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parteiprogramm

Linke zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Durch & durch sozial! Landtagswahlprogramm der Linken Sachsen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 98 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Schuldenbremse abschaffen, öffentlich investieren

Die Linke will die Schuldenbremse im Bund und in Sachsen abschaffen oder grundlegend reformieren, damit der Staat mit Krediten in Infrastruktur und Klimaschutz investieren kann. Dazu sollen öffentliche Investitionsgesellschaften entstehen.

Die Schulden-Bremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die Linke will sie abschaffen oder stark ändern. Dann kann der Staat mehr Geld leihen. Damit soll er Schulen, Kliniken und Netze bauen und erneuern.

Aus Sicht des Programms wirkt die Schuldenbremse als Investitionsbremse und hat zu einem Sanierungsstau bei Kitas, Schulen, Hochschulen, Krankenhäusern, Wohnungen sowie Breitband-, Energie- und Wärmenetzen geführt. Die Linke erklärt sich zu den nötigen Verfassungsänderungen bereit und fordert deutlich längere Tilgungsfristen. Rechtsfähige öffentliche Investitionsgesellschaften sollen neu gegründet oder aus Beteiligungsgesellschaften des Freistaats entwickelt werden. Die Sächsische Aufbaubank soll bei diesen Investitionen eine größere Rolle spielen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Wir wollen im Bund wie in Sachsen diese Investitionsbremse abschaffen oder zumindest grundlegend reformieren.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Abschaffung der in Grundgesetz und Landesverfassung verankerten Schuldenbremse zugunsten kreditfinanzierter Staatsinvestitionen ändert die Haushaltsregeln grundlegend.

Von oben nach unten umverteilen

Die Linke will kleine und mittlere Einkommen entlasten und Konzerne, Spitzenverdiener und Vermögende stärker besteuern. Sie begründet das mit der aus ihrer Sicht zu großen Ungleichheit bei Einkommen und Vermögen.

Die Linke will Geld anders verteilen. Menschen mit wenig oder mittlerem Einkommen sollen weniger zahlen. Große Firmen und reiche Menschen sollen mehr Steuern zahlen.

Das Programm verweist darauf, dass das reichste Zehntel mehr als zwei Drittel des Privatvermögens besitzt, die ärmere Hälfte dagegen nur gut ein Prozent. In manchen sächsischen Landkreisen arbeite fast die Hälfte der Beschäftigten im Niedriglohnbereich. Eine solche Ungleichheit halte ein demokratisches Gemeinwesen nach Ansicht der Linken nicht dauerhaft aus.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Menschen mit geringen und mittleren Einkommen wollen wir entlasten – Konzerne, Großverdiener und Vermögende hingegen endlich gerecht besteuern.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Steuern für Konzerne, hohe Einkommen und Vermögen bei Entlastung unterer Einkommen bedeuten mehr Umverteilung als heute, ohne dass konkrete Sätze genannt werden.

Kommunen nach Bedarf finanzieren

Die Linke will die Finanzbeziehungen zwischen Freistaat und Kommunen neu ordnen und am Bedarf der Kommunen ausrichten. Eine Selbstverwaltungspauschale und Bürgerhaushalte sollen mehr Entscheidungen vor Ort ermöglichen.

Städte und Dörfer haben zu wenig Geld. Die Linke will ihnen so viel geben, wie sie brauchen. Ein Teil des Geldes soll frei verwendbar sein. Die Menschen im Ort sollen über Geld mitentscheiden.

Die Finanzierung soll regionale Unterschiede in Größe, Bevölkerung und Wirtschaftskraft berücksichtigen. Die Pauschale ist für freiwillige Aufgaben gedacht, etwa bei Wohnen, Sozialem und Kultur. Kommunen sollen ermutigt werden, Bürger:innenhaushalte und -budgets einzuführen. Die vielen Förderprogramme mit Eigenmittelvorgaben und Zweckbindungen will die Linke durch eine kooperative Aufgabenerfüllung ersetzen, bei der zahlt, wer eine Aufgabe bestellt. Zudem soll der Frauenanteil in der Kommunalpolitik steigen, da laut Programm nur 11 Prozent der Bürgermeisterämter mit Frauen besetzt sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Deshalb wollen wir durch eine Selbstverwaltungspauschale, die nicht für Pflichtaufgaben verwendet werden darf, die kommunale Autonomie wiederherstellen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine bedarfsorientierte Finanzierung und eine zusätzliche Pauschale erhöhen die öffentlichen Mittel für kommunale Leistungen.

Was sagen die anderen Parteien zu Finanzen und Steuern?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich