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CDU zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Weil es um Sachsen geht. Regierungsprogramm der Sächsischen Union 2024-2029“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 79 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mehr Ärzte und Apotheker für Sachsen ausbilden

Die CDU will die Ausbildung von Medizinern und Apothekern ausbauen, um vor allem ländliche Regionen besser zu versorgen. Dazu sollen das Medizinstudium im ungarischen Pécs fortgeführt, der Studiengang MEDiC in Chemnitz gestärkt und die Pharmazie in Leipzig ausgebaut werden.

Auf dem Land fehlen Ärzte. Die CDU will deshalb mehr Ärzte ausbilden. Junge Leute aus Sachsen sollen weiter in Ungarn Medizin studieren können. Auch in Chemnitz soll das Medizin-Studium besser werden. In Leipzig sollen mehr Apotheker lernen.

Das Projekt MEDiC in Chemnitz soll neue Räume für die Lehre erhalten. Die CDU erwägt, dort künftig auch Zahnärztinnen und Zahnärzte auszubilden. Weitere Mediziner für den ländlichen Raum sollen durch Kooperation über Landesgrenzen hinweg gewonnen werden. Für angehende Apotheker prüft die Partei außerdem eine engere Zusammenarbeit mit Ungarn.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Um mehr Ärztinnen und Ärzte für den ländlichen Raum zu gewinnen, setzen wir die Ausbildung in Pécs (Ungarn) fort. Zudem stärken wir das Projekt MEDiC in Chemnitz“
Seite 24 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mehr Ärzte ausbilden und Niederlassung fördern

Die CDU will mehr medizinischen Nachwuchs ausbilden und für eine eigene Praxis gewinnen, auch auf dem Land. Dazu sollen Studienplätze, Quoten und Weiterbildungsverbünde ausgebaut und Berufsabschlüsse schneller anerkannt werden.

Die CDU will mehr Ärzte für Sachsen. Es soll mehr Studien-Plätze für Medizin geben. Mehr Plätze sollen an künftige Land-Ärzte gehen. Fachkräfte aus dem Ausland sollen schneller arbeiten dürfen.

Geplant sind mehr Studienplätze in Human- und Zahnmedizin sowie Pharmazie und doppelt so viele Plätze für den Studiengang Arztassistent (Physician Assistant). Die Landarztquote soll steigen, für Zahnärzte und Apotheker soll eine eigene Quote entstehen, Stipendien laufen weiter. Eine „Niederlassungsfahrschule“ soll angehenden Ärztinnen und Ärzten das Wissen für die eigene Praxis vermitteln. Weiterbildungsverbünde sollen auf weitere Fachrichtungen ausgedehnt werden. Fachkräfte in Medizin und Pflege aus dem In- und Ausland sollen ihre Berufsanerkennung binnen eines Monats erhalten. Außerdem will die CDU Medizinische Fachangestellte aufwerten, ärztliche Aufgaben delegieren und Dokumentationspflichten prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir wollen die Landarztquote erhöhen und eine Quote für Zahnärzte sowie Apotheker einführen.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mehr Studienplätze finanzieren und die Verteilung von Ärzten über Quoten stärker lenken, was öffentliche Leistungen schrittweise ausbaut.

  • Migrationeher offen

    Das Programm will ausländisches medizinisches Personal gewinnen und dessen Berufsanerkennung auf einen Monat verkürzen, was Zuwanderung von Fachkräften erleichtert.

Alle Krankenhausstandorte in Sachsen erhalten

Die CDU will sämtliche Krankenhausstandorte im Land behalten und die Investitionen als Pflicht des Freistaates finanzieren. Bei der Krankenhausreform des Bundes verlangt sie Mitsprache und kündigt notfalls eine eigene Landesreform an.

Die CDU will alle Krankenhäuser in Sachsen behalten. Das Land soll für Bauten und Geräte zahlen. Bei der Reform vom Bund will Sachsen mitreden. Auf dem Land sollen Gesundheits-Zentren helfen.

Der Freistaat soll die Kliniken dabei unterstützen, ihr ambulantes und stationäres Angebot weiterzuentwickeln. Ein Programm „Krankenhaus+“ soll bei der Umsetzung der Krankenhausreform helfen. Kommt keine Bundesreform zustande, will die CDU nach nordrhein-westfälischem Vorbild selbst handeln. Regionale Gesundheitszentren sollen die Versorgung auf dem Land sichern; eine Rechtsverordnung zu ihrer Ausweisung soll rasch kommen. Was ambulant möglich ist, soll auch ambulant erbracht werden, und die Kassenärztliche Vereinigung soll ihren Versorgungsauftrag stärker erfüllen. Digitale und KI-gestützte Modellprojekte will die CDU fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir wollen die moderne, leistungsfähige Krankenhauslandschaft mit allen Standorten in Sachsen erhalten, weil wir eine flächendeckende medizinische Versorgung benötigen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Alle Standorte sollen mit öffentlichem Geld gehalten und zusätzlich über ein Landesprogramm gefördert werden, was staatliche Leistungen ausbaut.

Apotheken vor Ort und Pharmastandort sichern

Die CDU will Apotheken vor Ort im ganzen Land erhalten und ihnen mehr Aufgaben geben. Zugleich soll Sachsen ein Standort der Pharmaindustrie bleiben.

Die CDU will Apotheken in ganz Sachsen erhalten. Apotheken sollen mehr impfen dürfen. Sie sollen auch mehr andere Dienste anbieten. In Mittel-Deutschland sollen mehr Medikamente hergestellt werden.

Apotheken sollen mehr pharmazeutische Dienstleistungen anbieten und häufiger impfen. Zusammen mit Sachsen-Anhalt und Thüringen will die CDU eine Strategie erarbeiten, damit in Mitteldeutschland mehr Arzneimittel produziert werden. Für angehende Apotheker ist außerdem eine Studienplatzquote vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir werden die flächendeckende Versorgung durch Vor-Ort-Apotheken sichern.“
Seite 37 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Prävention und öffentlichen Gesundheitsdienst stärken

Die CDU will Vorsorge, Aufklärung und den öffentlichen Gesundheitsdienst ausbauen. Krankheiten sollen nach dem Programm verhindert oder früher erkannt werden, bevor sie zum Problem werden.

Die CDU will mehr für Vorsorge tun. Menschen sollen mehr über gesundes Essen und Bewegung lernen. Alle Kinder sollen Zahn-Vorsorge bekommen. Die Gesundheits-Ämter sollen stärker werden.

Wissen über Ernährung, Bewegung und Entspannung soll über Kitas, Schulen, Erwachsenenbildung und Krankenkassen vermittelt werden. Zahnmedizinische Gruppenprophylaxe soll allen Kindern in Schule, Kindergarten und Tagespflege offenstehen. Der „Impftisch“ wird fortgeführt, Impfziele sollen im Dialog klar benannt werden. Gesundheitsförderung soll überall in Sachsen fest zur Arbeit des öffentlichen Gesundheitsdienstes gehören. Das Suizidpräventions-Netzwerk HEYLiFE will die CDU weiter fördern, besonders mit Blick auf Kinder und Jugendliche.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir werden die Aktivitäten im Bereich der Prävention fortführen und ausbauen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Gesundheitsdienste und Präventionsangebote sollen ausgebaut werden, was staatliche Leistungen schrittweise erweitert.

Notruf und Bereitschaftsdienst zusammenführen

Die CDU will, dass im Notfall überall in Sachsen schnell Hilfe da ist. Dafür sollen der Notruf 112 und der ärztliche Bereitschaftsdienst 116 117 in einer gemeinsamen Leitstelle gebündelt werden.

Die CDU will schnelle Hilfe im Notfall. Der Notruf 112 und die Nummer 116 117 sollen zusammen arbeiten. Dafür soll es eine gemeinsame Leitstelle geben. Schüler sollen Wiederbelebung lernen.

Geprüft wird der Einsatz von Gemeinde-Notfallsanitätern, die ausrücken, wenn bei einem Anruf offenbar weder ein Notfall noch ein Transport nötig ist. Auch andere örtliche Formen organisierter Erster Hilfe will die CDU prüfen und dabei von anderen Bundesländern lernen. Im öffentlichen Raum sollen mehr Defibrillatoren hängen, verbunden mit Schulungen. Grundschulen und weiterführende Schulen sollen strukturierte Angebote zur Wiederbelebung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir wollen den Notruf unter der Nummer 112 und den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 unter dem Dach einer Integrativen Leitstelle zusammenführen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Cannabis-Legalisierung rückgängig machen

Die CDU sieht in der Legalisierung von Cannabis eine große Gesundheitsgefahr und will sie so schnell wie möglich korrigieren. Dafür will sie sich im Bund einsetzen und zugleich die Suchthilfe stärken.

Seit 2024 ist Cannabis in Deutschland teilweise erlaubt. Die CDU hält das für gefährlich. Sie will das Gesetz schnell wieder ändern. Außerdem will sie die Hilfe für Sucht-Kranke stärken.

Die Legalisierung durch die Ampelkoalition bezeichnet das Programm als Fehler. Die CDU will auf Bundesebene weiter auf eine Korrektur dringen. Die Suchthilfe soll gestärkt und stärker auf Familien ausgerichtet werden. Bei der Sucht- und Gesundheitsprävention arbeitet die CDU weiter mit der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung zusammen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Die Legalisierung von Cannabis durch die Ampelkoalition ist eine große Gefahr für die Gesundheit. Dieser Fehler muss schnellstmöglich korrigiert werden.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

    Die seit 2024 geltende Teillegalisierung soll zurückgenommen werden, wodurch Besitz und Anbau wieder verboten und strafbar würden.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Rücknahme einer gesellschaftlichen Liberalisierung beim Drogenkonsum verschiebt den heutigen Stand in eine konservative Richtung.

Pflegeversicherung reformieren, pflegende Angehörige entlasten

Die CDU will im Bund auf eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung dringen und die Trennung der Versorgungssektoren abbauen. In Sachsen sollen pflegende Familien entlastet werden, etwa durch mehr Plätze in Tages- und Kurzzeitpflege.

Die CDU will die Pflege-Versicherung umbauen. Dafür setzt sie sich beim Bund ein. Familien pflegen viele Menschen zu Hause. Sie sollen mehr Hilfe bekommen, zum Beispiel mehr Plätze in der Kurzzeit-Pflege.

Die Sektorengrenzen sollen einem übergreifenden Vergütungsmodell weichen. Egal wo jemand lebt, soll die Pflegekasse Grundpflege und Betreuung tragen, die Krankenkasse Behandlungspflege und medizinische Versorgung. Angehörige sollen Schulungen erhalten, Pflegeanbieter besser vernetzt und die Leistungen der Pflegeversicherung bekannter werden. Für Demenzkranke und ihre Angehörigen sind mehr Unterstützung und passendere Wohn- und Betreuungsformen vorgesehen. Die CDU will die Einrichtung einer Pflegekammer offen prüfen, die Ausbildung in Pflegehilfe und Pflegefachassistenz reformieren und mehr Community Health Nurses einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir werden uns auf Bundesebene für eine umfassende Reform der Pflegeversicherung einsetzen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Plätze in Tages- und Kurzzeitpflege und mehr Unterstützung für Angehörige bauen öffentlich finanzierte Leistungen schrittweise aus.

Hospiz- und Palliativversorgung ausbauen

Die CDU will, dass Menschen am Lebensende gut medizinisch und pflegerisch versorgt werden. Dafür sollen ambulante Hospizdienste und Palliativteams gestärkt und stationäre Hospize ausgewogen zwischen Stadt und Land verteilt sein.

Die CDU will sterbenden Menschen gut helfen. Hospiz-Dienste sollen mehr Unterstützung bekommen. Ein Hospiz begleitet Menschen am Lebensende. Auch Familien nach dem Tod eines Kindes sollen Begleitung bekommen.

Ehrenamtliche im Hospizdienst sollen weiterhin gut geschult werden. Ambulante und stationäre Angebote in Medizin und Pflege sollen eng zusammenarbeiten, damit ein würdevolles Sterben möglich ist. Vor allem ambulante Palliativteams, die Familien zu Hause unterstützen, will die CDU stärken. Familien, die ein Kind oder einen Jugendlichen verloren haben, sollen in den ersten Wochen begleitet werden; dafür entstehen Regeln für ehrenamtliche Trauerpaten.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„In Sachsen hat sich ein flächendeckendes ambulantes Hospizangebot entwickelt. Dieses wollen wir stärken und bedarfsgerecht ausbauen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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