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Linke zu weiteren Themen

Aus dem Programm „Wir sind der Pol der Hoffnung. Wahlprogramm zur Landtagswahl am 6. September 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 150 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Weitere Themen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Religionsgemeinschaften gleichstellen, Staatsleistungen ablösen

Die Linke will, dass alle Religionsgemeinschaften ihr Gemeindeleben gleichberechtigt und ohne Angst gestalten können. Religionsunterricht soll allen Gemeinschaften in gleicher Weise offenstehen. Zugleich hält die Partei an der Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen fest und will religiösen Fundamentalismus bekämpfen.

Die Linke will gleiche Rechte für alle Religionen. Das gilt für Christen, Juden und Muslime. Alle sollen Religions-Unterricht anbieten können. Der Staat zahlt den Kirchen bisher jedes Jahr Geld. Diese Zahlungen will die Linke beenden. Die Partei will auch gegen religiösen Extremismus vorgehen.

Das Programm sieht Kirchen, jüdische und muslimische Gemeinden als wichtigen Teil der Zivilgesellschaft und beschreibt Angriffe von rechts, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus als Bedrohung. Die Ideen der Gemeinschaften zur Lösung gesellschaftlicher Aufgaben sollen aufgegriffen werden. Auf politischer Ebene soll es einen dauerhaften Dialog mit Kirchen sowie jüdischen und muslimischen Gemeinden geben. Die historisch begründeten staatlichen Zahlungen an die Kirchen sollen abgelöst werden. Religiöser Fundamentalismus, ob christlich-evangelikal oder dschihadistisch, soll durch Intervention, Aufklärung, Prävention und zivilgesellschaftliche Initiativen bekämpft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„dass alle Religionsgemeinschaften gleichberechtigt ohne Angst vor Repressionen ihr Gemeindeleben ausgestalten und in unserer Gesellschaft darüber hinaus aktiv werden können“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Gleicher Zugang aller Religionen zum Religionsunterricht und die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen verschieben das überlieferte Verhältnis von Staat und Kirchen in Richtung Vielfalt.

Schwimmenlernen für alle Grundschulkinder sichern

Die Linke will erreichen, dass jedes Kind bis zum Ende der Grundschule sicher schwimmen kann. Dafür sollen Schwimmangebote in Wohnortnähe mit genügend Plätzen bereitstehen. Das Programm verweist darauf, dass derzeit jedes dritte Kind am Ende der Grundschule nicht sicher schwimmen könne.

Die Linke will: Alle Kinder sollen schwimmen lernen. Das soll bis zum Ende der Grundschule klappen. Dafür soll es Schwimm-Angebote in der Nähe geben. Die Schwimm-Gutscheine sollen neu geplant werden.

Das Programm sieht wohnortnahe Schwimmangebote mit ausreichenden Kapazitäten vor. Die bisherigen Schwimmgutscheine sollen neu konzipiert werden, weil sie laut Programm wenig Erfolg hatten. Als Begründung nennt die Linke Bäderschließungen und Anfahrten von bis zu einer Stunde für Kinder im ländlichen Raum. Sport und Schwimmen versteht die Partei als öffentliche Aufgabe.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Kein Kind soll die Grundschule verlassen, ohne sicher schwimmen zu können.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Schwimmangebot soll als öffentliche Aufgabe ausgebaut werden, was mehr öffentliche Leistungen bedeutet.

Schwimmbäder und Sportstätten sanieren und finanzieren

Die Linke will den Sanierungsstau bei Bädern, Turnhallen und Sportanlagen mit langfristigen Investitionsprogrammen abbauen. Auch die Förderung für den Bau von Vereinssportstätten soll so ausgestattet werden, dass nötige Projekte umgesetzt werden können. Eine Pflicht zur Mitgliedschaft im Landessportbund als Fördervoraussetzung lehnt die Partei ab.

Viele Schwimmbäder und Sporthallen sind in schlechtem Zustand. Die Linke will sie reparieren lassen. Das Land soll den Städten und Gemeinden dabei Geld geben. Auch Sportvereine sollen mehr Geld für ihre Anlagen bekommen. Dafür müssen sie nicht Mitglied im Landes-Sportbund sein.

Kommunen sollen über langfristige Investitionsprogramme verlässlich bei Sanierung und Modernisierung unterstützt werden. Die Förderprogramme für Vereine sollen planbar und unbürokratisch sein und auch zu kleinen und mittleren Vereinen passen. Laut Programm konnte zuletzt nur etwa ein Drittel der beantragten Vereinsförderung bewilligt werden, weil Landesmittel gekürzt wurden. Fördergeld soll auch Vereinen außerhalb des Landessportbunds offenstehen; einen Demografiecheck soll der Verband unabhängig von der Mitgliedschaft durchführen müssen. Vereine ohne eigene Sportstätten sollen bezahlbaren Zugang zu Anlagen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Der hohe Sanierungsstau bei Schwimm- und Sportstätten muss abgebaut werden.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Langfristige Investitionsprogramme und höhere Fördermittel erweitern die öffentlichen Ausgaben für Infrastruktur.

Finanzielle Hürden beim Sport für Kinder abbauen

Die Linke will verhindern, dass Kinder und Jugendliche aus Familien mit wenig Geld wegen der Kosten keinen Sport treiben. Vorgesehen sind Zuschüsse zu Mitgliedsbeiträgen und eine engere Verbindung der Bildungs- und Teilhabeleistungen mit dem Vereinssport. Das Programm begründet dies damit, dass Kinder aus ärmeren Familien Vereinsangebote deutlich seltener nutzen.

Sport kostet Geld, zum Beispiel für den Verein und die Ausrüstung. Manche Familien können das nicht bezahlen. Die Linke will diesen Familien helfen. Es soll Zuschüsse für Vereins-Beiträge geben. Schulen, Kitas und Vereine sollen mehr zusammenarbeiten.

Kosten für Beiträge, Ausrüstung und Fahrten sollen kein Hindernis mehr sein. Dazu will die Partei Mitgliedsbeiträge bezuschussen und staatliche Teilhabeleistungen besser mit dem Vereinssport verknüpfen. Kooperationen zwischen Schulen, Kitas und Vereinen sollen unterstützt werden. Projekte wie die Talentsichtung und Talentförderung sollen weiterlaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien wollen wir dafür sorgen, dass die Aufwendungen für Beiträge, Ausrüstung und Fahrkosten kein Hinderungsgrund für sportliche Betätigung sind.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zuschüsse für einkommensschwache Familien bauen öffentliche Leistungen und Umverteilung schrittweise aus.

Ehrenamt im Sport und inklusive Angebote stärken

Die Linke will das Ehrenamt im Sport stärker fördern, unter anderem mit einer landesweiten Ehrenamtskarte und gesicherten Freiwilligendiensten. Außerdem sollen Sportangebote für bestimmte Gruppen wie ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder queere Menschen besonders unterstützt werden. Vereine sollen Hilfe erhalten, um barrierearm und diskriminierungsfrei zu arbeiten.

Viele Menschen helfen freiwillig im Sportverein. Die Linke will diese Menschen mehr unterstützen. Es soll eine Ehrenamts-Karte für das ganze Land geben. Sport soll für alle Menschen offen sein. Das gilt zum Beispiel für alte Menschen und Menschen mit Behinderung.

Geplant sind mehr Anerkennung, eine landesweite Ehrenamtskarte, gesicherte Freiwilligendienste und eine bessere Vereinbarkeit des Engagements mit Schule, Studium und Beruf. Vereine sollen Unterstützung bei der Aus- und Fortbildung von Trainerinnen und Trainern, bei der Digitalisierung und bei Strukturen der Fankultur bekommen. Für Themen wie rechte Tendenzen oder sexuellen Missbrauch im Sport sollen qualifizierte Fachkräfte eingesetzt werden können. Öffentliche Sportangebote wie Skateparks und Bolzplätze sollen erhalten bleiben. Besonders gefördert werden sollen Angebote für Ältere, für Frauen und Mädchen, für Menschen mit Behinderungen oder Migrationsgeschichte sowie für queere Menschen; auf dem Land sollen sie wohnortnah ausgeweitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Gemeinsam mit dem Landessportbund wollen wir die Förderung des Ehrenamtes weiterentwickeln“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die gezielte Förderung von Angeboten für Frauen, queere Menschen und Menschen mit Migrationsgeschichte sowie diskriminierungsfreier Vereinsarbeit baut Gleichstellung und Vielfalt aus.

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