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parteiprogramm

Linke zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Regierungsprogramm für 2024 bis 2029 – Unser Thüringen. Menschlich. Stark. Gerecht.“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 78 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 2 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Grundversorgung in öffentliche Hand bringen

Die Linke will, dass die Grundversorgung der Bevölkerung öffentliches Eigentum ist und demokratisch organisiert wird. Mit Bereichen wie Gesundheit, Pflege, Wohnen, Mobilität und Bildung soll aus Sicht der Partei kein Gewinn erzielt werden.

Die Linke will: Wichtige Dinge sollen allen gehören. Dazu zählen Krankenhäuser, Busse, Bahnen, Wohnungen und Schulen. Firmen sollen damit keinen Gewinn machen. Alle sollen sich diese Dinge leisten können.

Zur Grundversorgung zählt das Programm Energie, Wohnen, Bildung und Kultur, den Nahverkehr mit Bus und Bahn, das Gesundheitswesen samt Pflege sowie Kommunikation und Internet. Diese Leistungen sollen allen zugänglich und für alle bezahlbar sein. Der Staat soll eingreifen, wo nach Ansicht der Partei Gewinne über das Wohl der Menschen gestellt werden. Als Leitsatz ihres „Thüringer Sozialstaatsversprechens“ formuliert die Linke, dass alles Lebensnotwendige öffentlich organisiert sein soll. Einen Verkauf von Bahn, Post und Telekom an private Eigentümer lehnt sie ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Die öffentliche Grundversorgung muss uns allen gehören und nicht den Wenigen. Sie muss demokratisch organisiert werden.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die gesamte Grundversorgung soll in öffentliches Eigentum und dem Gewinnstreben entzogen werden, was die heutige Mischung aus öffentlichen und privaten Anbietern grundlegend umbauen würde.

Staatliche Beteiligungen an Industriebetrieben ausbauen

Die Linke will eine neue Industriebeteiligungsstrategie, mit der sich das Land an Unternehmen im Strukturwandel beteiligen kann. Das soll Arbeitsplätze sichern, den Umstieg auf klimaneutrale Produktion erleichtern und mehr Wertschöpfung in Thüringen halten.

Das Land soll sich an Firmen beteiligen können. So bekommen Firmen mehr Geld für den Umbau. Sie sollen klima-freundlich produzieren können. Arbeitsplätze sollen sicher bleiben. Mehr Gewinn soll in Thüringen bleiben.

Eigenständige Firmen, die an neuen Produkten arbeiten oder künftig klimaneutral produzieren möchten, sollen ihr Eigenkapital durch eine Landesbeteiligung stärken können. Betriebe, die von weit entfernten Konzernzentralen abhängen, sollen sich auf diesem Weg aus den Konzernstrukturen lösen können. Vorgesehen sind regionale Strategien, an denen Beschäftigte, Gewerkschaften, Kommunen und Land mitwirken. Thüringen soll nach dem Willen der Partei nicht vorrangig Zulieferer für westdeutsche und internationale Konzerne sein; weitere Branchenverbünde sollen möglich bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„könnten über eine staatliche Beteiligung ihre Eigenkapitalbasis stärken und so den Wandlungsprozess für die Beschäftigten sicher gestalten.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Beteiligungen an Unternehmen stärker als bisher als Instrument der Industriepolitik einsetzen, also mehr Staat in der Wirtschaft.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Beteiligungen sollen gezielt die Umstellung auf klimaneutrale Produktion unterstützen.

Mittelstand, Handwerk und Genossenschaften fördern

Die Linke will die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen in einem eigenen Gesetz bündeln und Bürokratie abbauen. Gründungen im Handwerk und Genossenschaften, in denen Belegschaften ihren Betrieb weiterführen, sollen stärker unterstützt werden.

Die Linke will kleine und mittlere Firmen fördern. Ein neues Gesetz soll die Hilfen bündeln. Es soll weniger Bürokratie geben. Auch das Handwerk und Genossenschaften sollen mehr Hilfe bekommen.

Das Fördergesetz soll Hilfen bei Vernetzung, Vertrieb, Marketing, Marktzugang, Digitalisierung und Finanzierung auf den Bedarf der Betriebe zuschneiden. Meistergründungsprämie und Meisterbonus sollen bleiben und ausgebaut werden, damit die Meisterausbildung nicht an den Kosten scheitert. Für Produktivgenossenschaften plant die Partei ein eigenes Förderprogramm, einfachere Richtlinien und mehr Werbung für Mikrodarlehen, um kleine Betriebe auf dem Land zu erhalten. Gründerinnen sollen sichtbarer werden, und gescheiterte Gründer sollen eine zweite Chance bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Mit einem Fördergesetz für kleine und mittlere Unternehmen wollen wir vorhandene Maßnahmen bündeln, bürokratische Hürden abbauen“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet staatliche Förderprogramme mit Bürokratieabbau und der Stärkung von Unternehmertum und nimmt damit keine klare Seite ein.

Rüstungsproduktion auf zivile Güter umstellen

Die Linke will mit einem Landesprogramm Anreize setzen, damit Thüringer Betriebe von militärischer auf zivile Produktion umstellen. Neue Rüstungsfabriken lehnt sie ab, und Firmen mit Landesbeteiligung sollen nicht in Militärisches investieren.

Manche Firmen stellen Waffen und Militär-Güter her. Die Linke will, dass sie zivile Produkte herstellen. Dafür soll es ein Programm vom Land geben. Neue Rüstungs-Fabriken will die Partei nicht.

Das Landesprogramm soll die sogenannte Rüstungskonversion fördern, also den Wechsel von Militärgütern zu zivilen Erzeugnissen. Früher militärisch genutzte Flächen und Gebäude sollen für friedliche Zwecke hergerichtet werden. Unternehmen, an denen das Land beteiligt ist, sollen keine militärischen Investitionen tätigen dürfen. Die Partei begründet dies damit, dass niemand vom Zerstören anderer Leben leben müssen sollte.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Militärische Investitionen von Unternehmen mit Landesbeteiligung werden wir ausschließen. Neuansiedlungen von Rüstungsfabriken lehnen wir strikt ab.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Das Land soll Rüstungsproduktion zurückdrängen und neue Rüstungsstandorte ablehnen, was Zurückhaltung beim Militär Vorrang gibt.

Infrastrukturfonds für Regionen mit Großansiedlungen

Die Linke will Kommunen unterstützen, in deren Nähe sich große Unternehmen ansiedeln, und dafür einen Infrastrukturfonds schaffen. Bei solchen Ansiedlungen sollen Tarifbindung, gute Löhne und Mitbestimmung zum Modell werden.

Große Firmen siedeln sich in Thüringen an. Die Gemeinden brauchen dann mehr Kitas, Wohnungen und Busse. Die Linke will dafür einen eigenen Geld-Topf. In den neuen Firmen soll es Tarif-Löhne geben.

Als Beispiel nennt das Programm das Werk des chinesischen Batterieherstellers CATL in Arnstadt, das hohe Anforderungen an die umliegenden Gemeinden stellt. Der Fonds soll Infrastruktur von Kindergärten über Wohnraum bis zum Nahverkehr mitfinanzieren. Betrieb, Belegschaft und Gewerkschaft sollen Hilfe erhalten, um tarifgebundene Arbeit und starke Mitbestimmung aufzubauen. Für Batteriewirtschaft und Wasserstofftechnik sollen passende Ausbildungsberufe und Studiengänge entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Die Erschließung, der Ausbau und der Umbau von wirtschaftlichen Ansiedlungen in Thüringen muss durch einen entsprechenden Infrastrukturfonds für Soziales, Bildung, Kultur, Verkehr und Gesundheit gefördert werden.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer öffentlicher Fonds soll Infrastruktur rund um Ansiedlungen finanzieren, also zusätzliche staatliche Investitionen.

Forschung und Innovation im Mittelstand fördern

Die Linke will weiter in Forschungs- und Technologiepolitik investieren und dabei kleine und mittlere Unternehmen in den Mittelpunkt stellen. Ein Transformations- und Nachhaltigkeitsfonds soll die Finanzierung neu ordnen; militärische Forschung soll keine Förderung erhalten.

Die Linke will Forschung und neue Technik fördern. Vor allem kleine und mittlere Firmen sollen profitieren. Dafür soll es einen neuen Fonds geben. Forschung für das Militär bekommt kein Geld.

Öffentliche Forschungseinrichtungen und gezielte Förderinstrumente sollen Thüringer Firmen bei neuen Ideen begleiten und regionale Wertschöpfungsketten sichern; ihre Finanzierung soll fortgeführt und erhöht werden. Ziel der Innovationsförderung ist, dass kleinere Unternehmen wachsen und eigene Forschungskapazitäten dauerhaft aufbauen. Soziale und ökologische Folgen von Forschung und Technik sollen bei der Vergabe berücksichtigt werden. Eine neue Forschungsstelle Arbeit und Innovation soll Risiken der Digitalisierung für Beschäftigte früh erkennen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Mit einem Transformations- und Nachhaltigkeitsfonds stellen wir finanzielle Weichen neu.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Forschungsförderung und ein neuer staatlicher Fonds sollen ausgebaut werden, also mehr öffentliche Investitionen.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Forschungsprojekte mit militärischem Bezug sollen von der Landesförderung ausgeschlossen sein, was Zurückhaltung beim Militär ausdrückt.

Tourismus und Gastgewerbe fördern

Die Linke will den Tourismus in Thüringen weiter stärken und das Gastgewerbe finanziell unterstützen. Als Gründe nennt das Programm die höhere Umsatzsteuer auf Speisen und den Mangel an Fachkräften.

Die Linke will den Tourismus in Thüringen stärken. Gaststätten und Hotels sollen Geld vom Land bekommen. Das gilt vor allem für Betriebe auf dem Land. Auch Reisen ohne Hindernisse will die Partei fördern.

Bis 2027 sollen drei Millionen Euro über den Beherbergungs- und Gastrobonus an Betriebe fließen, vor allem auf dem Land. Die Partei setzt auf gute Löhne, Investitionen und bessere Vermarktung. Geplant sind außerdem mehr Zusammenarbeit mit Nachbarländern und zwischen den Tourismusregionen, mehr Förderung für barrierefreies Reisen und eine digitale Plattform des Landes für Sport-, Erholungs- und Gesundheitsangebote. Gefördert werden soll ein sanfter, ressourcenschonender Tourismus über das ganze Jahr.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Bis 2027 unterstützen wir Gastronomie und Beherbergungsbetriebe vor allem in ländlichen Regionen mit drei Millionen Euro.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll eine Branche mit öffentlichen Zuschüssen und eigener Vermarktung stützen, was staatliche Förderung schrittweise ausbaut.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich