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CDU zum Verkehr

Aus dem Programm „Weil es um Sachsen geht. Regierungsprogramm der Sächsischen Union 2024-2029“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 79 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Autobahnen und Staatsstraßen ausbauen

Die CDU will die A 4 östlich von Dresden auf sechs Spuren erweitern und die A 72 fertigstellen. Für Staatsstraßen soll es mehr Geld für Sanierung und Neubau geben.

Die CDU will die Autobahn A 4 breiter machen. Sie soll sechs Spuren bis nach Polen haben. Die A 72 soll fertig werden. Für Landes-Straßen soll es mehr Geld geben.

Bis zum Ausbau der A 4 sollen die Standstreifen zeitweise befahren werden dürfen; die A 72 soll zwischen Chemnitz und Leipzig vollendet werden. Für stark beanspruchte Straßen im Gebirge ab 291 Metern Höhe ist ein eigenes Programm geplant. Neue Vorhaben wie der Agra-Tunnel an der B 2 im Süden Leipzigs und die Verbindung MiLau sollen angestoßen werden. Kommunen erhalten weiter Hilfe beim Erhalt ihrer Straßen. Daneben will die CDU Unfallschwerpunkte für Radfahrer entschärfen, Radschnellwege unterstützen, beide sächsischen Flughäfen erhalten und die Schiffbarkeit der Elbe prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Wir setzen uns im Bereich der Straßen-Infrastruktur für einen sechsspurigen Ausbau der Bundesautobahn 4 (A 4) von Dresden bis zur polnischen Grenze ein“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel für Autobahnen, Staatsstraßen und neue Bauprojekte erhöhen staatliche Investitionen schrittweise.

Verbrennerverbot und neue Tempolimits ablehnen

Die CDU lehnt ein Verbot von Verbrennungsmotoren ebenso ab wie weitere Tempolimits auf Autobahnen und Tempo 30 auf Durchgangsstraßen in Orten. Umweltzonen, die sie für überholt hält, sollen aufgehoben werden. Das Auto bleibt aus Sicht der Partei ein wichtiges Verkehrsmittel in Sachsen.

Die CDU ist gegen ein Verbot von Autos mit Benzin oder Diesel. Sie will keine neuen Tempo-Limits auf Autobahnen. Auch mehr Tempo 30 in Orten lehnt sie ab. Umwelt-Zonen in Städten sollen wegfallen.

Das Programm nennt eine Ausweitung von Geschwindigkeitsbeschränkungen ideologisch motiviert und grundlos. Die CDU betont die freie Wahl des Verkehrsmittels und will die Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen. Sachsen soll nach ihrem Willen „Autoland“ bleiben. Zugleich bekennt sie sich zur Vision Zero, also zum Ziel von null Verkehrstoten und Schwerverletzten, und setzt dafür auf Bildung und Prävention.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir sind gegen ein Verbrennerverbot und stehen für einen diskriminierungsfreien Zugang zu allen Verkehrsträgern. Überholte Umweltzonen in Innenstädten wollen wir aufheben.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die Ablehnung des beschlossenen Verbrenner-Aus und die Aufhebung bestehender Umweltzonen nehmen geltende Klima- und Umweltvorgaben im Verkehr zurück.

Bahnstrecken elektrifizieren und Grenzverkehr stärken

Die CDU will wichtige Bahnstrecken in Sachsen elektrifizieren und die Verbindungen nach Polen und Tschechien verbessern. Das soll den Regionalverkehr beschleunigen und mehr Fernverkehr ermöglichen.

Die CDU will mehr Bahn-Strecken mit Strom-Leitungen ausstatten. Züge nach Polen und Tschechien sollen schneller fahren. Ein Tunnel durch das Erzgebirge soll geplant werden. Auch Südwest-Sachsen soll Fernzüge bekommen.

Gefordert wird die rasche Elektrifizierung der Strecken von Dresden nach Görlitz und von Berlin über Cottbus und Weißwasser nach Görlitz, auch für eine Fernverbindung bis Breslau und Krakau. Der Erzgebirgsbasistunnel Richtung Prag soll als Volltunnel geplant werden. Die Strecke Leipzig–Chemnitz soll elektrifiziert und zweigleisig werden, damit Südwestsachsen Fernverkehr erhält. Die S-Bahn soll von Kamenz über Bernsdorf bis Hoyerswerda verlängert werden, unter anderem für Gewerbeflächen und einen geplanten Bundeswehrstandort. Für Leipzig soll eine Machbarkeitsstudie einen zweiten Citytunnel prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Ebenso werden wir in der kommenden Legislatur die Planung des Erzgebirgsbasistunnels für die Verbindung Dresden–Prag in der Volltunnelvariante vorantreiben.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Elektrifizierung, Tunnelplanung und Streckenausbau bedeuten mehr öffentliche Investitionen in die Schieneninfrastruktur.

Bahnstrecken reaktivieren, Busnetz und Güterbahn ausbauen

Die CDU will stillgelegte Bahnstrecken für den Nahverkehr wieder in Betrieb nehmen und daneben das PlusBus- und TaktBus-Netz ausbauen. Im Güterverkehr soll mehr Fracht kombiniert über Schiene und Straße laufen.

Die CDU will alte Bahn-Strecken wieder nutzen. Dort sollen wieder Züge für den Nahverkehr fahren. Auch mehr Busse im festen Takt soll es geben. Mehr Waren sollen mit der Bahn fahren.

Als wichtigstes Beispiel nennt das Programm die Hauptbahn von Meißen nach Döbeln mit Anschluss Richtung Dresden und Leipzig. Weil der Betrieb von Strecken schwerer zu finanzieren sei, sieht die CDU im Ausbau der Buslinien eine Ergänzung zur Bahn. Für den Güterverkehr will sie prüfen, ob Lastwagen entlang der A 4 auf Zügen transportiert werden können (rollende Landstraße), und dazu mit Polen, westdeutschen und westeuropäischen Zielorten sowie Bahnunternehmen sprechen. Außerdem soll ergebnisoffen geprüft werden, wie die Elbe für Güterschiffe befahrbar bleibt, wobei die Partei flachgehende Schiffe bevorzugt. Anträge für Schwerlasttransporte sollen in Sachsen zentral bearbeitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir werden Streckenreaktivierungen im Schienenpersonennahverkehr im bisher untersuchten Umfang weiter vorantreiben.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Bahn- und Busangebot soll schrittweise ausgebaut werden, was mehr staatlich getragene Verkehrsleistungen bedeutet.

Flughäfen Dresden und Leipzig-Halle stärken

Die CDU will die beiden sächsischen Flughäfen stärken, weil sie sie für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes für unverzichtbar hält. Sie will bei Fluggesellschaften für bessere Verbindungen werben und regelmäßige ICE-Halte am Flughafen Leipzig-Halle erreichen.

Die CDU will die Flughäfen in Dresden und Leipzig stärken. Sie sagt: Die Flughäfen sind wichtig für die Wirtschaft. Es soll mehr Flug-Verbindungen geben. Am Flughafen Leipzig-Halle sollen auch ICE-Züge halten.

Der Flughafen Dresden gilt dem Programm als zentral für die Anbindung der Mikroelektronik-Branche „Silicon Saxony“, des Mittelstands in Ost- und Mittelsachsen und der Luftfahrtindustrie. Die Luftfracht in Leipzig-Halle beschreibt die CDU als Stütze der Logistikwirtschaft und Grund für große Ansiedlungen. Der Standort soll zudem zu einem Ort für Forschung und Entwicklung zur Dekarbonisierung werden, auch im Bodenbetrieb.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir wollen die Flughäfen in Dresden und Leipzig weiter stärken, denn sie sind essenziell wichtig für die gedeihliche Entwicklung im Freistaat.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Luftverkehr soll wachsen, zugleich soll der Flughafen Leipzig-Halle ein Forschungsort für Dekarbonisierung werden, sodass beide Anliegen verbunden werden.

Nahverkehr vernetzen und ländliche Mobilität sichern

Die CDU will Auto, Fahrrad, Bus und Bahn besser verknüpfen und vier von fünf Menschen in Sachsen an einen Linienverkehr im festen Takt anbinden. Das Auto bleibt aus ihrer Sicht auf dem Land unverzichtbar, weil der Nahverkehr es dort nicht vollständig ersetzen könne.

Die CDU will Bus, Bahn, Auto und Fahrrad besser verbinden. 80 Prozent der Menschen sollen Busse oder Bahnen im festen Takt in der Nähe haben. Fahrpläne und Tickets sollen einfach sein. Auf dem Land bleibt das Auto wichtig, sagt die CDU.

An Umsteigepunkten sollen weitere Park+Ride-Plätze mit gesicherten Fahrradstellplätzen entstehen. Dünn besiedelte Gebiete sollen später Zubringer auf Abruf erhalten, und Fahrplanung, Tickets und Tarife sollen leichter verständlich werden. Die Verwaltungsstrukturen des öffentlichen Verkehrs will die CDU bei Bedarf anpassen und die Finanzierung des Schüler- und Azubiverkehrs straffen. Ein Modellprojekt soll mit privaten und öffentlichen Beteiligten Lösungen für ländliche Regionen entwickeln. Der Pkw-Führerschein soll über den Weiterbildungsscheck der Sächsischen Aufbaubank förderfähig werden, und die Verkehrssicherheitsarbeit samt Radfahrausbildung wird fortgeführt.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Unser Ziel ist es, 80 % der Menschen in Sachsen an den vertakteten Linienverkehr anzuschließen“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Verkehrsangebot soll mit staatlichen Mitteln und Förderung schrittweise auf mehr Menschen ausgeweitet werden.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich