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Linke zum Verkehr

Aus dem Programm „Wahlprogramm zur Bürgerschaftswahl in Bremen am 14. Mai 2023 (Damit Bremen weiter auf sozial-ökologischem Kurs bleibt)“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 78 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,1), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich Klimaschutz zuerst, 12 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Autoarme Quartiersblocks und gemischte Innenstadt schaffen

Die Linke will Stadtentwicklung von den Quartieren her angehen und dort autoarme Blocks einrichten. Die Innenstadt soll ein Ort zum Wohnen und Studieren mit sozialer Mischung werden.

In manchen Vierteln sollen weniger Autos fahren. Die Menschen dort bekommen mehr Platz auf der Straße. In der Innenstadt sollen Menschen wohnen und studieren. Dort sollen Arme und Reiche zusammen leben.

Autoarme Quartiersblocks sollen vor allem dort entstehen, wo aus sozialen Gründen ohnehin weniger Menschen ein Auto besitzen. Der gewonnene Raum soll den Nachbarschaften zugutekommen. Für die Innenstadt setzt das Programm auf Studienangebote, sozial gemischtes Wohnen und ein möglichst kleinteiliges Bauen im Bestand. Auch soziokulturelle Einrichtungen sollen auf Quartiersebene geplant werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„wollen wir autoarme Quartiersblocks schaffen und den Nachbarschaften Stadtraum zurückgeben“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Autoverkehr soll in Wohnquartieren zugunsten anderer Nutzungen eingeschränkt werden.

Autoverkehr senken, ticketfreien ÖPNV einführen

Die Linke will den Pkw-Verkehr bis 2030 um mindestens 30 Prozent senken; der Rest soll mindestens zur Hälfte elektrisch sein. Dafür soll der öffentliche Nahverkehr ohne Ticket nutzbar und schneller ausgebaut werden. Die Ausbauziele sollen in einem Mobilitätsgesetz stehen.

Die Linke will weniger Autos auf den Straßen. Bus und Bahn sollen ohne Ticket nutzbar sein. Das Netz soll schneller wachsen. Ein neues Gesetz soll die Ziele festlegen.

Die Verringerung des Autoverkehrs soll das ganze Land betreffen, nicht nur die Innenstadt. Untersucht werden soll ein Verbindungsnetz, das bei Tempo und Leistungsfähigkeit einer Metro nahekommt. Carsharing-Anbieter könnten zeitlich begrenzt Geld vom Land erhalten, damit etwa Pendler solche Angebote ohne Mehrkosten nutzen können. Die Universität Bremen soll eine App entwickeln, mit der sich verschiedene Verkehrsmittel gemeinsam buchen lassen. Das Mobilitätsgesetz soll auch festlegen, dass Investitionen zugunsten von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr umverteilt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir wollen die Einführung des ticketfreien ÖPNV und eine beschleunigte Ausbauplanung.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein Nahverkehr ohne Ticket wäre eine neue, öffentlich finanzierte Leistung für alle.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Ein verbindliches Ziel von 30 Prozent weniger Autoverkehr bis 2030 ist eine grundlegend strengere Vorgabe als heute.

Verkehrswende per Mobilitätsgesetz absichern

Die Linke will weniger motorisierten Individualverkehr und mehr Nahverkehr, Fuß- und Radverkehr und dies in einem Mobilitätsgesetz festschreiben. Für die nötigen Investitionen soll die Schuldenbremse ausgesetzt werden.

Die Linke will weniger Autos in der Stadt. Mehr Menschen sollen Bus, Bahn und Rad nutzen. Ein neues Gesetz soll das festlegen. Für die Kosten soll Bremen Schulden machen dürfen.

Vorbild für das Gesetz ist Berlin; ein Ausschuss der Bürgerschaft soll die Umsetzung überwachen. Das Programm kritisiert, dass vom Verkehrsentwicklungsplan 2025 bisher nur ein kleiner Teil überhaupt geplant wurde, und will die Abläufe beim Amt für Straßen und Verkehr neu ordnen. Den Finanzbedarf im Verkehrssektor beziffert es unter Berufung auf die Klima-Enquete mit rund 2,3 Milliarden Euro. Die Partei will keine rein ordnungspolitische Durchsetzung, sondern einen demokratischen Umbau der Städte.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Zur Absicherung dieser Verkehrswende-Maßnahmen wollen wir ein Mobilitätsgesetz nach Berliner Vorbild einführen“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Schuldenbremse soll für öffentliche Investitionen in Milliardenhöhe ausgesetzt werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein Gesetz soll den Umstieg vom Auto auf klimafreundliche Verkehrsmittel verbindlich machen und beschleunigen.

Nahverkehr bis Juni 2024 kostenlos machen

Die Linke will, dass Busse und Bahnen in Bremen ab dem 1. Juni 2024 ohne Ticket genutzt werden können. Finanziert werden soll das über höhere Grund- und Gewerbesteuern sowie Bundesmittel.

Die Linke will Bus und Bahn in Bremen kostenlos machen. Das soll ab Juni 2024 gelten. Dafür sollen zwei Steuern steigen. Wer mehr Geld hat, zahlt dann mehr.

Die Grundsteuer auf Wohnen und die Gewerbesteuer sollen so weit steigen, dass auch Geld für Infrastruktur, neue Fahrzeuge und mehr Personal bleibt. Empfänger von Sozialleistungen wären nach Darstellung des Programms entlastet, weil die Grundsteuer über die Unterkunftskosten gedeckt wird; Vereine und gemeinnützige Einrichtungen sollen ausgenommen sein. Für Bremerhaven fordert die Partei ein Sozialticket. Bundesweit will sie das 9-Euro-Ticket anstelle des 49-Euro-Tickets zurück und deutlich höhere Regionalisierungsmittel des Bundes.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir wollen den ÖPNV in Bremen bis zum 1. Juni 2024 ticketfrei machen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Fahrpreise sollen ganz entfallen und durch höhere Grund- und Gewerbesteuern ersetzt werden, was eine neue steuerfinanzierte Leistung für alle schafft.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Kostenloser Nahverkehr soll den Umstieg vom Auto auf klimafreundliche Verkehrsmittel fördern.

Schnelles „Metro-Netz ohne Metro“ planen

Die Linke will ein schnelles Nahverkehrsnetz schaffen, das ohne U-Bahn auskommt und Orte mit vielen Wohnungen und Arbeitsplätzen verbindet. Dazu soll in der kommenden Wahlperiode ein Planungsauftrag ausgeschrieben werden.

Bremen hat keine U-Bahn. Busse und Straßenbahnen sind oft langsam. Die Linke will ein schnelles Netz ohne U-Bahn. Fachleute sollen dafür einen Plan machen.

Nach Ansicht der Partei sind herkömmliche Bus- und Straßenbahnlinien zu langsam, um mit dem Auto mitzuhalten; ein U-Bahn-Netz sei aber in 15 Jahren nicht zu bauen und sehr teuer. Das neue Netz soll Bestehendes wie die Regio-S-Bahn mit Schnelllinien mit wenigen Haltestellen oder besonderen Fahrzeugen, etwa fahrerlosen, verbinden. Dafür soll Platz freigehalten oder geschaffen werden. Auf Basis des Gutachtens soll eine politische Entscheidung über Modell, Zeitplan und Investitionen fallen; als Beispiel dient Lille.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir wollen in der nächsten Legislaturperiode zügig einen entsprechenden professionellen Auftrag ausschreiben, wie ein „Metro-Netz ohne Metro“ für Bremen aussehen kann“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Geplant sind zusätzliche öffentliche Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein schnelleres Nahverkehrsnetz soll den öffentlichen Verkehr zur Alternative zum Auto machen.

Netz von Bus, Bahn und Fähren ausbauen

Die Linke will das Nahverkehrsnetz erweitern: mit neuen und verlängerten Straßenbahnlinien, mehr S-Bahn-Halten, Querverbindungen und Weserfähren. Schlecht angebundene Quartiere sollen dabei Vorrang haben.

Manche Stadtteile haben schlechte Verbindungen mit Bus und Bahn. Die Linke will neue Linien bauen. Bahnen sollen öfter fahren. Auch Fähren auf der Weser sollen dazukommen.

Der Ausbau der Regio-S-Bahn mit sieben neuen Haltepunkten und dichterem Takt soll schneller kommen; S-Bahnen sollen mindestens halbstündlich fahren, nach Bremen-Nord alle zehn Minuten. Bis neue Strecken fertig sind, sollen zusätzliche Buslinien fahren. Bus und Bahn sollen bis 2030 vollständig barrierefrei sein, die BSAG-Busse möglichst bald emissionsfrei. Hinzu kommen mehr Expresslinien, eigene Fahrspuren, Vorrang an Ampeln und bessere Takte in Randzeiten. Park-and-Ride-Plätze sollen ausgebaut werden und pro Einfahrt sieben Tage gratis sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Es braucht neue Straßenbahnlinien hinein in die Überseestadt, eine Verlängerung der Linien nach Osterholz und Oslebshausen, nach Woltmershausen und Findorff.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Verkehrsangebot soll mit staatlichen Investitionen deutlich ausgebaut werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau soll Autofahrten ersetzen und Busse emissionsfrei machen.

Schienennetz ausbauen und elektrifizieren

Die Linke will mehr Personen-, Güter- und Fernverkehr auf der Schiene und dafür Strecken ausbauen und reaktivieren. Güter sollen vom Lkw auf Bahn und Schiff verlagert werden.

Die Linke will mehr Züge für Menschen und Waren. Dafür sollen Strecken mehr Gleise bekommen. Alte Strecken sollen wieder in Betrieb gehen. Weniger Waren sollen mit dem Lkw fahren.

Die Strecken nach Bremerhaven und Bremen-Nord sollen vier Gleise erhalten, die Trasse Bremerhaven–Cuxhaven technisch modernisiert werden. Die Verbindung von Bremen über Bassum und Sulingen nach Rahden soll wiederbelebt, eine weitere Richtung Stade geprüft werden. Für den Güterverkehr unterstützt die Partei die Variante Alpha-E und stillgelegte Gleise; Anwohner sollen besseren Lärmschutz bekommen. Außerdem verlangt sie einen Plan, die regionale Schieneninfrastruktur vollständig zu elektrifizieren und auf ETCS Level 3 umzurüsten, sowie mehr Personal.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Damit das möglich ist, wollen wir das Gleisnetz nach Bremerhaven und nach Bremen-Nord viergleisig ausbauen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau erfordert zusätzliche öffentliche Investitionen in die Infrastruktur.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Verkehr soll von der Straße auf die elektrifizierte Schiene und das Wasser verlagert werden.

Mehr Raum und Sicherheit für Fuß- und Radverkehr

Die Linke will Fuß- und Radverkehr mehr Platz geben und nennt als oberstes Ziel, dass niemand mehr im Verkehr stirbt („Vision Zero“). Dazu sollen geschützte Radwege, schnellere Radrouten und kürzere Wartezeiten an Ampeln kommen.

Die Linke will mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. Niemand soll mehr im Verkehr sterben. Radwege sollen sicher und breit sein. Ampeln sollen schneller grün werden.

Das Budget für den Fußverkehr soll sich verdoppeln. Vorgesehen sind durchgehende Wege an Kreuzungen, mehr Kreisverkehre, Premiumrouten auch in äußeren Stadtteilen sowie Brücken bei Hemelingen und zwischen Walle und Woltmershausen. Rotphasen für Fuß und Rad sollen höchstens 30 Sekunden dauern; bis 2033 soll es an Hauptstraßen mindestens alle 150 Meter eine sichere Querung geben. Bike- und Carsharing sollen wachsen, die Fahrradmitnahme einfacher werden. Die Polizei soll eine dauerhafte Ermittlungsgruppe gegen Fahrraddiebstahl bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir fordern geschützte Radwege, wo immer realisierbar, was auch die Barrierefreiheit steigert.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Fuß- und Radverkehr sollen gegenüber dem Auto bevorzugt und ausgebaut werden, um Emissionen im Verkehr zu senken.

Tempo 30 in der Stadt, Tempolimit 120

Die Linke fordert Tempo 30 in der Stadt, verbunden mit baulicher Verkehrsberuhigung. Auf Autobahnen soll bundesweit höchstens 120 km/h gelten.

Die Linke will Tempo 30 in der Stadt. Auf großen Straßen mit vier Spuren bleibt Tempo 50. Auf Autobahnen soll höchstens Tempo 120 gelten. Feste Blitzer sollen das kontrollieren.

Tempo 50 soll nur noch auf vierspurigen Straßen und Kraftfahrstraßen gelten. Feste Geschwindigkeitskontrollen sind mindestens nahe Schulen, Haltestellen und großen Kreuzungen vorgesehen. Als Nebeneffekt erwartet das Programm deutlich weniger Raserei. Die Kontrollgruppe „Autoposer“ soll mehr Personal bekommen; Fahrzeuge mit illegalen, lärmerzeugenden Einbauten sollen bei Autoposing eingezogen und verschrottet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir fordern Tempo 30, gekoppelt an verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen, Hindernisse durch z. B. Blumenkübel, Bremsschwellen, Einbahnstraßen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen und Tempo 30 als Regel in der Stadt wären neue Einschränkungen, die es heute nicht gibt.

Straßen und Parkraum zurückbauen, Innenstadt autofrei

Die Linke will den Anteil des Autos am Verkehr senken und dafür Straßen verkleinern, ein Viertel der Parkplätze abbauen und die Innenstadt autofrei machen. Der frei werdende Raum soll für Fußwege, Grün, Wohnungen und Spielplätze genutzt werden.

Die Linke will weniger Autos in Bremen. Breite Straßen sollen schmaler werden. Jeder vierte Parkplatz soll wegfallen. Die Innenstadt soll autofrei werden. Der Platz soll für Grün, Wege und Wohnungen da sein.

Die Hochstraße am Hauptbahnhof soll langfristig für Autos gesperrt und zur Grün- und Freizeitfläche werden. Zufahrten zur Innenstadt wie die Friedrich-Ebert-Straße sollen auf zwei Spuren schrumpfen, der Ostertorsteinweg dauerhaft autofrei bleiben. In geeigneten Wohngebieten sind Superblocks nach dem Beispiel Barcelonas geplant, in denen nur Anlieger fahren dürfen. Parkplätze von Supermärkten und kommunalen Gebäuden sollen außerhalb der Öffnungszeiten nutzbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir fordern den Rückbau von vierspurigen Straßen auf zwei Spuren. Wir wollen eine stufenweise Parkraumreduzierung von insgesamt 25 Prozent.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Der Rückbau von Straßen, der Abbau eines Viertels des Parkraums und Sperrungen für Autos schränken den Autoverkehr zugunsten des Klimaschutzes grundlegend ein.

Freiticket für Ältere bei Abmeldung des Autos

Menschen ab 60 Jahren sollen ein lebenslanges Freiticket für den Nahverkehr und monatliche Taxi-Freifahrten bekommen, wenn sie ihr Auto abmelden. Das Programm begründet dies damit, dass viele Ältere ihr Auto kaum noch nutzen, es aber für einzelne Wege brauchen.

Viele ältere Menschen fahren nur noch selten Auto. Die Linke macht ihnen ein Angebot. Wer ab 60 sein Auto abmeldet, fährt kostenlos Bus und Bahn. Dazu gibt es jeden Monat kostenlose Taxi-Fahrten.

Das Angebot richtet sich an alle ab 60 Jahren und ist freiwillig. Die Taxifahrten sollen Wege wie den Wocheneinkauf oder Arztbesuche abdecken, wenn Haltestellen zu weit entfernt oder gesundheitlich nicht erreichbar sind. Für die Umsetzung soll geprüft werden, ob die Stadt ein eigenes Taxiunternehmen gründet.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir wollen allen Menschen ab 60 das Angebot machen, ihr Auto abzumelden, um im Gegenzug ein lebenslanges Freiticket für den ÖPNV und ein monatliches Kontingent von Freifahrten mit dem Taxi zu erhalten.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vorgesehen sind eine neue öffentlich finanzierte Leistung und möglicherweise ein kommunales Taxiunternehmen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein Anreiz soll die Zahl der Autos in der Stadt verringern.

Keine neuen Autobahnen, A 20 nicht weiterbauen

Die Linke lehnt nach der Fertigstellung der A 281 weitere Autobahnneubauten und -ausbauten in Bremen ab und ist gegen den Weiterbau der A 20. Sie begründet das mit dem Schutz von Mooren, die CO₂ speichern.

Die Linke will keine neuen Autobahnen in Bremen. Nur die A 281 soll noch fertig werden. Die A 20 soll nicht weitergebaut werden. Sonst gehen wichtige Moore kaputt.

Während der Bauarbeiten an der A 281 soll die Neustadt vor Ausweichverkehr geschützt werden. Die B6n soll nur als Tunnel unter dem Flughafen geplant werden. An Bundesstraßen und Autobahnen verlangt die Partei besseren Lärmschutz. Lkw-Ausweichverkehr durch Wohnquartiere soll durch Verkehrslenkung und bauliche Maßnahmen zurückgehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„DIE LINKE lehnt neue Autobahnen sowie den Ausbau von Autobahnen im Land Bremen nach Fertigstellung der A 281 ab.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Geplante Autobahnprojekte sollen mit Verweis auf Moore als CO₂-Speicher gestoppt werden.

Anwohnerparken überall, aufgesetztes Parken eindämmen

Die Linke fordert Anwohnerparken im gesamten Stadtgebiet mit einem sozial verträglichen Grundbetrag. Gegen das Parken auf Gehwegen sollen ein Runder Tisch, ein Konzept der Verkehrsbehörde und ein kommunaler Abschleppdienst helfen.

Die Linke will überall Parkplätze nur für Anwohner. Der Preis soll fair sein. Große, schwere Autos sollen das Doppelte zahlen. Autos sollen nicht mehr auf Gehwegen parken.

Für besonders große und schwere Fahrzeuge sollen doppelte Gebühren gelten; die Einnahmen können in Rad-, Fußverkehr und Nahverkehr fließen. Ein Runder Tisch aus Behörden, Landesbehindertenbeauftragtem und Beiräten soll die Stellen bestimmen, an denen das Gehwegparken zuerst unterbunden wird. Das Programm hält ein sofortiges ordnungsrechtliches Vorgehen überall für nicht realistisch. Park-and-Ride soll Vorrang vor Quartiersgaragen haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir fordern flächendeckend Anwohnerparken. Wenn Parkraum knapper wird, muss er Anwohner*innen vorbehalten sein.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Parkraum wird flächendeckend bewirtschaftet und für große Autos teurer, die Einnahmen fließen in klimafreundlichen Verkehr.

Batterieelektrische Antriebe statt Hybrid und E-Fuels

Die Linke unterstützt das EU-weite Ende neuer nicht klimaneutraler Pkw ab 2035 und will Ladestationen ausbauen. Förderungen für Hybridfahrzeuge sowie für Pkw mit E-Fuels oder Wasserstoff lehnt sie ab.

Ab 2035 lässt die EU keine neuen Autos mit Benzin oder Diesel mehr zu. Die Linke findet das richtig. Sie will mehr Ladestationen für E-Autos und E-Bikes. Hybrid-Autos sollen kein Fördergeld mehr bekommen.

Die Fahrzeuge der öffentlichen Hand in Bremen sollen bis 2030 vollständig batterieelektrisch fahren. Statt Dienstwagen will die Partei Dienstfahrräder fördern. Die Ablehnung von E-Fuel- und Wasserstoff-Pkw begründet das Programm mit geringer Energieeffizienz und fehlender Energieunabhängigkeit. Auf Supermarktparkplätzen soll die Einrichtung von Ladesäulen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir unterstützen den Neuzulassungsstopp von nicht klimaneutralen PKW in der EU ab 2035, die Förderung von Hybridfahrzeugen ist abzuschaffen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Das Verbrenner-Aus wird verteidigt, die öffentliche Flotte früher umgestellt und Förderung für weniger klimafreundliche Antriebe gestrichen.

Flughafen öffentlich und mit Passagierbetrieb erhalten

Die Linke lehnt es ab, den Passagierbereich des Bremer Flughafens zu schließen oder den Flughafen zu privatisieren. Sie begründet das mit beruflichen Reisen, internationalen Logistikketten und dem Charakter des Flughafens als kritische Infrastruktur.

Die Linke will den Flughafen in Bremen behalten. Dort sollen weiter Passagiere fliegen können. Der Flughafen soll der Stadt gehören. Die Linke will ihn nicht an private Firmen verkaufen.

Der Passagierbetrieb wird laut Programm nicht nur für private Reisen gebraucht, sondern auch für Beruf und Logistik. Ein Verkauf des Flughafens gilt der Partei als Veräußerung kritischer Infrastruktur. Auch einen öffentlich finanzierten reinen Werkflughafen für die Luft- und Raumfahrtindustrie lehnt sie ab, weil das aus ihrer Sicht den Airbus-Standort und den Weg zum klimaneutralen Fliegen gefährden würde.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Eine Privatisierung des öffentlichen Flughafens, also ein Verkauf kritischer Infrastruktur, kommt für uns nicht infrage.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Eigentum am Flughafen wird ausdrücklich gegen eine diskutierte Privatisierung verteidigt.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Der Passagierflugbetrieb soll gegen Forderungen nach einer Schließung erhalten bleiben, womit wirtschaftliche Anbindung Vorrang erhält.

Häfen modernisieren und norddeutsche Hafenkooperation aufbauen

Die Linke will die Hafeninfrastruktur in Bremen und Bremerhaven sanieren und den Schienenanteil erhöhen. Die norddeutschen Häfen sollen als gemeinsames System zusammenarbeiten statt konkurrieren, damit Logistikketten möglichst schnell klimaneutral werden.

Die Häfen sind wichtig für Bremen. Die Linke will alte Hafen-Anlagen erneuern. Mehr Waren sollen mit der Bahn fahren. Die Häfen im Norden sollen zusammenarbeiten. Große Schiffe sollen im Hafen Strom vom Land nutzen müssen.

Sanierung der Kajen, Modernisierung der Umschlagsanlagen und mehr Schienenverkehr gelten als zentrale Aufgaben, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Arbeitsplätze zu sichern. In der Kooperation sollen die Häfen nach ihren jeweiligen Stärken und geografischen Bedingungen genutzt werden. Die Landstrompflicht für große Schiffe soll möglichst schnell umgesetzt werden. Standorte, die Lkw, Bahn und Schiff verbinden, sollen ausgebaut werden, besonders der Holz- und Fabrikenhafen und die Anbindung des GVZ an den Neustädter Hafen. Nach dem Ende der Planungen für das Offshore-Terminal Bremerhaven sollen Entscheidungen über wasserseitige Anbindungen und ökologische Gewerbegebiete rasch fallen.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir fordern eine enge norddeutsche Hafenkooperation mit folgenden Zielen: Die gesamten Logistikketten vom Hersteller über die Seehäfen bis zu den Endkund*innen müssen schnellstmöglich klimaneutral gestaltet werden.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Investitionen in die Hafeninfrastruktur und Kooperation statt Wettbewerb zwischen Häfen stärken die staatliche Steuerung.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Klimaneutrale Logistikketten, mehr Schienenverkehr und eine rasche Landstrompflicht beschleunigen den Klimaschutz in der Hafenwirtschaft.

Busnetz und Schnellfähre für Bremen-Nord

Die Linke will den Nahverkehr in Bremen-Nord verbessern. Busse sollen auf die Bahnen abgestimmt sein und auch Randlagen in dichtem Takt bedienen, dazu soll eine Schnellfähre auf der Weser kommen.

Die Linke will bessere Busse in Bremen-Nord. Busse sollen auf die Bahn warten. Auch abgelegene Wohngebiete sollen oft einen Bus haben. Auf der Weser soll eine schnelle Fähre fahren.

Busse sollen so abfahren, dass auch Menschen mit Einschränkungen den Umstieg von der Bahn schaffen, und bei Verspätungen warten, vor allem der letzte Bus in der Nacht. Das Programm kritisiert, dass Buslinien mit Verweis auf die S-Bahn gestrichen und Wohngebiete wie die Aumunder Wiesen abgehängt wurden. Die Fähre soll von Farge zur Waterfront fahren und Teil des regulären Nahverkehrs sein. Hintergrund ist laut Programm, dass in Orten wie Schönebeck Geschäfte in Wohnortnähe fehlen.

Originalzitat anzeigen (Seite 71)
„DIE LINKE spricht sich für eine Fährverbindung zwischen Farge und der Waterfront aus, mit Anlegepunkten in Blumenthal, Vegesack und Burglesum.“
Seite 71 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein dichteres Busangebot auch auf wenig genutzten Strecken und eine neue Fähre bauen öffentliche Daseinsvorsorge aus.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

Alle Programme in Bremen im Vergleich