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parteiprogramm

Linke zur Familie

Aus dem Programm „Regierungsprogramm für 2024 bis 2029 – Unser Thüringen. Menschlich. Stark. Gerecht.“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 78 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kindergarten vollständig beitragsfrei machen

Die Linke will die Elternbeiträge für den Kindergarten in Thüringen ganz abschaffen. Zunächst soll ein drittes Jahr beitragsfrei werden, danach die gesamte Kindergartenzeit.

Die Linke will: Eltern zahlen nichts mehr für den Kindergarten. Heute sind zwei Jahre kostenlos. Bis 2025 soll ein drittes Jahr dazukommen. Später soll die ganze Zeit kostenlos sein.

Nach Angaben des Programms sparen rund 20.000 Familien durch die bisherigen zwei beitragsfreien Jahre im Schnitt 3.854 Euro pro Kind. Das dritte Jahr soll bis 2025 folgen. Die vollständige Beitragsfreiheit ist für die Wahlperiode 2024 bis 2029 vorgesehen. Die Partei begründet das damit, dass Bildung nicht vom Einkommen der Familie abhängen soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Bis 2025 wollen wir auch das dritte Kindergartenjahr und im Laufe der nächsten Regierungsperiode die vollständige Beitragsfreiheit in Thüringen umsetzen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Elternbeiträge sollen ganz entfallen und vom Land getragen werden, womit eine bisher teils private Finanzierung vollständig öffentlich wird.

Familienförderung und kostenfreie Freizeitangebote sichern

Die Linke will die Familienförderung des Landes dauerhaft absichern und kostenlose, leicht zugängliche Freizeitangebote für Familien bereitstellen. Die Thüringer Familienkarte soll als App weiterlaufen. Für Pflege- und Adoptivfamilien sollen landesweit einheitliche fachliche Standards in den Jugendämtern gelten.

Die Linke will Familien stärker helfen. Es soll Freizeit-Angebote geben, die nichts kosten. Die Familien-Karte soll es als App geben. Pflege-Familien sollen überall in Thüringen gleich gute Hilfe vom Jugendamt bekommen.

Die Familienkarte soll Familien künftig ein Guthaben von maximal 50 Euro für Angebote aus Kultur und Freizeit verschaffen. Eltern-Kind-Zentren, Nachbarschaftsläden und Mehrgenerationenhäuser sollen weiter gefördert werden, ebenso die überörtliche Familienförderung, besonders für Familien mit geringem Einkommen. Ein regelmäßiger Generationenbericht soll Empfehlungen für die Familien- und Seniorenpolitik liefern. Für Vollzeitpflege, Krisenpflege und befristete Pflegeverhältnisse sollen Standards gemeinsam mit Fachkräften und Elternvertretungen entstehen. Die Partei betont, alle Familienformen gleich zu behandeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir wollen die Bereitstellung von inklusiven, niedrigschwelligen und kostenfreien Freizeitangeboten für Familien.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentlich finanzierte Angebote und Förderungen für Familien sollen verstetigt und ausgebaut werden, was schrittweise mehr öffentliche Leistungen bedeutet.

Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit stärker fördern

Die Linke will die Mittel für örtliche Jugendförderung und Jugendsozialarbeit weiter erhöhen und beides langfristig in Stadt und Land sichern. Jugendhäuser, -zentren und -clubs sollen beim Um- und Neubau barrierefrei werden. So sollen Jugendliche Unterstützung und Räume für eigenes Engagement erhalten.

Die Linke will mehr Geld für Jugend-Arbeit geben. Jugendliche sollen in ihrer Nähe Treffpunkte und Freizeit-Angebote haben. Jugend-Häuser sollen ohne Hindernisse gebaut werden. Dann können auch Jugendliche mit Behinderung mitmachen.

Die Partei bezeichnet örtliche Jugendförderung und Jugendsozialarbeit als zwei zentrale Säulen der Unterstützung junger Menschen. Wohnortnahe Freiräume sollen gefördert werden, ausdrücklich auch selbstverwaltete Zentren. Geld für Bau und Umbau von Jugendeinrichtungen soll gezielt der Barrierefreiheit dienen, damit auch junge Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen teilhaben können. Außerdem soll die Jugendforschung gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir werden die Jugendsozialarbeit langfristig in Stadt und Land sichern, wohnortnahe Freiräume und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche unterstützen“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentlichen Mittel für Jugendarbeit und Jugendeinrichtungen sollen weiter steigen, was schrittweise mehr staatliche Leistungen bedeutet.

Kinderschutz gesetzlich absichern

Die Linke will das Amt des Landesbeauftragten für Kinderschutz per Gesetz festschreiben, um es dauerhaft zu sichern. Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sollen bei eigenen Schutzkonzepten unterstützt werden. Gewalt in Familien will die Partei durch bessere Zusammenarbeit der Behörden bekämpfen.

Die Linke will Kinder besser vor Gewalt schützen. Thüringen hat einen Beauftragten für Kinder-Schutz. Dieses Amt soll in einem Gesetz stehen. Schulen, Kindergärten und Vereine sollen Hilfe für Schutz-Pläne bekommen.

Den Beauftragten gibt es seit 2020 als Koordinierungsstelle in der Landesregierung. Schulen, Kindergärten, Vereine und Verbände sollen weiter Hilfe beim Erarbeiten von Kinderschutzkonzepten bekommen, und die Kinderschutznetzwerke sollen gefördert werden. Den Landesbetroffenenrat, der Betroffene sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend vertritt, will die Partei beim weiteren Aufbau begleiten. Polizei, Jugendhilfe und Schutzeinrichtungen sollen bei häuslicher Gewalt enger und besser abgestimmt zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir wollen nun den Landesbeauftragten bzw. die Landesbeauftragte darüber hinaus gesetzlich verankern, um diese Funktion auch nachhaltig zu sichern.“
Seite 47 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

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