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AfD zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „DAS LAND ZUERST. Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 258 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fracking in Sachsen-Anhalt ausschließen

Die AfD lehnt die Erdgasförderung durch Fracking im eigenen Land vorerst ab. Sie nennt dafür Gründe des Umwelt-, Sicherheits- und Gesundheitsschutzes. Zudem gebe es in Sachsen-Anhalt keine Vorkommen, die sich wirtschaftlich lohnen.

Die AfD will kein Fracking in Sachsen-Anhalt. Beim Fracking presst man Flüssigkeit in den Boden, um Gas zu gewinnen. Die AfD sagt: Das schadet Umwelt und Gesundheit. Außerdem gibt es im Land zu wenig Gas dafür.

Das Programm verweist darauf, dass seit 2022 über heimisches Fracking-Gas als Ersatz für russisches Erdgas diskutiert wird. Nach Ansicht der AfD löst deutsches Fracking-Gas die Energieprobleme nicht. In Sachsen-Anhalt gebe es nach aktuellem Wissen keine gewinnbringend nutzbaren Vorkommen. Die Ablehnung gilt laut Programm bis auf Weiteres.

Originalzitat anzeigen (Seite 162)
„Unter einer AfD-geführten Landesregierung wird es kein Fracking in Sachsen-Anhalt geben.“
Seite 162 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wolfsbestand regulieren und Jagd erleichtern

Die AfD will den Wolfsbestand gezielt verringern und das Wolfskompetenzzentrum des Landes auflösen. Sie bekennt sich zur Jagd und will Jägern mehr technische Hilfsmittel erlauben. Das Programm verweist auf steigende Kosten durch den Wolf und sieht eine Gefahr für Menschen.

Die AfD sagt: Es gibt zu viele Wölfe. Sie will die Zahl der Wölfe senken. Das Wolfs-Zentrum des Landes soll schließen. Jäger sollen mehr Technik benutzen dürfen. Zum Beispiel Nachtsicht-Geräte und Schalldämpfer.

Nach Darstellung des Programms belasten Entschädigungen für gerissene Tiere, geförderte Schutzmaßnahmen und das Kompetenzzentrum die Tierhaltung. Bei der Jagd sollen die Abschussvorgaben für die einzelnen Wildarten bestehen bleiben. Montierte Nachtsichtgeräte und Schalldämpfer sollen zulässig sein. Landwirte sollen Geld erhalten, wenn sie Jagdschneisen und Abstandsflächen an Feldrändern freihalten. Das System aus Jagdgenossenschaften und Jagdpachten will die AfD reformieren und vereinfachen.

Originalzitat anzeigen (Seite 181)
„Daher werden wir das umstrittene Wolfskompetenzzentrum abschaffen und die Population gezielt regulieren.“
Seite 181 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wälder aufforsten und Landesdarre ausbauen

Die AfD will kahle Waldflächen wieder bepflanzen, vorrangig mit heimischen Baumarten, und private Waldbesitzer dabei finanziell unterstützen. Die Landesdarre Annaburg, die Forstsaatgut gewinnt, soll ausgebaut werden. Asylbewerber sollen verpflichtend bei Aufforstung und Waldpflege mitarbeiten.

Viele Waldflächen sind kahl. Die AfD will dort neue Bäume pflanzen. Private Waldbesitzer sollen dafür Hilfe bekommen. Die Landesdarre in Annaburg soll wachsen. Dort gewinnt man Samen für Bäume. Asylbewerber sollen im Wald mitarbeiten müssen.

Nicht heimische Baumarten kommen laut Programm in Frage, wenn sie nachweislich schneller wachsen und dem Walderhalt dienen. Forstbetriebsgemeinschaften und private Waldbauern sollen Unterstützung erhalten, damit sie die Aufforstung bezahlen können. Die Landesdarre soll mehr Personal sowie größere Produktions- und Lagerkapazitäten bekommen, ergänzt um ein landesweites Netz von Modellplantagen und eventuell eine landeseigene Forstbaumschule. Die Landkreise sollen organisieren, dass Asylbewerber im Rahmen zulässiger Arbeitsgelegenheiten bis zum Ende ihres Aufenthalts im Wald eingesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 181)
„Wir setzen uns dafür ein, dass die kahlen Flächen in unserer Heimat mit heimischen Baumarten aufgeforstet werden.“
Seite 181 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll private Waldbesitzer fördern und eine landeseigene Einrichtung ausbauen, also mehr öffentliche Mittel einsetzen.

  • Migrationeher restriktiv

    Asylbewerber sollen bis zum Ende ihres Aufenthalts zu Arbeit im Wald verpflichtet werden, was die Bedingungen des Aufenthalts verschärft.

Tiertransporte begrenzen, betäubungsloses Schlachten verbieten

Die AfD will regionale Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe stärken und Tiertransporte auf kurze Strecken beschränken. Das Schlachten ohne Betäubung soll verboten werden, indem die Ausnahme im Tierschutzgesetz gestrichen wird. Beides begründet das Programm mit dem Tierwohl.

Die AfD will mehr Schlachthöfe in der Region. Tiere sollen nur kurze Wege fahren. Die AfD ist gegen Tier-Transporte in Länder außerhalb der EU. Schlachten ohne Betäubung soll verboten sein. Das gilt auch für religiöse Schlachtungen.

Schlachttiere sollen nur über kurze Entfernungen in Deutschland und der EU transportiert werden, mit kontrollierten Ruhezeiten und Versorgungspflichten. Ausfuhren in Staaten außerhalb der EU lehnt die Partei ab, bis der Tierschutz dort durchgängig gesichert ist. Die Auflagen für Hausschlachtungen sollen nicht weiter steigen. Beim Schächten will sich die AfD für die Streichung von § 4a Abs. 2 Nr. 2 Tierschutzgesetz einsetzen; rituelle Schlachtungen wären dann nur mit ausreichender Betäubung zulässig.

Originalzitat anzeigen (Seite 184)
„Exporte in Drittstaaten lehnen wir ab, solange die Einhaltung des Tierwohls nicht lückenlos gewährleistet ist.“
Seite 184 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierheime dauerhaft finanzieren, Katzen kastrieren

Die AfD will den Tierheimen im Land eine dauerhafte und einfache Finanzierung für Erhalt, Modernisierung und Neubau geben. Zudem fordert sie eine landesweite Pflicht, freilaufende Katzen zu kastrieren. Nach Darstellung des Programms sind viele Tierheime überfüllt und erledigen Pflichtaufgaben der Kommunen.

Viele Tierheime sind zu voll. Die AfD will ihnen dauerhaft Geld geben. Damit können sie bauen und reparieren. Katzen mit Freigang sollen kastriert werden müssen. So soll es weniger streunende Katzen geben.

Die Kastrationspflicht soll im ganzen Land gelten und von den Tierschutzvereinen organisiert werden. Aus Sicht der Partei lässt sich nur so die unkontrollierte Vermehrung der Katzen eindämmen. Mit den Tierärzten im Land sollen besondere Vereinbarungen über Durchführung und Bezahlung der Eingriffe getroffen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 185)
„Daher sollen die Tierheime im Land mit einer unkomplizierten dauerhaften Finanzierung für Instandhaltung, Modernisierung und Neubau unterstützt werden.“
Seite 185 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Tierheime sollen eine dauerhafte öffentliche Finanzierung erhalten, also mehr staatliche Ausgaben.

Verbandsklagerecht abschaffen

Die AfD will das Klagerecht von Verbänden abschaffen. Nach ihrer Darstellung nutzen vor allem Umweltverbände dieses Recht, um Straßenbau und andere Infrastrukturvorhaben zu verhindern. Klagen soll nur können, wer persönlich in seinen Rechten betroffen ist.

Heute dürfen Verbände gegen Bau-Projekte klagen. Das nennt man Verbands-Klagerecht. Die AfD will dieses Recht abschaffen. Nur wer selbst betroffen ist, soll klagen dürfen. Die AfD sagt: Umwelt-Verbände verhindern damit Straßen.

Das Programm führt aus, dass das deutsche Verwaltungsrecht Klagen grundsätzlich nur bei einer eigenen Rechtsverletzung vorsehe. Das Verbandsklagerecht sei in den vergangenen Jahren, auch durch Gerichtsentscheidungen, auf immer mehr Gebiete ausgedehnt worden. Aus Sicht der AfD machen Verbände damit vor Gericht Politik. Sind keine Bürger unmittelbar betroffen, soll es nach dem Programm kein Klagerecht geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 199)
„Wir werden deshalb alles daran setzen, das Verbandsklagerecht wieder abzuschaffen.“
Seite 199 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Mit dem Verbandsklagerecht entfiele eine rechtliche Kontrolle von Infrastrukturvorhaben, was zu weniger Regulierung passt.

Pflichtversicherung und mehr Flächen für Hochwasserschutz

Die AfD will bei Hochwassergefahr eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden einführen, dazu eine Gewinnbeteiligung bei Innenstadtsanierungen nach Naturkatastrophen. Zudem sollen mehr Überflutungsflächen entstehen und laufende Schutzprojekte zügig abgeschlossen werden.

Die AfD will eine Pflicht-Versicherung gegen Hochwasser-Schäden. Sie gilt dort, wo Hochwasser droht. Flüsse sollen mehr Platz bekommen. Dafür soll es mehr Flächen geben, die das Wasser überfluten darf. Begonnene Schutz-Bauten sollen schnell fertig werden.

Die Elementarpflichtversicherung soll dort gelten, wo Hochwasser droht. Daneben nennt das Programm eine Beteiligung an Sanierungsgewinnen in Innenstädten nach Naturkatastrophen. Um Hochwasser besser zu bewältigen, sollen entlang der Flüsse in Sachsen-Anhalt versiegelte Flächen und Einengungen zurückgebaut und zusätzliche Überflutungsflächen geschaffen werden. Geplante und schon begonnene Schutzmaßnahmen will die AfD rasch fortsetzen und fertigstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 205)
„Wir werden eine Elementarpflichtversicherung bei Hochwassergefahr und eine Innenstadtsanierungsgewinnbeteiligung nach Naturkatastrophen einführen.“
Seite 205 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine Versicherungspflicht gegen Elementarschäden gibt es heute nicht; ihre Einführung wäre eine neue staatliche Vorgabe für Eigentümer.

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Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich