Zum Inhalt springen
parteiprogramm

CDU zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Weil es um Sachsen geht. Regierungsprogramm der Sächsischen Union 2024-2029“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 79 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Neuverschuldungsverbot und Generationenfonds beibehalten

Die CDU will am Verbot neuer Schulden im Landeshaushalt und am Generationenfonds festhalten. Sie begründet das damit, dass heutige Haushaltsentscheidungen spätere Generationen nicht belasten sollen.

Die CDU will keine neuen Schulden für Sachsen. Das Land soll nur Geld ausgeben, das es vorher eingenommen hat. Auch der Generationen-Fonds soll bleiben. Das ist ein Spartopf des Landes für spätere Ausgaben. So will die CDU die Jüngeren schützen.

Das Programm bezeichnet einen Haushalt ohne Schulden als Grundsatz mit Verfassungsrang. Das Land soll nur ausgeben, was es zuvor eingenommen hat. Zusätzlich will die CDU Rücklagen bilden, um schwankende Einnahmen und unerwartete Ausgaben auszugleichen. Die Finanzpolitik soll nach dem Programm vorsorgeorientiert sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Das Neuverschuldungsverbot und der Generationenfonds sind dazu unerlässlich und bilden eine tragende Säule generationengerechter Finanzpolitik.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die CDU verteidigt das bestehende Schuldenverbot ausdrücklich gegen eine diskutierte Lockerung, was für Haushaltsdisziplin steht.

Staatsausgaben auf Kernaufgaben konzentrieren

Die CDU will das Geld des Landes auf Kernaufgaben des Staates bündeln und bestehende Aufgaben, Ausgaben und Standards überprüfen und möglichst verringern. Aus Sicht des Programms haben die öffentlichen Haushalte ein Problem bei den Ausgaben, nicht bei den Einnahmen.

Die CDU will, dass der Staat sein Geld für die wichtigsten Aufgaben ausgibt. Dazu zählen Sicherheit, Bildung, Verwaltung und Geld für die Gemeinden. Andere Ausgaben will sie prüfen und kürzen. Der Staat soll auch sparsam neues Personal einstellen.

Als Kernaufgaben nennt das Programm Infrastruktur und Daseinsvorsorge, innere Sicherheit, eine effiziente Verwaltung, die Finanzausstattung der Kommunen und Bildung. Darüber hinaus sollen Investitionen Vorrang vor laufenden Ausgaben haben, und die Investitionsquote soll hoch bleiben. Beim Personal fordert die CDU Zurückhaltung des Staates, damit er angesichts des Fachkräftemangels nicht mit der Wirtschaft konkurriert. Die Digitalisierung der Verwaltung soll Personal einsparen, ohne die Qualität der Leistungen zu senken. Aus Steuern finanzierte Klientelpolitik lehnt die Partei ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir werden die öffentlichen Haushalte entlasten, indem wir strukturell verfestigte Aufgaben, Ausgaben, Standards und Verfahren kritisch überprüfen und nach Möglichkeit reduzieren.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Aufgaben, Ausgaben und Personal des Staates sollen überprüft und verringert werden, was den Staat schrittweise zurücknimmt.

Pendlerpauschale auf 38 Cent erhöhen

Die CDU will die Pendlerpauschale schon vom ersten Kilometer an von 30 auf 38 Cent anheben. Berufspendler könnten damit mehr Fahrtkosten von der Steuer absetzen.

Viele Menschen fahren weit zur Arbeit. Dafür gibt es die Pendler-Pauschale. Damit zahlt man weniger Steuern. Die CDU will sie von 30 auf 38 Cent pro Kilometer erhöhen.

Die Erhöhung soll bereits für den ersten Kilometer des Arbeitswegs gelten. Der Satz stiege um 8 Cent je Kilometer, also um gut ein Viertel. Die Forderung steht im Zusammenhang mit dem Ziel der CDU, freie Wahl des Verkehrsmittels zu sichern und das Auto als wichtigen Verkehrsträger zu erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir wollen die Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer von 30 Cent auf 38 Cent je Kilometer erhöhen.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der Steuerabzug für Arbeitswege stiege von 30 auf 38 Cent und damit um mehr als ein Viertel, was die Steuerlast von Pendlern deutlich senkt.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Eine höhere Pauschale verbilligt lange Arbeitswege und stellt die Entlastung der Pendler vor Anreize zur Verkehrsvermeidung.

Kommunalfinanzen sichern, Kostenausgleich ins Grundgesetz

Die CDU will, dass Bund und Land den Kommunen neue Aufgaben nur zusammen mit dem nötigen Geld übertragen. Ein entsprechender Ausgleich für Mehrbelastungen soll im Grundgesetz stehen. Am kommunalen Finanzausgleich hält die Partei fest und will Fördermittel freier und pauschaler vergeben.

Gemeinden bekommen oft neue Aufgaben vom Bund. Die CDU sagt: Wer eine Aufgabe bestellt, soll sie auch bezahlen. Diese Regel soll ins Grundgesetz. Gemeinden sollen Förder-Geld freier ausgeben dürfen. Anträge für Förder-Geld sollen einfacher werden.

Das Programm verlangt eine strikte Anwendung des Grundsatzes „Wer bestellt, bezahlt“ und sieht vor allem den Bund in der Pflicht, weil dieser aus Sicht der CDU Lasten ohne ausreichende Mittel weiterreicht. Der Mehrbelastungsausgleich nach dem Vorbild der sächsischen Verfassung soll im Grundgesetz verankert und die Zahlungen von Bund und Land angepasst werden. Der Finanzausgleich bleibt das Instrument der Mittelverteilung; seine Mechanismen sollen überprüft werden, mit Blick auf die Eigenständigkeit kleiner Kommunen. Aufwendige Zuwendungsverfahren will die Partei durch Pauschalen ersetzen und nennt Städtebauförderung und Straßenbaubudgets als Vorbilder.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir wollen den Mehrbelastungsausgleich, wie in der Sächsischen Verfassung, bei der Aufgabenübertragung auf die kommunale Ebene analog im Grundgesetz verankern.“
Seite 61 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Finanzen und Steuern?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich