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Linke zur Außen- und Verteidigungspolitik

Aus dem Programm „Durch & durch sozial! Landtagswahlprogramm der Linken Sachsen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 98 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Außen und Verteidigung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich Diplomatie zuerst, 2 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zivilklausel an Hochschulen beibehalten

Die Linke will an der Zivilklausel festhalten, also an der Bindung der Hochschulforschung an zivile Zwecke. Die Bundeswehr soll an sächsischen Hochschulen keine Forschung über Drittmittel finanzieren dürfen.

Hochschulen sollen nur für zivile Zwecke forschen. Das heißt: keine Forschung für das Militär. Die Bundeswehr soll den Hochschulen in Sachsen kein Geld für Forschung geben dürfen. Die Linke will diese Regel behalten.

Die Zivilklausel verpflichtet Hochschulen, nur zu nichtmilitärischen Zwecken zu forschen. Die Linke will diese Regel beibehalten. Geld der Bundeswehr für Forschungsprojekte an Hochschulen in Sachsen schließt das Programm aus.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Forschung darf ausschließlich für zivile Zwecke stattfinden. Die Bundeswehr darf kein Drittmittelgeber an Sachsens Hochschulen sein.“
Seite 66 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Die Bindung der Forschung an zivile Zwecke wird gegen die diskutierte Öffnung für Militärforschung verteidigt, was für Zurückhaltung beim Militär steht.

Keine Rüstung und Bundeswehrwerbung in Sachsen

Die Linke lehnt Krieg, Aufrüstung, Waffenexporte und Militarismus ab und setzt auf Diplomatie. In Sachsen will sie weder Waffenentwicklung und -produktion noch neue Standorte der Bundeswehr oder deren Werbung an Schulen und Hochschulen.

Die Linke ist gegen Krieg und Aufrüstung. In Sachsen sollen keine neuen Waffen gebaut werden. Die Bundeswehr soll keine neuen Standorte bekommen. Sie soll nicht an Schulen werben. Konflikte sollen durch Gespräche gelöst werden.

Das Programm verurteilt den russischen Krieg gegen die Ukraine ebenso wie andere völkerrechtswidrige Kriege, etwa den der USA im Irak oder türkische Angriffe in kurdischen Gebieten. Die Ursache von Kriegen sieht die Partei in einer ungerechten Weltordnung. Bewegungen für Demokratie und Menschenrechte sollen mit friedlichen Mitteln unterstützt werden. Sachsen soll internationale Zusammenarbeit fördern, zum Beispiel über mehr Städtepartnerschaften.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„Wir sind dagegen, dass in Sachsen neue Waffen erfunden oder produziert, neue Bundeswehrstandorte gegründet oder an den Schulen und Hochschulen für den Kriegsdienst geworben wird.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikdeutlich Diplomatie zuerst

    Die Ablehnung von Aufrüstung, Waffenexporten, Rüstungsproduktion und neuen Bundeswehrstandorten steht dem heutigen Kurs höherer Verteidigungsausgaben grundlegend entgegen.

Kriege durch Diplomatie beenden, Aufrüstung ablehnen

Die Linke verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine und fordert den Abzug der russischen Truppen, will den Krieg aber durch Verhandlungen beenden. Aufrüstung und Waffenexporte lehnt sie ab, weil Waffen aus ihrer Sicht Menschen töten und Lebensgrundlagen zerstören.

Die Linke ist gegen den Krieg von Russland in der Ukraine. Russland soll seine Soldaten abziehen. Der Krieg soll durch Gespräche enden. Die Linke ist gegen mehr Waffen und gegen den Verkauf von Waffen ins Ausland.

Das Programm verlangt neben dem Truppenabzug die Bestrafung aller Kriegsverbrecher und erkennt an, dass manche vor allem das Selbstverteidigungsrecht der Ukraine betonen. Die Linke lehnt nach eigener Aussage doppelte Maßstäbe ab und nennt neben Russlands Krieg auch den Irakkrieg der USA und türkische Angriffe auf Kurden. Sie verurteilt den Angriff der Hamas vom 7. Oktober ebenso wie das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen. Demokratie lasse sich nach Ansicht der Partei nicht mit Waffengewalt verbreiten; Menschenrechtsbewegungen sollen mit friedlichen Mitteln unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Wir halten es deswegen für richtig und notwendig, die kriegerischen Handlungen durch Diplomatie zu beenden. Die Waffen müssen schweigen und Verhandlungen beginnen.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikdeutlich Diplomatie zuerst

    Die generelle Ablehnung von Aufrüstung und Waffenexporten und der Vorrang von Verhandlungen stehen im Gegensatz zur heutigen Politik steigender Verteidigungsausgaben und Waffenlieferungen.

Militärpräsenz in Sachsen begrenzen, zivilen Austausch fördern

Die Linke will in Sachsen keine öffentlichen Forschungsmittel für Waffenentwicklung, deutlich weniger Militärmanöver und keine Werbung der Bundeswehr an Schulen. Stattdessen sollen Katastrophenschutz, humanitäre Hilfe und ziviler internationaler Austausch gestärkt werden.

Die Linke will kein öffentliches Geld für die Forschung an Waffen. Es soll viel weniger Übungen des Militärs geben. Die Bundeswehr soll an Schulen nicht werben. Sachsen soll den Austausch mit anderen Ländern fördern.

In Bernsdorf-Straßgräbchen soll das Logistikbataillon 471 stationiert werden; darin sieht die Linke keinen nachhaltigen Beitrag zum Strukturwandel in der Lausitz. Jugendoffiziere sollen an staatlichen Schulen nicht auftreten dürfen, und die Bundeswehr soll beim „Tag der Sachsen“ keine Flächen mehr erhalten. Wenn Kommunen und Vereine sich für Verständigung einsetzen, soll der Freistaat ihnen dabei helfen; auch „Mayors for Peace“, ein Friedensprogramm von Bürgermeistern, soll Rückhalt vom Land bekommen. Austausch in Wissenschaft und Kultur soll vor allem mit mittel- und osteuropäischen Staaten wachsen, und Städtepartnerschaften sollen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„Wir setzen uns dafür ein, dass in Sachsen keine öffentlichen Forschungsgelder für die Entwicklung neuer Waffen oder Waffensysteme verwendet werden.“
Seite 96 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Weniger Manöver, kein Geld für Rüstungsforschung und weniger Bundeswehrpräsenz in Schulen und Öffentlichkeit schränken das Militärische im Land schrittweise zugunsten ziviler Mittel ein.

Was sagen die anderen Parteien zur Außen- und Verteidigungspolitik?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich