Zum Inhalt springen
parteiprogramm

SPD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Mit Herz, Haltung und Zuversicht. Für unsere Heimat Sachsen-Anhalt“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 61 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Netzentgelte deckeln und Stromsteuer senken

Die SPD will die Energiewende fortsetzen und zugleich die Energiepreise für Unternehmen und Haushalte bezahlbar halten. Dafür sollen die Netzentgelte weitgehend gedeckelt, die Stromsteuer gesenkt und die Netze digitalisiert werden.

Die SPD will mehr Strom aus Wind und Sonne. Strom soll trotzdem bezahlbar bleiben. Dafür sollen die Kosten für das Stromnetz begrenzt werden. Auch die Steuer auf Strom soll sinken.

Aus Sicht des Programms sind erneuerbare Energien die günstigste Art der Stromerzeugung. Bioenergie und Speicher sollen Vorrang vor Gas haben, das die SPD als teuer bezeichnet. Überschüssiger Strom soll gespeichert werden, um Lastspitzen und Zeiten ohne Wind und Sonne auszugleichen. Die niedrigen Erzeugungskosten sollen rasch bei den Kunden ankommen, etwa über geförderte lokale Direktabnahmeverträge. Bei der Wärmewende setzt die SPD auf Bürgerbeteiligung, Energiegenossenschaften, Bürgerstrom und Energie-Sharing.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Deshalb setzen wir uns für eine weitgehende Deckelung der Netzentgelte, eine konsequente Digitalisierung der Netze sowie für eine Reduzierung der Stromsteuer ein.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Ein staatlicher Deckel auf Netzentgelte und eine niedrigere Stromsteuer verbinden Markteingriff und Abgabensenkung.

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt verbindet das Festhalten an der Energiewende mit dem Ziel niedrigerer Energiepreise und besserer Wettbewerbsfähigkeit.

Kommunale Energieprojekte und Wärmewende fördern

Die SPD will, dass Gewinne aus Wind- und Solaranlagen stärker im Land bleiben. Ein Landesprogramm soll Kommunen helfen, selbst in erneuerbare Energien zu investieren und Kreiswerke zu gründen; Mieter mit wenig Einkommen sollen Zuschüsse für Balkonsolaranlagen erhalten.

Die SPD will, dass Städte und Landkreise selbst Strom aus Wind und Sonne erzeugen. Das Land soll ihnen dafür Geld geben. So bleibt der Gewinn in der Region. Mieter mit wenig Geld sollen Hilfe für Solar-Anlagen am Balkon bekommen.

Das Programm begründet das Vorhaben damit, dass Erträge aus Wind- und Solaranlagen bisher häufig an Investoren von außerhalb gingen. Die kommunale Beteiligung soll die Akzeptanz erhöhen und Haushalte entlasten. Mieterinnen und Mieter mit niedrigem Einkommen sollen Förderung für Balkonsolaranlagen und Speicher erhalten. Für die Wärmewende will die SPD kommunalen Unternehmen mit Förder- und Absicherungsinstrumenten zu niedrigeren Kapitalkosten verhelfen. Die Tiefengeothermie soll durch bessere Daten und eine Absicherung der Risiken stärker genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Ein Landesprogramm unterstützt Städte und Landkreise bei Investitionen in erneuerbare Energien und bei der Gründung von Kreiswerken.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Förderung und kommunale Energieunternehmen stärken die Rolle der öffentlichen Hand in der Energieversorgung.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau erneuerbarer Energien und klimafreundlicher Wärme soll mit Landesgeld beschleunigt werden.

Klimaschutzgesetz für Sachsen-Anhalt einführen

Die SPD will ein Landesklimaschutzgesetz mit festen Pfaden zur Senkung der Treibhausgase. Es soll Ziele überprüfbar machen und Kommunen, Wirtschaft und Gesellschaft Planungssicherheit geben. Die Lasten sollen sozial gerecht verteilt werden.

Die SPD will ein Klimaschutz-Gesetz für das Land. Darin steht, wie stark die Treibhaus-Gase sinken sollen. So kann man die Ziele überprüfen. Menschen mit wenig Geld sollen nicht stärker belastet werden als andere.

Das Gesetz soll Reduktionspfade für Treibhausgasemissionen festschreiben und Zuständigkeiten sowie Fortschritte offenlegen. Belastungen dürfen nach dem Programm nicht vor allem Haushalte mit geringem Einkommen treffen. Der Ressortplan KLIMA soll in der nächsten Wahlperiode fortgeführt werden. Das Land will seine eigenen Gebäude klimaneutral machen und überall dort Photovoltaik anbringen, wo es möglich ist. Die SPD sieht Klimaschutz als Grundlage von Industrie und Arbeit, nicht als Gegensatz dazu.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Ein Klimaschutzgesetz schafft Verbindlichkeit und Überprüfbarkeit der Ziele sowie Transparenz über Zuständigkeiten und Fortschritte.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein Landesgesetz mit verbindlichen Reduktionspfaden verschärft den Rahmen für Klimaschutz, ohne konkrete Verbote oder vorgezogene Ziele zu nennen.

Klimafonds für Anpassung und Hitzeschutz aufbauen

Die SPD will nach und nach einen Klimafonds schaffen, der Maßnahmen zur Anpassung an Hitze, Starkregen und Trockenheit bezahlt. Kommunen sollen fachliche und finanzielle Hilfe bei Klimaschutz, Wärmeplanung und Hitzeaktionsplänen bekommen.

Es gibt mehr Hitze, starken Regen und Trockenheit. Die SPD will dafür einen Klima-Fonds aufbauen. Das ist ein Geld-Topf für Schutz-Maßnahmen. Städte und Gemeinden sollen Hilfe vom Land bekommen.

Ein landesweites Monitoring des Klimawandels, offene Daten und vorausschauende Planung sollen Risiken früh sichtbar machen. Bauliche Maßnahmen gegen Hitze sollen gefördert werden; das Programm verweist auf hellere Oberflächen an Gebäuden und Plätzen als wirksames und oft kostenneutrales Mittel. Kommunen sollen auch beim Schutz von Grünflächen im Ort sowie bei Luftreinhalte- und Lärmschutzplänen unterstützt werden. Flächenrecycling soll Vorrang vor neuer Versiegelung haben. Digitale Planungsgrundlagen sollen angestoßen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Zur Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen setzen wir uns dafür ein, schrittweise einen Klimafonds aufzubauen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Aufbau eines Fonds und Förderungen bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein neuer Fonds und Hilfen für Kommunen stärken Klimavorsorge und kommunalen Klimaschutz schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zu Klima und Energie?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich