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Linke zum Verkehr

Aus dem Programm „Durch & durch sozial! Landtagswahlprogramm der Linken Sachsen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 98 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 6 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bus und Bahn in alle Orte bringen

Die Linke will gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Jedes Dorf und jede Stadt soll regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln angebunden sein. Das Land soll den Kommunen dafür und für Verwaltung, Gesundheit und Bildung ausreichend Geld geben.

Die Linke will, dass Stadt und Land gleich gut versorgt sind. Busse und Bahnen sollen regelmäßig in jedes Dorf fahren. Auch Ämter, Ärzte und Schulen sollen auf dem Land gut funktionieren. Das Land soll den Gemeinden dafür genug Geld geben.

Nach Darstellung des Programms sind die Wege zu Arztpraxen, Kliniken und Behörden länger geworden, weil der Nahverkehr ausgedünnt wurde. Die Linke will alle Orte wieder regelmäßig an Bus und Bahn anschließen. Verwaltung, Gesundheitsversorgung und Bildung sollen auch im ländlichen Raum überall funktionieren. Dafür soll die Landesregierung die Kommunen mit den erforderlichen Mitteln ausstatten. An anderer Stelle fordert das Programm, dass Kommunen stärker selbst über ihre Ausgaben entscheiden.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Alle unsere Dörfer und Städte müssen außerdem wieder durch Busse und Bahnen regelmäßig erreichbar werden.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Nahverkehr und die kommunale Finanzierung sollen mit öffentlichem Geld ausgebaut werden.

Nahverkehr ausbauen, Deutschlandticket für 29 Euro

Die Linke will den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und Mindeststandards für die Bedienung einführen, um kleinere Städte und Dörfer attraktiver zu machen. Das Deutschlandticket soll mittelfristig höchstens 29 Euro kosten, für bestimmte Gruppen soll der Nahverkehr kostenlos sein.

Busse und Bahnen sollen öfter fahren, auch auf dem Land. Das Deutschland-Ticket soll höchstens 29 Euro kosten. Menschen mit wenig Geld zahlen die Hälfte. Schüler, Studierende und Azubis sollen kostenlos fahren.

Mindestbedienstandards sollen festlegen, wie oft Orte mindestens angefahren werden. In ganz Sachsen soll es das Deutschlandticket als Sozialticket zum halben Preis geben. Kostenlos fahren sollen Schulkinder, Studierende, Auszubildende und Menschen im Freiwilligendienst.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Mittelfristig darf das Deutschlandticket nicht mehr als 29 Euro kosten und es muss sachsenweit als Sozialticket zum halben Preis angeboten werden.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Der Preis des Deutschlandtickets soll von 49 auf 29 Euro sinken, also um mehr als ein Viertel, dazu kommen kostenlose Fahrten für ganze Gruppen auf öffentliche Kosten.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau und die Verbilligung des Nahverkehrs fördern klimafreundliche Mobilität, ohne neue Verbote oder Vorgaben.

Nahverkehr mit festen Mindesttakten ausbauen

Die Linke will Bus und Bahn in Sachsen ausbauen und eine staatlich gesicherte Mobilitätsgarantie schaffen. Für Gemeinden sollen je nach Größe feste Mindesttakte gelten, stillgelegte Bahnstrecken sollen wieder fahren. Auch Menschen ohne Auto sollen so überall mobil sein.

Die Linke will mehr Busse und Bahnen in Sachsen. In jedem größeren Ort soll regelmäßig ein Bus fahren. Alte Bahn-Strecken sollen wieder genutzt werden. Alle Busse und Bahnen sollen barrierefrei sein. Das heißt: Auch Menschen mit Behinderung können sie nutzen.

Ab 500 Einwohnern soll mindestens alle zwei Stunden ein Bus fahren, ab 5.000 stündlich und ab 10.000 halbstündlich, jeweils zum nächsten Bahnhof und ins Ortszentrum. Das Angebot soll auch abends, am Wochenende und in den Ferien gelten. Der Nahverkehr samt Wegen zu den Haltestellen soll vollständig barrierefrei werden, Züge sollen freies WLAN bekommen. Rufbusse sollen mit Beschäftigungsgarantien in den Regelbetrieb gehen. Der Fernverkehr soll vor allem für Chemnitz, Südwestsachsen und die Lausitz wachsen, wofür Strecken elektrifiziert werden sollen; mehr Güter sollen auf die Schiene.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir wollen eine ÖPNV-Offensive in Sachsen starten, stillgelegte Bahnstrecken wieder in Betrieb nehmen und Mindestbedienstandards einführen.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Landesmittel und verbindliche Mindeststandards bauen eine öffentliche Leistung aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau von Bus und Bahn und die Verlagerung von Gütern auf die Schiene zielen auf weniger Autoverkehr und Emissionen.

Deutschlandticket verbilligen, kostenlosen Nahverkehr anstreben

Die Linke will den Preis des Deutschlandtickets fünf Jahre lang einfrieren und es in Sachsen als Sozialticket zum halben Preis anbieten. Für mehrere Gruppen soll der Nahverkehr kostenlos sein. Langfristiges Ziel ist ein kostenloser Nahverkehr für alle.

Die Linke will das Deutschland-Ticket fünf Jahre lang nicht teurer machen. Menschen mit wenig Geld sollen nur die Hälfte zahlen. Schüler, Studierende und Azubis sollen kostenlos fahren. Später sollen alle kostenlos Bus und Bahn fahren.

Für Seniorinnen und Senioren fordert die Partei ein bundesweites Ticket für 29 Euro im Monat. Schüler, Studierende, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende sollen kostenlos fahren oder zumindest ein verbilligtes Deutschlandticket bekommen. Den kostenlosen Nahverkehr für alle will die Linke so schnell wie möglich erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Wir fordern, dass der Preis des Deutschlandtickets fünf Jahre lang nicht steigt und dass es sachsenweit als Sozialticket zum halben Preis angeboten wird.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein halbierter Sozialtarif, Freifahrt für ganze Gruppen und das Ziel eines kostenlosen Nahverkehrs für alle ersetzen Fahrpreise weitgehend durch öffentliche Finanzierung.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Günstigere und kostenlose Tickets sollen den Umstieg auf Bus und Bahn fördern.

Nahverkehr zur Pflichtaufgabe machen, Verbünde vereinen

Die Linke will den Nahverkehr zur Pflichtaufgabe der Kommunen machen und ihnen dafür Geld geben. Die sächsischen Verkehrsverbünde sollen zusammengeführt werden. Die 1. Klasse in Nahverkehrszügen soll entfallen.

Die Linke will Gemeinden zu gutem Nahverkehr verpflichten. Dafür sollen sie Geld bekommen. Die Verkehrs-Verbünde in Sachsen sollen eins werden. Dann gelten gleiche Preise und abgestimmte Fahrpläne. Die 1. Klasse im Nahverkehr soll wegfallen.

Kommunen sollen neue Finanzierungswege nutzen dürfen, etwa Beiträge von Firmen oder Personen, die vom Angebot profitieren, ohne es zu nutzen. Als erster Schritt soll eine Sächsische Mobilitätsgesellschaft entstehen, die Fahrzeuge gemeinsam beschafft und Tarife sowie Fahrpläne angleicht. Später soll ein gemeinsamer Verbund mit Sachsen-Anhalt und Thüringen folgen. Statt der 1. Klasse sind kostenlose Ruhe- oder Arbeitsabteile möglich.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Ein gutes ÖPNV-Angebot sicherzustellen, soll Pflichtaufgabe der Kommunen werden. Dazu sind sie mit entsprechenden Finanzmitteln auszustatten.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine gesetzliche Pflichtaufgabe mit öffentlicher Finanzierung und mögliche neue Beiträge von Nutznießern erweitern die staatliche Daseinsvorsorge.

Rad- und Fußverkehr ausbauen, Landesamt umbauen

Die Linke will ein flächendeckendes Radwegenetz, Radschnellwege und mehr Raum für Fuß- und Radverkehr. Das Straßenbauamt des Landes soll zu einem Amt für nachhaltige Mobilität werden. Jeder Mensch in Sachsen soll auf das Auto verzichten können.

Die Linke will überall Radwege bauen, auch auf dem Land. An Bahnhöfen soll es Stellplätze für Räder geben. Familien sollen 250 Euro pro Kind für ein Fahrrad bekommen. Fußgänger und Radfahrer sollen mehr Platz bekommen. Niemand soll im Verkehr sterben.

Geplant sind Radstationen und überdachte Stellplätze an allen Bahnhöfen, Maßnahmen gegen Diebstahl und für bessere Radwege sowie ein Zuschuss von 250 Euro je Kind nach Grazer Vorbild. Leihräder und der private Kauf von Lastenrädern sollen gefördert werden. Das neue Landesamt soll Straßen erhalten, den Nahverkehr zentral organisieren und Rad- und Gehwege schneller bauen. Vorgesehen sind mehr Zebrastreifen und autofreie Stadtteile, Ziel ist die „Vision Zero“ ohne Verkehrstote. Für Menschen, die ein Auto brauchen, sollen Carsharing und öffentliche Ladesäulen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir werden überregionale Radschnellwege sowie Radstationen und überdachte Radabstellanlagen an allen Bahnhöfen und Haltepunkten schaffen“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Zuschüsse, zusätzliche Stellen und öffentliche Infrastruktur erhöhen die staatlichen Ausgaben.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Verkehrspolitik soll auf Rad, Fuß und Nahverkehr statt auf das Auto ausgerichtet werden, einschließlich autofreier Stadtteile.

Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle stoppen

Die Linke lehnt einen weiteren Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle ab und verweist auf die Belastung für Anwohner, Klima und Umwelt. Frachtkonzerne sollen deutlich höhere Entgelte zahlen. Sächsische Flughäfen sollen weder für Militärtransporte noch für Abschiebungen dienen.

Die Linke will den Flughafen Leipzig/Halle nicht weiter ausbauen. Der Flughafen belastet Anwohner und Klima. Fracht-Firmen sollen mehr für die Nutzung zahlen. Nachts sollen nur dringende Flüge erlaubt sein. Es soll keine Militär-Flüge und keine Abschiebe-Flüge geben.

Mit höheren Nutzungsentgelten sollen die Beschäftigten der Flughafengesellschaft besser bezahlt werden und Kosten nicht bei der Staatskasse landen. Die Partei unterstützt die Forderung der Anwohner nach mehr Lärmschutz. Das bestehende Nachtflugverbot, das nachts nur zwingend notwendige Expressfracht zulässt, soll konsequent durchgesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Den weiteren Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle lehnen wir ab.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Verzicht auf den Flughafenausbau stellt Klima- und Lärmschutz über das Wachstum des Frachtverkehrs.

  • Migrationeher offen

    Sächsische Flughäfen sollen nicht mehr für Abschiebungen genutzt werden, was deren Vollzug erschwert.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Die Ablehnung von Militärtransporten über sächsische Flughäfen steht für Zurückhaltung beim Militär.

Nahverkehr auf dem Land sichern und für Bedürftige kostenlos machen

Die Linke will Mindeststandards dafür, wie oft Busse und Bahnen fahren, und ergänzende Angebote wie Rufbusse. Kinder, Jugendliche und Menschen mit wenig Geld sollen ein Recht auf kostenlose Fahrten bekommen. Das 49-Euro-Ticket soll nicht teurer werden.

Die Linke will mehr Busse und Bahnen auf dem Land. Es soll feste Regeln geben, wie oft sie fahren. Kinder und Jugendliche sollen kostenlos fahren. Das gilt auch für Menschen mit wenig Geld. Das 49-Euro-Ticket soll nicht teurer werden.

Verbindliche Mindeststandards für die Bedienung sollen Pendlern, Schülern und Auszubildenden den Alltag erleichtern. In kleinen Gemeinden könnten flexible Rufbusse und Carsharing das Angebot ergänzen. In einer Pilotgemeinde ließe sich nach dem Programm auch der Einsatz autonomer Fahrzeuge testen. Den Preis des 49-Euro-Tickets hält die Partei bereits für zu hoch und lehnt weitere Erhöhungen ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Kinder, Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen sollen einen Rechtsanspruch auf kostenlose ÖPNV-Nutzung erhalten.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose Fahrten für bestimmte Gruppen und garantierte Mindestangebote weiten öffentlich finanzierte Leistungen aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein dichteres und günstigeres Nahverkehrsangebot fördert den Umstieg auf klimaschonende Verkehrsmittel.

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