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Linke zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Durch & durch sozial! Landtagswahlprogramm der Linken Sachsen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 98 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Regionale Landwirtschaft stärken, Marktmacht der Konzerne begrenzen

Die Linke will eine vielfältige Landwirtschaft mit regionalen Wirtschaftskreisläufen. Die Marktmacht großer Handelsketten, Molkereien und Schlachthöfe soll sinken, damit Bäuerinnen und Bauern besser verhandeln können. Mindestpreise für Erzeuger, etwa bei Milch und Fleisch, will die Partei unterstützen.

Die Linke will den Bauern in Sachsen helfen. Sie sollen mehr in der eigenen Region verkaufen. Große Supermarkt-Ketten sollen weniger Macht haben. Für Milch und Fleisch soll es Mindest-Preise geben. So sollen Bauern besser verdienen.

Mehr Erzeugnisse sollen direkt ab Hof, in Supermärkten der Region oder in Küchen von Kitas, Schulen und Krankenhäusern landen. Das Programm verweist auf niedrige Löhne in den grünen Berufen und sehr niedrige Milch- und Fleischpreise. Gefördert werden sollen regionale, genossenschaftliche Erzeugergemeinschaften und solidarische Landwirtschaft, auch in der öffentlichen Versorgung, mit dezentraler Verarbeitung und eigener Vermarktung. Feste Lieferbeziehungen sollen Transporte vermeiden und so auch dem Klima nützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Die Vorgabe von Mindesterzeugerpreisen beispielsweise für Milch und Fleisch wollen wir unterstützen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mindesterzeugerpreise und die Begrenzung der Marktmacht großer Handelsunternehmen bedeuten mehr staatliche Eingriffe in den Agrarmarkt.

Wegwerfen von Lebensmitteln im Handel verbieten

Die Linke will dem Einzelhandel in Sachsen per Gesetz verbieten, Lebensmittel wegzuwerfen. Nach französischem Vorbild sollen unverkaufte Waren stattdessen gespendet, landwirtschaftlich genutzt oder zu Tierfutter verarbeitet werden müssen.

Läden werfen oft Essen weg. Die Linke will das in Sachsen verbieten. Die Läden sollen das Essen spenden. Oder es wird in der Landwirtschaft genutzt. Oder es wird zu Futter für Tiere.

Nach Darstellung des Programms verschwenden bislang Unternehmen auf allen Stufen der Lieferkette Lebensmittel. Ansetzen will die Partei beim Einzelhandel und verweist auf Frankreich als Vorbild. An die Stelle des Wegwerfens soll eine Pflicht treten, übrig gebliebene Produkte zu spenden, in der Landwirtschaft zu verwenden oder als Tierfutter zu verwerten.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir wollen von Frankreich lernen und es in Sachsen gesetzlich untersagen, Lebensmittel im Einzelhandel wegzuwerfen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Handel bekäme eine neue gesetzliche Pflicht zum Umgang mit unverkauften Lebensmitteln, also mehr Regulierung für Unternehmen.

Glyphosat verbieten, Dünger und Pestizide verringern

Die Linke will Glyphosat in ganz Sachsen auf allen Flächen verbieten, obwohl die EU die Zulassung verlängert hat. Auch Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel sollen auf den Feldern weniger werden. Zugleich will die Partei klimaschonende Formen der Landnutzung fördern.

Glyphosat ist ein Mittel gegen Unkraut. Die Linke hält es für sehr giftig. Sie will es in ganz Sachsen verbieten. Bauern sollen auch weniger Kunst-Dünger und Spritzmittel nutzen. Neue Arten der Landwirtschaft sollen dem Klima helfen.

Bis zu einem Verbot sollen die geltenden Anwendungsbeschränkungen ausgeweitet und freiwillige Initiativen von Kommunen und Unternehmen für pestizidfreie Flächen gefördert werden. Gefördert werden sollen auch Techniken, die Boden und Wasser schonen. Als weitere Ansätze nennt das Programm Paludikulturen auf wiedervernässten Mooren, Agri-Photovoltaik und Agroforstwirtschaft. Diese sollen die Klimabilanz verbessern und den Betrieben zusätzliche Einnahmen bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir wollen den Einsatz dieses hochgiftigen Totalherbizids verbieten – auf privaten, staatlichen, kommunalen und landwirtschaftlichen Flächen!“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Verbot eines zugelassenen Mittels und weitere Anwendungsbeschränkungen bedeuten strengere Regulierung für Landwirte und andere Nutzer.

  • Europaeher weniger EU

    Trotz der verlängerten EU-Zulassung soll auf Landesebene ein eigenes Verbot gelten, was einer regionalen Entscheidung Vorrang gibt.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Weniger Mineraldünger und geförderte Nutzungsformen wie Moorbewirtschaftung sollen die Klimabilanz der Landwirtschaft schrittweise verbessern.

Gentechnik in der Landwirtschaft ausschließen

Die Linke lehnt neue Gentechnikverfahren wie CRISPR/Cas ebenso ab wie Patente auf Saatgut, Pflanzen und Tiere. Sie will verhindern, dass die Kennzeichnung gentechnisch veränderter Organismen in der EU weitgehend entfällt. Sachsen soll verbindlich gentechnikfrei bleiben.

Mit Gentechnik verändert man das Erbgut von Pflanzen und Tieren. Die Linke lehnt das in der Landwirtschaft ab. Sie ist auch gegen Patente auf Pflanzen und Tiere. Solche Produkte sollen weiter ein Kennzeichen tragen. In Sachsen soll es keine Gentechnik auf dem Acker geben.

Sachsen soll dem Netzwerk gentechnikfreier Regionen in Europa beitreten und erklären, dass weder gentechnisch veränderte Pflanzen auf Äckern noch CRISPR-Tiere in Ställen zugelassen werden. Die Partei argumentiert, Gentechnik löse das Hungerproblem nicht, gefährde die Artenvielfalt und mache Erzeuger von Konzernen abhängig. Hunger führt sie auf ungleich verteilten Reichtum, Kriege und unfairen Handel zurück. Vorsorge soll nach dem Programm Vorrang vor Innovation haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir lehnen die sogenannten „genomischen Techniken“ genauso strikt ab wie Patente auf Saatgut, Pflanzen, Tiere oder anderes Leben.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Partei verteidigt strenge Zulassungs- und Kennzeichnungsregeln gegen eine geplante Lockerung und lehnt Patente auf Saatgut ab, also mehr Regulierung statt Marktzugang.

Bodenpreise dämpfen und Flächenverbrauch auf netto Null senken

Die Linke fordert ein Agrarstrukturgesetz, das steigende Pacht- und Kaufpreise für Agrarflächen bremst und die Konzentration von Flächen bei einzelnen Betrieben begrenzt. Zudem soll die Neuversiegelung von Boden schrittweise auf netto Null sinken.

Ackerland wird immer teurer. Die Linke will ein Gesetz, das die Preise bremst. Einzelne Betriebe sollen nicht zu viel Land besitzen. Investoren von außerhalb der Landwirtschaft sollen weniger Land kaufen. Außerdem soll weniger Boden zugebaut werden.

Investoren von außerhalb der Landwirtschaft sollen zurückgedrängt werden, und Käufe von Anteilen an Betrieben sollen angezeigt werden müssen. Das Programm nennt einen Flächenverbrauch von zuletzt knapp 6 Hektar am Tag für Verkehr, Siedlungen und Rohstoffabbau. Zuerst soll die Datenlage besser werden, um neu versiegelte Flächen und Möglichkeiten der Innenentwicklung bewerten zu können. Daraus soll ein Handlungsprogramm entstehen, dessen Einhaltung regelmäßig geprüft wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Deshalb fordern wir für Sachsen ein Agrarstrukturgesetz, das zum Einen den Anstieg der Pacht- und Kaufpreise von Flächen dämpft und zum Anderen die Flächenkonzentration von Agrarbetrieben begrenzt.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Gesetz soll Preise am Bodenmarkt dämpfen und Käufe durch Investoren beschränken, was den Markt für Agrarflächen stärker reguliert.

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