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PdF zur Bildung

Aus dem Programm „Fortschritt für Deutschland“

Bundestagswahl 2025, 23. Februar 2025Original-PDF, 155 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sprach-Kitas wieder einführen, Sprachförderung verpflichtend machen

Die PdF will das beendete Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ zurückbringen und mit deutlich mehr Geld ausstatten. Außerdem soll jede Kita ein verbindliches Konzept zur Sprachförderung haben, damit alle Kinder systematisch gefördert werden.

Die PdF will das Programm „Sprach-Kitas“ wieder starten. Es soll viel mehr Geld bekommen. Jede Kita soll einen festen Plan für Sprach-Förderung haben. Fachkräfte sollen dafür Fortbildungen machen können. So lernen Kinder besser Deutsch.

Laut Programm hatten 2022 41,5 Prozent der Kinder eine andere Erstsprache als Deutsch. Das Ende des Bundesprogramms habe eine Lücke in der frühen Sprachförderung gerissen. Das neu aufgelegte Programm soll flächendeckend wirken. Fachkräfte sollen spezialisierte Weiterbildungen erhalten, um die Qualität zu sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Das bewährte Programm soll nicht nur wieder eingeführt, sondern auch mit einem deutlich erhöhten Budget ausgestattet werden.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein wieder aufgelegtes Bundesprogramm mit höherem Budget erweitert öffentliche Ausgaben für frühkindliche Bildung.

  • Migrationeher offen

    Mehr Sprachförderung für Kinder mit nichtdeutscher Erstsprache baut Integrationsangebote aus.

Erzieherausbildung vergüten, bundesweite Kita-Standards schaffen

Die PdF will, dass angehende Erzieherinnen und Erzieher in jeder Ausbildungsform bezahlt werden, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Zudem soll die frühkindliche Betreuung bundesweit einheitlich geregelt werden.

Die PdF will die Ausbildung für Erzieher bezahlen. Wer Erzieher wird, soll schon in der Ausbildung Geld verdienen. Niemand soll dafür BAföG brauchen. Für Kitas sollen in ganz Deutschland gleiche Regeln gelten. Werbung soll mehr Menschen für den Beruf gewinnen.

Die Vergütung soll sowohl für die klassische als auch für die praxisintegrierte Ausbildung gelten. Niemand soll dafür auf BAföG oder Aufstiegs-BAföG angewiesen sein. Öffentlichkeitskampagnen sollen Zugangswege zum Beruf bekannter machen. Einheitliche Standards auf Bundesebene sollen die Unterschiede zwischen den Ländern bei Qualität und Anforderungen beenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„sollten Erzieherinnen und Erzieher während ihrer Ausbildung grundsätzlich eine angemessene Vergütung erhalten“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine durchgängige Ausbildungsvergütung und bundesweite Vorgaben erhöhen öffentliche Ausgaben und Regulierung in der Kinderbetreuung.

Schulsystem bundesweit vereinheitlichen und zentralisieren

Die PdF will die Bildungsverwaltung der Länder durch eine zentrale Bundesbehörde ersetzen. Ein bundesweiter Lehrplan und zentral organisierte Abschlussprüfungen sollen überall gleiche Standards sichern. Das Programm begründet dies mit Bildungsungleichheit und Problemen beim Umzug zwischen Bundesländern.

Die PdF will ein Schulsystem für ganz Deutschland. Heute macht jedes Bundesland eigene Regeln. Künftig soll eine Behörde des Bundes zuständig sein. Lehrplan und Abschluss-Prüfungen sollen überall gleich sein. Kinder sollen außerdem verpflichtend in die Kita gehen.

Der einheitliche Lehrplan soll die Grundanforderungen in den Kernfächern festlegen. Die Abschlussprüfungen für Abitur und Mittlere Reife will die PdF künftig zentral ausrichten lassen. Die neue Bundesbehörde soll einheitlich finanziert werden. Zusätzlich sieht das Programm verpflichtende Kita-Jahre als Vorbereitung auf die Schule vor. Nach Darstellung der PdF befürwortet eine Mehrheit der Bevölkerung diese Vereinheitlichung.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Die Abschaffung der länderspezifischen Bildungsverwaltung zugunsten einer zentralen Bundesbehörde mit einheitlicher Finanzierung ermöglicht es, regionale Qualitätsunterschiede zu überwinden“
Seite 84 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Durchlässige Schule statt vollständiger Inklusion

Die PdF will ein durchlässiges Schulsystem, das Schülerinnen und Schüler nach Interessen und Stärken fördert. Eine vollständige Inklusion lehnt sie ab und will Sonderschulen erhalten oder wieder einführen. Als Begründung nennt das Programm überforderte Lehrkräfte und ein sinkendes Unterrichtsniveau.

Die PdF will, dass Kinder leichter zwischen Schul-Wegen wechseln können. Jedes Kind soll nach seinen Stärken lernen. Die PdF ist gegen vollständige Inklusion. Inklusion heißt: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen. Sonderschulen sollen bleiben oder zurückkommen.

Das Modell soll flexible Anpassungen an den jeweils erreichbaren Abschluss erlauben und sich langfristig am finnischen Bildungssystem orientieren. Schülerinnen und Schüler sollen gezielt nach Interessen und Stärken aufgeteilt werden, um sie auf Beruf oder Studium vorzubereiten. Sonderschulen sollen als ergänzende Einrichtungen bestehen bleiben und in Bundesländern mit wenigen oder keinen solchen Schulen neu entstehen. Die PdF spricht von einer Balance zwischen Integration und individueller Förderung, bei der die Mehrheit der Lernenden keine Nachteile haben soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Eine vollständige Inklusion lehnen wir ab, da sie in ihrer derzeitigen Umsetzung oft zu einer Überforderung der Lehrkräfte führt.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Ablehnung vollständiger Inklusion und die Wiedereinführung von Sonderschulen kehren den Trend zum gemeinsamen Unterricht teilweise um und bewahren die gegliederte Struktur.

Meister und Master gleichstellen

Die PdF will berufliche und akademische Bildung gleichstellen, formal wie im gesellschaftlichen Ansehen. Aus Sicht des Programms ist das Bildungssystem zu stark auf Abitur und Studium ausgerichtet, was das Handwerk vernachlässige und den Fachkräftemangel verschärfe.

Die PdF will den Meister und den Master gleich behandeln. Der Meister ist ein Abschluss im Handwerk. Der Master ist ein Abschluss an der Hochschule. Schulen sollen mehr praktische Dinge lehren. Handwerks-Berufe sollen mehr Anerkennung bekommen.

Praktische Kompetenzen sollen ein fester Teil der Lehrpläne werden. Handwerkliche Fähigkeiten sollen früh vermittelt und im Lauf der Schulzeit vertieft werden können. Die Politik soll außerdem den Beitrag handwerklicher und beruflicher Karrieren zur Gesellschaft sichtbarer machen. Die PdF erwartet davon eine bessere Förderung individueller Talente und weniger Fachkräftemangel.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„Durch die formale und gesellschaftliche Gleichstellung von Meister- und Masterabschlüssen sollen handwerkliche Fähigkeiten und berufliche Bildung als gleichwertige Alternativen zur akademischen Laufbahn etabliert werden.“
Seite 85 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sport und Schwimmen verpflichtend unterrichten

Die PdF will Sport und Schwimmunterricht von der Einschulung an verbindlich im Lehrplan verankern. Das Programm begründet dies mit der gesunden Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und damit, dass vielen Schulen eine feste Regelung fehle.

Die PdF will Sport und Schwimmen als Pflicht in der Schule. Das soll ab der ersten Klasse gelten. Kinder sollen viele Sportarten kennenlernen. Alle Kinder sollen sich bewegen können, egal aus welcher Familie sie kommen.

Neben Grundfähigkeiten wie dem Schwimmen sollen die Kinder viele verschiedene Sportarten kennenlernen. So sollen persönliche Interessen gefördert werden und alle Kinder Zugang zu Bewegung bekommen, unabhängig von sozialer Herkunft. Nach Darstellung der PdF stärkt Bewegung im Schulalltag neben der körperlichen Gesundheit auch Konzentration, Teamgeist und mentale Stärke.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Die PdF fordert daher, dass Sport und Schwimmunterricht ab dem Schulbeginn“
Seite 86 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Alltagskompetenzen in Abschlussklassen unterrichten

Die PdF will, dass Schulen in den Abschlussklassen Alltagswissen vermitteln, etwa zu Steuern, Versicherungen und Finanzen. Nach dem Programm verlassen viele junge Menschen die Schule ohne diese Kenntnisse, besonders wenn Eltern nicht helfen können.

Die PdF will, dass Schüler Dinge für den Alltag lernen. Zum Beispiel: Steuer-Erklärung, Versicherungen, Wohnungs-Suche und Umgang mit Geld. Das soll in den letzten Schuljahren passieren. So sollen alle jungen Menschen ähnliche Chancen haben.

Als Beispiele nennt das Programm Steuererklärungen, Versicherungen, Wohnungssuche und finanzielle Planung. Die Lehrpläne sollen dafür angepasst werden. Ziel ist ein selbstständiges Leben unabhängig von der familiären Herkunft. Die PdF will damit Unterschiede in der Erziehung durch die Eltern ausgleichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Die PdF fordert eine Anpassung der Lehrpläne, die die Vermittlung von Alltagskompetenzen als festen Bestandteil in den Abschlussklassen integriert.“
Seite 87 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Medienkompetenz im Lehrplan verankern

Die PdF will, dass Schulen früh den Umgang mit gängigen IT-Programmen und mit sozialen Medien vermitteln. Lehrkräfte sollen dafür gezielt fortgebildet werden.

Die PdF will mehr Unterricht über digitale Medien. Kinder sollen früh Computer-Programme lernen. Sie sollen auch lernen, wie man mit sozialen Medien umgeht. Lehrer sollen dafür Schulungen bekommen.

Das Programm nennt Medienkompetenz eine Grundlage für Beruf und persönliche Entwicklung. Schülerinnen und Schüler sollen Anwendungen wie PowerPoint und Excel kennenlernen, um auf das Arbeitsleben vorbereitet zu sein. Der Umgang mit Social-Media-Plattformen soll Teil des Lehrplans werden, damit Chancen und Risiken bewusst werden. Weiterbildungsprogramme sollen sicherstellen, dass Lehrkräfte diese Inhalte vermitteln können.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Schülerinnen und Schüler müssen frühzeitig den Umgang mit aktuellen IT-Werkzeugen wie PowerPoint, Excel und weiteren digitalen Anwendungen lernen“
Seite 89 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

KfW-Bildungskredite günstiger machen

Die PdF will die Bildungskredite der staatlichen Förderbank KfW reformieren. Die Zinsen sollen entfallen oder gedeckelt werden, weil die Partei die heutigen Konditionen für eine staatliche Bank als unangemessen ansieht.

Studierende können bei der KfW Geld leihen. Die KfW ist eine Bank des Staates. Die PdF findet die Zinsen dort zu hoch. Sie will keine Zinsen oder eine Grenze für Zinsen.

Nach Darstellung des Programms belasten die Zinsen der KfW-Bildungskredite Studierende stark. Als Lösung nennt es Rückzahlungsmodelle ohne Zinsen oder eine Obergrenze für den Zinssatz. Bildung soll als Investition gelten, von der die ganze Gesellschaft profitiert. Hohe Kosten bei der Rückzahlung sollen den Zugang nicht erschweren.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Vorschläge umfassen die Einführung von zinsfreien Rückzahlungsmodellen oder einer Zinsdeckelung“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatlich verbilligte oder zinsfreie Bildungskredite erweitern die öffentliche Förderung innerhalb des bestehenden Systems.

Weiterbildung für Erwachsene kostenlos oder gefördert anbieten

Die PdF will allen Erwachsenen kostenlose oder bezuschusste Weiterbildung zugänglich machen, vor allem zu Digitalisierung und neuen Technologien. Begründet wird das mit dem technologischen Wandel, der ständiges Lernen erfordere.

Die PdF will Kurse für Erwachsene. Die Kurse sollen kostenlos oder billig sein. Es geht vor allem um digitale Technik. Firmen und Hochschulen sollen dabei mitmachen.

Das Programm bezeichnet lebenslanges Lernen als Kern einer zukunftsorientierten Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik. Die Angebote sollen leicht zugänglich und bezahlbar sein. Gemeinsam mit Unternehmen und Hochschulen sollen praxisnahe Programme entstehen, die zum Bedarf des Arbeitsmarktes passen. So sollen Theorie und Praxis verbunden und Wissen in die Arbeitswelt getragen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Allen Erwachsenen sollen niederschwellige und erschwingliche Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose oder bezuschusste Weiterbildung für alle Erwachsenen baut öffentliche Leistungen aus.

Lehrerausbildung praxisnäher gestalten, Quereinstieg erleichtern

Die PdF will die Ausbildung von Lehrkräften mit dualen Studiengängen praxisnäher machen und Quereinsteiger mit attraktiven Bedingungen gewinnen. Zudem sollen Lehrkräfte regelmäßig beurteilt und von Bürokratie entlastet werden, um dem Lehrermangel zu begegnen und den Unterricht zu verbessern.

Es fehlen Lehrer, vor allem auf dem Land. Die PdF will die Ausbildung praktischer machen. Menschen aus anderen Berufen sollen leichter Lehrer werden. Der Unterricht soll regelmäßig bewertet werden. Lehrer sollen weniger Berichte schreiben.

Das Programm sieht überarbeitete Ausbildungsstandards, praxisorientierte Module und duale Lehramtsstudiengänge vor, die besonders ländlichen Regionen helfen sollen. Quereinsteiger mit Berufserfahrung brauchen eine pädagogische Qualifikation, die durch Schulungen ergänzt werden kann. Ein transparentes Beurteilungssystem soll Medieneinsatz sowie pädagogische und soziale Kompetenz erfassen und mit individuellen Fortbildungen verbunden sein. Die Schulleitungen setzen die Beurteilungen um und sind Anlaufstelle für Schüler und Eltern bei schwerem Fehlverhalten. Bürokratische Aufgaben sollen abgebaut werden, damit Lehrkräfte sich auf den Unterricht konzentrieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Die Einführung praxisorientierter Module und dualer Lehramtsstudiengänge, die Studium und praktische Ausbildung kombinieren, erleichtert den Übergang in den Lehrerberuf“
Seite 91 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen sanieren und digital ausstatten

Die PdF fordert ein Sonderbudget für Sanierung und Ausbau von Schulgebäuden. Außerdem sollen alle Schulen Breitband und moderne Technik erhalten, und IT soll fest in den Lehrplänen stehen.

Die PdF will Schulen reparieren und ausbauen. Dafür soll es extra Geld geben. Alle Schulen sollen schnelles Internet bekommen. Lehrer müssen Kurse zu Computer-Technik machen.

Das Programm nennt die Ausstattung der Schulen mit moderner Technik und digitalen Lehrmitteln unzureichend. Vorgesehen sind ein flächendeckender Breitbandanschluss, moderne Geräte und neue Lehrmethoden. Der IT-Einsatz soll in überarbeiteten Lehrplänen stehen, und IT-Fortbildungen sollen für alle Lehrkräfte verbindlich sein. Investitionen in Gebäude und Ausstattung sollen die Lernbedingungen verbessern und den Lehrerberuf attraktiver machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Ein Sonderbudget für die Sanierung und den Ausbau von Schulen ist notwendig, um eine sichere und moderne Lernumgebung zu schaffen.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzliches Sonderbudget für Schulgebäude und digitale Ausstattung erhöht die öffentlichen Investitionen.

Disziplin und Sicherheit an Schulen durchsetzen

Die PdF will auf Disziplinprobleme und Gewalt an Schulen mit Polizeipräsenz, Sicherheitskontrollen als letztem Mittel und konsequenten Strafen reagieren. Dazu kommen Präventionsprogramme, mehr Mittel für Brennpunktschulen und eine stärkere Einbindung der Eltern.

Die PdF sieht mehr Gewalt und Störungen an Schulen. An manchen Schulen soll die Polizei regelmäßig da sein. Dort kann es auch Kontrollen auf Waffen geben. Bei schweren Verstößen können Schüler die Schule verlassen müssen. Es soll auch Trainings gegen Gewalt geben.

An Schulen mit Waffenproblemen sollen als letztes Mittel Stichprobenkontrollen stattfinden, etwa mit Metalldetektoren; bei Verstößen sollen auch die Eltern haften. Schwere Regelverstöße sollen zu zeitweiser Suspendierung oder Schulausschluss führen, ergänzt durch verpflichtende Anti-Gewalt-Trainings. Das Programm nennt Präventionsprogramme wie „Faustlos“ und „Coolness-Training“. Brennpunktschulen sollen Geld für Infrastruktur, Personal und Sicherheit sowie kleinere Klassen erhalten. Gremien aus Schülern und Lehrkräften sollen kleinere Verstöße klären, und Eltern sollen enger mit den Lehrkräften zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„In Schulen mit hoher Gewaltproblematik sollen präventive Maßnahmen wie die regelmäßige Präsenz von Polizeikräften eingeführt werden.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Polizeipräsenz, stichprobenartige Kontrollen und härtere Sanktionen an belasteten Schulen stärken Ordnung und Sicherheit, begrenzt auf Problemfälle und ergänzt durch Prävention.

BAföG elternunabhängig auszahlen

Die PdF will das BAföG, die staatliche Ausbildungsförderung, künftig ohne Anrechnung des Elterneinkommens gewähren. Das soll aus Sicht der Partei die Bildungsgerechtigkeit stärken und Studierende von ihren Eltern unabhängiger machen.

BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Heute hängt es vom Einkommen der Eltern ab. Die PdF will das ändern. Das Einkommen der Eltern soll keine Rolle mehr spielen.

Das Programm kritisiert, dass die Förderung entfällt, wenn die Eltern zu viel verdienen, auch wenn sie ihr Kind nicht unterstützen können oder wollen. Manche Studierende müssten Unterhalt sogar rechtlich einfordern, was zu Streit in der Familie führe. Besonders Familien mit mittlerem Einkommen gingen häufig leer aus. Die Reform soll außerdem heutigen Familienstrukturen besser entsprechen. Die Partei räumt ein, dass der Umbau finanziell und in der Verwaltung anspruchsvoll wäre.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Zukünftig soll das BAföG unabhängig vom Einkommen der Eltern ermittelt und ausgezahlt werden.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Der Wegfall der Elternanrechnung baut das BAföG grundlegend um und weitet eine staatliche Leistung auf alle Studierenden aus.

Forschung: Dauerstellen und mehr Grundfinanzierung schaffen

Die PdF will Forschenden nach der Postdoc-Phase unbefristete Stellen bieten und die staatliche Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen. Der Druck durch Publikationszahlen und Drittmittel soll sinken, damit langfristige und nicht gewinnorientierte Forschung mehr Raum bekommt.

Viele Forscher haben nur Verträge auf Zeit. Die PdF will feste Stellen für sie. Hochschulen sollen mehr Geld vom Staat bekommen. Auch Forschung ohne Gewinn soll mehr Hilfe bekommen.

Das Programm sieht befristete Verträge, Publikationsdruck und die Abhängigkeit von Drittmitteln als strukturelle Probleme. Karrierewege neben der Professur sollen aufgewertet werden, etwa in der Wissenschaftsverwaltung. Ein Bonussystem soll Open-Access-Veröffentlichungen und fächerübergreifende Arbeit belohnen; auch Lehre und gesellschaftlicher Nutzen sollen in die Bewertung einfließen. Neue Förderprogramme sollen langfristige Projekte ohne Marktorientierung tragen, zum Beispiel beim Schutz der Biodiversität. Staatliche Innovations-Hubs sollen sich auf Zukunftstechnologien konzentrieren, und unabhängige Gremien sollen die Mittel vergeben.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Die Einführung unbefristeter Forschungsstellen nach einer erfolgreichen Postdoc-Phase schafft langfristige Perspektiven“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere staatliche Grundfinanzierung, staatlich geführte Projekte und Förderung marktferner Forschung stärken die Rolle des Staates.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

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