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SPD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Klar und deutlich: Für Thüringen. Regierungsprogramm der SPD Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,5), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Transformationsministerium und Transformationsbudget einrichten

Die SPD will ein Transformationsministerium bilden, das Wirtschaft, Arbeit, Energie, Forschung, Technologie und digitale Infrastruktur zusammenführt. Ein „Transformationsbudget Thüringen“ soll den Strukturwandel mit einem strukturpolitischen Impuls begleiten. Die Partei begründet das damit, dass die Aufgaben einen Ansatz aus einer Hand verlangen.

Die Wirtschaft verändert sich stark. Die SPD will dafür ein neues Ministerium. Es soll für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Forschung zuständig sein. Dazu kommt ein eigener Geld-Topf für den Wandel. Die Gewerkschaften sollen mitreden.

Alle wichtigen Beteiligten sollen einbezogen werden, wobei die Gewerkschaften als besonders wichtige Partner gelten. Das Land soll regelmäßig über Wirtschafts- und Strukturpolitik berichten und ein Monitoring auf wissenschaftlicher Grundlage aufbauen. Für Branchen, die von der Dekarbonisierung stark betroffen sind, plant die SPD eine Strategie für Qualifizierung und Innovation. Das Transformationsnetzwerk ANeTT soll auch nach 2025 finanziert werden. Regionale Initiativen sollen konzeptionell und finanziell unterstützt werden, um Cluster zu bilden.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Wir werden daher ein Transformationsministerium bilden, indem die Zuständigkeit für Wirtschaft, Arbeit, Energie, Forschung und Technologie sowie digitale Infrastruktur verbunden werden.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein eigenes Budget und aktive Strukturpolitik des Landes stehen für eine stärkere staatliche Steuerung des wirtschaftlichen Wandels.

  • Klimaausgewogen

    Das Vorhaben verbindet die Dekarbonisierung der Industrie mit dem Ziel eines wachsenden, wettbewerbsfähigen Standorts.

Unternehmen mit Krediten und Förderung beim Umbau unterstützen

Die SPD will kleine und mittlere Unternehmen mit einem Kreditprogramm beim Umstieg auf CO2-freie Produktion unterstützen. Die Thüringer Aufbaubank soll mehr Eigenkapital erhalten, um Bürgschaften und zinsgünstige Darlehen zu vergeben. Tariflich bezahlte und mitbestimmte Arbeit soll ein Schwerpunkt der Förderung werden.

Kleine und mittlere Firmen sollen ohne CO2 produzieren. Die SPD will ihnen dafür Kredite geben. Die Förderbank des Landes soll mehr Geld bekommen. Firmen mit Tariflohn sollen besonders gefördert werden. Zwei bestehende Förder-Angebote sollen für alle Gewerbe-Firmen gelten.

Das Programm verweist darauf, dass Inflation und höhere Zinsen die Finanzierung für Kommunen und Unternehmen erschweren. Digitalbonus und Dekarbonisierungsbonus sollen für die gesamte gewerbliche Wirtschaft geöffnet und bedarfsgerecht finanziert werden. Die Kofinanzierung von Förderprogrammen der EU und des Bundes will die SPD sichern. Die Großflächeninitiative für Gewerbe- und Industrieflächen soll weiterlaufen und auf Klimaschutz sowie „Green Tech“ ausgerichtet werden. Die Außenwirtschaftsförderung soll sich stärker auf Branchen und Märkte konzentrieren, die im Wandel langfristig bestehen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Wir werden ein Kreditprogramm für zukunftsfähige kleinere und mittlere Unternehmen am Wirtschaftsstandort Thüringen etablieren, um diese bei der Umstellung auf eine CO2-freie Produktion zu unterstützen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Kredite, Bürgschaften und Zuschüsse werden ausgebaut und teilweise an Tarifbindung und Mitbestimmung geknüpft.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Wirtschaftsförderung wird stärker auf CO2-freie Produktion und Klimaschutz ausgerichtet, über Anreize statt über Verbote.

Förderung für das Handwerk deutlich erhöhen

Die SPD will die Förderprogramme für das Handwerk deutlich aufstocken und zusammen mit den Handwerkskammern weiterentwickeln. Sie begründet das damit, dass der wirtschaftliche Umbau ohne Handwerkerinnen und Handwerker nicht gelingen könne.

Die SPD will dem Handwerk mehr Geld geben. Die Förderung soll deutlich steigen. Die Handwerks-Kammern sollen dabei mitreden. Die SPD sagt: Ohne das Handwerk klappt der Umbau der Wirtschaft nicht.

Die SPD will die bestehende Förderung, die sich eigens an das Handwerk richtet, deutlich aufstocken. Wie sie weiterentwickelt wird, soll vom Bedarf abhängen und mit den Handwerkskammern abgesprochen werden. Das Programm bezeichnet das Handwerk als existenziell für Thüringens mittelständisch geprägte Wirtschaft. Es verweist darauf, dass das Handwerk überall im Land für faire Löhne und gute Arbeit sorge.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir werden daher die bestehenden, handwerksspezifischen Förderangebote deutlich erhöhen und bedarfsgerecht mit den Handwerkskammern im Land weiterentwickeln.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bestehende staatliche Förderprogramme sollen deutlich ausgeweitet werden, was mehr öffentliche Mittel für eine Branche bedeutet.

Genehmigungen beschleunigen und Förderprogramme vereinfachen

Die SPD will die Vorhaben des Bundes für schnellere Genehmigungen und weniger Bürokratie unterstützen. Die Förderprogramme des Landes sollen einfacher werden. Das Programm begründet dies damit, dass Unternehmertum Freiheit brauche.

Die SPD will weniger Bürokratie für Firmen. Genehmigungen sollen schneller gehen. Förder-Programme vom Land sollen einfacher werden. Dafür will die SPD auch Regeln ändern.

Das Land soll die Bemühungen des Bundes um schnellere Genehmigungsverfahren und Bürokratieabbau mittragen. Die Landesförderprogramme sollen einfacher gestaltet werden. Wo es nötig ist, sollen dafür die Landeshaushaltsordnung und die zugehörigen Verwaltungsvorschriften geändert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„wir werden die Bemühungen des Bundes zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie zur Entbürokratisierung unterstützen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Schnellere Genehmigungen und weniger Bürokratie verringern die Regulierungslast für Unternehmen schrittweise.

Gründungen und Start-ups stärker fördern

Die SPD will, dass Thüringen das attraktivste Bundesland für Gründungen, Unternehmensnachfolgen und junge Firmen bleibt. Dazu sollen Beratung und Förderung weiterentwickelt, dauerhaft finanziert und ein Netzwerk für Start-ups aufgebaut werden.

Die SPD will Gründern helfen. Gründen soll einfach sein. Beratung und Förderung sollen dauerhaft Geld bekommen. Auch wer neben dem Beruf gründet, soll Hilfe bekommen. Start-ups sollen sich besser vernetzen können.

Gründungen im Nebenerwerb sollen durch eigene Förderinstrumente entlastet werden. Über die Thüringer Gründungsprämie soll auch die Einstellung von Personal förderbar sein, und Hilfe beim Stellen von Förderanträgen soll bezuschusst werden. Geplant ist ein Start-up-Ökosystem mit Vernetzung und gemeinsam genutzter Infrastruktur, wobei die öffentliche Hand häufiger als Ankerkunde für Start-ups und gemeinwohlorientierte Unternehmen auftreten soll. Die Renovierung von Technologie- und Gründungszentren soll gefördert werden, auch um Abwanderung aus ländlichen Regionen zu verringern. Beim Bund will sich die SPD für eine Start-up Factory in Thüringen einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Daher werden wir die bestehenden Beratungs- und Förderangebote entsprechend bedarfsgerecht weiterentwickeln und die Finanzierung verstetigen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr staatliche Förderung mit dem Ziel, privates Unternehmertum und Gründungen zu erleichtern.

Wohnortnahe Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen

Die SPD will, dass mehr Menschen auf dem Land dort arbeiten können, wo sie wohnen, und weniger pendeln müssen. Dafür setzt sie auf Digitalisierung, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Ansiedlung staatlicher Einrichtungen.

Viele Menschen vom Land fahren zur Arbeit weit weg. Die SPD will mehr Arbeitsplätze in der Nähe vom Wohnort. Digitale Arbeit und erneuerbare Energien sollen dabei helfen. Auch Behörden sollen aufs Land kommen.

Nach Darstellung des Programms werden Gemeinden durch das Auspendeln zu reinen Schlaforten und Kleinstädte verlieren ihren Einzelhandel. Erneuerbare Energien sollen als Wirtschaftszweig Stellen in Planung, Installation, Wartung und Service bringen. Bei der Ausweisung von Ober- und Grundzentren will die SPD die Funktionen und die künftige Entwicklung der Regionen stärker gewichten als die reine Einwohnerzahl. Kommunen sollen weiter Personal und Geld für eine flächensparende Innenentwicklung erhalten; die Förderung von Klima- und Energiemanagern läuft weiter.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Für wohnortnahe Arbeitsplätze im ländlichen Raum und die Verringerung der täglichen Pendler:innenanzahl wollen wir die sich bietenden Möglichkeiten der digitalen Welt sowie der Energiewende nutzen.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau erneuerbarer Energien wird als Wirtschaftszweig auf dem Land gefördert und die Klimamanager-Förderung fortgeführt.

Außeruniversitäre Forschung verlässlich finanzieren und vernetzen

Die SPD will die Forschungsinstitute außerhalb der Hochschulen bis 2030 verlässlich finanzieren und für die landeseigenen Institute einen eigenen Pakt mit festen jährlichen Zuwächsen schaffen. Forschung soll zudem enger mit Unternehmen und Gründungen verbunden werden, damit daraus Wirtschaftswachstum entsteht.

In Thüringen gibt es Forschungs-Institute außerhalb der Hochschulen. Die SPD will ihnen bis 2030 sicheres Geld geben. Für die Institute des Landes soll es einen festen Vertrag geben. Firmen und Gründer sollen die Forschung leichter nutzen können.

Die Grundfinanzierung der gemeinsam mit dem Bund getragenen Institute soll bis 2030 gesichert werden; der Landespakt orientiert sich am „Pakt für Forschung und Innovation“. Thüringen soll mehr Bundesmittel für Wissenschaft erhalten, etwa durch Teilnahme an Bund-Länder-Programmen und Bewerbungen um neue Forschungseinrichtungen. Die vier Landesinstitute sollen so profiliert werden, dass sie eher in eine bundesweite Forschungsorganisation aufgenommen werden, notfalls mit zusätzlichen Investitionsmitteln. Besonders unterstützt werden sollen Quantentechnologien, Speicher- und Batterieforschung, Wasserstoff sowie nachhaltiges Bauen. Die Gründungsförderung des Landes soll neu geordnet werden, und Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen sollen einfachen Zugang zu Forschungsinfrastruktur bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„werden wir für die Landesforschungseinrichtungen einen vergleichbaren Pakt auf Landesebene schaffen“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Feste jährliche Zuwächse, Kofinanzierung und gezielte Technologieförderung weiten die staatliche Forschungs- und Innovationsförderung schrittweise aus.

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Alle Programme in Thüringen im Vergleich