Nachtflüge in Leipzig/Halle aussetzen, Lärm mindern
Die Grünen lehnen es ab, den Frachtflughafen Leipzig/Halle wie derzeit geplant auszubauen, und fordern, den Flugverkehr dort zwischen 22 und 6 Uhr auszusetzen. Allgemein sollen Lärm, Abgase und unnötiges Licht verringert werden, was das Programm auch als Frage sozialer Gerechtigkeit beschreibt.
Die Grünen wollen weniger Lärm und schmutzige Luft. Am Flughafen Leipzig/Halle sollen nachts keine Flugzeuge fliegen. Der Flughafen soll nicht wie geplant größer werden. Lampen sollen nur dort leuchten, wo man Licht braucht.
Frachtflugunternehmen sollen einen deutlich höheren Beitrag zur Minderung der Klima- und Gesundheitsfolgen leisten, und der Schallschutz rund um den Flughafen soll besser werden; eine Entwicklung zum „Green Airport“ unterstützt die Partei. An großen Straßen und Bahnstrecken sollen Tempolimits, Begrünung und Schallschutz helfen. Mehr Güter sollen auf die Schiene, und ÖPNV sowie Radwege sollen ausgebaut werden. Gefördert werden sollen Beleuchtungen, die sich nach Bedarf schalten lassen; naturnahe Bereiche sollen unbeleuchtet bleiben. Kommunen sollen dafür sensibilisiert und Grünordnungspläne in Bebauungsverfahren vorangetrieben werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Dazu fordern wir ein Aussetzen des Flugverkehrs zwischen 22 und 6 Uhr gemäß den Empfehlungen des Umweltbundesamtes für stadtnahe Flughäfen.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Ein Nachtflugstopp und höhere Beiträge der Frachtfluggesellschaften bedeuten zusätzliche Auflagen und Kosten für Unternehmen.
- Klimaeher Klimaschutz zuerst
Der Flughafenausbau wird abgelehnt und der Verkehr soll auf Schiene, ÖPNV und Rad verlagert werden, was Klima- und Umweltschutz Vorrang vor Wachstum des Frachtverkehrs gibt.