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AfD zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Damit Sachsen Heimat bleibt – Wahlprogramm der AfD Sachsen für die Landtagswahl Sachsen 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 65 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt (+1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bargeld im Grundgesetz verankern

Die AfD will die unbeschränkte Nutzung von Bargeld dauerhaft sichern und im Grundgesetz festschreiben. Einen digitalen Euro der EZB lehnt sie ab. Sie begründet das mit dem Schutz vor Überwachung und Enteignung.

Die AfD will das Bargeld behalten. Das Recht auf Bargeld soll im Grundgesetz stehen. Einen digitalen Euro lehnt die AfD ab. Sie sagt: Ohne Bargeld kann der Staat alle Zahlungen überwachen.

Nach Darstellung des Programms wird das Bargeld schrittweise abgeschafft, unterstützt von Bundesregierung, IWF und EZB. Die AfD sieht Bargeld als Wertspeicher ohne Gebühren und als Schutz gegen Negativzinsen. Rein elektronisches Bezahlen würde aus ihrer Sicht Staat und Banken die Kontrolle über alle Geldflüsse geben. Zudem seien elektronische Systeme anfällig für Ausfälle und Manipulation. Eine rechtliche oder faktische Pflicht zum elektronischen Bezahlen lehnt die Partei ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Die AfD fordert den dauerhaften Erhalt der uneingeschränkten Bargeldnutzung als wichtiges bürgerliches Freiheitsrecht und seine Verankerung im Grundgesetz.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Der Punkt will Bargeld als Freiheitsrecht absichern und staatliche Kontrolle von Zahlungen verhindern, was Bürgerrechte gegenüber Überwachung betont.

  • Europaeher weniger EU

    Die Ablehnung des von der EZB geplanten digitalen Euro richtet sich gegen ein konkretes gemeinsames EU-Vorhaben.

Steuern und Abgaben deutlich senken

Die AfD will Bürger und Unternehmen steuerlich entlasten. Sie fordert unter anderem das Ende des Solidaritätszuschlags, den Ausgleich der kalten Progression, niedrigere Energie- und Unternehmenssteuern sowie das Ende von CO2-Abgabe und Emissionshandel. Auch die Biersteuer auf deutsche Biere soll wegfallen.

Die AfD will niedrigere Steuern. Der Solidaritäts-Zuschlag soll wegfallen. Die Abgabe auf CO2 soll es nicht mehr geben. Strom und Energie sollen weniger besteuert werden. Firmen sollen weniger Steuern zahlen. Auch die Steuer auf deutsches Bier soll wegfallen.

Das Programm begründet die Forderungen mit einer Abgabenlast von fast der Hälfte des Einkommens, die aus Sicht der AfD die Arbeitsmoral schwächt. Über den Bundesrat will die Partei den Ausgleich der kalten Progression und das Ende des Solidaritätszuschlags verlangen. Der kombinierte Satz aus Körperschaft- und Gewerbesteuer soll sinken, ebenso Strom- und Energiesteuern. Einzelunternehmen und Personengesellschaften sollen nur entnommene Gewinne versteuern und so Kapitalgesellschaften gleichgestellt werden. Die Aufhebung der Biersteuer für in Deutschland gebraute Biere soll sächsische Brauereien um etwa 50 Millionen Euro entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir werden eine Kompensation der kalten Progression im Bundesrat fordern, ebenso die Abschaffung des Solidaritätszuschlages.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Der Solidaritätszuschlag und die Biersteuer sollen ganz entfallen und weitere Steuern sinken, was die Abgabenlast grundlegend senkt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die Ablehnung von CO2-Abgabe und Emissionshandel würde zentrale bestehende Instrumente des Klimaschutzes abschaffen.

Landeshaushalt auf Kernaufgaben beschränken

Die AfD will neue Schulden vermeiden und den Haushalt auf Kernaufgaben konzentrieren. Personal in Behörden soll abgebaut werden, ausgenommen Polizei und Schulen. Sparen will die Partei vor allem bei Asyl und Einwanderung, bei der Förderung von Vereinen und NGOs sowie bei Klimasubventionen.

Die AfD will keine neuen Schulden machen. Der Staat soll weniger Geld ausgeben. In den Ämtern soll es weniger Stellen geben. Bei Polizei und Schulen gilt das nicht. Sparen will die AfD bei Asyl, bei Vereinen und beim Klima.

Das Programm verlangt einen solide aufgestellten Haushalt, in dem einmalige Einnahmen nicht als Wahlgeschenke verteilt werden. Der Stellenzuwachs in der Verwaltung soll enden, der Abbau sozialverträglich erfolgen. Die Förderung von Vereinen und Nichtregierungsorganisationen bezeichnet die AfD als linke Ideologieprojekte. Subventionen in der Klimapolitik nennt sie fragwürdig. Der Verzicht auf neue Schulden soll Spielraum für künftige Krisen lassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir werden den Personalaufwuchs bei den Behörden beenden und ihn – abgesehen von Polizei und Schulen – sozialverträglich abbauen.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Stellenabbau in der Verwaltung, Kürzung von Förderungen und Verzicht auf neue Schulden verschieben den Stand in Richtung Haushaltsdisziplin und kleinerer Staat.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Subventionen für Klimapolitik sollen gekürzt werden, wodurch Klimaschutz hinter Einsparungen zurücktritt.

  • Migrationeher restriktiv

    Bei Asyl und Einwanderung sollen die Ausgaben deutlich sinken, was auf eine restriktivere Linie hinausläuft.

Kommunen besser finanzieren, Grundsteuer abschaffen

Die AfD will Länder und Kommunen mit mehr Geld ausstatten und ländliche Gemeinden bei der Verteilung der Landesmittel besserstellen. Der Finanzausgleich soll auch die Fläche einer Gemeinde berücksichtigen. Die Gemeinden sollen so viel Spielraum erhalten, dass die Grundsteuer entfallen kann.

Die AfD will den Gemeinden mehr Geld geben. Vor allem Gemeinden auf dem Land sollen mehr bekommen. Große Städte sollen weniger bevorzugt werden. Die Grundsteuer soll später ganz wegfallen. Das ist eine Steuer auf Grundstücke und Häuser.

Nach dem Programm haben Kommunen immer neue Aufgaben erhalten, ohne dass die Zuweisungen entsprechend stiegen. Die AfD will die Schlüsselzuweisungen für ländliche Kommunen erhöhen und den Veredelungsfaktor begrenzen, der aus ihrer Sicht große Städte bevorzugt. Im Landesfinanzausgleich sollen neben der Einwohnerzahl die zu unterhaltende Fläche und weitere Kriterien zählen. Höhere Zuweisungen sollen es Gemeinden ermöglichen, auf Steuererhöhungen und Anliegerbeiträge zu verzichten. Aufgaben und Entscheidungsrechte sollen dezentralisiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Dazu heben wir die allgemeinen Schlüsselzuweisungen für ländliche Kommunen an und begrenzen den sogenannten Veredelungsfaktor bei der Verteilung der Landesmittel“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Grundsteuer soll wegfallen und Beiträge sollen sinken, zugleich steigen aber die staatlichen Zuweisungen an Kommunen, sodass die Entlastung nur teilweise in Richtung weniger Staat weist.

Grunderwerbsteuer und Straßenbaubeiträge abschaffen

Die AfD will sich im Bund dafür einsetzen, dass beim Kauf von selbst genutztem Wohnraum keine Grunderwerbsteuer mehr anfällt. Für die erste selbst genutzte Immobilie soll die Steuer auf 1 Prozent begrenzt werden. Straßenbaubeiträge sollen in ganz Sachsen entfallen.

Wer ein Haus kauft, zahlt eine Steuer. Die AfD will diese Steuer abschaffen, wenn man selbst im Haus wohnt. Für das erste eigene Haus soll sie nur 1 Prozent betragen. Auch Beiträge für den Straßenbau sollen in Sachsen wegfallen.

Das Programm argumentiert, eine Steuer solle Umzüge in einer mobilen und alternden Gesellschaft nicht erschweren. Bei knappem Wohnraum benachteilige die Grunderwerbsteuer Beschäftigte, die aus beruflichen Gründen umziehen. Die Abschaffung für selbst genutzten Wohnraum will die AfD auf Bundesebene erreichen. Die Beiträge, die Anlieger für den Straßenbau zahlen, sollen in sämtlichen sächsischen Gemeinden gestrichen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Des Weiteren werden wir die Straßenbaubeiträge in allen sächsischen Kommunen abschaffen.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine Steuer soll für selbst genutzten Wohnraum ganz entfallen und eine kommunale Abgabe gestrichen werden, was Abgaben abschafft statt nur senkt.

Steuerverschwendung bestrafen

Die AfD will die Verschwendung von Steuergeld stärker aufdecken und ahnden. Der Sächsische Rechnungshof soll Sanktionen verhängen dürfen. Entscheidungsträger sollen persönlich haften.

Die AfD will: Wer Steuergeld verschwendet, soll bestraft werden. Der Rechnungshof prüft, wie Sachsen sein Geld ausgibt. Er soll künftig selbst Strafen verhängen dürfen. Verantwortliche sollen auch mit eigenem Geld haften.

Das Programm stellt fest, dass kleine Steuervergehen verfolgt werden, die Verschwendung öffentlicher Mittel aber meist folgenlos bleibt. Neben Strafverfahren soll eine Haftung gelten, bei der das Amtshaftungsprivileg nicht greift, Amtsträger also persönlich einstehen. Für Bußgelder und Rückforderungen soll der Rechnungshof selbst zuständig werden. Ziel ist nach Darstellung der AfD ein Bewusstsein für persönliche Verantwortung im Amt.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir werden den Sächsischen Rechnungshof ermächtigen, Sanktionen zu verhängen.“
Seite 64 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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