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BSW zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Sachsens Zukunft: friedlich, vernünftig, gerecht. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 50 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bürokratie in Land- und Forstwirtschaft abbauen

Das BSW will den Verwaltungsaufwand für land- und forstwirtschaftliche Betriebe senken. Die Agrarförderung soll einfacher werden, und Daten sollen nicht mehrfach erhoben werden.

Das BSW will weniger Papierkram für Bauern und Forstbetriebe. Die Betriebe sollen Daten nur einmal angeben müssen. Förder-Geld soll einfacher zu bekommen sein. Die Bauern sollen flexibler arbeiten dürfen.

Als Grundlage nennt das Programm Vorschläge des Deutschen Bauernverbandes und der Agrarministerkonferenz. Verwaltungsabläufe sollen neu geordnet werden, damit doppelte Dokumentationen entfallen. Vereinfacht werden sollen etwa die Auflagen zu Fruchtfolge, Stilllegung und Mindestbodenbedeckung. Die Digitalisierung soll den Betrieben nützen und sie nicht zusätzlich belasten. Außerdem sollen Betriebe je nach Verlauf der Vegetationsperiode flexibler handeln können, abgestimmt mit den Behörden. Das BSW verlangt zudem langfristige Rechtssicherheit, damit Investitionen planbar bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Eine Neustrukturierung und Optimierung von Verwaltungsprozessen mit dem Ziel der Reduzierung von Doppel- und Mehrfachdokumentationen ist aus unserer Sicht notwendig.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Auflagen und Dokumentationspflichten für Agrarbetriebe sollen verringert werden, was weniger Regulierung bedeutet.

Tierhaltung stärken und Wildtiere managen

Das BSW will Betriebe mit Viehhaltung entlasten und mit einem Masterplan stärker unterstützen. Für Arten wie Wolf, Biber und Kormoran hält die Partei ein Wildtiermanagement für nötig, verbunden mit finanziellem Ausgleich für betroffene Betriebe.

Das BSW will Bauern mit Tieren mehr helfen. Dafür soll es einen großen Plan für Sachsen geben. Wölfe, Biber und Kormorane machen manchen Betrieben Schaden. Diese Betriebe sollen dafür Geld bekommen.

Nach Darstellung des Programms haben hohe Belastungen dazu geführt, dass Tierproduktion in Länder mit niedrigeren Tierschutzstandards abgewandert ist. Diese Belastungen sollen sinken. Die Wiederansiedlung bestimmter Arten führt das BSW auf die EU-Umweltpolitik zurück. Wo Betriebe wirtschaftlich beeinträchtigt werden, soll ein Ausgleich gesichert und die bisherige Hilfe auf ihre Höhe geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Wir wollen einen Masterplan zur Stärkung der Tierhaltung in Sachsen auf den Weg bringen zur deutlich stärkeren Unterstützung der viehhaltenden Betriebe.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet weniger Auflagen für Tierhalter mit mehr staatlicher Unterstützung und Ausgleichszahlungen.

Ackerland vor Investoren und Versiegelung schützen

Das BSW will den Bodenmarkt reformieren, damit Agrarflächen vorrangig an Landwirte aus der Region gehen. Landwirtschaftliche Nutzfläche soll nicht weiter versiegelt werden.

Das BSW will neue Regeln für den Kauf von Ackerland. Bauern aus der Gegend sollen zuerst an die Flächen kommen. Investoren sollen damit nicht spekulieren. Ackerland soll nicht mehr zugebaut werden.

Das Programm beobachtet, dass sich in Sachsen zunehmend Investoren in Agrarbetriebe einkaufen oder sie ganz übernehmen. Neben dem Preisdruck nennt es die Nutzung von Ackerflächen für Photovoltaikanlagen als Problem. Ziel der Agrarpolitik soll sein, dass sächsische Betriebe die Bevölkerung des Landes ausreichend mit Lebensmitteln versorgen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Reform des Bodenmarkts – landwirtschaftliche Flächen müssen in erster Linie für ortsansässige Landwirte zur Verfügung stehen und dürfen nicht als Spekulationsgut für Investoren dienen“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Handel mit Agrarflächen soll stärker reguliert werden, um Investoren zurückzudrängen.

Regionale Vermarktung, Ökolandbau und Klimaanpassung fördern

Das BSW will Agrarbetriebe mit Förderprogrammen unterstützen: bei der regionalen Vermarktung, beim Ökolandbau, bei der Anpassung an veränderte Wetterbedingungen und bei der Betriebsübernahme durch junge Landwirte. Land- und Forstwirtschaft sollen auch zur Energieversorgung beitragen.

Das BSW will Bauern mit Geld vom Land helfen. Bauern sollen ihre Waren leichter in der Nähe verkaufen können. Bio-Lebensmittel sollen öfter in Großküchen kommen. Junge Bauern sollen mehr Hilfe beim Start bekommen. Auch für den Umgang mit dem Klima-Wandel soll es Geld geben.

Der Ökolandbau soll durch bessere Verarbeitungsstrukturen und mehr Bio-Lebensmittel in Großküchen gestärkt werden. Schonende Anbautechniken sollen unbürokratisch gefördert und die Agrarforschung ausgebaut werden. Forstbetriebe und private Waldbesitzer sollen beim Beseitigen von Borkenkäfer-Schadholz Hilfe erhalten, statt mit Strafzahlungen bedroht zu werden. In Restholz, Kraftstoffen vom Acker und Biogas sieht die Partei einen Beitrag zum Energiemix. Weiter genannt werden Blühflächen auf landeseigenen Grundstücken, schnelles Internet für die Betriebe und mehr Ausbildungsprojekte für Schüler.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Ausbau von regionalen Wirtschaftskreisläufen durch langfristige Förderprogramme zur Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte vor Ort“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehrere staatliche Förderprogramme für Agrarbetriebe sollen ausgebaut oder neu aufgelegt werden.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich