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parteiprogramm

SPD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Mit Herz, Haltung und Zuversicht. Für unsere Heimat Sachsen-Anhalt“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 61 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bürokratie für Landwirte abbauen, Leitbild entwickeln

Die SPD will der Landwirtschaft Planungssicherheit geben und Nachweis- und Genehmigungspflichten vereinfachen, ohne Standards zu senken. Zusätzlich soll ein eigenes agrarpolitisches Leitbild für das Land entstehen.

Bauern sollen weniger Papierkram haben. Die Regeln zum Schutz von Umwelt und Tieren bleiben aber gleich. Daten sollen Bauern nur einmal eingeben müssen. Das Land soll mit den Bauern einen gemeinsamen Plan machen.

Betriebe sollen Daten nur einmal digital eingeben, die dann für mehrere Verfahren verwendbar sind. Beratung und Unterstützung sollen auf allen Ebenen ausgebaut werden. Die Anliegen der Bauernproteste will die SPD in einem geordneten Dialog aufgreifen. Das Leitbild soll auf den Ergebnissen der Zukunftskommission Landwirtschaft aufbauen, die besonderen Strukturen des Landes beachten und gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Genehmigungs- und Dokumentationspflichten werden vereinfacht, ohne bestehende Standards abzusenken.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet weniger Verwaltungsaufwand für Betriebe mit dem Festhalten an den geltenden Standards.

Zugang zu Agrarflächen für junge Landwirte verbessern

Die SPD will, dass junge Landwirtinnen und Landwirte sowie Gründer leichter an Boden kommen, weil viele Hofübergaben anstehen. Dafür soll die Landgesellschaft gestärkt werden. Bundeseigene BVVG-Flächen sollen langfristig in die Verantwortung des Landes übergehen.

Viele Bauernhöfe bekommen bald neue Besitzer. Junge Bauern sollen leichter an Land kommen. Eine Gesellschaft des Landes soll dafür Flächen bereitstellen. Flächen vom Bund soll später das Land verwalten.

Die SPD betrachtet sämtliche Betriebsformen und Betriebsgrößen als gleichwertig. Instrumente für eine faire Vergabe von Flächen sollen weiterentwickelt werden. Die Regeln für die Bewirtschaftung der BVVG-Flächen, also ehemals volkseigener Flächen in Bundesbesitz, sollen zusammen mit dem Bund überprüft werden. Ziel sind mehr regionale Steuerung und Entscheidungen vor Ort.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt wird gestärkt, um Flächen gezielt für aktive Betriebe, Neugründungen und Hofnachfolgen bereitzustellen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine gestärkte Landgesellschaft und mehr Landesverantwortung für Flächen weiten die öffentliche Steuerung des Bodenmarkts schrittweise aus.

Agrarförderung erhalten und Gemeinwohlleistungen bezahlen

Die SPD will die Höhe der EU-Agrarförderung beibehalten und Leistungen der Betriebe für Umwelt, Klima und Tierwohl so vergüten, dass sie Einkommen bringen. Der Ackerbau soll an den Klimawandel angepasst werden.

Bauern bekommen Geld von der EU. Die SPD will, dass es gleich viel bleibt. Wer Umwelt, Klima und Tiere schützt, soll dafür Geld verdienen. Der Anbau von Pflanzen soll besser zu Hitze und Trockenheit passen.

In der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) sollen Dauergrünland und Ökolandbau gefördert und die Mittel regional verteilt werden; hinzu kommen Agroforst- und Feldrainprojekte. Gefördert werden vielfältige Fruchtfolgen, Humusaufbau, Zwischenfrüchte sowie Garten- und Weinbau. Die Forschung an Sorten, die Hitze, Trockenheit und neue Schädlinge aushalten, soll verstärkt werden. Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau erhält ausreichend Mittel, das Landesweingut bleibt bestehen. Betriebe sollen beim Erosionsschutz entlastet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Gemeinwohlleistungen der Landwirtschaft – etwa für Umwelt, Klima, Tierwohl und Biodiversität – müssen einkommenswirksam honoriert werden.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Zahlungen an die Landwirtschaft sollen erhalten und um vergütete Gemeinwohlleistungen ergänzt werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Vergütung von Klima- und Umweltleistungen sowie die Förderung von Ökolandbau und Grünland setzen schrittweise mehr Anreize für Klimaschutz.

Tierhaltung mit Fördergeld tiergerechter umbauen

Die SPD will den Umbau der Tierhaltung fördern und dabei Tierwohl mit wirtschaftlichen Perspektiven für die Betriebe verbinden. Regionale Schlachtung und Vermarktung sollen wieder Fördergeld bekommen, damit Tiertransporte kürzer werden.

Tiere auf Bauernhöfen sollen besser leben. Bauern sollen Geld für bessere Ställe bekommen. Es soll wieder mehr Schlachthöfe in der Nähe geben. Dann müssen Tiere nicht so weit fahren. Milch-Bauern sollen feste Verträge bekommen.

Die SPD unterstützt die Forderung, dass Erzeuger und Molkereien vor der Lieferung der Milch verpflichtend Menge, Preis und Laufzeit vertraglich festlegen. Die Weidetierhaltung soll gefördert werden; Beweidung gilt dem Programm als unverzichtbar für die Artenvielfalt. Eine landesweite Tiergesundheitsstrategie soll erarbeitet werden, und der One-Health-Ansatz, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze zusammen betrachtet, soll Leitbild werden. Kleintierzüchtervereine sollen unbürokratisch Geld erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Investitionen in tiergerechte Haltungssysteme werden gefördert. Umbauprogramme des Bundes werden unterstützt, um neue Marktchancen für höhere Haltungsstufen zu erschließen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Investitionsförderung und verpflichtende Lieferverträge am Milchmarkt bedeuten mehr öffentliche Förderung und Regulierung.

Wälder klimafest umbauen und Forst stärken

Die SPD will die Wälder des Landes zu Dauerwäldern umbauen, die dem Klimawandel standhalten. Der Landesforstbetrieb soll mehr Personal und Fachwissen bekommen. Jagdrecht und Schutz vor Waldbränden sollen daran angepasst werden.

Die SPD will die Wälder verändern. Die Wälder sollen Hitze und Trockenheit besser aushalten. Der Forst-Betrieb vom Land soll mehr Personal bekommen. Auch der Schutz vor Wald-Bränden soll besser werden.

Das Programm sieht vor, die Leistungen der Wälder für die Umwelt anzuerkennen und zu vergüten. Besitzer sehr kleiner Waldflächen sollen Hilfe bei der Bewirtschaftung erhalten. Wildbestände sollen so reguliert werden, dass der Waldumbau gelingen kann; Grundlage soll ein wildökologisches Gesamtkonzept sein. Das Landesjagdgesetz will die SPD im Gespräch mit Forst, Jagd, Landwirtschaft und Naturschutz überarbeiten. Waldbrandvorsorge, ein Notfallfonds und abgestimmte Einsatzstrukturen sollen eingerichtet oder erweitert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Der Umbau zu klimaresilienten Dauerwäldern wird vorangetrieben. Der Landesforstbetrieb wird personell und fachlich gestärkt.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der staatliche Forstbetrieb soll mehr Personal erhalten und neue öffentliche Mittel wie ein Notfallfonds sollen entstehen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Waldumbau soll beschleunigt und die Klimaleistung der Wälder vergütet werden, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Agrarausbildung und Agrarforschung sichern

Die SPD will die landwirtschaftlichen Bildungs- und Hochschuleinrichtungen im Land erhalten und ausreichend finanzieren. Die Berufsausbildung soll gestärkt und inhaltlich erneuert werden. Begründet wird das damit, dass nur gut ausgebildete Landwirtinnen und Landwirte künftige Aufgaben bewältigen könnten.

Die SPD will die Ausbildung für die Landwirtschaft stärken. Schulen und Hochschulen dafür sollen genug Geld bekommen. Es soll mehr Lehrkräfte geben. Jeder Hof soll schnelles Internet haben.

Für die Berufsausbildung soll ein Plan entstehen, wie neue Lehrkräfte gewonnen werden. Das überbetriebliche Ausbildungszentrum für Tierhaltung in Iden soll zu einem Kompetenzzentrum wachsen. Die agrarwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen des Landes gelten dem Programm als notwendig, damit Forschungsergebnisse in der Praxis ankommen. Jeder landwirtschaftliche Betrieb soll einen leistungsfähigen Internetanschluss haben, weil digitale und KI-gestützte Verfahren darauf angewiesen sind. Verbände wie LandFrauen, Landjugend, Angler, Jäger und Kleintierzüchter sollen weiter gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Die landwirtschaftliche Berufsausbildung ist zu stärken und ein Konzept für die Gewinnung neuer Lehrkräfte zu erarbeiten.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Bildungs- und Forschungseinrichtungen sollen verlässlich finanziert und ausgebaut werden, was mehr staatliche Ausgaben bedeutet.

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