Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Linke zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Regierungsprogramm für 2024 bis 2029 – Unser Thüringen. Menschlich. Stark. Gerecht.“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 78 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kommunen finanziell und politisch stärken

Die Linke will die Kommunen finanziell besser ausstatten und den kommunalen Finanzausgleich weiterentwickeln. Auf Bundesebene fordert sie eine eigene Kammer für Kommunen, einen höheren Anteil am Steueraufkommen und eine Reform der Gewerbesteuer.

Die Linke will Städten und Gemeinden mehr Geld geben. Sie sollen einen größeren Teil der Steuern bekommen. Im Bund soll es eine eigene Vertretung für Gemeinden geben. Gemeinden sollen mehr selbst entscheiden können.

Die Kommunen sollen so solide finanziert sein, dass Hilfsprogramme außerhalb des Finanzausgleichs entfallen können. Eine differenzierte Kreisumlage soll verhindern, dass größere Städte Kreisaufgaben doppelt bezahlen. Neben Bundestag und Bundesrat soll eine dritte föderale Kammer die Kommunen vertreten. Gemeindezusammenschlüsse sollen freiwillig bleiben und unterstützt werden. Gesetze sollen überprüft und unnötige Standards gestrichen werden, die die kommunale Selbstverwaltung einschränken.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Wir werden die angemessene Finanzausstattung der Kommunen weiter gewährleisten und den kommunalen Finanzausgleich weiterentwickeln.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Geld und ein größerer Steueranteil für Kommunen stärken die öffentliche Hand schrittweise im bestehenden System.

Projektförderung des Landes auf mehrere Jahre ausweiten

Die Linke will Projekte künftig in der Regel für drei bis fünf Jahre statt für ein Jahr fördern. Das soll Trägern Planungssicherheit geben und den Verwaltungsaufwand des Landes verringern. Außerdem soll der Landeshaushalt jeweils rechtzeitig beschlossen werden.

Viele Projekte bekommen heute nur für ein Jahr Geld vom Land. Die Linke will das ändern. Projekte sollen meist für drei bis fünf Jahre Geld bekommen. So können die Träger besser planen. Träger sind die Vereine und Gruppen hinter einem Projekt.

Nach dem Programm verursachen einjährige Förderungen Unsicherheit bei den Trägern und viel Bürokratie beim Land. Betroffen sind vor allem Vorhaben in Demokratie, Bildung, Migration, Sozialem und Gesundheit. Die Partei will dafür haushaltsrechtliche Lösungen schaffen, den Eigenanteil bei Bedarf senken und zusätzliche regionale Förderung erlauben. Entscheidungen über Projekte sollen früh und transparent mitgeteilt werden. Die Partei betont zudem, der Haushalt für das Folgejahr müsse rechtzeitig stehen und dürfe nicht durch die Drohung mit einer haushaltslosen Zeit blockiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„um die Förderung auf in der Regel drei bis fünf Jahre zu erhöhen, die Eigenmittelanteile bei Bedarf absenken“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Längere Förderzusagen und geringere Eigenanteile verstetigen und erweitern die öffentliche Finanzierung von Projekten.

Schuldenbremse durch investitionsfreundliche Finanzpolitik ablösen

Die Linke will die Schuldenbremse ersetzen, die sie als Hindernis für Investitionen ansieht. Investitionen in öffentliche Einrichtungen sollen auch über Kredite finanziert werden können. Aus Sicht der Partei belastet das Aufschieben solcher Investitionen künftige Generationen stärker als neue Schulden.

Die Schulden-Bremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die Linke will sie durch andere Regeln ersetzen. Der Staat soll für Investitionen Kredite aufnehmen dürfen. Gemeint sind zum Beispiel Schulen, Kliniken und Busse und Bahnen. Die Partei sagt: Ohne dieses Geld leiden spätere Generationen.

Als Investitionsfelder nennt das Programm Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Universitäten, den öffentlichen Personenverkehr sowie Energieversorgung und Unternehmensstruktur. Die Partei argumentiert, die Inflation und damit die jährlichen Kostensteigerungen lägen deutlich über den Zinsen. Der Verzicht auf Kredite für vermögensschaffende Investitionen entlaste deshalb weniger, als das Aussetzen der Investitionen schade. Finanz- und Haushaltspolitik soll gleichberechtigte Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse sichern, wofür öffentliche Leistungen auskömmlich finanziert sein müssten.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„dass die sogenannte Schuldenbremse als Zukunfts- und Investitionsbremse durch eine nachhaltige und generationengerechte Finanzpolitik abgelöst wird“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Ablösung der Schuldenbremse zugunsten kreditfinanzierter öffentlicher Investitionen gibt eine zentrale Regel der Haushaltsdisziplin auf.

Was sagen die anderen Parteien zu Finanzen und Steuern?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich