Arbeitsverbote für Geflüchtete abschaffen, Spurwechsel ermöglichen
Die Linke will, dass Geflüchtete ein Recht auf eine Arbeitsgenehmigung erhalten und Arbeitsverbote entfallen. Wer bereits arbeitet, soll eine geordnete Bleibeperspektive bekommen. Das Programm begründet dies auch mit dem Mangel an Arbeitskräften nach der Abwanderung aus Thüringen.
Manche Geflüchtete dürfen nicht arbeiten. Die Linke will diese Verbote abschaffen. Geflüchtete sollen ihr Geld selbst verdienen können. Wer schon arbeitet, soll bleiben dürfen. Thüringen fehlen viele Arbeitskräfte.
Die Partei fordert einen Spurwechsel, also den Wechsel vom Asylverfahren in einen Aufenthalt zum Arbeiten, der ohne große Hürden möglich sein soll. Auch Menschen, die ausreisen müssten, aber etwa wegen eines Abschiebungsverbots nicht können, sollen arbeiten dürfen. Über Anträge auf Arbeitserlaubnis sollen die Behörden schnell entscheiden. Prüfen will die Linke, ob das Land bei der Ermessensduldung eine eigene Vorgriffsregelung schaffen kann. Daneben nennt das Programm attraktivere Ausbildung, günstige Azubi-Wohnheime sowie bessere Löhne, um Menschen im Land zu halten oder zurückzuholen. Das Projekt „Faire Mobilität“ gegen Lohndumping bei zugewanderten Beschäftigten soll weiter unterstützt werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Arbeitsverbote müssen der Vergangenheit angehören, ein Recht auf Arbeit braucht es, um das Leben selbst gut gestalten zu können.“Einordnung
- Migrationdeutlich offen
Die heute geltenden Arbeitsverbote im Aufenthaltsrecht sollen ganz entfallen und durch ein Recht auf Arbeit samt Bleibeperspektive ersetzt werden.