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SPD zur Familie

Aus dem Programm „Soziale Politik für Sachsen – Regierungsprogramm der SPD Sachsen 2024-2029“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kita-Qualität und Betreuungsschlüssel verbessern

Die SPD will die frühkindliche Bildung stärken und den Betreuungsschlüssel in Krippen, Kindergärten, Tagespflege und Hort schrittweise verbessern. Kita-Sozialarbeit und Familienzentren sollen ausgebaut werden, vor allem an Standorten mit großen Problemen.

Die SPD will bessere Kitas. Erzieherinnen und Erzieher sollen mehr Zeit für jedes Kind haben. Es soll mehr Sozial-Arbeit in Kitas geben. Kitas mit vielen Problemen sollen besondere Hilfe bekommen.

Weil die Kinderzahlen sinken, sollen mehr Fachkräfte auf gleich viele oder weniger Kinder kommen. Das soll eine inklusive Kita für alle Kinder ermöglichen. Die SPD hält an ihrer bisherigen Strategie fest, die Qualität Schritt für Schritt zu erhöhen, da Geld und Fachkräfte gleichermaßen benötigt werden. Kitas sollen zudem Orte sein, an denen Eltern Ansprechpersonen für Erziehungsfragen finden.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir werden daher die Kita-Sozialarbeit und Familienzentren ausbauen und unterstützen Kindertageseinrichtungen besonders dort, wo Herausforderungen und Probleme groß sind.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein besserer Betreuungsschlüssel und mehr Sozialarbeit in Kitas weiten öffentliche Leistungen für Familien schrittweise aus.

Familie und Beruf vereinbaren, Vier-Tage-Woche ermöglichen

Die SPD will Beruf und Familie besser vereinbar machen, um dem Arbeitskräftemangel zu begegnen. Dazu gehören Kinderbetreuung in Wohnortnähe, mehr Ganztagsschulen, bezahlbare Pflege und Modelle einer Vier-Tage-Woche.

Die SPD will, dass Arbeit und Familie besser zusammenpassen. Es soll Kinder-Betreuung in der Nähe geben. Es soll mehr Ganztags-Schulen geben. In schweren Berufen soll eine Vier-Tage-Woche möglich sein.

Das Programm verweist darauf, dass jede zweite erwerbstätige Frau in Sachsen in Teilzeit arbeitet, weil Frauen den Großteil der Familienarbeit übernehmen. Familien und Alleinerziehende sollen durch Betreuung, Ganztagsschulen und Pflegeangebote unterstützt werden. Guter Nahverkehr, kurze Behördenwege, digitale Angebote und Homeoffice sollen Erwerbstätigen Zeit sparen. Die Vier-Tage-Woche soll vor allem bei körperlich schwerer Arbeit und Schichtarbeit möglich werden; laut Programm sichert sie Familienzeit und steigert die Produktivität.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Insbesondere für körperlich schwere Berufe und Jobs mit Schichtarbeit wollen wir auch in Sachsen die anderswo erfolgreich erprobten Modelle einer Vier-Tage-Woche möglich machen“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Betreuungs- und Pflegeangebote sowie kürzere Arbeitswochen bauen staatliche Leistungen und Arbeitnehmerschutz aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Maßnahmen sollen die ungleiche Verteilung von Familienarbeit ausgleichen und die Erwerbstätigkeit von Frauen erleichtern.

Pakt für Alleinerziehende und Alleinerziehendengeld schaffen

Die SPD will Alleinerziehende bei Betreuung, Ausbildung und Beruf besser unterstützen und alle Maßnahmen in einem „Pakt für Alleinerziehende“ bündeln. Das Landeserziehungsgeld soll zu einem Alleinerziehendengeld umgebaut werden.

Manche Eltern erziehen ihre Kinder allein. Die SPD will ihnen mehr helfen. Das Erziehungs-Geld vom Land soll ein Geld für Alleinerziehende werden. Alle Hilfen sollen in einem gemeinsamen Pakt stehen.

Nach dem Programm sollen alle politischen Akteure über Ressortgrenzen hinweg an besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen für Alleinerziehende arbeiten. Mehr Unterstützung ist bei Kinderbetreuung, Schulabschluss, Ausbildung, Studium sowie bei der Rückkehr in den Beruf vorgesehen. Der Pakt soll im Dialog entstehen. Außerdem will die SPD Kitas dabei helfen, Betreuung auch früh morgens und am späten Nachmittag anzubieten, worauf laut Programm besonders Alleinerziehende angewiesen sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Auch zu diesem Zweck werden wir das Landeserziehungsgeld zu einem Alleinerziehendengeld weiterentwickeln.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine bestehende Landesleistung wird gezielt auf Alleinerziehende ausgerichtet und durch weitere öffentliche Unterstützung ergänzt, was Sozialleistungen schrittweise ausbaut.

Kitagebühren schrittweise abschaffen

Die SPD will die Elternbeiträge für Kinderbetreuung vollständig abschaffen, weil Bildung aus ihrer Sicht kostenfrei sein soll. Da zugleich die Betreuungsqualität steigen soll, ist ein schrittweises Vorgehen geplant, beginnend mit einer Obergrenze für die Gebühren.

Eltern zahlen heute Geld für die Kita. Die SPD will diese Gebühren ganz abschaffen. Das soll Schritt für Schritt gehen. Zuerst soll es eine Ober-Grenze für die Gebühren geben.

Als ersten Schritt nennt das Programm einen Deckel für Kitagebühren. Danach sollen der Hort, die Kindergärten sowie Krippen und Kindertagespflege vollständig beitragsfrei werden. Das stufenweise Vorgehen begründet die SPD damit, dass ihr zugleich eine bessere Qualität der Betreuung wichtig ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir wollen, dass die Gebühren für Kinderbetreuung vollständig abgeschafft werden.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die vollständige Abschaffung der Elternbeiträge ersetzt eine bisher privat mitfinanzierte Leistung durch eine rein öffentlich finanzierte und verändert die Kitafinanzierung grundlegend.

Alle Familienformen anerkennen und fördern

Die SPD versteht Familie als jede Lebensgemeinschaft, in der Menschen füreinander sorgen und Verantwortung tragen. Alle diese Formen sollen in Sachsen akzeptiert, unterstützt und gefördert werden.

Für die SPD gibt es viele Arten von Familie. Familie ist dort, wo Menschen füreinander sorgen. Das gilt mit oder ohne Ehe. Alle Familien sollen in Sachsen Hilfe und Förderung bekommen.

Ausdrücklich nennt das Programm Paare mit und ohne Trauschein, Patchwork- und Regenbogenfamilien, Alleinerziehende und Mehrgenerationenhäuser. Mehrgenerationenhäuser und Alltagsbegleitung für Jung und Alt will die SPD stärken. Eltern und Bildungseinrichtungen sieht die Partei als Partner in der Erziehung, die beide in ihrer Rolle gestärkt werden sollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„In Sachsen sollen alle Familienformen Akzeptanz, Unterstützung und Förderung finden.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Punkt stellt Familienformen jenseits der Ehe ausdrücklich gleich und will sie alle fördern, was die Vielfalt der Lebensformen betont.

Kinderschutz zur Gesamtstrategie ausbauen

Die SPD will die Jugendämter besser ausstatten und das sächsische Kinderschutzkonzept zu einer ressortübergreifenden Gesamtstrategie weiterentwickeln. Zusätzlich sollen mehr Anlaufstellen für Kinder entstehen, die Gewalt erlebt haben.

Kinder sollen sicher und gesund aufwachsen. Die Jugend-Ämter sollen mehr Mittel bekommen. Behörden und Beratungs-Stellen sollen besser zusammenarbeiten. Für Kinder, die Gewalt erlebt haben, soll es mehr Anlauf-Stellen geben.

Die Jugendämter gelten im Programm als zentrale Stellen für das Kindeswohl. Beratungs- und Interventionsstellen sollen mit den zuständigen Behörden und Institutionen vernetzt werden. Der Childhood-Haus-Ansatz soll landesweit verbreitet werden: kinderfreundliche ambulante Stellen, in denen mehrere Fachrichtungen Kinder und Jugendliche betreuen, die sexualisierte oder körperliche Gewalt erlitten haben. Die Netzwerke für Kinderschutz und Frühe Hilfen sollen weiterentwickelt werden. Datenschutzregeln sollen so gestaltet sein, dass Eltern, Ärzte, Kitas und Schulen wirksam zusammenarbeiten können.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir statten die Jugendämter besser aus. Das Kinderschutzkonzept Sachsen wollen wir fortschreiben und über Kita, Schule und Jugendhilfe hinaus als Gesamtstrategie gestalten.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kinder- und Jugendgesetz mit Kinderrechten schaffen

Die SPD will das sächsische Kinder- und Jugendhilfegesetz zu einem Kinder- und Jugendgesetz weiterentwickeln, das die Rechte von Kindern in den Mittelpunkt stellt. Politik und Verwaltung sollen sich an den Interessen junger Menschen ausrichten.

Die SPD will ein neues Gesetz für Kinder und Jugendliche. Das Gesetz soll die Rechte von Kindern stärken. Kinder sollen Schutz und Förderung bekommen. Sie sollen auch mitmachen können. Das Wohl des Kindes soll Vorrang haben.

Das neue Gesetz soll die Rechte auf Schutz, Teilhabe und Förderung ausbauen, wobei das Kindeswohl Vorrang hat. In der Jugendpolitik setzt die SPD den Schwerpunkt auf Rechte und Freiräume, damit junge Menschen Selbstständigkeit und Verantwortung einüben können. Das Programm begründet dies mit dem Ziel, dass junge Menschen ihre Zukunft in Sachsen sehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„entwickeln wir das Sächsische Kinder- und Jugendhilfegesetz in ein Kinder- und Jugendgesetz weiter, das Kinderrechte in den Fokus nimmt.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eigene Rechte von Kindern auf Teilhabe und Selbstbestimmung sollen im Landesrecht gestärkt werden, was dem progressiven Pol entspricht.

Kinder- und Jugendhilfe verlässlich finanzieren

Die SPD will die Kinder- und Jugendarbeit in den Kommunen mit einem Landesprogramm absichern, damit sie auch bei knappen Haushalten bestehen bleibt. Jugendämter sollen genug Personal bekommen, und die Sozialarbeit an Kitas und Schulen soll wachsen.

Die SPD will mehr Geld für die Jugendarbeit geben. Städte und Dörfer sollen Angebote für Kinder behalten können. Auch wenn sie wenig Geld haben. Jugendämter sollen genug Personal haben. An Kitas und Schulen soll es mehr Sozialarbeit geben.

Die Jugendpauschale, über die das Land die Jugendarbeit vor Ort mitfinanziert, soll weiter steigen und modernisiert werden; die überörtliche Förderung wird überarbeitet. Jugendverbände, Jugendclubs, Freizeittreffs und selbstbestimmte Freiräume sollen erhalten und gefördert werden. Die Kita- und Schulsozialarbeit will die SPD ausbauen, damit alle Kinder und Jugendlichen eine Ansprechperson haben, und die außerschulische Soziale Arbeit verlässlich finanzieren. Für die inklusive Kinder- und Jugendhilfe sieht das Programm mehr Mittel und Qualifizierung des Personals vor.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Mit einem Landesprogramm Kinder- und Jugendarbeit werden wir daher die Handlungsfähigkeit der Kommunen stärken.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesprogramm und höhere Pauschalen bedeuten mehr öffentliche Ausgaben für soziale Angebote.

Jugendtreffs flächendeckend und langfristig fördern

Die SPD will ein flächendeckendes Netz von Jugendtreffs und Freizeiteinrichtungen fördern. Die Jugendpauschale soll unabhängig von der Bevölkerungsentwicklung gesichert werden, und Förderungen sollen über längere Zeiträume laufen.

Die SPD will überall in Sachsen Jugendtreffs fördern. Junge Menschen sollen Orte für gemeinsame Freizeit haben. Das Geld dafür soll sicher sein, auch wenn es weniger junge Menschen gibt. Die Förderung soll länger laufen als bisher.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass junge Menschen Freiräume und gemeinsame Erlebnisorte brauchen. Die Jugendpauschale, also das Landesgeld für die Jugendarbeit der Kommunen, soll demografiefest werden. Auch auf kommunaler Ebene sollen längere Förderzeiträume möglich sein. Das soll den Einrichtungen Stabilität geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir wollen die Jugendpauschale demografiefest machen, längerfristige Förderzeiträume auch auf kommunaler Ebene ermöglichen helfen und so für Stabilität sorgen.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Förderung der Jugendarbeit soll abgesichert und verstetigt werden, was öffentliche Leistungen schrittweise stärkt.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich