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Linke zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Wir sind der Pol der Hoffnung. Wahlprogramm zur Landtagswahl am 6. September 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 150 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ackerland vor Investoren schützen

Die Linke will den Zugang zu Agrarflächen für diejenigen sichern, die sie selbst bewirtschaften. Ein Agrarstrukturgesetz soll Bodenpreise deckeln und die Konzentration von Land verhindern, Anteilskäufe an Agrarbetrieben (Share Deals) sollen verboten werden.

Die Linke will, dass Bauern leichter an Land kommen. Ein neues Gesetz soll die Preise für Boden begrenzen. Firmen von außen sollen keine Höfe über Anteile aufkaufen dürfen. Der Staat soll Flächen kaufen und an junge Bauern verpachten.

Nach Darstellung des Programms kaufen Investoren von außerhalb der Landwirtschaft über Share Deals Betriebe auf und treiben die Bodenpreise hoch. Dagegen soll ein Agrarstrukturgesetz mit Preisbegrenzung wirken, dazu ein landesweites Verbot solcher Anteilskäufe. Die Flächen der bundeseigenen BVVG sollen dauerhaft nicht mehr privatisiert werden. Ein gut ausgestatteter öffentlicher Bodenfonds soll Land kaufen und langfristig nach Gemeinwohlkriterien verpachten, vor allem an junge Landwirte und Gründer. Eigentumsverhältnisse und Bodengeschäfte sollen offengelegt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„ein Agrarstrukturgesetz für Sachsen-Anhalt, das Bodenpreise begrenzt und Landkonzentration verhindert“
Seite 111 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Preisgrenzen für Boden, ein Verbot von Share Deals, ein Privatisierungsstopp und ein staatlicher Bodenfonds greifen grundlegend in den heutigen Bodenmarkt ein.

Faire Erzeugerpreise und regionale Vermarktung stärken

Die Linke will höhere Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Betriebe durchsetzen und regionale Lieferketten stärken. Öffentliche Einrichtungen sollen bevorzugt regionale und nachhaltige Lebensmittel kaufen können, die Marktmacht der großen Supermarktketten soll begrenzt werden.

Die Linke will, dass Bauern faire Preise bekommen. Kitas, Schulen und Kliniken sollen Essen aus der Region kaufen können. Große Supermarkt-Ketten sollen die Preise nicht mehr so stark drücken dürfen.

Neue Vergaberegeln sollen den Einkauf regionaler und nachhaltiger Produkte durch Kantinen, Kitas, Schulen und Krankenhäuser erleichtern. Entlang der Lieferketten sollen faire Preise und Transparenz gelten. Unfaire Handelspraktiken sollen unterbunden und der Preisdruck des Lebensmittelhandels eingedämmt werden. Programme für regionale Kooperationen und Vermarktung sollen Unterstützung erhalten. Das Programm begründet dies damit, dass erst auskömmliche Preise ökologischeres Wirtschaften möglich machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 111)
„Vergaberegeln schaffen, damit Kantinen, Kitas, Schulen und Kliniken bevorzugt regionale und nachhaltige Lebensmittel einkaufen können“
Seite 111 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eingriffe in die Preisbildung des Handels und eine gelenkte öffentliche Beschaffung bedeuten mehr Regulierung des Lebensmittelmarkts als heute.

Tierhaltung artgerecht und regional umbauen

Die Linke will die Tierhaltung auf artgerechte und regionale Strukturen umstellen. Sie will den Umbau von Ställen fördern, sehr große Schlachthöfe und die auf Export ausgerichtete Fleischproduktion beenden und über den Bundesrat Obergrenzen für Tierbestände erreichen.

Die Linke will, dass Tiere besser gehalten werden. Bauern sollen Geld für bessere Ställe bekommen. Riesige Schlachthöfe soll es nicht mehr geben. Es soll eine Höchst-Zahl für Tiere pro Betrieb geben.

Der Stallumbau soll nach dem Vorbild Thüringens gefördert werden. Öffentliches Geld soll an Umwelt- und Sozialstandards sowie an artgerechte Haltung gebunden sein. Eine Bundesratsinitiative soll Bestandsobergrenzen bringen. Haltungsstandards sollen aus Sicht der Partei demokratisch festgelegt werden, nicht durch große Supermarkt- und Discounterkonzerne, deren Einfluss begrenzt werden soll. Das Programm sieht niedrige Erzeugerpreise und fehlende Investitionssicherheit als Hindernis für bessere Ställe.

Originalzitat anzeigen (Seite 112)
„Mega-Schlachthöfe und eine exportorientierte Fleischerzeugung beenden“
Seite 112 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Das Ende von Großschlachthöfen und exportorientierter Fleischerzeugung sowie Bestandsobergrenzen würden die heutige Struktur der Branche grundlegend durch staatliche Vorgaben verändern.

Ökolandbau verdreifachen, Böden und Artenvielfalt schützen

Die Linke will den Anteil des Ökolandbaus von rund 10 auf mindestens 30 Prozent der Fläche erhöhen. Außerdem soll die Landwirtschaft an den Klimawandel angepasst, der Flächenverbrauch gesenkt und die Artenvielfalt gefördert werden.

Die Linke will viel mehr Bio-Landwirtschaft. Der Anteil soll von 10 auf 30 Prozent steigen. Böden sollen fruchtbar bleiben und weniger zugebaut werden. Wildbienen sollen mehr Lebens-Raum bekommen. Bei Schäden durch das Klima soll ein Fonds den Bauern helfen.

Gefördert werden sollen Humusaufbau, vielfältige Fruchtfolgen, Hecken, Baumreihen, Blühstreifen und Agroforstsysteme. Eine Eiweißstrategie soll den Anbau von Hülsenfrüchten steigern und Futtermittelimporte senken. Über den Bundesrat will die Partei einen Mehrgefahrenfonds für klimabedingte Schäden anstoßen. Bewässerung soll nur erlaubt sein, wenn sie ökologisch vertretbar und für die Ernährung nötig ist; Trinkwasser hat Vorrang. Ein Landesfonds soll Kommunen und Eigentümern beim Entsiegeln von Flächen helfen. Hinzu kommen Förderung für Umstellung, Verarbeitung und Vermarktung im Ökolandbau sowie ein Sonderprogramm für Wildbienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 113)
„den Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen von derzeit rund 10 auf mindestens 30 Prozent steigern“
Seite 113 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Fonds und Förderprogramme für Ökolandbau, Entsiegelung und Klimaschäden erhöhen die öffentlichen Ausgaben und die staatliche Lenkung.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Humusaufbau, Agroforst, weniger Flächenverbrauch und Grenzen für Bewässerung sollen die Landwirtschaft stärker auf Klima- und Umweltschutz ausrichten.

Agrarförderung vereinfachen und planbar machen

Die Linke will Antragsverfahren für landwirtschaftliche Betriebe vereinfachen und Förderung über mehrere Jahre zusagen. Zugleich sollen Fördergelder verlässlich an Tier-, Umwelt-, Klima- und Sozialstandards gebunden werden.

Die Linke will weniger Papier-Kram für Bauern. Anträge sollen einfach und digital sein. Förder-Geld soll für mehrere Jahre zugesagt werden. Das Geld soll an Regeln für Tiere, Umwelt und Arbeit gebunden sein.

Das Programm beschreibt komplizierte Anträge und kurzfristig geänderte Förderbedingungen als Belastung für viele Betriebe. Bürokratiekosten sollen deutlich sinken und Förderprogramme einfacher werden. Die Programme sollen sich an klaren Zielen des Landes orientieren. Anträge sollen vollständig digital, einfach und transparent gestellt werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 114)
„mehrjährige Förderzusagen einführen, damit Betriebe sicher planen können“
Seite 114 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet weniger Bürokratie für Betriebe mit einer festen Bindung der Förderung an Standards und nimmt damit keine Seite ein.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich