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BSW zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Sachsen-Anhalt bleibt anders. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 90 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 2 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Abnahmegarantien für regionale Agrarprodukte

Das BSW will landwirtschaftlichen Betrieben die Abnahme regionaler Produkte garantieren und öffentliche Einrichtungen vorrangig regional einkaufen lassen. Das soll faire Preise sichern und ein Gegengewicht zu Freihandelsabkommen wie Mercosur bilden.

Bauern im Land sollen ihre Produkte sicher verkaufen können. Öffentliche Stellen sollen zuerst bei ihnen einkaufen. So bleibt das Geld in der Region. Neue Beratungs-Stellen sollen Bauern bei Anträgen helfen.

Die Landwirtschaft gilt im Programm als systemrelevant und prägend für das Land. Landeseigene Kompetenzstellen sollen land- und forstwirtschaftliche Betriebe vor Ort beraten und ihnen einen Teil der Antragsarbeit abnehmen. Freihandelsabkommen setzen heimische Betriebe aus Sicht der Partei unter Preisdruck.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Zur Sicherung der einheimischen Landwirtschaft setzt sich das BSW für Abnahmegarantien für landwirtschaftliche Produkte aus regionaler Erzeugung ein.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Abnahmegarantien wären ein neuer staatlicher Eingriff in den Agrarmarkt, den es heute nicht gibt.

  • Europaeher weniger EU

    Regionale Bevorzugung als Gegenpol zu EU-Handelsabkommen wie Mercosur setzt auf Vorrang heimischer Erzeuger.

Böden und Wasser in der Landwirtschaft schützen

Das BSW will eine Landesstrategie gegen Erosion und Humusverlust und einen sparsamen Umgang mit Wasser in der Landwirtschaft. Gefördert werden sollen bodenschonende Anbauweisen, vielfältige Kulturen sowie Forschung und Wissenstransfer. Glyphosat lehnt die Partei ab.

Das BSW will die Böden der Bauern schützen. Dafür soll es einen Plan für das ganze Land geben. Hecken und verschiedene Pflanzen sollen den Boden stabil halten. Wasser soll besser in der Fläche bleiben. Das Pflanzen-Gift Glyphosat lehnt das BSW ab.

Die Strategie soll Begrünung, Zwischenfrüchte, Hecken, Randstreifen, Permakultur und Agroforstsysteme unterstützen. Ökolandbau und Kulturen wie Lein, Dinkel oder Hanf sollen Artenvielfalt und Widerstandskraft gegen Klimafolgen stärken. Wegen zunehmender Trockenheit setzt das Programm auf moderne Bewässerungs- und Rückhaltesysteme, die Grundwasser sichern und Hochwasser mindern. Lagerung, Transport und Energieversorgung sollen modernisiert werden. Wissenschaft, Betriebe und Kommunen sollen sich eng austauschen.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Der Schutz der Böden erfordert eine Landesstrategie gegen Erosion und Humusverlust, die Begrünung, Zwischenfruchtanbau und bodenschonende Verfahren fördert.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine staatliche Strategie mit Förderung bestimmter Anbauweisen weitet die öffentliche Steuerung der Landwirtschaft schrittweise aus.

Kleine Höfe und regionale Vermarktung stärken

Das BSW will kleine und mittelständische landwirtschaftliche Betriebe gezielt fördern. Regionale Verarbeitung und Vermarktung sollen ausgebaut werden, auch durch Einkäufe öffentlicher Einrichtungen in der Region. Das Programm versteht Landwirtschaft als öffentliche Aufgabe.

Das BSW will kleinen und mittleren Bauernhöfen helfen. Sie sollen Förderung und einfachere Regeln bekommen. Lebensmittel sollen stärker in der Region verkauft werden. Auch Kantinen und Ämter sollen in der Region einkaufen. So sollen die Höfe sichere Kunden haben.

Die Betriebe sollen faire Marktbedingungen, weniger Verwaltungsaufwand und Fördermittel erhalten. Bauernläden, handwerkliche Verarbeiter und solidarische Landwirtschaften sollen lokale Kreisläufe stärken und die Abhängigkeit von Weltmärkten senken. Regionale Beschaffung durch öffentliche Einrichtungen soll verlässliche Absatzwege eröffnen. Als Ziel nennt das Programm, Landwirtschaft als Teil der Daseinsvorsorge zu stärken und Ernährungssouveränität zu sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Kleinbauern und mittelständische Betriebe sichern Vielfalt, Beschäftigung und regionale Identität und sollten durch faire Marktbedingungen, vereinfachte Verwaltung und gezielte Förderung unterstützt werden.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gezielte Förderung und öffentliche Beschaffung zugunsten regionaler Betriebe bedeuten mehr staatliches Eingreifen in den Agrarmarkt.

Vorgaben und Berichtspflichten für Landwirte abbauen

Das BSW will die Berichtspflichten für Landwirte auf ein Mindestmaß senken und behördliche Vorgaben zum Anbau zurücknehmen. Über Fruchtfolge und Zwischenfruchternte sollen die Betriebe selbst entscheiden. EU-Regeln sollen per Landesrecht an kleine und mittlere Betriebe angepasst werden.

Bauern müssen viele Berichte für Ämter schreiben. Das BSW will diese Pflichten stark verringern. Bauern sollen selbst entscheiden, was sie wann anbauen. Die Kreise sollen den Bauern bei Berichten helfen. Regeln der EU sollen für kleine Höfe leichter werden.

Entscheidungen über Fruchtfolge und Erntezeitpunkt der Zwischenfrucht sollen ohne behördlichen Zwang nach guter fachlicher Praxis fallen. Vorgaben für Lebensmittelerzeugung und Konsum, die das Programm als dogmatisch oder praxisfern einstuft, lehnt das BSW ab, weil sie Existenzen bedrohten. Auf Kreisebene sollen Stellen entstehen, die Landwirte bei Berichten aktiv unterstützen. Den Aufwand durch das EU-Regelwerk hält das Programm für kleine und mittlere Höfe oft für unzumutbar.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Die Berichtspflichten sind durch die Landesgesetzgebung auf ein notwendiges Mindestmaß zu reduzieren.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Berichtspflichten und Anbauvorgaben verringern die Regulierung landwirtschaftlicher Betriebe gegenüber heute.

  • Europaeher weniger EU

    EU-Vorgaben sollen durch Landesrecht für kleinere Betriebe abgeschwächt werden, was landeseigenen Entscheidungen mehr Gewicht gibt.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

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