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CDU zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Regierungsprogramm zur Landtagswahl am 6. September 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 91 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Waldumbau fördern und Wald weiter bewirtschaften

Die CDU will den Umbau der Wälder zu klimaangepassten Mischbeständen fördern und setzt dabei auf Bewirtschaftung und Holznutzung. Für die gezielte Stilllegung von Forstflächen sollen keine Steuermittel fließen. Kleine private Waldbesitzer sollen besondere Unterstützung erhalten.

Hitze und Schädlinge schaden dem Wald. Die CDU will andere Bäume pflanzen, die das besser aushalten. Der Wald soll weiter genutzt werden, zum Beispiel für Holz. Besitzer von kleinen Wäldern sollen Hilfe bekommen.

Gefördert werden Waldumbau, Forstbetriebsgemeinschaften, Wegebau, Bestandspflege und Brandschutz, vor allem bei privaten Eigentümern. Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sollen dauerhaft besetzte Geschäftsstellen und eine verlässliche fachliche Betreuung bekommen. Vom Nationalpark Harz erwartet die CDU ein jährliches Monitoring zu Waldbrand und Borkenkäfer, das auch Totholz, Löschwasserstellen und Wegezustand erfasst. Ökosystemleistungen des Waldes sollen stärker vergütet und dafür mit der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt definiert werden. Das Land soll als Standort der Bioökonomie mit Leuna weiter etabliert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Ein zügiger Waldumbau mit einem breiten, klimaangepassten Baumartenspektrum ist erforderlich, um die Multifunktionalität des Waldes zu sichern.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Waldumbau, forstliche Zusammenschlüsse und Ökosystemleistungen sollen mit öffentlichem Geld stärker gefördert werden.

Wolfsbestand regulieren und Schäden durch geschützte Arten ausgleichen

Die CDU will Regeln, mit denen der Wolfsbestand reguliert werden kann, und begründet das mit der Sicherheit von Menschen und Weidetieren. Der Ausgleich für Schäden durch geschützte Tiere soll vom Wolf auf weitere Arten wie Biber und Saatkrähe ausgedehnt werden.

Die CDU will die Zahl der Wölfe begrenzen. So will sie Menschen und Weide-Tiere schützen. Bauern bekommen heute Geld, wenn Wölfe Schaden anrichten. Das soll auch bei Schäden durch Biber und Saat-Krähen gelten.

Die Jagd gilt im Programm als Eigentumsrecht und als wichtig für stabile Wälder. Jagdgenossenschaften sollen vom Land die Daten erhalten, die sie für ein Jagdkataster brauchen. Die Erhebung der Schäden durch geschützte Arten sollen Landkreise und kreisfreie Städte abstimmen und einleiten. Artenschutz und Land- und Forstwirtschaft sollen nach dem Programm nicht gegeneinander stehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir setzen uns für wirksame Regelungen zur Regulierung des Wolfsbestandes ein, um die Sicherheit von Mensch und Weidetieren in unserer Kulturlandschaft zu gewährleisten.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Entschädigung für Schäden durch geschützte Arten soll auf weitere Tierarten ausgeweitet werden.

EU-Wiederherstellungsverordnung aufheben

Die CDU will die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur vollständig aufheben lassen. An ihre Stelle soll ein neues Regelwerk treten, das aus Sicht der Partei praxistauglich, fair und finanziell abgesichert ist. Weitere Schutzgebiete auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen lehnt sie ab.

Die EU hat ein Gesetz, um Natur wieder herzustellen. Die CDU will dieses Gesetz abschaffen. Es soll neue Regeln geben, bei denen alle mitreden. Äcker und Wälder sollen nicht zusätzlich unter Schutz kommen.

Das neue Regelwerk soll unter Beteiligung aller betroffenen Akteure entstehen. Es soll dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und ihrer Anpassung an den Klimawandel dienen. Flächen, die heute land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden, sollen nicht zusätzlich unter Schutz gestellt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Wir sprechen uns dafür aus, die Wiederherstellungsverordnung vollständig aufzuheben“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Eine geltende EU-Verordnung soll aufgehoben und durch ein neu ausgehandeltes Regelwerk ersetzt werden, was die bestehenden EU-Vorgaben zurücknimmt.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Verbindliche Vorgaben zur Wiederherstellung von Natur sollen entfallen und neue Schutzgebiete unterbleiben, womit die wirtschaftliche Nutzung der Flächen Vorrang erhält.

Umweltvorgaben nur eins zu eins umsetzen

Die CDU will Umweltvorschriften von EU und Bund im Land nicht zusätzlich verschärfen. Landesrecht soll die Vorgaben nur eins zu eins übernehmen. Die Verwaltung soll außerdem effizienter arbeiten.

Die EU und der Bund machen Regeln für den Umwelt-Schutz. Die CDU will diese Regeln im Land nicht strenger machen. Das Land soll sie genau so übernehmen. Die Ämter sollen schneller arbeiten.

Das Programm sieht vor, dass Sachsen-Anhalt über die Umweltvorgaben von EU und Bund nicht hinausgeht. Informationen sollen an einer einzigen Stelle im Land gebündelt werden. Automatisierung und künstliche Intelligenz sollen die Abläufe effizienter machen. Umwelt- und Naturschutz gelten im Programm als Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und nicht als Gegensatz zur Wirtschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„dass Vorgaben der EU und des Bundes nicht durch landesrechtliche Regelungen weiter verschärft werden (1:1-Umsetzung)“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Verzicht auf strengere Landesregeln begrenzt die Regulierung gegenüber heute und passt damit zum Pol weniger Regulierung.

Artenvielfalt und Schutzgebiete sichern

Die CDU will die biologische Vielfalt erhalten, Biotope besser vernetzen und die Biodiversitätsstrategie des Landes überarbeiten. Schutzgebiete sollen weiter unterstützt werden und zugänglich bleiben. Zugleich soll der Schutzstatus von Arten überprüft werden können.

Die CDU will Tiere und Pflanzen schützen. Ihre Lebens-Räume sollen besser verbunden sein. Schutz-Gebiete sollen bleiben, und Menschen sollen sie besuchen können. Das Land soll prüfen können, ob eine Art noch Schutz braucht.

Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen sollen durch eine bessere Vernetzung von Biotopen gesichert werden, und invasive Arten sollen stärker beachtet werden. Ein Ausgleich für Wildschäden kann nach Ansicht der CDU die Akzeptanz des Artenschutzes erhöhen. Ehrenamtliche Naturschützer sollen gestärkt und weiter in Fachgremien einbezogen werden. Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke werden weiter gefördert. Für das Stilllegen von Flächen, die schon nachhaltig bewirtschaftet werden, will die CDU keine Steuermittel ausgeben. Das Grüne Band soll als Ort der Erinnerung erhalten und genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Die Biodiversitätsstrategie soll überarbeitet werden. Ein Augenmerk soll auf die invasiven Arten gelegt werden.“
Seite 68 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierheime und Tierschutzvereine stärker fördern

Die CDU will Tierheime, Tierschutzvereine und Gnadenhöfe stärker fördern. Die Verordnung zur Kastration von Katzen soll im ganzen Land gelten. Ehrenamtliche im Tierschutz sollen mehr Anerkennung und verlässliche Hilfe bekommen.

Die CDU will Tier-Heimen mehr Geld geben. Auch Tierschutz-Vereine und Gnaden-Höfe sollen mehr Hilfe bekommen. Katzen sollen im ganzen Land kastriert werden müssen. So soll es weniger streunende Katzen geben.

Die höhere Förderung soll gestiegene Kosten und den größeren Bedarf an Investitionen der Einrichtungen berücksichtigen. Die landesweite Anwendung der Katzenkastrationsverordnung soll die Zahl streunender Katzen und deren Leid verringern. Das Programm sieht darin auch einen Beitrag zum Schutz heimischer Vögel. Die Arbeit der Ehrenamtlichen soll stärker gewürdigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Wir werden sie stärker fördern und dabei auch den gestiegenen Investitionsbedarf und Kostendruck berücksichtigen.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Landesförderung für Tierschutzeinrichtungen soll steigen, was öffentliche Leistungen innerhalb des bestehenden Systems ausbaut.

Kreislaufwirtschaft und heimische Rohstoffgewinnung stärken

Die CDU will Recycling und Kreislaufwirtschaft als Wirtschaftszweig unterstützen und den Einsatz von Recyclingbaustoffen erleichtern. Der Abbau von Rohstoffen im Land soll möglich bleiben, um Wertschöpfungsketten zu erhalten. Auch Unternehmen der Umwelttechnologie sollen weiter Unterstützung bekommen.

Die CDU will, dass mehr Dinge wieder verwendet werden. Altes Bau-Material soll leichter neu genutzt werden können. Der Staat soll dabei ein Vorbild sein. Rohstoffe sollen weiter im Land abgebaut werden dürfen.

Repair-Cafés, Recyclinghäuser und das Wiederverwerten von Baumaterial sollen unterstützt werden, ebenso die Forschung zu Ersatz- und Recyclingbaustoffen. Wind- und Solaranlagen sollen stärker recycelt werden, vor allem um seltene Rohstoffe zurückzugewinnen. Rohstoffe sollen im Land umweltschonend abgebaut werden können, mit anschließender Rekultivierung nach dem Stand der Technik. Frühere Abbaugebiete und Deponien sollen an geeigneten Orten der Energieerzeugung dienen. Bestehende Auflagen zur Rekultivierung sollen dafür überprüft und im Einvernehmen angepasst werden können. Firmen der Umwelttechnologie, besonders der Biotechnologie, will die CDU weiter fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Den Einsatz von Ersatz- und Recyclingbaustoffen wollen wir vereinfachen. Die öffentliche Hand soll dabei Vorreiter werden.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet staatliche Förderung und eine Vorreiterrolle der öffentlichen Hand mit einfacheren Regeln für Baustoffe und Rohstoffabbau.

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