben. Das erste Studium soll nichts kosten. In den Gremien der Hochschule sollen alle Gruppen gleich viel mitreden.

Das Programm fordert, die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu stärken oder wiederherzustellen. Der akademische Mittelbau, also das wissenschaftliche Personal unterhalb der Professur, soll gestärkt werden. In den Hochschulgremien soll die Viertelparität gelten, bei der vier Gruppen der Hochschule gleich viele Stimmen haben. Gebührenfrei soll das erste Studium sein, das zu einer substanziellen Qualifikation führt.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Keine Studiengebühren für das erste Studium mit substanzieller Qualifikation.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf Hochschulen soll zurückgedrängt und das gebührenfreie Erststudium als öffentliche Leistung gesichert werden.

Ausbildungsvergütung auf mindestens 1.400 Euro anheben

Die ÖDP will die Vergütung in der dualen Ausbildung sofort auf mindestens 1.400 Euro im Monat im ersten Lehrjahr erhöhen. Der Bund soll die Hälfte bezahlen. So soll die betriebliche Ausbildung für geeignete Bewerberinnen und Bewerber wieder attraktiv werden.

Die ÖDP will mehr Geld für Auszubildende. Im ersten Jahr sollen sie mindestens 1.400 Euro im Monat bekommen. Jedes Jahr soll es mehr werden. Die Hälfte davon soll der Staat zahlen. So sollen mehr junge Menschen eine Ausbildung machen.

Das Programm sieht das duale Ausbildungssystem in einer Krise, weil die Zahl der Bewerbungen und damit der Stellen zurückgeht. Die Vergütung soll mit jedem Ausbildungsjahr um mindestens 150 Euro steigen. Die Hälfte der Kosten soll aus Bundesmitteln kommen, um die Ausbildungsbetriebe zu entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Die ÖDP fordert daher eine sofortige Erhöhung der dualen Ausbildungsvergütungen auf mindestens 1.400 € monatlich im 1. Ausbildungsjahr“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine weit höhere verbindliche Mindestvergütung, zur Hälfte vom Bund bezahlt, wäre ein starker staatlicher Eingriff in die Lohnfindung und eine neue Subvention.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme im Bund im Vergleich