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Linke zur Familie

Aus dem Programm „Durch & durch sozial! Landtagswahlprogramm der Linken Sachsen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 98 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landesaktionsplan für Alleinerziehende umsetzen

Die Linke will Alleinerziehende stärker unterstützen, die laut Programm meist Frauen und häufig arm sind. Ein Landesaktionsplan soll die Ergebnisse eines von der Landtagsfraktion gegründeten Runden Tisches umsetzen. Dazu kommt eine Koordinierungsstelle auf Landesebene.

Die Linke will Alleinerziehenden mehr helfen. Ein Plan des Landes soll ihnen den Weg in Arbeit erleichtern. Es soll flexible Kinder-Betreuung und mehr Beratung geben. Eine neue Stelle beim Land soll die Hilfen ordnen.

Der Aktionsplan soll Alleinerziehenden den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt erleichtern, auch durch Teilzeit und flexible Arbeitszeiten. Familienfreundliche Unternehmen sollen gezielt gefördert werden, und in Bewerbungsverfahren soll ein besserer Schutz vor Diskriminierung gelten. Vorgesehen sind flexible und verlässliche Betreuungsangebote, darunter solche für Alleinerziehende mit pflegebedürftigen Kindern. Beratung soll ausgebaut und Prävention, vor allem zur Gesundheit von Müttern, finanziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Außerdem wollen wir eine Landeskoordinierungsstelle für Alleinerziehende schaffen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Förder-, Beratungs- und Betreuungsangebote des Landes bauen öffentliche Leistungen aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gezielte Förderung von Alleinerziehenden stärkt eine Familienform jenseits des klassischen Modells.

Kinder- und Jugendhilfe deutlich besser finanzieren

Die Linke will die Mittel für Kinder- und Jugendhilfe sowie Jugendarbeit deutlich erhöhen und Kürzungen verhindern. Die Angebote sollen als kommunale Pflichtaufgaben anerkannt und überall abgesichert werden. Ein neues Landesjugendhilfegesetz soll eine inklusive Jugendhilfe ermöglichen.

Die Linke will mehr Geld für Jugendclubs und Jugendhilfe. Das Land soll hier nicht kürzen. Gemeinden sollen diese Angebote verlässlich anbieten müssen. Fachkräfte sollen feste Stellen mit Tarif-Lohn bekommen. Jugendliche sollen mehr eigene Orte zum Treffen haben.

Die Jugendpauschale, ein Landeszuschuss an die Kommunen, soll steigen, jährlich an Kosten angepasst und an Kriterien wie einen Mindestpersonalschlüssel geknüpft werden. Die Jugendhilfeplanung soll vom Bedarf der jungen Menschen ausgehen, der mit ihrer Beteiligung ermittelt wird, und nicht von der Haushaltslage. Unbefristete, tarifgebundene Stellen sollen der Normalfall sein, und stationäre Einrichtungen sollen mehr Personal bekommen. Ausbildungskapazitäten für Soziale Arbeit und Erzieherberufe sollen wachsen, die Ausbildung soll kostenfrei und bezuschusst sein. Die ombudschaftliche Beratung bei Konflikten mit dem Jugendamt soll besser finanziert werden. Jugendliche sollen nicht aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden, sondern mehr selbstbestimmte Räume erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir wollen die Jugendpauschale erhöhen und jährlich an die Entwicklung von Personal- und Sachkosten anpassen.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere, jährlich steigende Landesmittel und eine kostenfreie Ausbildung erweitern öffentliche Leistungen und Ausgaben.

Kostenlose Angebote für Kinder und Jugendliche schaffen

Die Linke will, dass Kinder und Jugendliche in Sachsen Mittagessen in Kita und Schule, Bus und Bahn sowie Kultur- und Sportangebote kostenlos nutzen können. Sie begründet das mit sozialer Gerechtigkeit. Außerdem sollen mehr öffentliche Orte für Spiel, Sport und Jugendkultur entstehen.

Die Linke will Kinder und Jugendliche entlasten. Das Mittagessen in Kita und Schule soll nichts kosten. Auch Bus und Bahn sollen für sie kostenlos sein. Dasselbe gilt für Musikschulen, Bibliotheken und Sportstätten. Es soll mehr Spielplätze und Sportplätze geben.

Das Programm nennt kostenloses Mittagessen, kostenlosen Nahverkehr und kostenlose Kulturangebote wie Musikschulen, Bibliotheken und Sportstätten für alle jungen Menschen in Sachsen. Zusätzlich fordert die Linke mehr öffentliche Spielplätze, Sport- und Calisthenics-Plätze, legale Flächen für Graffiti und Skate-Anlagen. Bei politischen Entscheidungen, vor allem bei Planung und Bau, sollen die Interessen junger Menschen mehr Gewicht bekommen. Die Partei wendet sich dagegen, Jugendkulturen als störend oder als Vandalismus abzuwerten.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„allen Kindern und Jugendlichen in Sachsen kostenlos Mittagessen in Kita und Schule, den öffentlichen Nahverkehr sowie kulturelle Angebote wie Musikschulen, Bibliotheken oder Sportstätten zur Verfügung zu stellen“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Mehrere heute kostenpflichtige Leistungen sollen für alle Kinder und Jugendlichen kostenlos und öffentlich finanziert werden, was neue allgemeine Leistungen einführt.

Kinderarmut mit echter Kindergrundsicherung bekämpfen

Die Linke fordert eine Kindergrundsicherung, die alle Kinder aus der Armut holt. Die von der Bundesregierung beschlossene Fassung erfüllt aus Sicht der Partei das ursprüngliche Ziel nicht. In Sachsen sollen der Familienpass und die Beratung für Familien ausgebaut werden.

Die Linke will Kinder-Armut bekämpfen. Sie fordert eine Kinder-Grundsicherung. Das ist Geld vom Staat für Kinder. Kein Kind soll mehr arm sein. Auch der Familienpass soll mehr Menschen helfen.

Das Programm bezeichnet die Kindergrundsicherung der Bundesregierung als Etikettenschwindel, weil vom anfänglichen Ziel nichts geblieben sei. Beim sächsischen Familienpass sollen sowohl die Angebote als auch der Kreis der Berechtigten wachsen. Beratungsangebote für Familien will die Linke erweitern. Zudem verlangt sie, dass landesweit regelmäßig über Armut von Kindern und Jugendlichen berichtet wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir kämpfen gegen Kinderarmut und deswegen für eine Kindergrundsicherung, die ihren Namen verdient und alle Kinder aus der Armut holt.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gefordert werden höhere staatliche Leistungen für Kinder und ein erweiterter Familienpass, was die Umverteilung ausbaut.

Landesjugendhilfegesetz mit breiter Beteiligung reformieren

Die Linke will das sächsische Landesjugendhilfegesetz überarbeiten und an geändertes Bundesrecht anpassen. An der Reform sollen viele Gruppen mitwirken, vor allem Kinder und Jugendliche selbst.

Die Linke will das Gesetz zur Jugendhilfe in Sachsen erneuern. Viele sollen dabei mitreden. Dazu gehören Träger, Verbände und Fachleute. Vor allem sollen Kinder und Jugendliche ihre Wünsche sagen.

Das neue Gesetz soll die Änderung des Achten Sozialgesetzbuchs von 2021 und das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz des Bundes aufnehmen. Als Vorbild für das Verfahren nennt das Programm Brandenburg. Beteiligt werden sollen öffentliche und freie Träger, Wissenschaft und Verbände. Die Partei will von jungen Menschen erfahren, wie sie sich ein kinder- und jugendfreundliches Land vorstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Sachsen braucht ein reformiertes, für die Zukunft taugliches Landesjugendhilfegesetz.“
Seite 45 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kinderrechte in Grundgesetz und Landesverfassung verankern

Die Linke will, dass Sachsen sich im Bund für Kinderrechte im Grundgesetz einsetzt und sie auch in die sächsische Verfassung schreibt. Die Politik soll dadurch verpflichtet werden, die Belange von Kindern und Jugendlichen bei allen Entscheidungen zu beachten.

Die Linke will Kinder-Rechte im Grundgesetz. Sie sollen auch in der Verfassung von Sachsen stehen. Dann muss die Politik immer an Kinder und Jugendliche denken. Neue Gesetze sollen zuerst geprüft werden: Was bedeuten sie für junge Menschen?

Die Regelung soll die Rechte von Kindern tatsächlich stärken und nicht hinter den bisherigen Stand zurückfallen. Das Programm betont, die Verankerung dürfe kein rein symbolischer Akt sein. Als ersten Schritt will die Partei nach Thüringer Vorbild einen Jugendcheck für Gesetzesvorhaben einführen. Auch Kinder mit besonderem Förder- oder Inklusionsbedarf sollen ein garantiertes Recht auf Teilhabe und gutes Aufwachsen haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Deswegen soll sich Sachsen auf Bundesebene dafür einsetzen, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eigene Kinderrechte in den Verfassungen und ein Jugendcheck würden die Rechtsstellung von Kindern gegenüber heute ausbauen.

Kinderschutz und Jugendhilfe stärken

Die Linke will den Kinderschutz auf allen Ebenen stärken und jede Form von Gewalt gegen Kinder bekämpfen. Die Kinder- und Jugendhilfe soll nach Bedarf ausgestattet werden. Eine geschlossene Unterbringung von Kindern und Jugendlichen lehnt die Partei ab.

Die Linke will Kinder besser vor Gewalt schützen. Es soll Vorbeugung und feste Schutz-Pläne geben. Die Jugend-Hilfe soll genug Geld bekommen. Kinder und Jugendliche sollen nicht eingesperrt werden.

Fälle von Gewalt sollen mit Blick auf das Kind und sensibel gegenüber Betroffenen bearbeitet werden. Das Programm nennt verbale, körperliche und sexualisierte Gewalt. Da aus Sicht der Partei auch Armut das Kindeswohl gefährdet, gehören Maßnahmen gegen Armut für sie zum Kinderschutz. Teil- und vollstationäre Hilfen zur Erziehung sollen krisenfest finanziert werden. Die Wiedereinführung der geschlossenen Unterbringung wird ausdrücklich abgelehnt.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Wir fordern Präventionsmaßnahmen, verbindliche Schutzkonzepte und einen Fokus auf das Kindeswohl.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Jugendhilfe soll nach Bedarf öffentlich finanziert und Armut bekämpft werden, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Partei wendet sich gegen die diskutierte Wiedereinführung geschlossener Unterbringung und damit gegen freiheitsentziehende Maßnahmen.

Freiwilligendienste und Jugendarbeit besser ausstatten

Die Linke will das Taschengeld im Jugendfreiwilligendienst anheben und lehnt Kürzungen bei den Freiwilligendiensten ab. Die offene und demokratische Jugendarbeit soll gefördert werden, mit besseren Arbeitsbedingungen und höherer Bezahlung für die Beschäftigten.

Die Linke will mehr Taschen-Geld für junge Menschen im Freiwilligen-Dienst. Dort darf nicht gekürzt werden. Die Jugend-Arbeit soll mehr Förderung bekommen. Die Mitarbeiter dort sollen besser verdienen.

Das Programm begründet dies damit, dass frühes zivilgesellschaftliches Engagement die Grundlage für Demokratiebildung lege. Die Freiwilligendienste sollen statt Kürzungen mehr Geld erhalten. Gefördert werden sollen demokratische Jugendarbeit und Jugendbildung. Selbstverwaltete Jugendhäuser und autonome Jugendzentren sollen gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Deswegen wollen wir den Jugendfreiwilligendienst aufwerten, indem sein Taschengeld erhöht wird.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höheres Taschengeld, mehr Mittel für Freiwilligendienste und bessere Bezahlung in der Jugendarbeit erhöhen die öffentlichen Ausgaben.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich