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Grüne zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Sachsen gemeinsam bewegen – Unser Programm zur Landtagswahl 2024 in Sachsen“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich senken

Die Grünen wollen, dass in der Landwirtschaft deutlich weniger Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, auch nachdem die EU die Zulassung von Glyphosat verlängert hat. Betriebe sollen beim Verzicht auf chemisch-synthetische Mittel unterstützt werden.

Die Grünen wollen weniger Gift auf den Feldern. Bauern sollen Hilfe bekommen, wenn sie auf chemische Mittel verzichten. Behörden sollen den Einsatz besser kontrollieren.

Das Programm sieht vor, alternative Techniken und Verfahren zu fördern, die Pflanzenschutzmittel ersetzen können. Behörden sollen so ausgestattet werden, dass sie die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden kontrollieren und Verstöße ahnden können. Zusätzlich soll mehr regionales und widerstandsfähiges Saat- und Pflanzgut gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„streben trotz der Verlängerung der Zulassung von Glyphosat auf europäischer Ebene weiterhin eine deutliche Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln an“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr staatliche Kontrollen und Förderung sollen den Mitteleinsatz in den Betrieben senken, was die Regulierung schrittweise verstärkt.

Ökolandbau ausbauen, Böden und Grundwasser schützen

Die Grünen wollen den ökologischen Landbau entsprechend der Nachfrage und den Zielen des Bundes weiterentwickeln und Betriebe bei der Umstellung unterstützen. Die Nitratbelastung des Grundwassers soll sinken, und eine Humusstrategie soll für gesunde Böden sorgen.

Die Grünen wollen mehr Bio-Landwirtschaft. Bauern bekommen Hilfe, wenn sie umstellen. Im Grundwasser soll weniger Nitrat sein. Nitrat ist ein Stoff aus Dünger. Der Boden soll gesund bleiben.

Das Kompetenzzentrum für ökologischen Landbau soll gestärkt werden. Gefördert werden sollen kleinteilige Anbauflächen und mehr Struktur in der Landschaft, um Erosion und Wassermangel zu mindern. Beim Nitrat setzt das Programm auf Transparenz über das Messnetz; Betriebe mit angepassten Kulturen in belasteten Gebieten sollen unter anderem bei der Vermarktung Hilfe bekommen. Die Teichwirtschaft soll erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Betriebe, die planen, von konventionellen auf andere Bewirtschaftungsformen umzustellen, wollen wir gezielt unterstützen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderung und Beratung sollen die Umstellung von Betrieben lenken, was öffentliche Unterstützung schrittweise ausbaut.

EU-Agrargeld nach Gemeinwohlleistungen vergeben

Die Grünen wollen auf EU-Ebene eine Gemeinwohlprämie mit einem einfachen Punktesystem erreichen, die Umweltleistungen der Landwirtschaft belohnt. Die Vergabe der Mittel soll einfacher werden und Bürokratie abgebaut werden.

Bauern bekommen Geld von der EU. Die Grünen wollen: Wer der Umwelt hilft, bekommt Punkte und dafür Geld. Die Regeln sollen einfacher werden.

Sachsen soll seinen Anteil an der Finanzierung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU auch künftig bereitstellen. Bei der Auszahlung an die Betriebe will die Partei mit anderen Bundesländern kooperieren. Aufgestaute Bürokratie soll erkannt und verringert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„treiben auf der Ebene der Europäischen Union ein Gemeinwohlprämienmodell in Form eines einfachen Punktesystems voran, um diese zu honorieren“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die bestehenden Agrarsubventionen sollen an Umweltleistungen gebunden und zugleich Bürokratie abgebaut werden, was staatliche Lenkung und Vereinfachung verbindet.

Regionale Lebensmittel und Selbstversorgung stärken

Die Grünen wollen regionale Erzeugung und Vermarktung von Lebensmitteln ausbauen und die Selbstversorgung steigern, besonders bei Gemüse. In Kitas und Schulen soll deutlich mehr Essen aus ökologischer und regionaler Herkunft auf den Tisch kommen.

Die Grünen wollen mehr Essen aus Sachsen. In Kitas und Schulen soll es mehr Bio-Essen aus der Nähe geben. Märkte in der Region sollen Hilfe bekommen. Auch der Weinbau soll Unterstützung erhalten.

Die Bio-Regio-Modellregionen und die Agentur für Regionale Lebensmittel (AgiL) sollen gefestigt und um Ansprechstellen in den Regionen ergänzt werden. Schlachtungen auf dem Hof oder in Hofnähe sowie Wochenmärkte sollen unterstützt werden. Ein Modellprojekt für ein gesundes Frühstück für alle Kinder mindestens in der Grundschule soll geprüft werden. Solidarische Landwirtschaft, neue Genossenschaften, Urban Gardening und Waldgärten will die Partei fördern. Im Weinbau sollen Steillagen und Klimaanpassung gefördert und das Staatsweingut Schloss Wackerbarth zu einem Erprobungs- und Beratungsbetrieb entwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Hierfür wollen wir den Anteil ökologischer und regional erzeugter Produkte in der Kita- und Schulverpflegung deutlich erhöhen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Strukturen, Förderung und Vorgaben für die Kita- und Schulverpflegung sollen regionale Erzeugung stärken, was staatliche Lenkung schrittweise ausbaut.

Züchtung ohne grüne Gentechnik voranbringen

Die Grünen sehen den Einsatz von Gentechnik bei Pflanzen in der Landwirtschaft wegen möglicher Risiken für Mensch und Umwelt kritisch. Stattdessen sollen traditionelle und ökologische Züchtungsverfahren gestärkt werden. Die Bioökonomie und ihre Forschung will die Partei fördern.

Die Grünen sehen Gentechnik bei Pflanzen kritisch. Sie nennen Risiken für Menschen und Umwelt. Sie wollen lieber Pflanzen auf herkömmliche Art züchten. Forschung zu Produkten aus Pflanzen soll Geld bekommen.

Die alternativen Züchtungsverfahren sollen helfen, Pflanzen an den Klimawandel anzupassen, weniger Pflanzenschutzmittel zu brauchen und Erträge zu steigern. Die Bioökonomie soll für eine nachhaltige und gesundheitlich unbedenkliche Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln genutzt werden. Neue biobasierte Produkte und Materialien aus Land-, Forstwirtschaft und Fischerei will die Partei unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Dem Einsatz von grüner Gentechnik im Agrarbereich stehen wir aufgrund der komplexen Risiken für Mensch und Umwelt kritisch gegenüber“
Seite 26 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Agrarstrukturgesetz gegen Bodenspekulation einführen

Die Grünen wollen ein sächsisches Agrarstrukturgesetz und eine Höfeordnung, um hohe Bodenpreise, Spekulation und das Verschwinden von Höfen zu bremsen. Daneben sollen Gründungen, Hofnachfolge und die Gewinnung von Fachkräften gefördert und Betriebe von Bürokratie entlastet werden.

Ackerland ist teuer geworden. Die Grünen wollen ein Gesetz dagegen. Es soll Bauernhöfe schützen. Junge Leute sollen Hilfe bekommen, wenn sie einen Hof übernehmen. Bauern sollen weniger Papier-Arbeit haben.

Förderprogramme für Existenzgründung und Hofnachfolge sollen unkompliziert weiterlaufen, und eine Offensive für grüne Berufe soll junge Menschen für die Ausbildung gewinnen. Die Kompetenzzentren für Ökolandbau und für Nachhaltige Landwirtschaft sollen fortgeführt werden; Bewirtschaftung, die durch Humusaufbau CO2 bindet, soll honoriert werden. Behörden sollen so digitalisiert werden, dass Landwirte entlastet werden, und Kontrollen verschiedener Behörden sollen abgestimmt werden. Eine Ansprechstelle soll Landesregeln entgegennehmen, die sich in der Praxis nicht bewähren.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir streiten für ein Sächsisches Agrarstrukturgesetz und eine Höfeordnung, um überhöhten Bodenpreisen, Bodenspekulation, Flächenkonkurrenzen und dem Höfesterben entgegenzuwirken.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesgesetz soll den Markt für Agrarflächen stärker regulieren, um Preise und Spekulation zu dämpfen, während zugleich Bürokratie abgebaut werden soll.

Tierwohl-Strategie für Nutztiere und Ernährung auflegen

Die Grünen wollen eine Tierwohl-Nutztierstrategie für Sachsen, die artgerechte und an die Fläche gebundene Haltung stärkt. Tiertransporte in Länder außerhalb der EU sollen verboten und regionale Schlachtung gefördert werden. Eine Ernährungsstrategie soll pflanzliches, saisonales und regionales Essen in öffentlichen Kantinen voranbringen.

Die Grünen wollen, dass es Tieren auf Bauernhöfen besser geht. Tiere sollen mehr Platz und Auslauf haben. Tiere sollen nicht mehr in ferne Länder gefahren werden. In Kantinen von Schulen und Kliniken soll es mehr pflanzliches Essen aus der Region geben.

Hürden für die Freilandhaltung von Schweinen sollen sinken, alternative Formen wie Weideschweine auf Streuobstwiesen sollen Förderung erhalten. Förderprogramme zum Ausstieg sollen Betrieben helfen, große Tierbestände zu verkleinern. Statt Transporten in Drittstaaten sollen regionale Schlachtstätten wieder entstehen, ebenso Weideschuss sowie hofnahe und mobile Schlachtung. Die Ernährungsstrategie zielt auf Kantinen in Landesbetrieben, Krankenhäusern, Schulen, Kitas und Gefängnissen. Tierfutter soll aus heimischem Anbau kommen statt etwa aus importiertem Soja, für das laut Programm Regenwald verloren geht.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir kämpfen für das Verbot von Tiertransporten in Drittstaaten und wollen stattdessen den Wiederaufbau regionaler Schlachtstrukturen sowie Weideschuss, hofnahe und mobile Schlachtungen fördern.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Exportverbot für Tiertransporte und neue Förderprogramme greifen stärker regulierend und lenkend in die Landwirtschaft ein als heute.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich