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BSW zum Verkehr

Aus dem Programm „Sachsens Zukunft: friedlich, vernünftig, gerecht. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 50 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kostenloser Nahverkehr für Schüler und Azubis

Das BSW will, dass Schulkinder und Auszubildende Busse und Bahnen im Nahverkehr kostenlos nutzen können. Das Angebot soll auch ohne Smartphone oder ähnliche Geräte zugänglich sein. Außerdem soll der Eintritt in Landesmuseen frei sein.

Schüler und Azubis sollen Bus und Bahn kostenlos nutzen. Sie sollen dafür kein Handy brauchen. Auch der Eintritt in die Museen des Landes soll kostenlos sein.

Die Kostenfreiheit gilt für den öffentlichen Nahverkehr und richtet sich an Schulkinder und Auszubildende. Niemand soll gezwungen sein, dafür ein digitales Gerät zu verwenden. Zusätzlich sieht das Programm freien Eintritt in die Museen des Landes vor.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Kostenfreier ÖPNV für Schulkinder und Azubis, auch ohne Zwang zu digitalen Endgeräten sowie freier Eintritt in Landesmuseen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenfreier Nahverkehr und freier Museumseintritt für bestimmte Gruppen weiten öffentlich finanzierte Leistungen aus.

Langfristiges Investitionsprogramm für Verkehrswege auflegen

Das BSW will ein langfristig angelegtes Investitionsprogramm für Straßen, Brücken und Bahnanbindungen erarbeiten. Die Prioritäten sollen gemeinsam mit Kreisen und Kommunen festgelegt werden, um den Rückstau bei der Instandhaltung abzubauen.

Viele Straßen und Brücken in Sachsen sind kaputt. Das BSW will einen Plan für viele Jahre machen. Der Plan regelt Geld für Straßen, Brücken und Bahn. Kreise und Gemeinden sollen mitentscheiden, was zuerst kommt.

Das Programm beschreibt Engstellen an Brücken und Straßen wegen Bauschäden als Alltag. Als einen Grund nennt es fehlende Fachfirmen, deren Zahl auch wegen ausbleibender öffentlicher Aufträge zurückgegangen sei. Den Investitionsbedarf aller sächsischen Kommunen beziffert es auf 9,91 Milliarden Euro bis 2026. Der Rückstand lasse sich nicht kurzfristig aufholen, werde aber teurer, je später man beginne. Der ländliche Raum soll als Chance für die Oberzentren entwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Die Erarbeitung eines langfristigen umfassenden Investitionsprogramms für Straßen, Brücken und Bahnanbindungen unter Einbeziehung der Kommunen steht hier an.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein langfristiges staatliches Investitionsprogramm erhöht die öffentlichen Ausgaben für Infrastruktur gegenüber heute.

Nahverkehr ausbauen und Tarife vereinheitlichen

Das BSW will jeden Ort mindestens stündlich an den öffentlichen Verkehr anbinden und den Schienennahverkehr ausbauen. Mittelfristig soll ein einziger Verkehrsverbund für ganz Sachsen mit einheitlichen Tarifen entstehen.

Jeder Ort soll einmal pro Stunde Bus, Bahn oder ein Ruf-Taxi haben. Das BSW will mehr und schnellere Züge. In ganz Sachsen sollen die gleichen Ticket-Preise gelten. Das Deutschland-Ticket soll bleiben. Bahnhöfe sollen sicher und ohne Hindernisse sein.

In kleinen Dörfern und zu Randzeiten sollen Angebote auf Abruf wie ein ÖPNV-Taxi den Bus ersetzen können. Für den Schienennahverkehr soll das Land seine Aufgabe selbst wahrnehmen, statt sie an Verkehrsverbünde abzugeben, und Bundesmittel gezielt dafür einsetzen. Vorgesehen sind mehr Regionalexpresse auf den Hauptstrecken, barrierefreie Bahnhöfe und Fahrzeuge sowie eine bessere Verknüpfung von Bus, Bahn, Rad und Carsharing. Die Partei bekennt sich zum Deutschlandticket und hält weitere Preissenkungen für bestimmte Gruppen für möglich. Planfeststellungsverfahren für Verkehrsprojekte sollen schneller werden, bei mehr Bürgerbeteiligung.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Möglich und unserer Ansicht nach erstrebenswert ist aber eine Grundversorgung im Stundentakt für jede geschlossene Ortschaft.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der öffentliche Nahverkehr soll als Teil der Daseinsvorsorge ausgebaut und stärker vom Land gesteuert werden.

Fahrverbote, City-Maut und Tempolimits ablehnen

Das BSW lehnt Dieselfahrverbote, mehr kostenpflichtiges Parken und eine City-Maut ab. Auch ein generelles Tempo 30 innerorts und ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen will die Partei nicht.

Das BSW will keine Fahr-Verbote für Diesel-Autos. Es soll keine Maut für Städte geben. Parken soll nicht an mehr Orten Geld kosten. Das BSW ist gegen Tempo 30 überall im Ort. Es ist auch gegen Tempo 120 auf Autobahnen.

Die Partei begründet das mit Respekt vor Menschen, die für den Arbeitsweg auf das Auto angewiesen sind, vor allem in den Landkreisen. Statt Verboten setzt sie auf intelligente Verkehrsleitsysteme gegen Staus, Kampagnen und Ausbildung für mehr Verkehrssicherheit sowie verkehrsberuhigte Zonen in Wohngebieten. Carsharing und Mitfahrplattformen sollen gefördert werden, vor allem in den Großstädten.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Deshalb lehnen wir Dieselfahrverbote ebenso ab wie die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung oder die mögliche Einführung einer City-Maut in Großstädten.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Der heutige Stand wird gegen diskutierte Einschränkungen des Autoverkehrs wie Tempolimit und City-Maut verteidigt.

Verbrenner-Aus ab 2035 zurücknehmen

Das BSW will das für 2035 vorgesehene Ende neuer Verbrennerautos rückgängig machen. Autofahren soll nach dem Programm für breite Schichten bezahlbar bleiben, besonders auf dem Land.

Ab 2035 sollen keine neuen Autos mit Verbrenner-Motor mehr verkauft werden. Das BSW will diese Regel zurücknehmen. In Sachsen sollen weiter günstige und sparsame Verbrenner-Autos gebaut werden. Auto fahren soll für alle bezahlbar bleiben.

Die Partei will der Autoindustrie Anreize geben, wieder an sparsameren Verbrennern und günstigeren synthetischen Kraftstoffen zu forschen. Die Rücknahme des Verbots nennt sie als Voraussetzung dafür. Abwertende Äußerungen über Menschen, die einen Verbrenner fahren, weist das Programm zurück.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Aus diesem Grund lehnen wir das „Verbrennerverbot“ ab und setzen uns dafür ein, dass in Sachsen stattdessen weiterhin verbrauchsarme und preiswerte Autos mit Verbrennungsmotor produziert werden.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Eine geltende EU-Vorgabe soll zurückgenommen werden.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Eine beschlossene Klimavorgabe für Neuwagen soll rückgängig gemacht werden.

Radwege und Radinfrastruktur ausbauen

Das BSW will sichere Radwege in Stadt und Land ausbauen, für den Alltag wie für den Tourismus. Der Freistaat soll dafür Fördermittel des Bundes besser abrufen.

Das BSW will mehr sichere Radwege bauen. Das gilt für Städte und für das Land. Es soll mehr sichere Plätze zum Abstellen von Rädern geben. Sachsen soll dafür mehr Geld vom Bund nutzen. Kinder sollen in der Schule das sichere Radfahren üben.

Gemeint sind Radwege an Straßen ebenso wie getrennt geführte Wege. Fördergeld soll unter anderem aus dem Nationalen Radverkehrsplan 3.0 kommen. Vorgesehen sind Abstellanlagen an Bahnhöfen, Haltestellen und Einkaufszentren, dazu Fahrradstraßen, Fahrradampeln und Überführungen. Schulungen und Fahrsicherheitstrainings, etwa an Schulen, sollen die Regelkenntnis verbessern. Rowdytum im Straßenverkehr will die Partei konsequenter ahnden, der Fahrradtourismus soll vermarktet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Der Ausbau von sicheren und gut ausgebauten Radwegen sowohl in urbanen als auch in ländlichen Gebieten ist entscheidend.“
Seite 49 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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