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SPD zum Verkehr

Aus dem Programm „Soziale Politik für Sachsen – Regierungsprogramm der SPD Sachsen 2024-2029“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bildungsticket sichern und 29-Euro-Sozialtarif einführen

Die SPD will das Bildungsticket für 15 Euro im Monat fortführen und seine Gültigkeit auf ganz Sachsen ausweiten. Für junge Menschen in Ausbildung, Studium und Freiwilligendienst soll auf Basis des Deutschlandtickets ein Sozialtarif von 29 Euro im Monat gelten.

Die SPD will das Bildungs-Ticket behalten. Es soll weiter 15 Euro im Monat kosten. Später soll es in ganz Sachsen gelten. Azubis, Studierende und Freiwillige sollen ein Ticket für 29 Euro im Monat bekommen.

Nach Angaben des Programms nutzen fast 200.000 Schülerinnen, Schüler und Freiwilligendienstleistende das Bildungsticket. Seine Finanzierung soll dauerhaft gesichert werden. Das günstige Angebot für junge Menschen soll auf dem Deutschlandticket aufbauen, wobei das Solidarmodell des Semestertickets erhalten bleiben soll. Beim Deutschlandticket insgesamt setzt sich die SPD für eine bundesweit einheitliche Lösung ein, die einen Sozialtarif enthält.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Wir wollen den aktuellen Preis von 15 Euro pro Monat stabil halten, eine auskömmliche Finanzierung sicherstellen und das Nutzungsgebiet perspektivisch auf ganz Sachsen ausdehnen.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentlich bezuschusste, vergünstigte Tickets für junge Menschen sollen erhalten und ausgeweitet werden.

Sachsen als Standort der Elektromobilität ausbauen

Die SPD will Sachsens Stellung in der Elektromobilität durch Forschungsförderung ausbauen und die Autoindustrie beim Wandel begleiten. E-Autos sollen bezahlbar und die Ladeinfrastruktur wohnortnah verfügbar sein; außerdem setzt das Programm auf autonomes Fahren und Wasserstoff für die Logistik.

Die SPD will Sachsen zum Land der Elektro-Autos machen. Der Staat soll Forschung dazu fördern. Elektro-Autos sollen bezahlbar sein. Es soll genug Ladesäulen in der Nähe der Wohnung geben. Auch Autos ohne Fahrer sollen getestet werden.

Laut Programm ist fast die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität bereits in Sachsen ansässig. Die SPD will die Transformationsnetzwerke der Automobilindustrie fortsetzen und einen Automobildialog starten. Ein attraktiver Gebrauchtwagenmarkt soll E-Autos erschwinglich machen. Autonomes Fahren soll erprobt und für öffentlichen Verkehr und betriebliche Logistik nutzbar werden. Die Investitionen in Wasserstoffanwendungen für die Mobilität, etwa am Zentrum in Chemnitz, sollen weiterlaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Wir wollen diesen Vorsprung weiter ausbauen – durch die gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll Forschung, Netzwerke und Infrastruktur einer Branche gezielt fördern, was aktive Industriepolitik schrittweise ausbaut.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Umstieg auf Elektroantriebe und Wasserstoff soll durch Förderung beschleunigt werden, ohne neue Verbote.

ÖPNV-Netz ausbauen und landesweit planen

Die SPD will den Anteil des öffentlichen Nahverkehrs an allen Wegen erhöhen, das Grundnetz erweitern und die Takte verdichten. Eine Sächsische Mobilitätsgesellschaft soll Bahn- und überregionale Busverkehre in Landesverantwortung planen und einen verbindlichen Landesnahverkehrsplan umsetzen.

Die SPD will mehr Busse und Bahnen in Sachsen. Sie sollen öfter fahren und mehr Orte erreichen. 80 Prozent der Menschen sollen eine Haltestelle in der Nähe haben. Das Land soll den Verkehr künftig selbst besser planen. Die Regeln für Tickets sollen überall in Sachsen gleich sein.

Heute sind laut Programm rund 74 Prozent der Bevölkerung an das Grundnetz angebunden, haben also im Umkreis von 600 Metern ein regelmäßig fahrendes Verkehrsmittel; dieser Anteil soll auf 80 Prozent steigen. Die Finanzierung soll langfristig gesichert werden. Die Verkehrsverbünde sollen Regeln zur Mitnahme von Fahrrädern und Haustieren sowie ermäßigte Preise für Kinder und Jugendliche landesweit angleichen. Quartier- und Flexbusse, Rufbusse und Park-and-Ride-Plätze an Bahnhöfen sollen ausgebaut werden, ebenso die S-Bahnen um Dresden und Leipzig und das Chemnitzer Modell. Für barrierefreie Fahrzeuge, Haltestellen und Ticketsysteme will die SPD mehr Investitionsmittel bereitstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Deshalb setzen wir auch künftig auf eine angebotsorientierte ÖPNV-Politik, dehnen das Grundnetz aus und verdichten die Taktung.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Verkehrsangebot soll mit dauerhaft gesicherten Mitteln ausgebaut und stärker vom Land gesteuert werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein höherer Anteil des ÖPNV an allen Wegen verlagert Verkehr schrittweise auf klimafreundlichere Verkehrsmittel.

Radwege schneller bauen, Fußverkehr stärken

Die SPD will den Bau von Radwegen beschleunigen, indem Planungen verkürzt werden und Teile der Umweltverträglichkeitsprüfung wegfallen. Radschnellwege sollen Großstädte und Umland verbinden, und der Fußverkehr soll bei der Förderung von Straßenbau und ÖPNV stärker berücksichtigt werden.

Die SPD will Radwege schneller bauen. Die Planung soll kürzer dauern. Schnelle Radwege sollen große Städte mit dem Umland verbinden. Auch Fußgänger sollen es sicherer und bequemer haben. Ziel ist: Niemand soll im Verkehr sterben.

Das Programm räumt ein, dass der Radwegebau trotz besserer Förderung zu langsam vorankommt. Der Ausbau der Radnetze soll abgestimmt und mit anderen Verkehrsarten verknüpft werden, etwa durch moderne Fahrradabstellanlagen an Haltestellen. Die Förderung des „wegebund“ soll Kommunen bei der Organisation von Rad- und Fußverkehr weiter unterstützen. Für den Fußverkehr nennt die SPD Barrierefreiheit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität als Kriterien. Das Verkehrssicherheitsprogramm soll mit dem Ziel „Vision Zero“ fortgeführt werden, mit besonderem Schutz für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmende und sichtbarer Verkehrsüberwachung.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir werden die Planungsprozesse verkürzen und Teile der Umweltverträglichkeitsprüfung entfallen lassen.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Rad- und Fußverkehr sollen durch schnelleren Bau und mehr Förderung gestärkt werden, was emissionsarme Mobilität schrittweise ausbaut.

Straßenausbaubeiträge abschaffen, Erhalt vor Neubau

Die SPD will die Straßenausbaubeiträge in ganz Sachsen abschaffen, um Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Beim Straßenbau soll weiter der Grundsatz gelten, dass Erhalt Vorrang vor Neubau hat; neue Straßen soll es nur für notwendige Lückenschlüsse geben.

Die SPD will die Beiträge für den Straßen-Ausbau abschaffen. Diese Beiträge zahlen heute Anwohner, wenn ihre Straße erneuert wird. Vorhandene Straßen sollen zuerst repariert werden. Neue Straßen soll es nur geben, wo Lücken im Netz sind.

Straßenausbaubeiträge sind Abgaben, die Gemeinden von Anliegern für die Erneuerung von Straßen erheben können. Das Programm verweist darauf, dass der kommunale Straßenbau inzwischen einfacher gefördert wird und die Kommunen höhere Pauschalzuweisungen erhalten. Künftig sollen vor allem überregionale Vorhaben und umweltfreundliche Gesamtkonzepte gefördert werden, die auch Rad- und Fußverkehr einbeziehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Um Bürger:innen zu entlasten, werden wir die Straßenausbaubeiträge landesweit abschaffen.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Eine Abgabe für Anlieger entfällt, zugleich übernimmt die öffentliche Hand die Kosten, sodass der Punkt Entlastung und mehr öffentliche Finanzierung verbindet.

Bahnstrecken ausbauen und Güter auf die Schiene

Die SPD will mehrere Bahnstrecken ausbauen, darunter die Hochgeschwindigkeitsstrecke Dresden–Prag, stillgelegte Strecken reaktivieren und weitere elektrifizieren. Mehr Güterverkehr soll von der Autobahn auf die Schiene wechseln.

Die SPD will mehr und bessere Bahn-Strecken in Sachsen. Eine schnelle Strecke soll von Dresden nach Prag führen. Alte Strecken sollen wieder in Betrieb gehen. Mehr Waren sollen mit dem Zug fahren statt mit dem Lkw.

Ausgebaut werden sollen neben Dresden–Prag die Verbindungen Berlin–Cottbus–Görlitz, Leipzig–Chemnitz, Dresden–Görlitz und Kamenz–Hoyerswerda. Für Reaktivierungen nennt das Programm Meißen–Döbeln und Marienberg–Pockau-Lengefeld; die Muldentalbahn und Beucha–Trebsen sollen im Blick bleiben. Im Güterverkehr will die SPD die Transitstrecken zwischen West- und Osteuropa ausbauen und Deutschland und Polen über die Lausitz mit einem intermodalen Netz verbinden. Das soll die sächsischen Autobahnen entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir wollen weitere Streckenreaktivierungen und zusätzliche Elektrifizierungen erreichen, um Stadt und Land besser zu verbinden.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Investitionen in die Schieneninfrastruktur sollen ausgeweitet werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Elektrifizierung und die Verlagerung von Gütern auf die Schiene senken Verkehrsemissionen schrittweise.

Sozialticket für 29 Euro und besseren Nahverkehr

Die SPD will für Seniorinnen und Senioren mit niedriger Rente einen Sozialtarif des Deutschlandtickets für 29 Euro im Monat. Der Nahverkehr soll in Stadt und Land dichter und barrierefrei werden, damit ältere Menschen selbstbestimmt mobil bleiben.

Ältere Menschen mit kleiner Rente sollen günstig Bus und Bahn fahren. Das Ticket soll 29 Euro im Monat kosten. Busse und Bahnen sollen öfter fahren. Es soll auch Ruf-Busse geben. Alles soll ohne Hindernisse nutzbar sein.

Der Sozialtarif baut auf dem Deutschlandticket auf. Vorgesehen sind eine gute Infrastruktur im Nahverkehr, dichtere Takte und mehr ergänzende Angebote wie Ruf-, Quartier- oder Flexbusse. Wegen der alternden Bevölkerung nennt das Programm außerdem barrierefreies Wohnen und barrierefreien Nahverkehr als Bedarf. Auf dem Land sollen Kultur-, Sport- und Freizeitangebote mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Wir wollen das Deutschlandticket nutzen, um für Senior:innen mit niedrigen Renten ein einfaches und günstiges Angebot zu entwickeln. Es soll ein Sozialtarif mit 29 Euro pro Monat gelten.“
Seite 72 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein öffentlich verbilligter Tarif für eine Gruppe mit niedrigen Renten und ein Ausbau des Nahverkehrs erweitern öffentliche Leistungen innerhalb des bestehenden Systems.

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