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Linke zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Wir sind der Pol der Hoffnung. Wahlprogramm zur Landtagswahl am 6. September 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 150 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Herdenschutz staatlich sichern, Wölfe gezielt entnehmen

Die Linke will Weidetierhalter durch einen staatlich finanzierten Herdenschutz und schnelle Entschädigungen unterstützen. Einzelne Wölfe sollen unter engen Bedingungen getötet werden dürfen, feste Obergrenzen oder pauschale Abschussquoten lehnt die Partei ab.

Die Linke will Schafe, Ziegen und Rinder auf der Weide besser schützen. Der Staat soll den Schutz bezahlen. Reißt ein Wolf Tiere, sollen Halter schnell Geld bekommen. Einzelne Wölfe dürfen nur in bestimmten Fällen getötet werden. Eine feste Höchst-Zahl für Wölfe will die Linke nicht.

Der Herdenschutz soll verlässlich finanziert werden und Schulungen sowie unkomplizierte Förderung umfassen. Bei Rissen sollen Halter rasch und in voller Höhe entschädigt werden, dazu kommt praxisnahe Beratung. Eine Entnahme soll möglich sein, wenn ein Wolf mehrfach Nutztiere getötet hat und sämtliche Schutzmaßnahmen nicht geholfen haben. Die Wolfspolitik soll sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützen und den Erhaltungszustand nach nachvollziehbaren Kriterien beurteilen. Die Rückkehr des Wolfs wertet das Programm als Erfolg des Artenschutzes und zugleich als Herausforderung für die Weidehaltung.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„gezielte Entnahmen von Wölfen ermöglichen, wenn sie wiederholt Nutztiere gerissen haben und alle Schutzmaßnahmen ausgeschöpft sind“
Seite 112 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Imkerei, Angelvereine und Kleingärten fördern

Die Linke will Imker, Angelvereine und Kleingartenvereine unterstützen, weil sie aus Sicht des Programms zu Naturschutz und Dorfleben beitragen. Kleingärten sollen erhalten bleiben und nicht in Bauland umgewandelt werden.

Die Linke will Imkern helfen. Imker sind Menschen, die Bienen halten. Auch Angel-Vereine sollen Hilfe bekommen. Kleingärten sollen bleiben und kein Bauland werden.

Imker sollen Zuschüsse für Ausbildung, Geräte, Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchs erhalten, das Schulimkerprojekt soll weiterlaufen. Hinzu kommt Hilfe gegen Schädlinge und invasive Arten wie die Asiatische Hornisse. Angler sollen bei Gewässerpflege, Besatz und der Wiederansiedlung heimischer Fische gestärkt werden, wobei die ökologische Entwicklung der Gewässer Vorrang vor bloßem Fischbesatz haben soll. Kleingartenvereine sollen Unterstützung erhalten, um leere Parzellen wieder zu nutzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 114)
„Kleingartenanlagen sichern, Umwidmungen zu Bauland verhindern und Vereine beim Reaktivieren leerstehender Parzellen unterstützen“
Seite 114 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wälder zu klimafesten Mischwäldern umbauen

Die Linke will die Wälder in Sachsen-Anhalt schneller zu Mischwäldern umbauen, die Dürre, Hitze und Schädlingen besser standhalten. Das Programm begründet das mit den großen Schäden der vergangenen Jahre, die vor allem Monokulturen getroffen hätten.

Viele Wälder im Land sind durch Hitze und Käfer kaputt. Die Linke will Wälder mit vielen verschiedenen Baum-Arten. Solche Misch-Wälder halten Trockenheit besser aus. Der Umbau soll schneller gehen.

Der Umbau zu widerstandsfähigen Mischwäldern soll beschleunigt werden. Wälder sollen sich möglichst selbst verjüngen, ergänzt durch Pflanzungen, die zum Standort passen. Die Douglasie soll höchstens 30 Prozent ausmachen. Für die Wiederbewaldung sollen ökologische Mindeststandards gelten, damit keine neuen Monokulturen entstehen. Das Programm versteht den Wald als öffentliches Gut, das Klima, Wasser, Böden und Artenvielfalt schützt und zugleich der Erholung dient; auch Wildtierauffangstationen sollen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„den Anteil der Douglasie auf höchstens 30 Prozent begrenzen und klare ökologische Mindeststandards für Wiederbewaldung verankern, um neue Monokulturen zu verhindern.“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Waldumbau soll beschleunigt und mit ökologischen Mindeststandards versehen werden, was Klimaanpassung und CO₂-Bindung schrittweise stärkt.

Landesforst stärken und Waldverkauf ausschließen

Die Linke will die öffentliche Forstverwaltung mit mehr Personal und besserer Bezahlung ausstatten und den Verkauf von Wald im Landesbesitz ausschließen. Aus Sicht des Programms braucht eine nachhaltige Bewirtschaftung verlässliche öffentliche Strukturen.

Das Land hat eine eigene Forst-Verwaltung. Die Linke will dort mehr Leute einstellen und sie gut bezahlen. Das Land soll seinen Wald nicht verkaufen. Kleine Wald-Besitzer sollen Hilfe bekommen.

Die Landesforstverwaltung soll personell aufgestockt und gut bezahlt werden, weil sie Wiederaufforstung, naturnahe Bewirtschaftung und Anpassung an den Klimawandel leisten soll. Landeswald soll nicht veräußert werden. Regionale Forstbetriebe sollen ein Vorkaufsrecht erhalten. Besitzerinnen und Besitzer sehr kleiner Waldflächen sollen beim Beitritt zu Forstgemeinschaften unterstützt werden. Flächen für Natur- und Prozessschutz sollen nach Bedarf ausgewiesen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„die Landesforstverwaltung mit mehr Personal und guter Bezahlung stärken“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal im öffentlichen Forst und der Ausschluss von Waldverkäufen stärken staatliches Eigentum und öffentliche Aufgaben schrittweise.

Holz stofflich nutzen, Windkraft im Wald begrenzen

Die Linke will Holz vorrangig als Baustoff und für langlebige Produkte einsetzen und erst zuletzt verbrennen. Windräder im Wald sollen nur auf ökologisch wenig wertvollen Flächen stehen, und der Schutz vor Waldbränden soll verbessert werden.

Holz soll zuerst zum Bauen und für Möbel dienen. Verbrennen soll die letzte Wahl sein. Wind-Räder sollen nur auf kahlen Wald-Flächen stehen. Die Feuerwehr soll besser gegen Wald-Brände ausgerüstet sein.

Das Programm nennt eine Rangfolge: erst Bauen und langlebige Produkte, dann Wiederverwendung, am Ende die energetische Verbrennung, weil verbautes Holz CO₂ lange bindet. Bei öffentlichen Bauten soll Holz als Baustoff gefördert werden. Windkraft im Wald soll nur an ökologisch vertretbaren Standorten möglich sein, zum Beispiel auf kahlen Flächen. Für den Brandschutz sollen Wege, Löschwasserstellen und die Ausstattung der Feuerwehren verbessert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„Waldflächen nur dort für Windkraft nutzen, wo es ökologisch vertretbar ist, etwa auf Kahlflächen und Flächen mit geringer ökologischer Wertigkeit“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt fördert Holz als CO₂-Speicher, begrenzt aber zugleich den Ausbau der Windkraft im Wald zugunsten des Naturschutzes.

Jagdrecht modernisieren und Wildbestände regulieren

Die Linke will das Jagdrecht so überarbeiten, dass die Jagd ökologischen Zielen und dem Tierschutz folgt und zugleich in der Praxis funktioniert. Das Programm sieht die Jagd als Mittel gegen Wildschäden, für den Waldumbau und gegen Tierseuchen.

Die Linke will neue Regeln für die Jagd. Die Jagd soll der Natur helfen und Tiere wenig leiden lassen. Wildschweine sollen stärker gejagt werden. Jäger, Bauern und Naturschützer sollen zusammenarbeiten.

Wildschweine sollen konsequent und abgestimmt bejagt werden, und Jagden über Reviergrenzen hinweg sollen leichter werden. Moderne Technik soll praxisnah eingesetzt werden können. Schalenwild wie Rehe und Hirsche soll so reguliert werden, dass junge Bäume nachwachsen können. Die Jagdkataster sollen mit einer landesweiten Software einheitlich digitalisiert werden. Außerdem sollen Bürokratie abgebaut und die Abstimmung zwischen Jägerschaft, Land- und Forstwirtschaft sowie Naturschutz gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„Wir setzen uns für ein modernes Jagdrecht ein, das eine ökologisch verantwortliche, tierschutzgerechte und praxisnahe Bejagung ermöglicht.“
Seite 117 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierheime und Tierschutzstrukturen öffentlich finanzieren

Die Linke will Tierheime dauerhaft aus öffentlichen Mitteln fördern und staatliche Strukturen im Tierschutz ausbauen. Nach Darstellung des Programms übernehmen Vereine und Ehrenamtliche bisher Aufgaben, die eigentlich der Staat erfüllen müsste.

Tierheime kümmern sich um gefundene Tiere. Die Linke sagt: Das ist eine Aufgabe des Staates. Deshalb soll das Land Tierheime dauerhaft bezahlen. Es soll auch Programme für Katzen und Tauben geben.

Die Versorgung von Fundtieren und beschlagnahmten Tieren soll dauerhaft ausreichend finanziert werden, und der Landeshaushalt soll eigene Mittel für Fälle von Animal Hoarding enthalten. Die oder der Landestierschutzbeauftragte soll ein eigenes Budget bekommen und unabhängig arbeiten können. Ein zentrales Landesregister soll Tierhaltungs- und Betreuungsverbote erfassen, damit ein Umzug sie nicht aushebelt. Vorgesehen sind zudem eine landesweite Katzenschutzverordnung nach Paderborner Vorbild mit einem Programm für Kastration und Kennzeichnung sowie ein Landesprogramm für betreute Taubenschläge.

Originalzitat anzeigen (Seite 118)
„die Finanzierung staatlicher Aufgaben wie die Versorgung von Fund- und beschlagnahmten Tieren dauerhaft und auskömmlich sichern, um die Kommunen zu entlasten“
Seite 118 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Tierschutzaufgaben sollen stärker vom Land finanziert und in öffentlichen Strukturen verankert werden, was öffentliche Leistungen ausweitet.

Verbandsklagerecht und strengere Tierschutzregeln einführen

Die Linke will Tierschutzverbänden ein Klagerecht geben, damit Verstöße gegen das Tierschutzrecht vor Gericht kommen können. Hinzu kommen eine Registrierungspflicht für Heimtiere, das Ende der Rasselisten für Hunde und ein Verbot von Tieren im Zirkus.

Tiere können nicht selbst vor Gericht gehen. Deshalb sollen Tierschutz-Verbände für sie klagen dürfen. Alle Heimtiere sollen eine Kennzeichnung bekommen. Zirkusse sollen keine Tiere mehr zeigen dürfen.

Tierschutzverbände sollen ein Verbandsklagerecht erhalten. Die bestehenden Rasselisten sollen entfallen, weil sie nach Ansicht der Partei pauschal diskriminieren und die Sicherheit nicht erhöhen. Für alle Heimtiere soll landesweit eine Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht gelten, um Aussetzungen und Wiederholungsfälle zu verhindern. Der Vollzug des Tierschutzrechts soll gestärkt werden. Tiere in Zirkusbetrieben und lebende Tiere in Krippen auf Weihnachtsmärkten will die Linke verbieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„ein Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände einführen, damit Verstöße gegen das Tierschutzrecht wirksam geprüft und gerichtlich verfolgt werden können“
Seite 119 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Naturschutz mit Landesfonds und mehr Personal stärken

Die Linke will den Naturschutz im Land besser ausstatten, unter anderem mit einem Landesnaturfonds und stärkeren Behörden. Das Programm zählt eine intakte Natur zur öffentlichen Daseinsvorsorge und will Aufgaben nicht auf Freiwillige abwälzen.

Die Linke will die Natur im Land besser schützen. Die Ämter für Naturschutz sollen mehr Geld und Leute bekommen. Ein neuer Fonds soll Naturschutz auf lange Zeit bezahlen. Moore sollen wieder nass werden.

Die Naturschutzbehörden sollen mehr Personal und Geld erhalten. Ein Landesnaturfonds nach dem Beispiel Brandenburgs soll Maßnahmen langfristig finanzieren, und Natura-2000-Stationen sollen Schutzgebiete fachlich betreuen. Die EU-Wiederherstellungsverordnung soll konsequent umgesetzt und der Biotopverbund ausgebaut werden. Moore sollen renaturiert und Paludikulturen, also Landwirtschaft auf nassen Moorböden, gefördert werden. Dazu kommen der Ausbau von Naturparks und Umweltbildung sowie das Vorgehen gegen invasive Arten, die heimische Lebensräume gefährden.

Originalzitat anzeigen (Seite 122)
„einen Landesnaturfonds nach Brandenburger Vorbild einrichten, der Naturschutzmaßnahmen langfristig finanziert und strategisch bündelt“
Seite 122 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Landesfonds und besser ausgestattete Behörden erhöhen öffentliche Ausgaben und staatliche Verantwortung für den Naturschutz.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Renaturierung von Mooren und die Umsetzung der Wiederherstellungsverordnung stärken natürlichen Klimaschutz schrittweise.

Recyclingwirtschaft ausbauen, Abfallwirtschaft öffentlich organisieren

Die Linke will Sachsen-Anhalt zu einem führenden Standort für Recycling und Rohstoffrückgewinnung machen. Die Abfallwirtschaft soll als Teil der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand liegen, Müllimporte ins Land sollen enden. Begründet wird das mit der Abhängigkeit von Rohstoffimporten, etwa bei seltenen Erden, und mit der Belastung von Klima und Umwelt.

Die Linke will mehr Recycling in Sachsen-Anhalt. Aus altem Material sollen wieder Rohstoffe werden. Die Müll-Entsorgung soll dem Staat und den Gemeinden gehören. Müll aus anderen Regionen soll nicht mehr ins Land kommen. Reparaturen sollen billiger werden.

Vorgesehen ist eine Industrie- und Innovationsstrategie für Kreislaufproduktion sowie der Ausbau der Hochschulstandorte Anhalt und Merseburg mit Forschung zur Rückgewinnung seltener Erden. Der Abfallwirtschaftsplan soll Kapazitätsgrenzen, Qualitätskriterien und das Näheprinzip festlegen; dazu kommt eine Bundesratsinitiative gegen Mülltransporte über Ländergrenzen. Auflagen für Deponien und Abfalltransporte sollen strenger werden. Im öffentlichen Bau soll ein Pflichtanteil an Recycling-Baustoffen gelten. Ein landesweiter Reparaturbonus soll Elektroschrott vermeiden, und eine weitere Bundesratsinitiative soll die Rückgabe von Altgeräten mit seltenen Erden zur Pflicht machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 123)
„Sachsen-Anhalt zum Zentrum und Vorreiter der Recyclingwirtschaft entwickeln – mit einer klaren Industrie- und Innovationsstrategie für Rohstoffrückgewinnung und Kreislaufproduktion“
Seite 123 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Abfallwirtschaft soll stärker öffentlich statt privat organisiert werden, ergänzt um staatliche Industriestrategie, Quoten und Förderprogramme.

Gewässer schützen und Wasser öffentlich halten

Die Linke will die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie rasch und vollständig erfüllen und dafür mehr Geld des Landes einsetzen. Trinkwasser und Abwasser sollen öffentliche Aufgabe bleiben, eine Privatisierung von Quellen wird ausgeschlossen. Bei Konflikten um Wasser sollen Trinkwasser und Ökosysteme Vorrang haben.

Die Linke will Flüsse, Bäche und Seen besser schützen. Das Land soll dafür mehr Geld geben. Trinkwasser soll der Öffentlichkeit gehören. Firmen sollen keine Quellen kaufen dürfen. Wenn Wasser knapp ist, geht Trinkwasser vor.

Fließgewässer sollen wieder durchgängig werden, damit Wanderfische wie der Lachs sie passieren können. Einträge von Stickstoff und Phosphor sollen durch Regeln, Gewässerrandstreifen und staatliche Kontrollen sinken. Ein Landesprogramm soll Dorfteiche und Seen ökologisch stabilisieren und als Aufenthaltsorte aufwerten. Außerdem plant die Partei ein Förderprogramm des Landes für Trinkbrunnen in Kommunen. Das Programm begründet dies mit Trockenperioden, sinkender Grundwasserneubildung und dem schlechten Zustand vieler Gewässer.

Originalzitat anzeigen (Seite 125)
„die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie zügig und vollständig umsetzen und dafür mehr Landesmittel bereitstellen“
Seite 125 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Wasserversorgung soll ausdrücklich öffentlich bleiben, Privatisierung wird ausgeschlossen und mehr Landesgeld eingesetzt.

Wasserkonzept für Großansiedlungen vorschreiben

Die Linke will große Industrieansiedlungen an ein tragfähiges Wasserkonzept knüpfen und Großverbraucher beim Wasserentnahmeentgelt stärker belasten. Der wachsende Bedarf der Industrie soll nicht zulasten von Bevölkerung und Umwelt gehen. Die geplante Überleitung von Elbwasser in die Spree lehnt die Partei ab.

Große Fabriken brauchen viel Wasser. Die Linke will: Sie müssen vorher einen Plan für das Wasser vorlegen. Wer sehr viel Wasser nimmt, soll mehr dafür zahlen. Die Menschen sollen dadurch keine Nachteile haben. Wasser aus der Elbe soll nicht in die Spree fließen.

Das Wasserkonzept soll lokale Versorgung, Wiederverwendung, Speicherung und ein Lastenmanagement enthalten. Das Entgelt für Wasserentnahmen soll für große Verbraucher mit der Menge steigen und für Industrie- und Kühlwasser nach Branchen gestaffelt werden. Die Elbe-Spree-Überleitung birgt aus Sicht der Partei ökologische Risiken, dauerhafte Kosten und eine Abhängigkeit von Fernwasser. Für den nach dem Kohleausstieg drohenden Wassermangel der Spree setzt das Programm auf regionale Lösungen wie Renaturierung, Wiedervernässung, kleinere Restlöcher und sparsamen Verbrauch.

Originalzitat anzeigen (Seite 126)
„das Wasserentnahmeentgelt zu progressiven Sätzen für Großverbraucher:innen und zu branchenspezifischen Tarifen für Industrie- und Kühlwasser reformieren“
Seite 126 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Auflagen für Ansiedlungen und höhere, gestaffelte Entgelte für industrielle Großverbraucher bedeuten mehr Regulierung und Abgaben.

Abwasser öffentlich halten, Hersteller an Kosten beteiligen

Die Linke will die Abwasseraufbereitung in öffentlicher Hand sichern und ihre Modernisierung mit Geld von Land und Bund fördern. Die Kosten höherer Reinigungsstandards nach der neuen EU-Abwasserrichtlinie sollen über eine Abgabe die Hersteller der belastenden Stoffe tragen. So sollen Gebühren für Kommunen und Haushalte bezahlbar bleiben.

Die Linke will: Klär-Anlagen bleiben in öffentlicher Hand. Land und Bund sollen Geld für neue Technik geben. Firmen bringen schädliche Stoffe ins Wasser. Diese Firmen sollen für die Reinigung zahlen. So bleiben die Kosten für die Menschen niedrig.

Fördermittel für Erhalt und Erneuerung der Anlagen sollen verlässlich fließen und leicht zugänglich sein. Die neue EU-Richtlinie verlangt laut Programm, Mikroschadstoffe wirksam zu entfernen; diese Last soll nicht allein bei Kommunen und Bevölkerung liegen. Zudem will die Partei Verfahren fördern, die gereinigtes Abwasser weiterverwenden, etwa für die Grundwasserneubildung, Löschteiche, die Herstellung von Wasserstoff oder die Bewässerung von Auwäldern.

Originalzitat anzeigen (Seite 126)
„eine Herstellerverantwortung durchsetzen, damit Unternehmen, die das Problem verursachen, über eine Herstellerabgabe die entstehenden Kosten tragen“
Seite 126 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliches Eigentum an der Abwasserreinigung, mehr Fördermittel und eine Abgabe für Hersteller stehen für mehr Staat und Abgaben für Unternehmen.

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Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich