Religionsgemeinschaften gleichstellen, Staatsleistungen ablösen
Die Linke will, dass alle Religionsgemeinschaften ihr Gemeindeleben gleichberechtigt und ohne Angst gestalten können. Religionsunterricht soll allen Gemeinschaften in gleicher Weise offenstehen. Zugleich hält die Partei an der Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen fest und will religiösen Fundamentalismus bekämpfen.
Die Linke will gleiche Rechte für alle Religionen. Das gilt für Christen, Juden und Muslime. Alle sollen Religions-Unterricht anbieten können. Der Staat zahlt den Kirchen bisher jedes Jahr Geld. Diese Zahlungen will die Linke beenden. Die Partei will auch gegen religiösen Extremismus vorgehen.
Das Programm sieht Kirchen, jüdische und muslimische Gemeinden als wichtigen Teil der Zivilgesellschaft und beschreibt Angriffe von rechts, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus als Bedrohung. Die Ideen der Gemeinschaften zur Lösung gesellschaftlicher Aufgaben sollen aufgegriffen werden. Auf politischer Ebene soll es einen dauerhaften Dialog mit Kirchen sowie jüdischen und muslimischen Gemeinden geben. Die historisch begründeten staatlichen Zahlungen an die Kirchen sollen abgelöst werden. Religiöser Fundamentalismus, ob christlich-evangelikal oder dschihadistisch, soll durch Intervention, Aufklärung, Prävention und zivilgesellschaftliche Initiativen bekämpft werden.
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„dass alle Religionsgemeinschaften gleichberechtigt ohne Angst vor Repressionen ihr Gemeindeleben ausgestalten und in unserer Gesellschaft darüber hinaus aktiv werden können“Einordnung
- Gesellschafteher progressiv
Gleicher Zugang aller Religionen zum Religionsunterricht und die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen verschieben das überlieferte Verhältnis von Staat und Kirchen in Richtung Vielfalt.