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Grüne zur Familie

Aus dem Programm „Sachsen gemeinsam bewegen – Unser Programm zur Landtagswahl 2024 in Sachsen“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Elternbeiträge deckeln, letztes Kita-Jahr kostenfrei machen

Die Grünen wollen Eltern bei den Kita-Kosten entlasten. Sie regen eine Obergrenze für Elternbeiträge an und setzen sich für ein kostenloses Mittagessen sowie ein beitragsfreies letztes Kita-Jahr ein. Die Kosten der Kitas sollen fair auf Land, Kommunen und Eltern verteilt werden.

Eltern sollen weniger für die Kita zahlen. Die Grünen wollen eine Grenze für die Beiträge. Das Mittagessen in der Kita soll nichts kosten. Auch das letzte Kita-Jahr soll kostenlos sein.

Alle Einrichtungen sollen eine ausreichende Grundfinanzierung erhalten. Die Beiträge sollen zwischen den Kommunen besser vergleichbar werden, und für Ermäßigungen und Befreiungen sollen überall dieselben Regeln gelten. Für Horte sind zusätzliche Landeszuschüsse geplant, die sich nach der sozialen Lage und der einzelnen Einrichtung richten und als Budget oder Stundenkontingent fließen können. Kitas sollen sich zudem stärker ins Wohnumfeld öffnen und mit Familienbildung verbunden werden; Kinder- und Familienzentren sollen weiter ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir setzen uns außerdem für ein kostenfreies Mittagessen in der Kita sowie ein kostenfreies letztes Kita-Jahr ein.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gedeckelte Beiträge, kostenfreies Essen und ein beitragsfreies Jahr verlagern Kosten von den Eltern auf die öffentliche Hand.

Landesweite Mindeststandards für die Jugendhilfe einführen

Die Grünen wollen Mindeststandards für die Kinder- und Jugendhilfe, die in ganz Sachsen gelten, weil die Mittel zwischen den Landkreisen ungleich verteilt seien. Jugendarbeit und Jugendverbände sollen verlässlich finanziert und der Kinderschutz ausgebaut werden.

Jugendhilfe ist nicht überall in Sachsen gleich gut. Die Grünen wollen gleiche Mindest-Regeln für das ganze Land. Jugendgruppen sollen dauerhaft Geld bekommen. Kinder sollen besser vor Gewalt geschützt werden.

Die Jugendpauschale soll weiterentwickelt und die Jugendverbandsarbeit langfristig grundfinanziert werden, einschließlich Verwaltungspersonal. An Freizeit-, Sport- und Bildungsorten sollen Schutzkonzepte gegen Gewalt entstehen, mit eigens ausgebildeten Beraterinnen und Beratern. Hilfen gegen sexualisierte Gewalt sollen auf einer digitalen Landkarte stehen und in unterversorgten Gebieten ausgebaut werden. Für ländliche Regionen sind Kinderrechtebüros oder mobile Angebote vorgesehen, Kinder- und Jugendringe sollen dauerhaft gefördert werden. Eine Werkstatt mit Fachleuten und Betroffenen soll neue Wege bei den Hilfen zur Erziehung suchen.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir erkennen die Ungleichverteilung von Ressourcen im Bereich der Jugendhilfe zwischen den Landkreisen in Sachsen und setzen uns dafür ein, landesweit gültige Mindeststandards zu etablieren.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindliche Standards und eine dauerhafte Grundfinanzierung bauen öffentliche Leistungen für junge Menschen aus.

Familienzentren und Beratung flächendeckend ausbauen

Die Grünen wollen Kinder- und Familienzentren an Kitas und Schulen im ganzen Land ausbauen, damit Familienbildung alle Familien leicht erreicht. Familie ist für sie überall dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, in allen Formen.

Familien sollen leicht Beratung und Hilfe finden. Dafür wollen die Grünen mehr Familien-Zentren in Kitas und Schulen. Auch auf dem Land soll Beratung gut erreichbar sein. Für die Grünen gehören alle Arten von Familien dazu.

Das Programm nennt ausdrücklich Alleinerziehende, queere Familien und Familien mit Menschen mit Behinderung. Auf dem Land sollen dezentrale Konzepte die Beratung besser erreichbar machen, für Familien in Konflikten sollen digitale Angebote gestärkt werden. Pflegefamilien sollen durch Begleitung, Werbekampagnen und finanzielle Absicherung unterstützt werden. Aufsuchende Beratung soll dafür sorgen, dass Leistungen tatsächlich in Anspruch genommen werden. Mobile Angebote sind auch für wohnungslose Menschen vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Dafür wollen wir das Konzept der Kinder- und Familienzentren in Kitas und Schulen flächendeckend weiter ausbauen.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentlich finanzierte Zentren und Beratungsangebote erweitern staatliche Leistungen für Familien schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Das Programm legt einen weiten Familienbegriff zugrunde, der ausdrücklich queere und andere Familienformen einschließt.

Landeserziehungsgeld abschaffen, Kita-Betreuung ausbauen

Die Grünen wollen das sächsische Landeserziehungsgeld streichen und das Geld in die Vereinbarkeit von Familie und Beruf lenken, vor allem in Kita-Betreuung auch zu Randzeiten. Im Bund setzen sie sich für eine Kindergrundsicherung ein, die alle Kinder erreicht.

Sachsen zahlt Eltern ein Landes-Erziehungs-Geld. Die Grünen wollen diese Zahlung abschaffen. Das Geld soll in bessere Kita-Betreuung fließen. Kitas sollen auch früh und spät offen sein. Außerdem wollen die Grünen eine Kinder-Grundsicherung für ganz Deutschland.

Die frei werdenden Mittel sollen auch den besonderen Bedarfen alleinerziehender und selbstständiger Eltern zugutekommen. Das Programm ordnet das Vorhaben der Armutsbekämpfung zu und nennt gerechte Chancen und soziale Sicherheit als Ziel. Die Kindergrundsicherung soll gewährleisten, dass Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern gut aufwachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir setzen uns für die Abschaffung des Landeserziehungsgeldes ein.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Mittel werden in öffentliche Betreuung umgeschichtet und eine umfassendere Kinderleistung auf Bundesebene wird unterstützt.

  • Gesellschafteher progressiv

    Eine Leistung für Betreuung zu Hause entfällt zugunsten von Kita-Betreuung und Erwerbstätigkeit beider Eltern.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

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