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AfD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „DAS LAND ZUERST. Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 258 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europadeutlich weniger EU (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 1 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Alle Betriebsformen gleich fördern, Bürokratie abbauen

Die AfD will konventionelle und ökologische Betriebe gleich behandeln und lehnt eine Bevorzugung einzelner Betriebsformen ab. Landwirte sollen von Dokumentations- und Berichtspflichten entlastet werden, und regionale Erzeugung und Vermarktung soll einen großen Teil der Wirtschaftsförderung erhalten.

Die AfD will alle Bauernhöfe gleich unterstützen. Bio-Höfe sollen keine Vorteile vor anderen Höfen haben. Bauern sollen weniger Formulare ausfüllen müssen. Das Land soll regionale Lebensmittel stärker fördern.

Nach Ansicht der AfD sollen sich die Preise am Markt bilden; eine Förderung, die bestimmte Betriebsformen bevorzugt, verzerre den Wettbewerb. Das Programm führt an, Landwirte müssten bis zu dreimal so viel Zeit für Bürokratie aufwenden wie ein durchschnittlicher Mittelständler. Strukturen für die Erzeugung und Vermarktung traditioneller, regionaler Produkte sollen einen erheblichen Anteil der Wirtschaftsförderung bekommen. Außerdem soll Genforschung für Versuche und Sicherheitsstudien mit wenig Verwaltungsaufwand möglich sein. Die AfD sieht die Bauern zudem als Träger von Tradition und Brauchtum und als wichtig für die Belebung des ländlichen Raums.

Originalzitat anzeigen (Seite 177)
„Alle Landwirte leisten ihren Beitrag und sind daher gerecht und ausgewogen zu unterstützen.“
Seite 177 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Punkt setzt auf Preisbildung am Markt, gleiche Wettbewerbsbedingungen und weniger Auflagen für Betriebe, behält aber staatliche Förderung bei.

Agrarpolitik von der EU zurückholen

Die AfD will die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) langfristig beenden und die Agrarpolitik wieder allein in Deutschland regeln. Außerdem lehnt sie die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur ab. Nach Ansicht der Partei ließen sich so Bürokratie abbauen und Fördergeld gezielter einsetzen.

Heute bestimmt die EU viel in der Landwirtschaft. Die AfD will das ändern. Deutschland soll wieder allein über die Landwirtschaft entscheiden. Die AfD ist auch gegen ein EU-Gesetz zum Schutz der Natur. Sie sagt: Das Gesetz schadet den Bauern.

Als ersten Schritt will die AfD auf der Agrarministerkonferenz eine Machbarkeitsstudie zu einem Systemwechsel bei der Agrarförderung anstoßen. Vorgaben aus dem Green Deal der EU bezeichnet das Programm als übergriffig. Die Wiederherstellungsverordnung sei für Landwirte zu teuer, ihre Finanzierung unklar und ihre Fristen nicht umsetzbar; zudem sieht die Partei Risiken für die Lebensmittelproduktion. Über den Bundesrat soll die Bundesregierung aufgefordert werden, mit den neuen Mehrheiten im EU-Parlament eine Änderung des Gesetzes zu erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 178)
„Wir wollen den Irrweg der GAP beenden und die Verantwortung für die Agrarpolitik wieder vollständig in deutsche Zuständigkeit überführen.“
Seite 178 im Original

Einordnung

  • Europadeutlich weniger EU

    Ein zentrales, heute gemeinschaftliches Politikfeld der EU soll vollständig in nationale Zuständigkeit zurückgehen.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Vorgaben aus dem Green Deal zur Wiederherstellung der Natur sollen zugunsten der landwirtschaftlichen Produktion gekippt oder abgeschwächt werden.

Agrarstrukturgesetz für ortsansässige Landwirte schaffen

Die AfD fordert ein neues Agrarstrukturgesetz, das Bauern aus der Region beim Zugang zu Ackerland bevorzugt. Spekulation mit Boden und die Bündelung großer Flächen bei wenigen Eigentümern sollen unterbunden werden. Das Programm begründet dies damit, dass nur vor Ort verwurzelte Landwirte die Dorfgemeinschaft stützen.

Die AfD will ein neues Gesetz für Ackerland. Bauern aus der Region sollen leichter Land bekommen. Wenige Besitzer sollen nicht sehr viel Land haben. Investoren von außen sollen es schwerer haben.

Das Gesetz soll Kauf- und Pachtgeschäfte so regeln, dass regionale Familienbetriebe geschützt sind. Boden- und Agrarpolitik soll Vorrang vor Investoren erhalten, denen es nach Darstellung des Programms nur um Gewinn geht. Auch bei den Flächen der BVVG, der bundeseigenen Gesellschaft für ehemals staatliche ostdeutsche Agrarflächen, will sich die AfD für einen Verkauf an Landwirte aus der Region einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 179)
„Es soll den Zugang zu Land für ortsansässige bäuerliche Betriebe sichern, die Konzentration großer Flächen in wenigen Händen verhindern“
Seite 179 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Bodenmarkt soll stärker reguliert werden, um Investoren und Flächenkonzentration zu begrenzen.

Auflagen und Kosten für Landwirte senken

Die AfD will Landwirte und Tierhalter von Kosten und Vorschriften entlasten. Der Wassercent auf Bewässerungswasser soll entfallen, Düngevorgaben sollen gelockert und alle Regeln der Nutztierhaltung überprüft werden. Auch die private Haltung von Nutztieren soll einfacher werden.

Die AfD will Bauern entlasten. Wasser für die Felder soll keine Abgabe mehr kosten. Bauern sollen selbst entscheiden, wie viel sie düngen. Die Regeln für Tierhaltung will die AfD prüfen. Auch privat soll man leichter Hühner oder ein Schwein halten können.

Beim Düngen lehnt die Partei Vorgaben ab, die aus ihrer Sicht zu einer Unterversorgung der Pflanzen führen, und setzt auf das Fachwissen der Landwirte; Gülle soll regional genutzt und nicht aus anderen Ländern eingeführt werden. Den Wassercent begründet das Programm als Kostentreiber, der Lebensmittel verteuere. Vorschriften zur Tierhaltung und Freihandelsabkommen machten heimische Erzeugnisse laut Programm weniger wettbewerbsfähig. Für Privathalter kündigt die AfD weniger Anzeigepflichten und leichtere Haltungsanforderungen an. Schäfer sollen wieder von ihren Tieren leben können; eine erweiterte Tierprämie sei dafür nur ein Baustein.

Originalzitat anzeigen (Seite 180)
„Die Besteuerung von Bewässerungswasser durch den sogenannten Wassercent muss daher zurückgenommen werden“
Seite 180 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Abgabe soll für die Landwirtschaft entfallen und Vorschriften für Betriebe sollen gelockert werden, was weniger Abgaben und Regulierung bedeutet.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich