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Linke zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Wir sind der Pol der Hoffnung. Wahlprogramm zur Landtagswahl am 6. September 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 150 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,4), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,5), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Vollständig erneuerbare Energieversorgung ohne Atomkraft

Die Linke strebt für Sachsen-Anhalt Strom ausschließlich aus erneuerbaren Quellen und eine klimaneutrale Wärmeversorgung an. Energie soll als öffentliche Daseinsvorsorge gelten und stärker in Bürgerhand kommen. Eine Rückkehr zur Atomkraft lehnt das Programm ab, weil solche Debatten aus seiner Sicht falsche Erwartungen wecken.

Die Linke will Strom nur noch aus Wind, Sonne und ähnlichen Quellen. Auch das Heizen soll dem Klima nicht mehr schaden. Atomkraft lehnt die Partei ab. Bürger sollen bei der Energie mehr mitbestimmen.

Erneuerbare Energien sollen konsequent und naturverträglich ausgebaut werden. Das Programm nennt fehlende Netzkapazitäten und Speicher als Hemmnis der Energiewende. Im Wärmebereich sollen Abwärme, Großwärmepumpen und Nahwärme stärker genutzt werden. Regionale Wertschöpfung, ländliche Räume und Kommunen sollen vom Energieausbau profitieren. Versorgungssicherheit, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit will die Linke gemeinsam betrachten.

Originalzitat anzeigen (Seite 105)
„Wir wollen ein Land, das Verantwortung übernimmt: für 100 Prozent erneuerbaren Strom und für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.“
Seite 105 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Energie soll als öffentliche Daseinsvorsorge gesichert und stärker gemeinwohlorientiert organisiert werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau erneuerbarer Energien und klimaneutraler Wärme soll konsequent vorangetrieben werden, was den bestehenden Kurs der Energiewende verstärkt.

Sockeltarif einführen und Energiesperren verbieten

Die Linke will einen verpflichtenden günstigen Grundtarif für Strom und Wärme sowie ein gesetzliches Verbot von Strom- und Gassperren. Eine staatliche Strompreisaufsicht soll zurückkehren. Das Programm begründet dies damit, dass hohe Energiepreise vor allem Menschen mit kleinem Einkommen treffen und Energie zur Daseinsvorsorge gehöre.

Die Linke will einen festen günstigen Preis für den Grund-Bedarf an Strom und Wärme. Niemandem soll Strom oder Gas abgestellt werden. Der Staat soll die Strom-Preise wieder prüfen. Wer Energie-Schulden hat, soll Hilfe bekommen.

Der Sockeltarif soll den Grundbedarf an Strom und Wärme für alle erschwinglich machen. Strom- und Gassperren sollen verboten werden, weil die Linke Strom und eine warme Wohnung als Grundrecht ansieht. Für Energieschulden ist ein Härtefallfonds vorgesehen, dazu eine gestärkte Energie- und Schuldnerberatung. Durch eine Änderung des Beteiligungsgesetzes soll erneuerbarer Strom vor Ort die Preise senken.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„einen verpflichtenden Sockeltarif für Strom und Wärme, damit der Grundbedarf für alle bezahlbar ist“
Seite 106 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein verpflichtender Sockeltarif, ein Sperrverbot und eine wieder eingeführte Preisaufsicht wären neue, weitreichende staatliche Eingriffe in den Energiemarkt.

Strom verbilligen und Netze verstaatlichen

Die Linke will die Netzentgelte spürbar senken, die Stromsteuer auf 0,1 Cent je Kilowattstunde verringern und die Energienetze in öffentliches Eigentum bringen. Das Programm begründet dies damit, dass Menschen in Sachsen-Anhalt mehr für Strom zahlen als in anderen Bundesländern.

Die Linke will, dass Strom billiger wird. Die Gebühren für die Strom-Netze sollen sinken. Auch die Steuer auf Strom soll stark sinken. Die Netze sollen dem Staat oder den Gemeinden gehören.

Die Netzentgelte sollen deutlich fallen, um regionale Unterschiede bei den Stromkosten abzubauen. Geprüft werden sollen Strompreiszonen, von denen Länder mit viel Ökostrom einen Vorteil hätten. Die Stromsteuer soll auf 0,1 Cent pro Kilowattstunde sinken. Die Energienetze sollen in öffentliches Eigentum übergehen, damit aus Sicht der Partei die sichere Versorgung und nicht der Gewinn im Mittelpunkt steht.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Energienetze in öffentliche Hand überführen, damit sie der Versorgungssicherheit dienen und nicht der Profitlogik.“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Überführung der Energienetze in öffentliches Eigentum würde die heutige, teils private Eigentümerstruktur grundlegend ändern und den Staat stärken.

Wind- und Solarenergie naturverträglich ausbauen

Die Linke will Wind- und Solarenergie weiter ausbauen und dabei Naturschutz, Transparenz und Beteiligung vor Ort sichern. Vorgesehen sind unter anderem eine Solarpflicht für Neubauten und eine stärkere finanzielle Beteiligung von Kommunen und Anwohnern.

Die Linke will mehr Strom aus Wind und Sonne. Neue Häuser sollen Solar-Anlagen bekommen müssen. Auch öffentliche Gebäude sollen Solar-Anlagen bekommen. Gemeinden und Anwohner sollen davon etwas haben. Die Natur soll dabei geschützt bleiben.

Das Flächenziel von 2,2 Prozent für Windkraft soll umgesetzt und die Planungsgremien sollen gestärkt werden. Alte Windräder sollen auch außerhalb von Vorranggebieten durch neue ersetzt werden können, die Umweltverträglichkeitsprüfung des Landes soll besser werden. Kommunen und Anwohner sollen über lokale Stromtarife, Bonuszahlungen oder Wärmeangebote profitieren. Solaranlagen sollen vorrangig auf Dächer, mit einer Pflicht für Neubauten und für geeignete öffentliche Gebäude; große Solarparks sollen zuerst auf Konversions- und Gewerbeflächen entstehen. Agri-Photovoltaik, Balkonkraftwerke und kleine Speicher für Mieter sollen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Photovoltaik auf Dächern priorisieren, mit Solarpflicht für Neubauten und einer Vorbildpflicht der öffentlichen Hand“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Baupflichten und Abgaben der Betreiber an Kommunen und Anwohner bedeuten mehr Regulierung als heute.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Eine Solarpflicht für Neubauten wäre in Sachsen-Anhalt eine neue Vorgabe zugunsten des Klimaschutzes, ergänzt um einen schnelleren Ausbau von Wind und Solar.

Landesenergiegesellschaft und Bürgerenergie aufbauen

Die Linke will die Energieversorgung stärker in öffentliche und genossenschaftliche Hand legen. Dazu soll aus der Landesenergieagentur eine Landesenergiegesellschaft werden, außerdem sollen Stadtwerke, Landwerke und Energiegenossenschaften gefördert werden.

Die Linke will, dass Energie mehr den Menschen vor Ort gehört. Das Land soll eine eigene Energie-Firma bekommen. Stadtwerke und Genossenschaften sollen Hilfe bekommen. Digitale Strom-Zähler sollen Mieter nichts kosten.

Die geplante Landesgesellschaft soll Stromerzeugung, Netze und Speicher zusammenführen. Kommunale Stadtwerke und Landwerke sollen gefördert werden, damit auch ländliche Gebiete sicher versorgt sind. Für Energiegenossenschaften sollen rechtliche Hindernisse im Erneuerbare-Energien-Gesetz fallen, und lokale Beteiligungsmodelle sollen wachsen. Der Einbau digitaler Stromzähler (Smart Meter) soll einfacher werden und für Mieter kostenlos sein. Energieflüsse sollen digital nachvollziehbar werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 108)
„die Landesenergieagentur zu einer Landesenergiegesellschaft weiterentwickeln, die Erzeugung, Netze und Speicher bündelt“
Seite 108 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein landeseigenes Energieunternehmen für Erzeugung, Netze und Speicher gibt es heute nicht; es würde die Rolle des Staates in der Energiewirtschaft grundlegend ausweiten.

Wärmenetze, Speicher und grünen Wasserstoff ausbauen

Die Linke will die Energiewende auf Wärme, Speicher und Industrie ausdehnen. Geplant sind der Ausbau von Wärmenetzen und Großwärmepumpen, Passivhausstandards für Neubauten, die Förderung von grünem Wasserstoff und strenge Auflagen für Gaskraftwerke.

Die Linke will auch beim Heizen auf saubere Energie setzen. Es soll mehr Wärme-Netze geben. Neue Häuser sollen sehr wenig Energie brauchen. Gas-Kraftwerke sollen nur für eine Übergangs-Zeit laufen. Die Chemie-Industrie soll grünen Wasserstoff bekommen.

Abwärme aus Industrie und Rechenzentren soll genutzt werden, Nah- und Fernwärme soll auch kleine Städte und Dörfer erreichen. Ein Energieeffizienzfonds soll Projekte von Kommunen, Vereinen, Betrieben und Haushalten fördern, ein Landesprogramm die Sanierung öffentlicher Gebäude. Für Neubauten soll der Passivhausstandard gelten; Haushalte mit wenig Geld sollen Hilfe beim Ersatz alter Elektrogeräte erhalten. Gaskraftwerke sollen nur als Übergang erlaubt sein, wasserstofffähig und mit höchstens 1.000 Volllaststunden. Zudem sollen Großspeicher gezielt angesiedelt, Elektrolyse und Wasserstoffnetze ausgebaut, Biogasanlagen auf Reststoffe umgestellt und Forschung sowie die Produktion von Energiewende-Anlagen im Land gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Gaskraftwerke nur als Brücke zulassen und hierbei verbindliche Kriterien wie H2-ready und maximal 1.000 Volllaststunden festlegen“
Seite 109 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Fonds, Landesprogramme und staatliche Steuerung von Speichern und Kraftwerken erweitern öffentliche Investitionen und Regulierung.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Ein verbindlicher Passivhausstandard für Neubauten und eine enge Laufzeitgrenze für Gaskraftwerke sind neue, strengere Vorgaben zugunsten des Klimaschutzes.

Sachsen-Anhalt bis 2035 klimaneutral machen

Die Linke will ein verbindliches CO₂-Budget für das Land festschreiben, das zur Klimaneutralität bis 2035 führt. Jede politische Entscheidung soll vorab auf ihre Wirkung für das Klima geprüft werden; Klimaschutz ist für die Partei eine Frage der Gerechtigkeit.

Das Land soll bis 2035 klima-neutral sein. Das heißt: Es stößt nicht mehr schädliche Gase aus, als gebunden werden. Dafür soll es eine feste Obergrenze für CO₂ geben. Neue Gesetze sollen vorher auf ihre Klima-Folgen geprüft werden.

Ein verbindliches CO₂-Budget soll den Weg zur Klimaneutralität bis 2035 festlegen. Für alle politischen Entscheidungen ist eine verpflichtende Klimawirkungsprüfung vorgesehen. Ein Nachhaltigkeitsbeirat soll Vorhaben auf ihre Folgen für Klima und Soziales untersuchen. Grüner Wasserstoff soll nur dort verwendet werden, wo klimafreundlichere Lösungen fehlen, etwa in der Chemie, im Luft- und Schiffsverkehr oder in Reservekraftwerken. Das Programm verweist darauf, dass sehr Reiche pro Kopf weit mehr Emissionen verursachen als die ärmere Hälfte der Bevölkerung.

Originalzitat anzeigen (Seite 121)
„ein verbindliches CO₂-Budget für Sachsen-Anhalt festlegen, das den Pfad zur Klimaneutralität bis 2035 klar beschreibt“
Seite 121 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Klimaneutralität bis 2035 zieht das Ziel gegenüber dem bundesweiten Zieljahr 2045 um zehn Jahre vor und wird mit verbindlichem Budget und Pflichtprüfung unterlegt.

Klimaschutz zur kommunalen Pflichtaufgabe machen

Die Linke will Städte und Gemeinden zum Klimaschutz verpflichten und ihnen dafür dauerhaft Geld über den Finanzausgleich geben. Soziale Härten bei Sanierung und Heizungstausch sollen abgefedert werden, und das Land soll mit seinen eigenen Gebäuden vorangehen.

Städte und Dörfer sollen das Klima schützen müssen. Das Land soll ihnen dafür dauerhaft Geld geben. Menschen mit wenig Geld sollen Hilfe beim Heizen und Sanieren bekommen. Auf Gebäude des Landes sollen Solar-Anlagen kommen.

Kommunale Klimaschutzstellen sollen Sanierungsberatung, Fördermittel und Bürgerbeteiligung koordinieren. Härtefallfonds und günstige Sockeltarife sollen sicherstellen, dass niemand in einer kalten Wohnung sitzt. Vorgesehen sind verlässlicher Nahverkehr auf dem Land, sichere Rad- und Fußwege sowie Ladesäulen auch dort, wo private Betreiber keinen Gewinn erwarten. Landeseigene Gebäude sollen wo möglich Photovoltaik erhalten und bis 2035 klimaneutral betrieben werden. Die öffentliche Beschaffung soll verbindliche Umwelt-, Sozial- und Recyclingkriterien sowie einen CO₂-Schattenpreis anwenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 121)
„Klimaschutz zur Pflichtaufgabe der Kommunen machen und über das Finanzausgleichsgesetz dauerhaft finanzieren“
Seite 121 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Dauerhafte Landesmittel, Härtefallfonds, Sockeltarife und öffentlich getragene Ladeinfrastruktur weiten staatliche Ausgaben und Aufgaben aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Klimaschutz wird für Kommunen verpflichtend und in Beschaffung und Landesgebäuden verankert, was die Vorgaben gegenüber heute verschärft.

Städte an Hitze und Starkregen anpassen

Die Linke will Städte nach dem Schwammstadtprinzip umbauen, sodass Regenwasser gespeichert wird, versickert oder verdunstet. Flächen sollen entsiegelt und Infrastruktur mit Wasser- und Grünelementen geplant werden. Ein Förderprogramm des Landes soll die Kommunen dabei unterstützen.

Städte sollen besser mit Hitze und starkem Regen umgehen. Dafür sollen sie Regen-Wasser speichern statt ableiten. Beton-Flächen sollen wieder offen werden. Es soll mehr Grün in den Städten geben. Das Land soll den Gemeinden dafür Geld geben.

Nach Darstellung des Programms sind Städte bislang zu wenig auf Starkregen, Hitze und Trockenheit eingestellt, weil versiegelter Boden kein Wasser aufnimmt. Das Schwammstadtprinzip soll bei Neubau und Sanierung gelten, der Regenrückhalt systematisch ausgebaut werden. Im Denkmalschutzgesetz soll eine Klimaklausel stehen: Klimaanpassung und energetische Sanierung hätten dann rechtlich denselben Rang wie die Bewahrung des historischen Aussehens.

Originalzitat anzeigen (Seite 127)
„das Schwammstadtprinzip in Kommunen verankern und bei neuen Projekten sowie Sanierungen anwenden“
Seite 127 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Klimaanpassung und energetische Sanierung erhalten mehr Gewicht, auch gegenüber dem Denkmalschutz, und werden zusätzlich gefördert.

Was sagen die anderen Parteien zu Klima und Energie?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich