Ambulante Versorgung auf dem Land stärken
Die AfD will die ambulante Versorgung vor allem in strukturschwachen Regionen sichern. Dazu sollen die Budgetgrenzen für Arztpraxen fallen und bei Bedarf kommunale Gesundheitszentren mit angestellten Ärzten entstehen. Freiberufliche Ärzte, Zahnärzte und Apotheker bleiben aus Sicht der Partei das Rückgrat der Versorgung.
Die AfD will mehr Ärzte auf dem Land. Arzt-Praxen sollen keine Budget-Grenze mehr haben. Budget-Grenze heißt: Die Praxis bekommt nur eine begrenzte Menge Geld. Wo Ärzte fehlen, sollen Gemeinden eigene Gesundheits-Zentren betreiben. Auch fahrende Praxen will die AfD unterstützen.
Bei Bedarf sollen kommunale medizinische Versorgungszentren oder moderne Polikliniken mit angestellten Ärzten aufgebaut werden; Zentren, die von branchenfremden Investoren betrieben werden, schließt das Programm aus. Für offene Landarztpraxen sollen sich die finanziellen und infrastrukturellen Bedingungen verbessern. Praxisassistenten, Gemeindeschwestern und mobile Praxen sollen Ärzte entlasten, ebenso weniger Bürokratie. Ärzte aus dem Ausland sind laut Programm willkommen, müssen aber gute Deutschkenntnisse, eine dem EU-Standard gleichwertige Qualifikation und einen Pflichtkurs der Ärztekammer zum deutschen Gesundheitssystem nachweisen.
Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Die AfD hält die Aufhebung der Budgetierung von Arztpraxen als Maßnahme gegen Versorgungsengpässe für unerlässlich.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Der Wegfall der Budgetgrenzen, kommunale Versorgungszentren und der Ausschluss von Investoren erweitern die öffentliche Rolle und Finanzierung im bestehenden System.