Alle Krankenhausstandorte erhalten, Polikliniken schaffen
Die Linke will jeden Krankenhausstandort in Sachsen erhalten, notfalls als Poliklinik mit Notaufnahme rund um die Uhr. Schließungen ohne Ersatz lehnt sie ab, weil sie die Grundversorgung gefährdet sieht.
Kein Krankenhaus in Sachsen soll ganz schließen. Manche Häuser können eine Poliklinik werden. Dort arbeiten viele Ärzte unter einem Dach. Auch Notfälle soll man dort Tag und Nacht behandeln.
Das Programm verweist darauf, dass seit 1990 rund ein Drittel der damals 112 Kliniken geschlossen wurde. Krankenhäuser einer Region sollen stärker kooperieren und ihr Angebot untereinander aufteilen. Polikliniken und Medizinische Versorgungszentren sollen stationäre und ambulante Behandlung verbinden und den Mangel an Haus- und Fachärzten auf dem Land abfedern. Ist die Grundversorgung überall gesichert, hält die Linke eine Konzentration der Spezial- und Maximalversorgung an wenigen Standorten für sinnvoll. Die Niederlassung von Ärzten soll durch weniger Bürokratie, Digitalisierung und bessere Arbeitsbedingungen leichter werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Daher wollen wir alle Krankenhausstandorte in Sachsen erhalten, wenn auch zum Teil mit verändertem Leistungsangebot, z.B. als 24-Stunden-Notfall-Poliklinik.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Der Erhalt aller Standorte unabhängig von ihrer Wirtschaftlichkeit stellt öffentliche Versorgung über Kostengesichtspunkte.